Fahrbericht:

Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D – Vollwertiges Kompakt-SUV mit Diesel, Allrad und Automatik

28.05.2019

Mitsubishi setzt weiter auf den Diesel. Ab sofort bietet der japanische Hersteller den Eclipse Cross auch mit einem Selbstzünder an. Der offizielle Einstiegspreis liegt bei 31.590 Euro. Doch bis August gilt noch ein Einführungsrabatt.

Mitsubishi hat in den vergangenen sechs Jahren einen enormen Aufschwung zu verzeichnen. Entschieden sich 2013 in Deutschland gerade einmal 22.200 Käufer für ein Modell des japanischen Herstellers, waren es im vergangenen Jahr mehr als 52.000. Und das, obwohl die Marke in diesem Zeitraum mit dem Eclipse Cross lediglich eine komplett neue Baureihe vorgestellte. Für das kompakte SUV-Coupé stand bislang nur der 120 kW/163 PS starke 1,5-Liter-Benziner zur Verfügung. Jetzt wird das Angebot um einen 2,2-Liter-Diesel (109 kW/148 PS) erweitert. Der Basispreis ist mit 31.590 Euro angesetzt, aber bis Ende August gibt es einen Einführungsrabatt von 3000 Euro. Immer an Bord bei dieser Motorisierung: Allradantrieb und ein Achtgang-Automatikgetriebe.

Der Dieselmotor wurde vom Outlander übernommen und erfüllt Euro-6d-TEMP

Der Motor ist aus dem Outlander bekannt, wurde aber zum Leidwesen von Kolja Rebstock, Geschäftsführer Mitsubishi Deutschland, dort aus dem Programm genommen. „Das ist aus unserer Sicht nicht wirklich erfreulich.“ Umso größer sind die Hoffnungen, dass der Diesel bei Eclipse Cross-Käufern auf größeres Interesse stoßen wird. „Es gab eine starke Kundennachfrage. Vor allem in ländlichen Gebieten wollen die Menschen aufgrund der größeren Entfernungen weiter Diesel fahren“, betont Rebstock und verweist auf den relativ hohen Diesel-Anteil von 30 Prozent im SUV-Bereich. Für den Einsatz im Eclipse Cross haben die Japaner den Selbstzünder auf den technischen Stand gebracht. Mit SCR-Katalysator und Ad-Blue-Einspritzung, wobei der Tank mit knapp 16 Litern nicht gerade riesig ausfällt, aber bei normaler Fahrweise für 10.000 Kilometer ausreichen soll, erfüllt der Selbstzünder problemlos die Euro-6d-TEMP-Norm.

Nach etwas schleppendem Antritt geht es flott weiter

Während der Antritt etwas knackiger sein könnte, hier schluckt die Automatik durchaus Kraft, ist der Durchzug beim Beschleunigen in Bereichen zwischen Tempo 60 und 100 richtig gut. Dabei lässt das wahlweise auch per Wippen am Lenkrad schaltbare Getriebe so gut wie keine Unterbrechung der Zugkraft erkennen. Der Geräuschpegel bleibt bis um die 3000 Touren erfreulich niedrig. Erst dann wird das Aggregat etwas lauter.

Der Allradantrieb bietet mit verschiedenen Modi Fahrspaß auf jedem Terrain

Nicht ganz so erfreulich indessen ist der Verbrauch. Laut WLTP-Normzyklus sind es im Durchschnitt 6,9 Liter (CO2-Ausstoß: 183 Gramm). Nach einer flotteren Fahrt über die Autobahn sowie ein paar Zwischensprints auf der Landstraße zeigt der Bordcomputer 7,8 Liter an. Das ist nicht gerade wenig für ein Auto in dieser Klasse, selbst wenn der Mehrverbrauch teilweise sicher auch auf den natürlich schwer wiegenden Allradantrieb zurückzuführen ist. Das Super All Wheel Control genannte 4x4-System ist mit einer Fahrdynamikregelung auf agile Kurvenfahrten ausgelegt. Für Nässe beziehungsweise Schnee und sandigen Untergrund stehen neben der Auto-Einstellung zwei weitere Modi zur Wahl.

Viel Power als Zugfahrzeug, viel Platz für Gepäck und Passagiere

Die Verbindung aus Dieselantrieb, Achtgang-Automatik und Allradantrieb erlaubt eine gebremste Anhängelast von zwei Tonnen. Damit hebt sich das Fahrzeug positiv von vielen Konkurrenten ab. Das gilt auch für die Karosserieform des SUV-Coupés, das trotz des nach hinten abfallenden Dachs auf der Rückbank noch reichlich Kopffreiheit bietet. Für die Beine ist im Fond ebenfalls genug Raum vorhanden. Die Rückbank kann um 20 Zentimeter in der Länge verschoben werden, was die Variabilität im Alltag mit Blick auf das Kofferraumvolumen erhöht. Hochwertige Materialien wie die Cockpitverkleidung in Klavierlack und Carbon-Optik sowie weichgeschäumter Armaturenträger und Türinnenverkleidungen sorgen für eine angenehme Atmosphäre. So wie auch das entsprechend abgestimmte Fahrwerk.

Den Eclipse Cross gibt es in drei Ausstattungsvarianten

Angeboten wird der Eclipse Cross Diesel in den Ausstattungs-Versionen Plus, dem Sondermodell Active Plus (34.190 Euro) und Top (37.290 Euro). Die Einstiegsversion bietet beim Diesel neben einer Reihe von Assistenzsystemen unter anderem 18-Zoll-Aluräder, Unterfahrschutz vorn und hinten in Silber, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und ein Infotainmentsystem mit Smartphone-Anbindung (Apple CarPlay und Android Auto) sowie Sieben-Zoll-Touchdisplay.

Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D – Technische Daten

  • Fünftüriges, fünfsitziges SUV, Länge: 4,41 Meter, Breite: 1,81 Meter, (mit Außenspiegeln: 2,17 Meter), Höhe: 1,69 Meter, Radstand: 2,67 Meter, Kofferraumvolumen: 378 bis 1159 Liter
  • 2.2-Liter-Diesel, Achtgang-Automatik, Allradantrieb, 109 kW/148 PS, maximales Drehmoment: 388 Nm bei 2000 U/min, 0–100 km/h: 11,7 s, Vmax: 193 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 183 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-TEMP, Effizienzklasse D
  • Preis: 31.590 Euro

Mitsubishi Eclipse Cross 2.2 DI-D – Kurzcharakteristik

  • Warum: ein kompaktes Coupé-SUV mit Allrad und Automatik – und Platz auch hinten
  • Warum nicht: der Verbrauch ist zu hoch, kein modernes Werksnavi im Angebot
  • Was sonst: Opel Grandland X, Skoda Karoq, Peugeot 3008
  • Wann: ab sofort erhältlich