Aktion 2016: KOMM GURT AN


Der Sicherheitsgurt hat nach Meinung von Experten mehr als einer Million Menschen das Leben gerettet und ist nach wie vor der Lebensretter Nummer eins. Gegenüber anderen Systemen der aktiven und passiven Sicherheit ist er jedoch inzwischen eher aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.

40 Jahre Gurtpflicht: Es lebe der Lebensretter

Seit 40 Jahren gilt nun die Gurtpflicht in Deutschland. Unfallforscher schätzen, dass der Gurt – rein statistisch – alle sieben Sekunden ein Menschenleben rettet. Eine Leistung, die der ACE mit seiner diesjährigen Clubaktion „KOMM GURT AN“ würdigen und feiern möchte!


1976 bei Einführung der Gurtpflicht in der BRD, gab es große Vorbehalte und teils absurde Bedenken in der Bevölkerung. Politik und Verkehrsverbände reagierten darauf mit gleichsam umfangreichen wie kostspieligen Werbekampagnen. Nur neun Jahre später ernannte das Deutsche Patentamt den Dreipunkt-Sicherheitsgurt zu einer der nützlichsten Erfindungen für die Menschheit der letzten 100 Jahre.

Gurt-Geschichte

1976 Anschnallpflicht auf den Pkw-Vordersitzen. Mitnahmeverbot von Kindern unter 12 Jahren auf den Vordersitzen.
1979 Gurteinbaupflicht für neue Pkw auf den Rücksitzen.
1984 Einführung eines Verwarnungsgeldes in Höhe von 40 Mark bei Nichtanlegen.
1993 Gurtpflicht von Kindern bis 12 Jahre / unter 150 cm in geeigneten Rückhaltesystemen.
1998 Anschnallpflicht in Reisebussen
2012 Alle neuen Pkw müssen mit einem Sicherheitsgurt-Warnsignal für den Fahrersitz ausgestattet sein.

Jeder 5. Tote ohne Gurt

Im Jahr 2011 war durchschnittlich jeder fünfte getötete Autoinsasse (19,83 Prozent) zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt. Dies ergab eine Auswertung des DVR für zehn Bundesländer.

Vision Zero nur mit Gurt

„Der Sicherheitsgurt hat nach Meinung von Experten mehr als einer Million Menschen das Leben gerettet und ist nach wie vor der Lebensretter Nummer eins. Gegenüber anderen Systemen der aktiven und passiven Sicherheit ist er jedoch inzwischen eher aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.“


Kommentar von Dr. Walter Eichendorf:
Erst gurten, dann starten

Kindersicherheit im Auto

Mehr als jedes fünfte Kind (20,43 Prozent) ist im Auto nicht oder nicht vorschriftsmäßig angeschnallt.

2014 verunglückten 10.765 Kinder als Mitfahrer in einem PKW. So viele wie seit 2007 nicht mehr. Ein trauriger Rekord ist dies auch deshalb, weil viele der Kinder falsch gesichert wurden.

So schnallen Sie Ihr Kind richtig an

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhaltesysteme für Kinder benutzt werden, die amtlich genehmigtund für das Kind geeignet sind (StVO § 21  Personenbeförderung).


Alle wertvollen Informationen zur Kindersicherung im Auto und über die aktuellen Kindersitznormen finden Sie in unserem ACE-Ratgeber.

Rückblick Clubaktion 2007

Der Club hatte die Kindersicherung in 8.383 Autos vor 215 Kindergärten in Augenschein genommen und dabei eine Vielzahl Mängel registriert. Weitere Informationen unter Ich hab's geschnallt!

40 Jahre Gurt – ein Resumee

Erkenntnisse der Polizei, DVR, ACE, Dekra, Pkw-Hersteller aus Beobachtungen, Untersuchungen, Befragungen und Unfallanalysen in den vergangenen Jahren:

 

  • Ein kleiner Teil der Autofahrer schnallt sich nicht an
  • Viele Kinder sind nicht oder falsch gesichert
  • 20 Prozent der Unfalltoten waren nicht angeschnallt
  • Rücksitze sind Stiefkind beim Anschnallen
  • Alarmierende Werte bei Lkw-Fahrern
Aus der aktuellen Rechtsprechung

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Ergebnis einer Umfrage

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