Neuerungen im Straßenverkehr 2018

 

Was Verkehrsteilnehmer zum Jahreswechsel wissen müssen

Mobilität verändert sich und so ändern sich auch regelmäßig Vorschriften im Straßenverkehr. Was auf die Autofahrerinnen und Autofahrer sowie auf Rad- und Pedelecfahrende im Jahr 2018 zurollt, hat der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub zusammengefasst. Alle Änderungen für Auto- und Radfahrende hat der ACE in folgender Übersicht aufbereitet.

Neuerungen 2018: Alles auf einen Blick

Zulassungsrecht
Abgasuntersuchung (AU) mit „Endrohrmessung“

Künftig wird bei der Abgasuntersuchung (AU) die sogenannte „Endrohrmessung“ Pflicht. Bislang galt im Rahmen der AU ein zweistufiges Verfahren: Wurde beim Auslesen der On-Board-Diagnose kein Fehler entdeckt, wurde auch auf die Endrohrmessung verzichtet. Das ist nun in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung geändert worden. Ab 1.1.2018 ist die Endrohrmessung bei allen Fahrzeugen verpflichtend. Diese Änderung wurde im Zuge der Dieselabgas-Affäre auf den Weg gebracht. Jedoch reicht dies noch nicht aus, um alle und die wirklich realen Emissionen zu erfassen. Denn zum Beispiel werden die NOx-Emissionen bei der Endrohrmessung nicht mitgemessen. Aus Sicht des ACE sind daher noch weitere wichtige Änderungsschritte erforderlich: Erstens müssen auch die Stickoxide gemessen werden. Darüber hinaus gilt es diese im Realbetrieb zu erfassen. Auch wenn die Messung der realen Fahrzeugemissionen beim Fahren im Straßenverkehr ab 2019 verpflichtend kommt (RDE), Autohersteller könnten dies bereits jetzt freiwillig tun. Dadurch würde nicht nur sicherer sondern sicher erkannt werden, wenn bei einem Auto die Abgasreinigung nicht ordnungsgemäß funktioniert. Das betrifft neben Manipulationen auch Defekte.

eCall für alle Neuwagen

Mit dem Beschluss des EU-Parlaments vom 28.4.2015 wird der Einbau eines eCall-Systems bei Neuwagen ab April 2018 Pflicht. Im Falle eines Unfalls übermittelt dieses direkt an die nächste Rettungsleitstelle Daten wie zum Beispiel den Standort und Zeitpunkt des Unfalls nebst Anzahl der Insassen und Art des Treibstoffes. Dadurch kann schneller und effektiv geholfen werden.

Änderungen StVO
Neue Reifenkennzeichnung

Ab 1.1.2018 müssen neue Winterreifen mit einem „Alpine“-Symbol (dreigezacktes Bergpiktogramm mit Schneeflocke) gekennzeichnet sein. Dies entspricht einem Qualitätssiegel. Reifen mit diesem Symbol haben zuvor einen vergleichenden Bremstest auf Schnee bestanden. Vorhandene Reifen müssen jedoch nicht gleich ersetzt werden. Die Winterreifen mit der bisher gängigen M+S-Kennzeichnung haben bis zum 30.9.2024 Bestandschutz.

Neues in der Oldtimersaison 2018

Seit dem ersten Oktober 2017 können Oldtimer-Liebhaber das H-Kennzeichen für ihr Schmuckstück mit einem Saisonkennzeichen kombinieren. Das Oldtimerkennzeichen kostet für ein ganzes Jahr einheitlich um 192 Euro. In Kombination mit einem Saisonkennzeichen zahlt man nur für den gewünschten Zeitraum von ein bis maximal elf Monaten, in dem das Saisonkennzeichen gültig ist, anteilig die Steuer. Da die meisten Oldtimer in den Wintermonaten nicht gefahren werden, kann man viel Geld sparen. Allerdings darf das Fahrzeug – wie beim „normalen“ Saisonkennzeichen auch – außerhalb der Gültigkeit des Kenneichens nicht im öffentlichen Raum abgestellt werden.

Umwelt
Neue Schadstoffklasse – Neufahrzeuge werden sauberer

Ab September 2018 müssen alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Dies bedeutet, dass durch die verschärften Abgasnormen viele Benziner mit Direkteinspritzung einen Partikelfilter (OPF = Otto-Partikelfilter) bekommen werden, um die Rußpartikelgrenzwerte einhalten zu können. Und auch die meisten Diesel werden die neuen Stickoxid-Grenzwerte nur mit einer SCR-Abgasreinigungsanlage (Adblue) einhalten können.

