Ratgeber Urlaubsfahrt - Ganz ohne Stress - Ihr Automobilclub - ACE Auto Club Europa e.V.
Ratgeber:

Es sollen – wie es etwas abgedroschen heißt – die „schönsten Wochen des Jahres“ sein. Doch oft ist der Start in die Ferien holprig, nach einer stressigen Anreise benötigt so mancher erst einmal ein paar Tage zur Erholung, bevor der Urlaub richtig beginnt. Denn man kommt erst mal viel zu spät los, die Fahrberechnung war viel zu optimistisch und mit so vielen anderen Autofahrern hat auch niemand gerechnet. Damit Sie möglichst entspannt reisen und sicher ankommen, hat ACE LENKRAD viele gute Tipps gesammelt, wie Sie entspannt in den Urlaub fahren – und sagt, wie der ACE Sie schon im Vorfeld dabei unterstützt.

Ein paar Wochen vorher

  • Routenplanung: Navi einschalten und los ist natürlich eine Möglichkeit. Für ACE-Mitglieder gibt es eine bessere Alternative: Auf Wunsch erhalten Mitglieder eine individuell ausgearbeitete Route – fürs Auto, Wohnmobil oder Motorrad – mit Zwischenstopps und weiteren wichtigen Länderinformationen als gebundene Broschüre per Post. Lange Strecken bieten sich für eine Etappenfahrt an. Warum nicht für die erste Nacht schon ein nettes Hotel in einem interessanten Ort entlang der Route reservieren? So wird die Anreise schon zum Teil des Urlaubs.
  • Vignetten: Über den ACE-Shop können Sie Vignetten für die Schweiz und Österreich sowie VIA-Cards für Italien ganz einfach bestellen – am besten zusammen mit Ihrer individuellen Tourenausarbeitung. Außerdem können Sie sich auf den ACE-Internetseiten auch über die aktuellen Mautgebühren in Europa informieren.
  • Warnwesten & Co: Andere Länder, andere Verkehrsregeln. Damit Sie nicht unbeabsichtigt zum Verkehrssünder werden und ein fettes Knöllchen die Urlaubskasse schmälert, sollten Sie sich schon im Vorfeld über die Verkehrsregeln im Urlaubsland schlau machen. Wie steht es um Promillegrenze und Höchstgeschwindigkeit? Welche besondern Vorschriften gelten, wenn Kinder mitfahren? Und vor allem sollte man wissen, was unbedingt an Bord sein sollte. Reicht eine Warnweste, oder benötigt jeder Insasse eine? Müssen Ersatzglühbirnen dabei sein? Ein Feuerlöscher? Der ACE beantwortet alle Fragen.
  • Autocheck:ACE-Mitglieder haben in den Werkstätten des ACE-Partners Vergölst Anspruch auf einen kostenlosen Fahrzeugcheck. Die Vergölst-Experten checken Ihr Auto einmal rundherum durch, wenn sich dabei herausstellen sollte, dass vor der Fahrt noch etwas in Ordnung gebracht werden muss, erhalten Sie als ACE-Mitglied zehn Prozent Sofortrabatt auf alle Autoservice-Leistungen. Benötigen Sie noch neue Reifen, gibt es einen Rabatt von fünf Prozent.
  • Versicherungen: Meistens geht ja alles gut, aber wenn doch etwas passiert, ist eine gute Versicherung Gold wert. Der ACE bietet für seine Mitglieder verschiedene Versicherungen zu besonderen Clubkonditionen an. Darunter eine Auslandskrankenversicherung, den ACE-Verkehrsrechtsschutz und den ACE-Reiseextraschutz, bei dem unter anderem eine Reise-Haftpflichtversicherung und eine Beihilfe bei Reise-Vertragsangelegenheiten enthalten ist.
  • Zahlungsmittel: Der Euro hat vieles einfacher und übersichtlicher gemacht, Bargeld gibt es überall am Geldautomaten. Aber was, wenn die EC-Karte geklaut wird? Für Mitglieder, die schon zehn Jahre oder länger beim ACE sind und die silberne, goldene oder platine Clubkarte haben, gibt es den Dokumentenservice. Das heißt, der ACE speichert und lagert kostenlos Kopien Ihrer persönlichen Unterlagen. Bei Diebstahl oder Verlust genügt ein Anruf und die sofortige Sperrung wird veranlasst. Empfehlenswert ist es, nicht nur eine EC-, sondern auch eine Kreditkarte dabeizuhaben. Diese wird zum Beispiel für die Kaution benötigt, wenn Ihr Fahrzeug eine Panne hat und Sie über den ACE-Euro-Notruf einen Mietwagen bekommen. Die ACE-Kreditkarte ist im ersten Jahr gebührenfrei, für Bargeldabhebungen im Ausland fallen keine Gebühren an.
  • Camping-Card: Sie reisen mit Caravan oder Wohnmobil? Dann sollte auf jeden Fall die CCI-Card, die Camping Card International, in Ihrem Geldbeutel stecken. Diese Identitätskarte wird beim Campingplatz anstelle eines Ausweises anerkannt. Außerdem erhalten Sie damit bei über 1500 europäischen Campingplätzen bis zu 20 Prozent Nachlass und Sie sind auf dem Campingplatz automatisch haftpflichtversichert. Die Camping Card International kostet als Einzelausweis 13 Euro, im Abo neun Euro pro Jahr.
  • Individuelle Checkliste: Setzen Sie sich einen Abend ganz entspannt mit Ihrer Familie zusammen und erstellen Sie sich eine eigene Checkliste. Müssen Haustiere versorgt werden? Kümmert sich jemand um Post und Tageszeitung oder haben Sie diese abbestellt? Wer gießt die Blumen? Und, ganz wichtig, was muss alles ins Reisegepäck?

