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FußgängerüberwegeACE: Zebrastreifen bevorzugter Tatort bei Verkehrsvergehen

08.11.2013 13:05
© ACE Auto Club Europa

Die Plage mit den Sprintern

Vom ACE ebenfalls angeprangert: Kleintransporter der Gattung Sprinter und motorisierte Paketdienste widmen die eigentlich für Fußgänger gedachten Zebrastreifen einfach für ihre Zwecke zu Autostellplätzen um. Das ist laut ACE selbst dann untersagt, wenn Fahrer als Entschuldigung die Warnblinkanlagen  aktivieren. So geschehen und gesehen beispielsweise in der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen.

Aber auch Fußgänger missachten  Regeln, wenn sie beispielsweise weit abseits von Zebrastreifen nach der Methode Luftlinie die Straße auf einem eigenen „Ameisenpfad“ überqueren. 


>> ACE-Video:
Halten. Sehen. Sichergehen.


Mehr Unfälle, mehr Opfer

Im Jahr 2011 ereigneten sich nach Angaben des ACE bundesweit 4739 Unfälle mit Personenschaden ausschließlich an Zebrastreifen, das waren 311 oder rund sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Die Verkehrsopferbilanz 2011/2010 im Einzelnen: 31 getötete Fußgänger, das waren 12 mehr als im Jahr 2010 und entspricht einer Steigerung von 63 Prozent, 908 Schwerverletzte gegenüber 858 im Jahr 2010 (plus 5,83 Prozent) und 4423 Leichtverletzte gegenüber 4223 im Jahr 2010 (plus 4,74 Prozent).

An Zebrastreifen werden laut ACE 71,2 Prozent der Unfälle von Autofahrern und Zweiradfahrern einschließlich Radfahrern verursacht, 28,8 Prozent gehen demnach auf das Konto von Fußgängern.

„Wir wollen Unfälle an Zebrastreifen mit verhüten helfen und sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf“, erklärte der ACE. Viele Verkehrsteilnehmer ahnten zwar, was Sorglosigkeit und Fahrlässigkeit am Zebrastreifen Schlimmes anrichten könne. Doch die Übernahme von Selbstverantwortung ist nach Beobachtungen des Clubs häufig ebenso unterentwickelt wie das Wissens über verkehrsrechtliche Vorschriften.

Fahrzeugführer werden laut ACE mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro und 4 Punkten bestraft werden, wenn sie

  • einen Berechtigten am Überqueren der Fahrbahn hindern, obwohl dieser den Fußgängerüberweg erkennbar benutzen will,
  • nicht mit mäßiger Geschwindigkeit an den Fußgängerüberweg heranfahren,
  • an einem Fußgängerüberweg überholen.

Radfahrer müssen 20 Euro Strafe zahlen, wenn sie unversehens und ohne abzusteigen auf einem Fußgängerüberweg auftauchen und dadurch einen sich nähernde Autofahrer zu einer Vollbremsung zwingen.

>> Auswertungstabelle: ACE-Aktion Halten. Sehen. Sichergehen.

>> Weitere Informationen: Halten. Sehen. Sichergehen.


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