Euro 4 für neue Mopeds und Microcars

Ab dem kommenden Jahr gelten die Schadstoffwerte der Euro 4 auch für zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Betroffen sind neben neu in den Verkehr gebrachten Mofas und Mopeds auch Trikes, Quads und Leichtkraftfahrzeuge (Microcars), die zulassungsfrei ab einem Alter von 16 Jahren bewegt werden dürfen. Die Euro 4 schreibt nicht nur einen verringerten Schadstoffausstoß vor, sondern soll auch die Dauerhaltbarkeit von emissionsmindernden Einrichtungen wie Katalysatoren sicherstellen.

Fahrverbote in Großstädten möglich

Zu einer der wichtigsten Neuerungen könnten die Fahrverbote für Dieselautos in Großstädten gehören. Hierzu könnte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein wegweisendes Urteil im Februar 2018 fällen. Am 22.2.2018 wird im Rechtsstreit zu Diesel-Fahrverboten zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Land Nordrhein-Westfalen verhandelt und möglicherweise auch schon entschieden.

Verkehrssicherheit
EuroNCAP verschärft Prüfbedingungen

Die Verbraucherschutzorganisation EuroNCAP verschärft 2018 die Anforderungen für Crash-Tests. Berücksichtigung finden damit Notbremssysteme, die auf Radfahrer reagieren. Zur Ermittlung des Fußgängerschutzes werden die Tests für Notbremssysteme um die Szenarien längst laufender Fußgänger bei Tag und bei Nacht erweitert. Überarbeitet wurden auch die Messbedingungen von Notbremssystemen für Pkw-Pkw-Unfallszenarien. Höher gesetzt werden künftig auch die Messlatten für die Bewertung von Spurhalteassistenten.

Runter vom Gas läuft weiter

Die vom Bundesverkehrsministerium und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat DVR initiierte Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ wird sich 2018 insbesondere auf die Themen Geschwindigkeit, Ablenkung und Sicherheit in geschlossenen Ortschaften konzentrieren.

Aktion Schulterblick

Schwerpunktmäßig ausgeweitet werden sollen die Bemühungen des DVR um mehr Sicherheit im Straßenverkehr für ältere Verkehrsteilnehmer. Dafür soll im kommenden Jahr die bereits von 2012 bis 2015 gelaufene Aktion Schulterblick wieder aufgenommen werden. Das Programm zielt darauf, den eigenen gesundheitlichen Status ins Bewusstsein zu rücken und freiwillige Gesundheits-Checks zu unterstützen.

HU-Plaketten
2018 wird grün

Die bei der Hauptuntersuchung aufs Kennzeichen geklebten Plaketten werden 2018 die Farbe Grün haben. Eine Überziehung des HU-Termins ist nur bis zu zwei Monaten möglich. Danach wird bei einer Kontrolle ein Bußgeld in Höhe von mindestens 15 Euro fällig. Die dann anstehende Fahrzeuguntersuchung wird genauer durchgeführt und kostet 20 Prozent mehr als eine reguläre HU.

Autogas
Steuerbegünstigung auch 2018

Nachdem ein Auslaufen der steuerlichen Vorteile für Autogas (LPG) abgewendet werden konnte, können sich Autofahrer auch 2018 an günstigen Gaspreisen freuen. Der schadstoffarme Kraftstoff soll noch bis 2022 von einer vergünstigten Energiesteuer profitieren. Derzeit kann etwa ein Prozent der in Deutschland zugelassenen Pkw mit Gas betrieben werden.

Lkw-Maut
Ausweitung der Lkw-Maut auf Bundesstraßen

Nach der Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes im vergangenen Jahr wird ab dem 1. Juli 2018 auch auf allen Bundesstraßen eine Lkw-Maut erhoben. Das mautpflichtige Bundesstraßennetz wächst dadurch auf etwa 40.000 Kilometer an. Der Mautpflicht unterliegen Fahrzeuge und Fahrkombinationen, die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder verwendet werden. Betroffen sind Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen. Ausgenommen sind landwirtschaftliche Zugmaschinen mit und ohne Anhänger.

Verbraucher
Mehr Verbraucherschutz im Reiserecht

Ab dem 1. Juli 2018 bekommen Pauschalreisende mehr Rechte. Die neue Verbraucherschutzrichtlinie schließt nun auch Reisen ein, die sich der Kunde im Internet selbst zusammenstellt. Künftig wird der Betreiber eines Reiseportals wie ein Reisebüro in die Pflicht genommen. Zudem gilt die Haftung auch dann, wenn ein Reisebüro eine individuelle Reise mit mehreren Elementen zusammenstellt und beispielsweise Flug, Hotel und Mietwagen umfasst. Einbezogen sind auch Tagesreisen ab einem Wert von 500 Euro.

