Camping:

CMT – Start in den Frühling

01.01.2016

Bereits im Januar bekommen Hersteller von Reisemobilen und Caravans Frühlingsgefühle. Ab der Urlaubs- und Freizeitmesse CMT in Stuttgart läuten neue Fahrzeuge und Sondermodelle das Frühjahrsgeschäft ein.

Mit rund 28.000 Neuzulassungen erzielten Reisemobile im vergangenen Jahr in Deutschland einen Rekordkurs, Caravans legten auf etwa 18.000 Exemplare zu. Die Branche brummt und kurbelt die Konjunktur weiter an.

Kompakt ist Trumpf bei den Transportern

 

Die frischen Transporterfamilien VW T6 und Mercedes V-Klasse/Vito lenken den Blick auf kompakte Campingbusse. Die munteren Ausbauer von Spacecamper haben sich für ihren T6 eine gleichermaßen leichte, flexible und komfortable Rückbank einfallen lassen – probeliegen lohnt sich.

Alt-68er aufgepasst: An Flower-Power-Zeiten erinnert der Flow-Camper mit Hippie-Dekor und einem einfachen Ausbau. Eine schräge Alternative zu den expeditionstauglichen und sehr ernsthaften Stabilbau-Ausbauten der Muttermarke Terracamper. VW-Ausbauer Köhler transferiert sein Mobiliar jetzt auch in den Mercedes Vito. VW gegen Mercedes mit ähnlichem Ausbau aus einem Haus – ein reizvoller Vergleich.

Viele Neuheiten bei den Campingbussen

 

Rund geht’s bei den Bussen auf Basis des Fiat Ducato. Die neue Pössl-Tochtermarke Roadcar lockt mit Niedrigpreisen. Knaus erweitert seine Reihe Boxstar um einen weiteren Grundriss.

Ein körperliches Handicap muss Urlaub im Reisemobil nicht ausschließen. Mercedes bietet jetzt für den Campingbus Marco Polo sowie entsprechende Reisemobil-Basisfahrzeuge sogenannte Fahrhilfen an. Das bedeutet zum Beispiel Bedienung mit nur einer Hand oder Fahren ohne Pedale. Nobel-Ausbauer HRZ ist noch konsequenter und hat mit dem Reha Camper 2+ auf Basis Mercedes Sprinter eine rollstuhlgerechte Einrichtung entwickelt. Wohnen, duschen, kochen, schlafen – funktioniert alles auch auf wenig Raum.

Alkovenmobile wieder im Kommen

 

Viel Platz bieten Alkovenmobile, aber sind sie tatsächlich eine aussterbende Gattung? Neue Reisemobile beweisen das Gegenteil. Dethleffs tritt mit dem Trend A an. Stockbett im Heck, sechs Plätze und dies als 3,5-Tonner ab 45.499 Euro, das ist ein Angebot. Für exakt den dreifachen Preis liefert Concorde seinen Cruiser 791 RL.

Der acht Meter lange Riese auf Iveco Daily kommt mit einem ungewöhnlichen Grundriss daher: Im Heck eine Rundsitzgruppe, vorne ein Raumbad, oben ein riesiger Alkoven, in dem längs geschlafen wird.

Neue Schlafplätze bei den Teilintegrierten

 

Bei den beliebten teilintegrierten Reisemobilen erweitert Hymer das Angebot seiner schlanken Van-Baureihe um den Van 374, ein sechs Meter langes Reisemobil mit Einzelbetten. Hinzu kommt ebenfalls der Van S mit zwei Grundrissen auf Basis des Mercedes Sprinter. Ungewöhnlich ist der Adria Kompakt SLS mit Heckauszug. Dank dieser Verlängerung um gut einen halben Meter bringt Adria auf 6,6 Meter Länge zwei Einzelbetten unter.

Dagegen wächst der Dethleffs 4-Travel eher nach innen. Zwei neue Grundrisse ergänzen das Angebot um Einzelbetten sowie ein frei stehendes Doppelbett im Heck, das sogenannte Queensbett. Sollte die Queen vorne nächtigen wollen: Typisch für den 4-Travel ist das Längshubbett über der Sitzgruppe.

Setzt Dethleffs auf hohe Einzelbetten zugunsten des Stauraums, so bevorzugt Eura Mobil beim neuen Profila T 730 EB tief angeordnete Betten zugunsten des bequemen Einstiegs. Der Waschraum ist hier quer im Heck angeordnet, eine eher seltene Aufteilung.

Ums Schlafen geht es auch bei Carthago. In der neuen Variante I 144 LE des integrierten C-Tourers bringt die Marke auf knapp sieben Metern sowohl Einzelbetten als auch ein Raumbad mit separater Dusche unter. Der Clou: Mithilfe einer trickreichen Wandkonstruktion wird das Bett auf der Fahrerseite in Schlafposition in den Duschraum verlängert.

Nicht überall gibt es Neues zum Saisonstart

 

Anderswo geht es ruhiger zu. Bürstner zum Beispiel hatte sein Modellprogramm bereits im Sommer umfassend erneuert – das muss erst einmal alles auf die Straße kommen.

Auch Fendt und Hobby wollen die Nachfrage nicht weiter mit Zusatzmodellen anheizen – die Branche brummt.