Mobilität:

Spassmobile – Elektrische Sommergleiter

01.07.2016

Sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen, das geht nicht nur mit E-Bikes. ACE LENKRAD zeigt elektrisch angetriebene Alternativen, die besonders im Sommer Spaß machen.

Viele Monate lang haben wir die heiße Jahreszeit regelrecht herbeigesehnt. Und dann ist er plötzlich da – der Sommer. Es ist länger hell und die Sonne lockt auch den letzten Naturmuffel mit ihren warmen Strahlen an die frische Luft. Es ist die Jahreszeit der Bewegung. Der Mensch wäre aber nicht der Mensch, wenn er sich nicht immer wieder neue Möglichkeiten für seine Fortbewegung ausdenken würde. Erfindungen wie das Segway oder das Mono-wheel begeistern. Sie ermöglichen eine neue Art, den eigenen Körper und sein Gleichgewicht zu trainieren. Gerade im urbanen Raum bieten sie außerdem ein schnelles, individuelles Vorankommen. Die folgende Übersicht zeigt aber auch, dass vor der Anschaffung einiges beachtet werden muss.

E-Kick

 

Der Automobilhersteller Peugeot wagt sich ebenfalls an die alternative Mobilität. Als Ergänzung für das Auto bringt er zum vierten Quartal 2016, gemeinsam mit dem Tretroller-Hersteller Micro, den e-Kick auf den Markt. Dieser elektrisch unterstützte Roller wiegt 8,5 Kilogramm und ist vorerst für das neue SUV Peugeot 3008 konzipiert. In dessen Kofferraum befindet sich dann eine Andockstation, über die der Roller während der Fahrt geladen werden kann. Der Roller bietet eine Reichweite von zwölf Kilometern und ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h. Eine ergänzte Motorbremse lädt die Batterie zudem durch Energierückgewinnung wieder auf. Muss das Auto weit weg vom eigentlichen Ziel geparkt werden, ist der Roller somit eine Alternative für die letzten Kilometer. Zum Preis von etwa 1500 Euro wird diese Idee zur Wirklichkeit.

Elektro-Scooter

 

Gefährte wie dieses hier sind immer öfter auf der Straße zu sehen. Sie sind mit einem Sattel ausgestattet und verfügen sogar über ein Zündschloss. Je nach Bedarf befinden sich unterschiedliche Modelle auf dem Markt. Der Revoluzzer vom deutschen Hersteller Eneway ist beispielsweise als 20-km/h-Version oder als 45-km/h-Version erhältlich. Durch ihre Ausstattung mit Frontscheinwerfer und Rücklicht haben beide eine Straßenzulassung. Wer mit dem schnelleren Scooter unterwegs ist, kommt auf eine Reichweite von 35 Kilometern und unterliegt der Helmpflicht. Der Revoluzzer 20 kommt hingegen auf 40 Kilometer Reichweite und kann, wenn auch nicht zu empfehlen, ohne Helm gefahren werden. Ab 1099 Euro wird diese Art der alternativen Fortbewegung möglich.

Ninebot Elite

 

Er ist verwandt mit dem Segway. Der rein elektrisch angetriebene Ninebot Elite wird nämlich genauso über die Körperbewegungen des Fahrers gelenkt. Mit seinen 25 Kilogramm ist er im Vergleich jedoch kleiner und leichter, also eher für den Straßengebrauch geeignet. Hierfür muss der Ninebot aber vom TÜV abgenommen werden. Für einen Aufpreis von 390 Euro übernimmt der Hersteller die Straßenzulassung und den nötigen Umbau. Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h können die Fahrer der Standardausstattung Distanzen von 20 Kilometern überwinden. Dafür haben sie vorher aber mindestens 3590 Euro investiert. Eine Besonderheit: Es gibt die Möglichkeit, den Ninebot für weitere 150 Euro auf einen Knielenker, wie ganz links im Bild zu sehen, umzurüsten.

Segway

 

Es ist wohl das bekannteste unter den alternativen Fortbewegungsmitteln. Der i2 ist das klassische Modell. Er bringt 47,7 Kilogramm auf die Waage und hat einen Reifendurchmesser von 46 Zentimetern. Wer mit diesem Gefährt unterwegs ist, kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und auf eine Reichweite von 38 Kilometern. Für den Straßenverkehr benötigt auch der Segway zusätzliche Ausstattung. Dazu gehören beispielsweise Reflektoren, Lichter und eine Klingel. Mit einer Straßenzulassung belaufen sich die Kosten für den i2 auf ca. 8500 Euro. Außerdem ist eine Haftpflichtversicherung vonnöten. Mit dem i2 müssen vorrangig Radwege genutzt werden. Sind diese nicht vorhanden, darf aber auch auf der Straße gefahren werden.

Trikke

 

Mit dem Dreirad durch die Stadt – da kommt einem gleich der vierjährige Junge mit Stützrädern und Fähnchen in den Sinn. Für Erwachsene gibt es nun aber auch eine elektrisch angetriebene Version. Es nennt sich Trikke und kommt von unseren niederländischen Nachbarn. Das neuartige Gefährt hat einen austauschbaren Akku und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h. Damit können bis zu 40 Kilometer Wegstrecke zurückgelegt werden. Einen Helm zu tragen ist dabei Pflicht. Nur die auf 20 km/h gedrosselte Version bildet darin eine Ausnahme. Trotzdem ist ein Helm immer zu empfehlen. Das Trikke kann von allein stehen, bei Zwischenstopps abzusteigen ist nicht notwendig. Für den Transport lässt sich das 20 Kilogramm schwere Dreirad zusammenklappen. Damit das Trikke auf deutschen Straßen fahren darf, kann es mit einer Einzelzulassung für rund 3500 Euro geordert werden.

 

ACE-Info

Der Markt gibt natürlich noch viel mehr Angebote her, als die hier vorgestellten Modelle. Für Freunde der besonderen Akrobatik kommen zum Beispiel auch Monowheels, Airwheels, Hoverboards oder elektrisch angetriebene Skateboards infrage. Damit die Anschaffung aber nicht zu einem Reinfall wird, sollten Sie sich im Vorfeld über eine vorhandene Straßenzulassung und weitere Voraussetzungen für eine regelkonforme Nutzung informieren. Andernfalls dürfen die Spaßmobile nur auf Privatgrundstücken gefahren werden. Der schnelle Weg zur Schule, zur Arbeit oder in die Stadt wäre damit ausgeschlossen – auch wenn der Hersteller damit wirbt. Vor allem Kinder unter 15 Jahren ohne MofaFührerschein laufen dann bei einer Nutzung im Straßenverkehr Gefahr, gleich zwei Anzeigen zu kassieren. Einmal wegen der fehlenden Zulassung und zusätzlich wegen eines fehlenden Führerscheins.