24.04.2020

Aktuelle Caravans und Reisemobile

Camping- und Stellplätze in Europa haben Zwangspause, Camper verbringen ihre Zeit daher auf Balkonien. Deshalb hier ein Appetithappen auf den Campingurlaub nach Corona – mit vielen frischen Caravans und einigen Reisemobilen.

Sommer, Sonne, Urlaub – davon können viele Camper in diesem Jahr bisher nur träumen. Wer schon mal Reisepläne schmieden möchte, kann sich hier einen Überblick über aktuelle Caravans und Reisemobile verschaffen. Die meisten von ihnen sind gar nicht mal so teuer.

Nachwuchs bei LMC

Wer den ausgeschriebenen Namen Lord Münsterland Caravan hört, denkt eher an prächtige Caravans der üppigen Sorte. Anders der LMC Sassino: Mit maximal knapp sechs Metern Aufbaulänge und 2,1 Metern Breite gehört er zu den Schlanken, die auch mit kompakten Zugwagen harmonieren. Der kleinste Sassino wendet sich mit Einzelbetten und einer kompakten Sitzgruppe im Bug (Bild) an Paare, der größere mit Stockbett sowie einem hochgesetzten Doppelbett im Bug an Familien. Bei knapp 14.000 Euro geht’s los.

Adria – Nr. 1 aufgefrischt

Heller, luftiger, moderner – der Adria Altea hat zugelegt. Die Bestseller-Baureihe der Marke deckt mit elf Grundrissen die ganze Bandbreite von kompakt bis üppig und vom Modell für zwei bis zum Familiencaravan ab. Darunter sind auch Modelle, die aus dem Rahmen fallen, zum Beispiel mit Dreier-Stockbett, einer Küche mit Auszug zur Nutzung im Freien oder einem geräumigen Schlafzimmer mit Queensbett. Die Grundpreise liegen zwischen 16.700 und 19.900 Euro.

Knaus – Schwarz gesehen

Beim Thema Sport und Fun haben Camper in diesem Frühjahr schwarz sehen müssen. Bei Knaus ist der fesche Caravan Sport & Fun als „Black Selection“ aufgelegt worden. Oben Anbauteile in Schwarz und Grafik in Carbon-Optik, drunter ein Alko-Leichtbau-Chassis, das ergibt einen Sportler für 22.000 Euro. Rund 60.000 Euro müssen Käufer für den neuen Knaus Live I anlegen – für ein integriertes Reisemobil schon ein Schnäppchentarif.

Bürstner mag‘s maritim

Seine Caravan-Serie Premio hat Bürstner aufgewertet. Hinter dem Begriff Premio Limited stecken fünf Caravans mit umfangreicher Ausstattung ab 18.450 Euro. Ob Gewichtserhöhung, Aluminiumräder, indirekte Beleuchtung oder Warmwasserversorgung – die fünf Caravans sind urlaubsfertig ausgerüstet. Bürstner hat’s außerdem traditionell mit Meerestieren. Caravan-Kenner erinnern sich an die Baureihe Flipper, Reisemobilisten an den Delfin. Er ist zurück: Wer es bei teilintegrierten Reisemobilen maritim mag, greift zum neuen Bürstner Delfin. Fünf Modelle ab 53.000 Euro schwimmen munter in den Urlaub.

Caravan-Doppeldecker von Weinsberg

Die Baureihe Cara-One von Weinsberg wurde um zwei Doppeldecker erweitert: Bei den Modellen 390 PUH und 540 EUH schwebt jeweils ein Hubbett über der Rundsitzgruppe im Heck. Das passt beim kleineren Modell für zwei Reisende, beim größeren Modell mit Einzelbetten im Bug auch für Familien. Ab 14.560 Euro.

Alles neu beim Eriba Nova

Die Caravanmarke Eriba hat ihre Spitzenbaureihe Nova komplett neu definiert. Verschwunden ist die über lange Jahre prägende Isolierung aus aufgeschäumtem Polyurethan (PU), die neue Formel lautet „Climadur“, dahinter verbirgt sich ein hochwertiger Hartschaum, ergänzt durch PU-Leisten. Zwei Ausstattungslinien bedienen unterschiedliche Geschmacksrichtungen, neun Modelle mit teils fantasievollen Grundrissen gehen auf unterschiedlichste Wünsche ein, die Ausstattung ist gediegen. Ab 26.000 Euro startet das Programm.