Reise
Belgien: Brüssel führt Umweltzone ein

In Brüssel und Umgebung soll ab dem 1. Januar 2018 eine Umweltzone eingeführt werden, die alle 19 Einzelgemeinden der belgischen Hauptstadt umfasst. Pkw, Busse und Lkw dürfen die Umweltzone noch befahren, wenn sie mindestens der Schadstoffnorm Euro 2 entsprechen. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen zwischen 150 und 350 Euro geahndet. Nicht betroffen sind motorisierte Zweiräder, Lkw über 3,5 Tonnen und Oldtimer, die älter als 30 Jahre sind. Für die Europastraßen E19 und E40 gelten die Beschränkungen nicht.

Küstenstraße von Slowenien nach Kroatien gesperrt

Die Küstenstraße Koper–Izola ist wegen einer Kompletterneuerung der Fahrbahn dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt. Die mautfreie Ausweichroute von Triest über Muggia, Koper und Izola nach Kroatien steht deshalb bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Dadurch wird eine mautfreie Fahrt durch Slowenien nach Istrien (Kroatien) nahezu unmöglich.

Frankreich: Umweltzonen werden ausgeweitet

Nachdem auch Straßburg zum 1. November 2017 eine Umweltzone eingerichtet hat, ziehen 2018 mehrere französische Städte und Regionen nach. Ab Anfang Januar schließt Marseille Fahrzeuge mit hohem Schadstoffaufkommen bei kritischen Wetterlagen aus, Bordeaux, Toulouse und Annecy wollen ebenfalls noch 2018 Umweltzonen einführen.

Die Zuordnung der Vignetten erfolgt, abhängig von Baujahr und Emissionen, in sechs Klassen. Motorräder ohne EURO-Norm und Erstzulassung vor dem 1.6.2000 sowie Pkw, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen, die EURO 1 und schlechter entsprechen, bekommen keine Vignette.

Vignettenpflicht besteht auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge, entsprechende Vignetten können für 4,80 Euro über die Seite des französischen Umweltministeriums (www.certificat-air.gouv.fr) bestellt werden. Eine Bestellung ist nur online möglich. Eine fehlende Plakette wird mit 68 Euro (Pkw) geahndet.

Pickerl wird kirschrot und digital

Alle Jahre wieder verändert sich nicht nur die Farbe der österreichischen Mautplakette, sondern auch ihr Preis. Für 2018 gibt die Asfinag nun kirschrote Pickerl heraus, die Kosten steigen durchschnittlich ein Prozent. Noch im Jahr 2017 ausgestellte Vignetten behalten ihre Gültigkeit bis zum 31. Januar 2018. Es wird empfohlen, den unteren Abschnitt der Trägerfolie (mit Seriennummer) aufzubewahren, da er als Kaufnachweis gilt. Auf der Windschutzscheibe dürfen sich keine österreichischen Vignetten aus den Vorjahren befinden.

Mautvignette Österreich 2017

 

Pkw

(Alle zweispurigen Kfz bis 3,5 t zul. Gesamtgewicht)

Motorrad

Jahresvignette

87,30

34,70

2-Monats-Vignette

26,20

13,10

10-Tages-Vignette

9,00

5,20

Alternativ zur Klebeplakette für die Windschutzscheibe kann ab 2018 auch eine elektronische Vignette erworben werden. Preise und Geltungsdauern sind identisch mit den herkömmlichen Vignetten. Alle Informationen hierzu: https://www.asfinag.at/maut-vignette/vignette/digitale-vignette/

In Planung für 2018

Ausbildung
Neue Prüfungsanforderung für Zweiradmechaniker-Meister

Die Anforderungen an Motorradwerkstätten sind in den vergangenen Jahren durch die Einfuhr von Fahrerassistenzsystemen wie Kurven-ABS, Traktionskontrollen und semiaktive Fahrwerke deutlich angestiegen. Nachdem die Ausbildungsinhalte zum Beruf des Zweiradmechatronikers bereits entsprechend erweitert wurden, soll nun auch die Zweiradmechaniker-Meisterverordnung entsprechend geändert werden. Eine Neufassung der Verordnung wird für das Jahr 2018 erwartet.

Führerschein
Höhere Anforderungen

Die Anforderungsstandards in der Fahrerlaubnisprüfung könnten noch im Jahr 2018 angehoben werden. Die Prüfung am PC soll durch innovative Aufgabenformate den Schwerpunkt mehr auf die Verkehrswahrnehmung legen. Ein elektronisch erstelltes Fahrprotokoll soll nach der Prüfung auf Stärken und Schwächen des Führerscheinaspiranten hinweisen.