Ein Tag vorher

  • Packen: Denken Sie daran, dass Sie vermutlich deutlich mehr dabeihaben, als Sie letztendlich brauchen. Überlegen Sie, was Sie eventuell während der Fahrt oder direkt bei der Ankunft brauchen, und verstauen Sie diese Dinge griffbereit. Koffer gehören nicht ungesichert neben das Kleinkind auf die Rücksitzbank und schwere Dinge wie ein Atlas nicht auf die Hutablage. Es müsste nicht mal zum Unfall kommen, auch bei einer Vollbremsung kann ungesicherte Ladung gefährlich werden. Denken Sie auch daran, dass Verbandkasten, Warndreieck und Warnweste stets griffbereit sein sollten.
  • Handy: Das Handy sollte vollgeladen sein. Bei einer Panne können Sie zwar über eine Notrufsäule an der Autobahn den ACE alarmieren, komfortabler ist aber ein Handy – und Sie sind für Nachfragen erreichbar. Wichtige Telefonnummern wie zum Beispiel die Nummer des ACE-Euronotrufs (+49 711 530 34 35 36) oder der ACE-Notfallrechtshilfe (+49 711 530 33 88 33) sollten Sie einspeichern. Den ACE erreichen Sie auch über die ACE-App, wenn Sie damit eine Panne melden, haben die Notrufberater gleich die entsprechenden Daten.
  • Autocheck: Ist der Wassertank der Scheibenwischanlage voll? Ist der Ölstand in Ordnung? Kurz vor der Fahrt sollten Sie noch einen kurzen Check machen. Auch an die Gewichtsfrage sollten Sie denken, nicht, dass Ihr Auto oder Ihr Caravan mit Übergewicht auf große Fahrt geht. Ist das Auto vollgeladen, sollte noch ein kurzer Abstecher zur Tankstelle gemacht werden, der Reifendruck und auch die Scheinwerfereinstellungen müssen an die Beladung angepasst werden. Auch eine Fahrt durch die Waschanlage schadet nicht, Scheiben sollten auch von innen sauber sein.

Während der Fahrt

  • Fahrerwechsel: Auch wer gerne lange Strecken fährt, sollte nicht darauf bestehen, alles in einem Rutsch alleine zu fahren. Wechseln Sie sich mit Ihrem Partner ab, und zwar am besten nach einem vorher festgelegten Rhythmus. Wird alle zwei Stunden getauscht, kommen Müdigkeit und Konzentrationsschwäche gar nicht erst auf. Sind Sie deutlich später weggekommen als geplant oder hat ein Mega- Stau Ihre Zeitplanung über den Haufen geworfen? Schieben Sie lieber spontan eine Übernachtung ein. Sekundenschlaf ist eine nicht zu unterschätzende Unfallursache.
  • Bewegung: Nutzen Sie jede Gelegenheit – sei es beim Fahrerwechsel oder während der Toilettenpause – für ein bisschen Bewegung. Recken und strecken Sie sich, lassen Sie die Hüften kreisen. Auch ein kleiner Spaziergang wirkt Wunder.
  • Essen und Trinken: Mineralwasser ist besser als Limo, Salat besser als Schnitzel mit Pommes. Belasten Sie Ihren Körper nicht mit fettem und schwerem Essen. Vielleicht haben Sie ja auch vor Fahrtantritt noch die Zeit, einen kleinen Picknickkorb zu packen. Belegte Brote, frisches Obst und eine Thermoskanne mit Kaffee machen fit für die nächste Etappe. Statt an einer Raststätte an der Autobahn zu essen, können Sie sich auch überlegen, zur Essenszeit die Autobahn zu verlassen. Nahezu alle Gemeinden an der Autobahn haben ein oder mehrere Restaurants, wo die Wartezeiten (im Zweifelsfall vorher fragen) auch nicht allzu lange sind. In einem schattigen Garten lässt sich die Pause mehr genießen als in einer stickigen Raststätte.
  • Unterhaltung: „Wann sind wir endlich da?“ Kindern wird beim Autofahren schnell langweilig. Wenn Hörspiele und Bücher ihren Reiz verlieren, ist Spielezeit. Wie wäre es mit einem Wunschkonzert? Der Reihe nach darf sich jeder ein Lied wünschen, das dann gesungen wird. Ist das Repertoire erschöpft, wird es Zeit für eine Bandwurm-Geschichte. Ein Mitspieler beginnt zu erzählen, fällt ihm nichts mehr ein, sagt er den Namen eines anderen Autoinsassen, der dann die Geschichte weitererzählen darf.

Ein Tipp zum Schluss

Auch die beste Planung schützt vor Überraschungen nicht. Versuchen Sie sich nicht zu ärgern, sondern nehmen Sie es mit Humor. So gut wie nichts ist es wert, dass Sie sich davon den Urlaub vermiesen lassen!