Dethleffs – Nomaden und Kollegen

Der gediegene Reisebegleiter von Dethleffs heißt traditionell Nomad – ihn aber hat die Marke komplett gegen den Strich gebürstet. Zwölf Grundrisse von kompakt bis üppig erfüllen auch ausgefallene Wünsche. Beispiele sind der 490 EST mit großem Bad im Heck oder der 490 BLF mit Bugküche und mittiger L-Sitzgruppe. Der Preis beginnt bei gut 21.000 Euro. Auch bei Reisemobilen ist Dethleffs gewohnt umtriebig. Da wären die drei neuen Teilintegrierten der Baureihe Trend Edition für knapp 50.000 Euro.

Challenger und Chausson – Ideal für Bett und Bad

Die französischen Reisemobil-Zwillingsmarken Challenger und Chausson sind immer für einfallsreiche Grundrisse gut. Beispiel ist der Teil-integrierte Challenger 338 mit einem ausgefallenen Bad: In der Mitte stehen sich die Duschkabine und ein separater Toilettenraum gegenüber. Wird das Queensbett im Heck elektrisch hochgefahren, wird ein Waschtisch mit Doppelwaschbecken, Spiegelschrank und Ablagen sichtbar. Der faire Grundpreis beläuft sich auf 56.690 Euro. Dies alles gibt es ebenfalls als Chausson 778.

Günstigpreise bei Intercaravaning

Die Händlergemeinschaft Intercaravaning hat unter der Überschrift „IC-Line“ wieder jede Menge Sondermodelle aufgelegt, hier gibt es viel Caravan fürs Geld. Wer günstig einsteigen will, greift zum Weinsberg Cara-Two Edition Hot. Besonders „hot“ ist die Komplettausstattung. Die Spanne der IC-Line reicht von A wie Abwassertank rollbar und Ambientelicht bis T wie Truma Therme und U wie Umluftanlage. Die drei Modelle von 4,0 bis 5,3 Meter Nutzlänge bieten Grundrisse für Paare und Familien zu Preisen zwischen 13.990 und 18.990 Euro inklusive aller Nebenkosten.

Hymer – Zwei zum gleichen Preis

Verstärkt auf Mercedes setzt Hymer, das zeigen die teilintegrierten Reisemobile der Reihe Tramp S auf dem Fahrgestell des Mercedes Sprinter mit Vorderradantrieb. Neu ist die Variante Tramp S 680 mit Längsbetten für gut 63.000 Euro. Kurios: Fürs gleiche Geld gibt es auch den Hymer Exsis-T 580 Pure. Citroën Jumper mit 165 PS, Klimaanlage, Leichtmetallrädern, Markise, Satellitenantenne, Flachbildschirm – alles drin und dran.

Hobby geht auf Tour

Bei seinen Caravans setzt Hobby in diesem Jahr bisher auf das bewährte Programm mit Feinschliff in allen Baureihen. Es gibt hier ein neues Heck und bei den Spitzenmodellen namens Prestige neue Grundrisse. Bei den Reisemobilen hat die Marke dagegen kräftig zugelegt, zum Beispiel mit den Teilintegrierten der Reihe Hobby Optima Ontour. Sie setzt sich aus vier schlanken Modellen mit nur 2,16 Meter Breite zusammen, darunter sogar Ausführungen mit Stockbett oder Hubbett. Mehr als nur einen Blick wert sind die drei Varianten der Subserie Optima Ontour Edition, hier findet sich sogar ein Modell mit Queensbett im Heck (Bild), eine Rarität für schlanke Reisemobile.

Fendt – Wechsel ins Mittelfeld

Typisch Fendt: Die Caravanmarke probiert gerne an einer Stelle ein Konzept aus, das bei Erfolg auch anderswo Einzug hält. Siehe das Modell 465 SFH mit französischem Bett sowie Bad im Heck und Sitzgruppe vorn. Im vergangenen Sommer in der umfassend überarbeiteten Oberklasse-Baureihe namens Opal eingeführt, gibt es inzwischen auch einen Bianco Primo 465 SFH. Er orientiert sich eher Richtung Mittelklasse. Zum Start erhält das neue Modell mit knapp sechs Meter Aufbaulänge eine reichhaltige Mitgift und geht gleich mit 1,8 Tonnen zulässiger Gesamtmasse und reichlich Zuladung auf Reisen. Das macht dann einen Preis von haarscharf unter 24.000 Euro.