Ratgeber:

Motoröl – Regelmäßig kontrollieren

28.06.2017

Damit das Auto wie geschmiert läuft, braucht es nicht nur Kraftstoff, sondern vor allem auch das richtige Öl und regelmäßige Wartung.

Ölstand kontrollieren? Das ist bei den modernen Autos heutzutage doch gar nicht mehr nötig – wenn etwas nicht stimmt, leuchtet die entsprechende Kontrollleuchte auf. Dieser Irrtum ist weit verbreitet und gefährlich.

Wenn die Öldruck-Warnleuchte, ein stilisiertes Ölkännchen, aufleuchtet, bedeutet es eben nicht, dass Öl nachgefüllt werden muss, sondern dass der Öldruck zu gering ist. Für den Autofahrer heißt das, sofort anhalten, sonst kann der Motor kaputtgehen. „Wie der Mensch, der zum Arzt geht, braucht die Maschine einen regelmäßigen Check. Nur dann läuft sie rund und kann lange fit bleiben“, sagt Günther Schiele, Motorenexperte bei Dekra. Besonders wichtig ist die regelmäßige Kontrolle des Ölstands ungefähr alle tausend Kilometer.

Beim Öl, so der Experte, machen Autofahrer immer wieder die gleichen Fehler: „Zu niedriger Ölstand, die Verwendung des falschen Motoröls und überschrittene Ölwechselintervalle können zu kapitalen Motorschäden führen, bei denen oft der komplette Motor ersetzt werden muss – und das ist teuer“.

Motoröl regelmäßig wechseln

Denn wird das Öl zu spät oder gar nicht gewechselt, kann es verschlammen oder verkoken. Das bedeutet, dass die Schmiereigenschaften nachlassen, teure Reparaturen an Motor oder Anbauteilen wie dem Turbolader sind die Folge. Auch wer zu Öl der falschen Sorte oder Viskosität greift, riskiert teure Schäden. Wird zu viel Öl eingefüllt, kann der Katalysator kaputtgehen.

Generell sollten sich Autofahrer an die Herstellerangaben halten – das betrifft sowohl die Ölsorte als auch das Wechselintervall. Ein Ölwechsel ist bei heutigen Fahrzeugen meist zwischen 15.000 und 30.000 Kilometern fällig. Ein langes Service-Intervall ist nur für sogenannte „Long-life“-Öle vorgesehen, aber auch bei diesen muss der Ölstand stimmen.

Lecks an Motoren sind übrigens gar nicht so selten. So fielen bei den Hauptuntersuchungen im vergangenen Jahr bei der Dekra acht Prozent der geprüften Pkw durch ölfeuchte Motoren auf, rund jeder siebte davon wurde als erheblicher Mangel eingestuft. Wer also Ölflecken unter seinem Fahrzeug bemerkt, sollte unbedingt eine Werkstatt aufsuchen. Denn Öllecks belasten nicht nur die Umwelt, sondern können eben auch zum Risiko für den Motor werden.