Ratgeber:

Allradautos im Schnee

21.01.2019

Allradantrieb bietet im Winter bessere Traktion. Ein Wundermittel gegen Schleudern und Rutschen ist er aber nicht. Auch beim Bremsen hilft kein Quattro.

Allradantrieb ist nicht zuletzt durch das Versprechen winterlicher Mobilität zu einem Verkaufserfolg geworden. Tatsächlich ist er im Winter nützlich – doch er hilft weniger, als viele denken.

Im Schnee und an steilen Anstiegen zeigt der Allradantrieb seine Stärken

Praktisch ist Allradantrieb vor allem beim Anfahren auf Schnee oder beim Erklimmen eines steilen Hügels. In der Kombination beider winterlichen Herausforderungen ist er unschlagbar. Davon abgesehen sind die Vorteile überschaubar: Bei der Kurvenfahrt kann er mit seinem Traktions-Plus unter Umständen durchaus helfen, darauf ankommen lassen sollte man es auf öffentlichen Straßen aber nicht. Überhaupt keinen Effekt hat der Allradantrieb beim Bremsen. Egal wie viele Räder angetrieben werden – Autos bremsen immer mit allen Rädern ab.

Winterreifen und vorsichtige Fahrweise sind durch nichts zu ersetzen

Wer auf Schnee sicher unterwegs sein will, sollte sich also nicht auf seinen Allradantrieb verlassen. Viel wichtiger sind richtige Winterreifen und eine vorsichtige Fahrweise. Lenkung, Bremse und Gas müssen viel sensibler bedient werden als auf trockener Straße.