Warum Mobilitätsmanagement?

 

Stressfaktor Pendeln

Die Arbeitswelt verändert sich. Ein Wandel, der für viele Beschäftigte mit zunehmender Mobilität verbunden ist: Lange Arbeitswege, häufige Dienstreisen und möglichst große Flexibilität gehören zu den täglichen Herausforderungen.

 

Gerade Beschäftigte, die mit dem Pkw unterwegs sind, erleben die Fahrten oft als stressig. So empfindet laut einer Untersuchung des Kölner Forschungsinstituts Psychonomics ein Viertel der Autofahrerinnen und Autofahrer regelmäßig Stress am Steuer. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) fand heraus, dass sich bei 95 Prozent der Blutdruck bei Staus und stockendem Verkehr erhöht. Dennoch steht der Pkw hoch im Kurs.

Im Durchschnitt 17 Kilometer zur Arbeit

Im Berufsverkehr werden 80 Prozent aller gefahrenen Personenkilometer mit dem Auto zurückgelegt. Dabei sitzen laut Zahlen des Bundesverkehrsministeriums von 2012 über 94 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer alleine in ihrem Wagen.

 

Der durchschnittliche Arbeitsweg hat eine Länge von 17 Kilometern. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit dem eigenen Pkw zur Arbeit fahren, bedeutet das Spritkosten, die sich auf mehrere hundert Euro im Jahr summieren. Die Folgekosten für die Pkw-Nutzung betragen mehrere Tausend Euro.

 

 

Mit dem Pkw zur Arbeit: eine Herausforderung für Betriebe

Auch für Betriebe führt der hohe Pkw-Anteil beim Berufs- und Geschäftsverkehr zu Belastungen. So kostet die Errichtung eines ebenerdigen Pkw-Stellplatzes ca. 2.000 bis 3.500 Euro. Bei einem Tiefgaragenplatz sind es sogar zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Hinzu kommen Grundstücks- und Bewirtschaftungskosten. Für eine profitablere Nutzung stehen diese Flächen dann nicht mehr zur Verfügung.

 

Zum teuren Parkraum kommen weitere Effekte: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf dem Weg zum Kunden im Stau stehen, verlieren wertvolle Arbeitszeit. Stress, mangelnde Bewegung und Unfälle führen zu erhöhten Krankenständen in der Belegschaft.