E-Mobilität:

Tesla Model 3 – Ausbaufähig

02.08.2017

Elon Musk inszeniert Tesla-Neuigkeiten gerne mit viel Tamtam. Und so hat er auch die Auslieferung der ersten Model 3 zum großen Bühnenereignis gemacht und gleich noch einige Details verraten.

Nach dem Produktionsstart des Model 3 Anfang Juli 2017 hat Tesla Ende des Monats im Rahmen einer großen Publikumsshow die ersten Serienfahrzeuge in Kundenhand übergeben. Gleichzeitig wurden neue Details zum amerikanischen Volksstromer bekannt.

Tesla bietet den Neuen in zwei Varianten an

Den limousinenartigen, 4,70 Meter langen Fünfsitzer wird Tesla in zwei Varianten mit unterschiedlich großen Batterien anbieten. Neben der 35.000 US-Dollar (circa 30.000 Euro) teuren Standardversion mit rund 350 Kilometer Reichweite wird es noch ein Model 3 mit mehr als 500 Kilometer Reichweite geben, für die ein Aufpreis von 9000 Dollar fällig wird. Das 1,6 Tonnen schwere Basismodell schafft maximal 210 km/h und eine Sprintzeit in knapp unter sechs Sekunden auf Tempo 100, während mit der größeren Batterie eine Topspeed von 225 km/h und eine Sprintzeit von knapp über fünf Sekunden drin sind.

Neben einer größeren Batterie bietet Tesla noch eine Reihe weiterer Optionen gegen Aufpreis. Dazu gehören etwa ein Paket mit Assistenzsystemen (5000 Dollar), eine Autopilotfunktion (3000 Dollar), ein Premium-Ausstattungspaket (5000 Dollar) oder eine andere Außenlackierung als das Standardschwarz (1000 Dollar). 

Supercharger für das Model 3 kostenpflichtig

In der Anschaffung wird das Model 3 zwar deutlich billiger als das Model S, dafür müssen Model-3-Besitzer für die bislang kostenlosen Supercharger künftig für den abgezapften Strom bezahlen.

Laut eigenen Aussagen liegen Tesla für das Model 3 bereits über 500.000 Vorbestellungen vor. Wer also jetzt ein Exemplar reserviert, in Deutschland ist dafür eine Anzahlung von 1000 Euro nötig, wird wohl frühestens in der zweiten Hälfte 2018 sein Auto bekommen. Derzeit will Tesla sukzessive die Produktionskapazitäten in der Gigafactory in Nevada hochfahren. Im August werden demnach lediglich 100 Model 3 montiert, ab September schon 1500 und bis zum Jahresende soll der monatliche Ausstoß auf 20.000 Einheiten steigen. Insgesamt will Tesla im kommenden Jahr 500.000 Fahrzeuge ausliefern, bis 2020 soll die jährliche Produktion auf eine Million Autos steigen.