Mobilität:

Moia-Start in Hannover – Taxi-Konkurrent von VW beginnt mit Regelbetrieb

03.08.2018

Das Ridesharing-Angebot Moia macht in Hannover ab sofort Ernst: Mit dem just gestarteten Regelbetrieb steigen sowohl die Preise als auch die Anzahl der Nutzer und Fahrzeuge.

In den vergangenen 300 Tagen hat die VW-Tochter Moia mit ihrem gleichnamigen Ridesharing-Angebot in Hannover einen Testbetrieb mit 140 Fahrern und 35 Fahrzeugen absolviert. Am 30. Juli hat nun der Regelbetrieb begonnen. Einher geht damit auch die Einführung eines regulären Fahrpreises sowie ein schrittweiser Ausbau der Flotte.

Teurer als der ÖPNV-Tarif, günstiger als ein Taxi

In der Testphase konnten gut 3500 registrierte Nutzer mit Moia noch zu einem symbolischen und konkurrenzlos günstigen Preis fahren. Ab sofort soll sich der Tarif oberhalb vom Angebot des öffentlichen Nahverkehrs und unterhalb der Kosten für ein Taxi bewegen. Dabei variiert der Preis abhängig von Wochentag, Uhrzeit und Entfernung. Einen konkreten Wert, etwa einen Preis pro Kilometer, gibt Moia nicht an. Allerdings buchen Nutzer ihre Strecke per Festpreis, der dem Kunden von der Smartphone-App vor Abschluss einer Buchung angezeigt wird.

In Hannover sind zunächst 150 Moia-Taxis unterwegs

Zunächst hat die Stadt Hannover die Betriebsgenehmigung für 150 Moia-Taxis erteilt. Schrittweise will die VW-Tochter in den nächsten Monaten die Zahl der Fahrzeuge ebenso wie die Zahl der registrierten Teilnehmer erhöhen. Für die Probephase war die Nutzerzahl auf 3500 Personen beschränkt, darüber hinaus gab es 15.000 weitere Bewerber, die nun eingeladen werden, sich als Nutzer zu registrieren. Diese Möglichkeit soll ab Ende 2018 dann allen Hannoveranern offen stehen.

Eine Studie analysiert Einfluss und Wachstumspotenzial von Moia

Parallel zum Regelbetrieb hat die Stadt Hannover eine unabhängige Begleitforschung beauftragt, die die Auswirkungen des neuen Mobilitäts-Angebots auf das öffentliche Verkehrsinteresse untersuchen soll. Abhängig von diesem Ergebnis könnte die Moia-Flotte ab Sommer 2020 sogar auf bis zu 250 Fahrzeuge wachsen.

Bis 2022 soll die Moia-Flotte komplett elektrisch fahren

Zunächst kommen als Moia-Shuttle leicht umgebaute T6 mit Benzin- oder Dieselmotor zum Einsatz, doch folgen sukzessive auch elektrisch angetriebene Shuttle-Fahrzeuge. Bis Ende 2020 soll ihr Anteil auf über 50 und bis 2022 auf 100 Prozent steigen.