Versicherung:

Kfz-Versicherung – Saison für Sparfüchse

29.10.2018

Der Wettbewerb in der Autoversicherung hat angezogen. Autobesitzer können beim Wechsel der Versicherung bis 30.11. kräftig sparen.

Es tut sich was auf dem Markt der Autoversicherungen. Schon bis Mitte des Jahres hatte der Wettbewerb stark zugenommen. Das hat die Informa Solutions GmbH festgestellt. Sie prüft beim Online-Versicherungsabschluss vieler Assekuranzen in der Regel automatisch die Bonität des Kunden, die Zahl der Auskünfte sind im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent gestiegen. Gleichzeitig sind aber auch die Weichen auf höhere Beiträge gestellt. So hat der Rückversicherer E+S festgestellt, dass die Häufigkeit der Unfälle nicht mehr wie in früheren Jahren sinkt, die einzelnen Schäden aber gleichzeitig immer teurer werden. Hier wollen die Versicherer nun mit höheren Beiträgen „gegensteuern“. Viele Autofahrer müssen daher 2019 wohl mit einer höheren Prämie rechnen. Einer solchen Erhöhung kann man aber in aller Regel geschickt ein „Schnippchen“ schlagen. Immerhin gibt es über 80 Kfz-Versicherer, die um die Kunden werben – und hier sind kräftige Rabatte möglich.

Beim Versicherungswechsel lässt sich sparen

Wer sparen will, muss aber in der Regel seinen Autoversicherer wechseln. Rund 20 Prozent der Autobesitzer sind bisher ewig ihrer Assekuranz treu geblieben. Auf der anderen Seite sind aber auch Vielwechsler immer noch relativ selten. Bisher haben nur 32 Prozent der Autofahrer ihre Versicherung mehr als zweimal gewechselt, glaubt man einer Online-Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Innofact für Finanztip durchgeführt hat. Rund 45 Prozent der Kunden haben einen solchen Wechsel ganz klassisch bei einem Versicherer durchgeführt. Da liegt es nahe, dass viele nicht geprüft haben, ob es am Markt eventuell noch ein besseres Angebot gibt.

Über 350 Tarife bei der Kfz-Versicherung

Dabei ist das Preisgefälle für vergleichbare Leistungen gewaltig, wie ein Test mit dem Marktbeobachter Acturis über sein Vergleichsportal zeigt. Für vier Modellkunden hat ACE LENKRAD eine Stichprobe über den gesamten Markt gezogen. www.nafiauto.de vergleicht knapp 70 Kfz-Versicherer mit über 350 Tarifen. Im aktuellen Test waren allerdings noch nicht alle Tarife für 2019 freigeschaltet. Die Preisspanne und damit der Sparvorteil könnte sich also sogar noch erhöhen. Je nach Modellkunde wurden aktuell 101 (23-jähriger Azubi) bis 211 Tarife (30-jähriges Ehepaar) verglichen. Alle Autos sind im rheinland-pfälzischen Landkreis Germersheim (GER) zugelassen. Der am Rhein liegende Kreis ist im Risiko sowohl in der Kfz-Haftpflicht wie in der Vollkasko-Versicherung absoluter Durchschnitt und somit für einen Vergleich ideal.

Sparpotenzial von mehr als 50 Prozent

Die Auswertung zeigt: Auch in diesem Jahr gibt es eine Saison für Sparfüchse. Dafür braucht der Kunde nicht einmal zum günstigsten Anbieter zu wechseln. Wer derzeit bei einem teuren Anbieter unter Vertrag ist, kann schon, wenn er zu einem Versicherer mit durchschnittlichen Preisen umsteigt, zwischen knapp 27 und 35 Prozent sparen (siehe Tabelle). Wer das günstigste Angebot wählt, meist von einem Online-Versicherer, spart zwischen knapp 50 und 55 Prozent.

30. November ist Stichtag für die Kündigung

Sinnvoll ist es durchaus, den Vergleich spät im Herbst, aber früh genug vor dem 30. November zu machen, damit die Kündigung noch rechtzeitig den alten Versicherer erreicht. In der Regel wird nämlich der Wettbewerb noch schärfer. „Die relevanten Versicherer können die Preise jeden Tag ändern“, weiß Ivana Höltring von Acturis Deutschland. Solche Änderungen werden in der Vergleichsdatenbank automatisch eingespielt oder das System greift direkt auf den Rechner des Kfz-Versicherers zu.

Sonderkündigungsrecht wenn die Prämie steigt

Jeder Autofahrer hat ein Sonderkündigungsrecht, wenn die Prämie steigt. „Entscheidend ist, wann die Rechnung beim Kunden eingeht“, erläutert Frank Schubert, ACE-Vertrauensanwalt und Fachexperte für Verkehrsrecht aus Chemnitz. „Ab diesem Termin beginnt die Frist von einem Monat, in der der Autobesitzer seinen Vertrag kündigen darf, wenn er teurer geworden ist.“ Dabei gilt es, die Rechnung genau zu studieren. Weil der persönliche Schadenfreiheits-Rabatt in den Rechnungsbetrag einfließt, sieht es im ersten Moment oft so aus, als ob man weniger für seine Kfz-Versicherung zahlt, obwohl in Wirklichkeit die Preise angehoben wurden. Daher ist der Vergleichsbeitrag entscheidend. Er zeigt an, was der Kunde hätte zahlen müssen, wenn sich nichts ändern würde. „Es kommt nicht auf den Gesamtbetrag an. Schon wenn eine Sparte, etwa die Haftpflicht, minimal steigt, kann der gesamte Vertrag gekündigt werden, auch wenn gleichzeitig die Vollkasko deutlich billiger wird“, erklärt Schubert.

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