Vor Ort:

ACE-Verkehrstag – Engagierte Diskussion

01.07.2016

Der ACE hat eingeladen und zahlreiche Politiker sowie Vertreter von Verbänden waren gekommen, um beim Thüringer Verkehrstag über die Verkehrsinfrastruktur zu diskutieren. Auch bei den ACE-Mitgliedern war das Interesse groß.

Jörg Lorenz freut sich. Zufrieden schaut der stellvertretende Kreisvorsitzende des ACE-Kreises Thüringen Nord in den großen Saal eines Erfurter Restaurants und sieht so gut wie jeden Platz besetzt – das Interesse der ACE-Mitglieder ist groß, um die Verkehrsinfrastruktur im Freistaat Thüringen geht es heute. "Einen ACE-Verkehrstag machen wir ja nicht zum ersten Mal hier, wir wissen, dass unsere Mitglieder politisch sehr interessiert und auch engagiert sind", sagt Lorenz.

Verkehrsinfrastruktur in Thüringen

 

Nicht nur die ACE-Mitglieder, auch Politiker folgen immer wieder gerne der Einladung des ACE, so ist in diesem Jahr die thüringische Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, die erste Rednerin. Die Linken-Politikerin betont vor allem, wie gut Thüringen im Ländervergleich da steht. "Wir haben elf Milliarden investiert, das ist die höchste Pro-Kopf-Investition", sagt sie und erläutert, dass es künftig vorrangig um den Erhalt, statt Neubau, geht.


Ihrer positiven Einschätzung kann sich der Erfurter Stadtrat Michael Panse von der CDU nur bedingt anschließen und berichtet anschaulich von den Problemen, vor denen die Kommunen stehen, und gibt zu bedenken, dass die Ausgaben beständig steigen, die Einnahmen jedoch nicht. Für eine notwendige grundlegende Sanierung der Straßen fehle das Geld. "Wir verwalten den Mangel", bekennt Panse.

ACE-Vision: Bezahlbare und vernetzte Mobilität für jeden

 

Auch der ACE-Vorsitzende Stefan Heimlich ist von Stuttgart nach Erfurt gereist, um bei den Politikern vor Ort für die ACE-Vision einer nachhaltigen, vernetzten und bezahlbaren Mobilität für alle zu werben. Er weist darauf hin, dass Verkehrspolitik auch vor Ort gemacht werden muss. "Die Menschen, die es betrifft, sollten über Ortsumgehungen entscheiden, nicht die Politiker in Berlin", fordert der ACE-Vorstand.


Auch zahlreiche weitere Politiker und Vertreter von Verbänden und Gewerkschaften nutzen dieses Forum, um den Politikern ihre Sorgen, Standpunkte und auch Forderungen mit auf den Weg zu geben. Und zum Schluss bleibt eine wichtige Erkenntnis: Damit das Bestmögliche für die Menschen umgesetzt wird, muss man miteinander reden – zum Beispiel wieder beim nächsten ACE-Verkehrstag.

Der ACE ist vor Ort
Haben auch Sie ein verkehrspolitisches Anliegen, welches Sie gemeinsam mit den Ehrenamtlichen der ACE-Kreise lösen wollen? Nehmen Sie Kontakt auf! Ihren ACE-Kreis finden Sie im Internet oder erfragen Sie Ihren Ansprechpartner beim ACE-Infoservice unter 0711 530 33 66 77.