Ratgeber:

Hauptuntersuchung – Gute Vorbereitung ist alles

28.09.2018

Auch wer bar jeglicher technischer Kenntnisse ist, muss nicht ganz unvorbereitet mit seinem Auto zur Hauptuntersuchung vorfahren. ACE LENKRAD gibt Tipps, was jeder selber machen kann.

Es ist der größte Fehler, den Autofahrer bei der Hauptuntersuchung (HU) machen können: hinfahren, Schlüssel abgeben und die Experten der Prüforganisationen von DEKRA, GTÜ, KÜS oder TÜV einfach machen lassen. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dabei der ein oder andere Mangel entdeckt und die begehrte HU-Plakette verweigert wird. Die Folge: Die Mängel müssen beseitigt und das Fahrzeug erneut vorgeführt werden, was nicht nur Zeit, sondern auch Geld kostet. Besser ist es, im Vorfeld etwas Zeit zu investieren und nach offensichtlichen Mängeln selbst Ausschau zu halten und diese zu beheben.

Warnleuchten nicht ignorieren

Warnleuchten am Armaturenbrett sollten auf keinen Fall aufleuchten. Das klingt eigentlich logisch, Mitarbeiter der diversen Prüforganisationen können aber Geschichten davon erzählen, wie Autofahrer trotzdem zum HU-Termin kamen und dann ganz überrascht waren, weil ihnen die begehrte Plakette verweigert worden ist. Wenn also ein Lämpchen brennt, sollte vor der HU ein Besuch in der Werkstatt eingeplant werden.

Beleuchtung am Auto regelmäßig checken

Generell sollte jeder Autofahrer in regelmäßigem Abstand die Beleuchtung seines Fahrzeugs überprüfen. Während defekte Scheinwerfer bei Nachtfahrten oft auffallen, verhält es sich mit den Rückleuchten oder Blinkern schon anders. Dieser Check ist natürlich nur mit einem Partner durchzuführen, um sicherzugehen, dass die Bremsleuchten einwandfrei funktionieren.

Ein kräftiger Druck auf die Hupe gehört auch zum Vorab-Check dazu, vor allem, wenn sie nie gebraucht wurde oder seit der letzten HU einer Dauerbelastung – etwa bei einer Hochzeit – standhalten musste. Gerade bei älteren Fahrzeugen kann der Hupton dann schon mal verstummen.

Sind Warndreieck und Verbandkasten an Bord? Und ist der Inhalt noch vollständig und das Haltbarkeitsdatum nicht abgelaufen? Falls doch, heißt es schleunigst Ersatz zu besorgen, denn auch das notieren die HU-Prüfer als Mangel.

Wichtig ist beim Autofahren die klare Sicht. Deshalb ist es für Autofahrer selbstverständlich, dass immer Wasser in der Scheibenwaschanlage vorhanden ist. Aber funktionieren Waschanlage und Scheibenwischer auch noch einwandfrei? Wer das geprüft hat, kann auf der persönlichen Checkliste ein Häkchen setzen.

Steinschläge sollten vor der Hauptuntersuchung repariert werden

Sinnvoll ist es, vor dem privaten HU-Check einmal durch die Waschanlage zu fahren. Denn nur eine saubere Frontscheibe lässt sich auf eventuelle Steinschläge untersuchen. Sind welche vorhanden, muss die Scheibe vor dem HU-Termin repariert werden, sonst gibt es keine Plakette.

Ein prüfender Blick sollte auch den Nummernschildern gelten, sind sie sicher befestigt? Und sind sie sauber? Wenn hier die Waschanlage nicht gegen die jahrelangen Ablagerungen angekommen ist, ist es besser, selbst Hand anzulegen. Denn die Prüfer achten auch auf eine gute Lesbarkeit des Nummernschilds.

Auch auf die Reifen achten die Prüfer bei der HU

Die Reifen dürfen von Autofahrern nie vernachlässigt werden – schließlich sind sie die einzige Verbindung zur Straße. Eine Kontrolle des Luftdrucks sollte daher regelmäßig und nicht nur vor der HU erfolgen. Auch ein prüfender Blick hin und wieder schadet nicht: Sind die Reifen vielleicht ungleichmäßig abgefahren? Das deutet auf ein größeres Problem hin und muss spätestens vor der HU behoben werden. Und wie ist es mit der Profiltiefe bestellt? Reifen sollten nie auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern abgefahren werden. Der ACE empfiehlt, Sommerreifen bei drei, Winterreifen bei spätestens vier Millimetern zu ersetzen.

Einen hundertprozentigen Schutz vor unliebsamen Überraschungen bei der HU bietet der Selbstcheck zwar nicht, das Risiko wird aber deutlich reduziert. Übrigens bieten die Prüforganisationen auch umfangreiche Checklisten zur HU-Vorbereitung zum Download im Internet an – für Auto, Motorrad und Caravan.

Kostenloser Fahrzeugcheck für ACE-Mitglieder

Und wer keine Zeit oder keine Lust hat, den Vorab-Check selbst zu machen, muss nicht unvorbereitet zur Hauptuntersuchung fahren. ACE-Mitglieder haben Anspruch auf einen kostenlosen Fahrzeug-Check pro Jahr beim ACE-Vorteilspartner Vergölst. Hier schauen die Werkstattspezialisten ganz genau hin. Und wenn sich dabei herausstellt, dass etwas vor der HU noch repariert werden muss, erhalten ACE-Mitglieder zehn Prozent Rabatt auf alle Autoservice-Leistungen.