22.03.2021

E-Bike-Transport – Ladegut

Manchmal sind elektrounterstützte Fahrräder unterwegs, rollen aber nicht selbst. Stattdessen werden sie huckepack genommen – im oder am Auto. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Das richtige System finden

Der Rückenwind aus der Steckdose ist mit einem Gewichtsaufschlag verbunden. Das System aus Elektromotor und Akku bringt alleine schon rund zusätzliche sieben Kilogramm auf die Waage, dazu gesellt sich eine robustere Rahmenkonstruktion. Gängige Touren-Pedelecs wiegen also oft mehr als 25 Kilogramm. Damit fällt die günstige Transportlösung Dachträger eigentlich weg. Um einen halben Zentner ohne Gefahr für Rücken oder Karosserieblech über Kopfhöhe zu hieven, müsste man schon Gewichtheber sein. Aber selbst dann: Gängige Dachträgersysteme sind für diese Lasten in den allermeisten Fällen nicht ausgelegt. Die pragmatischste Lösung ist ein Heckträger, der auf der Kugel der Anhängerkupplung befestigt wird.

Preis-Leistung vergleichen

Die im Volksmund „Kupplungsträger“ genannten Transportlösungen sind flexibel und in aller Regel mit wenigen Handgriffen zu montieren und ebenso schnell wieder zu demontieren. Praktisch sind Träger, die sich samt Ladung abklappen lassen. Sonst kommt man nur schwer an den Kofferraum heran. Beim Kauf des Fahrradträgers lohnt sich ein Blick auf Vergleichstests, wie sie die Stiftung Warentest oder Fachzeitschriften anbieten. Die unverbindlichen Preisempfehlungen für empfehlenswerte Träger bewegen sich zwischen zirka 400 und 700 Euro, in der Praxis sind sie sie meist günstiger. Eine Preisrecherche lohnt sich, einfach den billigsten Träger zu kaufen, sicher nicht. Wer 2.000 bis 5.000 Euro pro Pedelec ausgibt, sollte nicht auf 50 Euro beim Trägerkauf schauen. Eine gute Investition sind die rund zehn Euro für ein Kennzeichenschild, das dauerhaft am Träger verbleibt. Das sogenannte Folgekennzeichen braucht übrigens keine amtlichen Stempel.

Gewicht und Stützlast beachten

Diese Träger sind in der Regel für zwei Fahrräder ausgelegt und dürfen maximal 60 Kilogramm tragen. Das haut hin, doch darf die Stützlast, die je nach Fahrzeug zwischen 75 und 100 Kilogramm liegt, nicht überschritten werden. Dabei ist das Eigengewicht des Trägers, das zwischen rund 13 und 20 Kilogramm liegt, noch mit einzurechnen. So lässt sich an einem Auto mit hoher Stützlast unter Umständen auch ein Träger mit drei Fahrradschienen befestigen. Acht geben sollte man auf jeden Fall auf die Schienenlänge. Speziell Pedelecs mit Mittelmotoren haben oft einen größeren Radstand als normale Fahrräder und brauchen daher längere Schienen mit mindestens 1,20 Meter Länge. Gewicht lässt sich übrigens auch reduzieren, wenn die Akkus für den Transport abgenommen und im Fahrzeuginneren verstaut werden.

Gut zu wissen: Umfassende Informationen rund um E-Bike und Pedelec finden Sie auch auf unseren Ratgeberseiten.

Alternative für große Kofferräume

Besitzer großer Familienvans können auf Innenraum-Haltesysteme ausweichen, die ab 50 Euro aufwärts zu haben sind. Dann sind die Bikes schmutz- und diebstahlsicher verstaut, allerdings geht dabei Stauraum verloren. Das gilt auch für elektrounterstützte Falträder, die in einem geräumigen Kofferraum Platz finden. Immer in den Kofferraum gehören der zwei bis drei Kilo schwere Akku zusammen mit anderen losen Teilen wie Fahrradcomputer oder Luftpumpe.

Empfindliche Elektronik schützen und Langfingern das Leben schwer machen

Schützen Sie die Elektrik und Mechanik der teuren Pedelecs vor starker Verschmutzung durch die vom eigenen Auto aufgewirbelte Gischt. Mindestens sollten frei liegende elektrische Kontakte mit stabilem Klebeband (so genanntem Panzerband) abgeklebt werden. Besser sind Schutzhüllen, die das teure Ladegut auch vor allzu neugierigen Blicken schützen. Durch entsprechende Sicherung der Bikes auf dem Träger lassen sich Spontandiebstähle während einer Rast zumindest erschweren. Dazu eignet sich beispielsweise ein mit Kunststoff ummanteltes Stahlkabel mit zwei Schlaufenenden, das Träger und Fahrradrahmen verbindet und mit einem stabilen Vorhängeschloss gesichert wird.

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