Fahrschulen
Bessere Ausbildung für Fahrlehrer

Bislang noch nicht umgesetzt wurde die Neufassung des Fahrlehrergesetzes. Für 2018 ist die schon länger geplante Reform des Fahrlehrerrechts zu erwarten, durch die die Ausbildung von Fahrlehrern neu gefasst wird. Darüber hinaus soll die Ausbildung in Fahrschulen besser kontrolliert werden.

Wichtige Änderungen aus dem Jahr 2017

Versicherung
Veränderung der Typ- und Regionalklassen

Am 1. Januar 2018 treten bei den deutschen Kfz-Versicherern die neu berechneten Regional- und Typklassen in Kraft. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV mitteilt, werden in der Kfz-Haftpflichtversicherung etwa 5,5 Millionen Fahrzeugbesitzer in 67 Zulassungsbezirken von einer niedrigeren und damit preisgünstigeren Regionaleinstufung profitieren können. Durch die Hochstufung von 41 Bezirken wird die Haftpflicht allerdings für rund 3,6 Millionen Autohalter teurer. Keine Veränderung ergibt sich für gut 77 Prozent der Autofahrer.

Wie bereits in den Vorjahren werden Pkw-Besitzer in den Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern mit unterdurchschnittlichen Tarifen für die Haftpflichtversicherung belastet. Die beste Schadensbilanz erzielte der Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg.

Die teuersten Haftpflicht-Tarife müssen Autofahrer in Großstädten, aber auch in Teilen Bayerns berappen. Die höchsten Tarife wurden erneut für Offenbach am Main kalkuliert, wo der Versicherungsbeitrag knapp 34 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt.

Relativ ausgeglichen präsentiert sich die Prämienentwicklung bei den Kaskoversicherungen. Für über 85 Prozent der 34 Millionen Pkw-Besitzer, die eine Voll- oder Teilkaskoversicherung abgeschlossen haben, wird es im kommenden Jahr keine Veränderungen geben. Etwa 2,6 Millionen Versicherte (7,6 Prozent) werden in eine höhere Regionalklasse eingestuft, immerhin 2,8 Millionen (8,2 Prozent) profitieren von einer niedrigeren Einstufung.

Bei den Typklassen der Pkw-Haftpflicht bleibt es für knapp 75 Prozent bei der bisherigen Einstufung. Von Veränderungen in der Kaskoversicherung sind dagegen rund 50 Prozent der Versicherten betroffen. Nach Angaben des GDV müssen besonders Besitzer hochmotorisierter Oberklasse-Modelle und SUVs mit einer hohen Typklassen-Einstufung rechnen. Kleinwagen dagegen werden vergleichsweise niedrig klassifiziert. In die jährlich vorgenommene Neuberechnung der 24 Typklassen fließt sowohl die in den letzten drei Jahren stattgefundene Schadensentwicklung als auch die Höhe der Reparaturkosten ein.

Änderungen StVO
Neues Verkehrsschild für Pedelecfahrer & Verhaltensregeln

Pedelecs, die bis Tempo 25 elektrisch fahren und getreten werden können, dürfen seit 2017 auch auf den Radwegen rollen. Kenntlich gemacht wird dies mit dem neuen Verkehrsschild «E-Bikes erlaubt». Die schnelleren S-Pedelecs, die mit elektrischer Unterstützung bis zu 45 km/h schnell sein können, sind davon ausgenommen. Vorsicht ist geboten bei der Definition Pedelec und E-Bike. Allein das neue Verkehrsschild ist hier nicht klar genug.

Richtig ist: Pedelec und S-Pedelec verfügen über einen Pedalantrieb, der beim Treten zusätzlich elektrisch unterstützt werden kann. E-Bikes wie Elektroroller werden nicht getreten, sie werden über einen akkubetriebenen Elektromotor angetrieben (ähnlich dem Mofa). Die Helmpflicht besteht für S-Pedelec und E-Bikes, die beide auch mit einem Versicherungskennzeichen ausgestattet sein müssen. Wer ein Pedelec fährt, das bis zu 25 km/h schnell sein kann, dem wird das Tragen eines Helms empfohlen, eine Pflicht besteht jedoch nicht. Für diese Modelle, die etwa 95 Prozent des Bestandes ausmachen, ist zudem kein Führerschein erforderlich. Für das S-Pedelec wiederum ist ein Führerschein der Klasse AM vorgeschrieben, Gleiches gilt für Fahrer eines E-Bikes, das bis zu 45 km/h schnell sein kann. Wer mit einem E-Bike mit zulässigem Tempo bis zu 25 km/h unterwegs ist, der braucht einen Führerschein oder eine Mofa-Prüfbescheinigung. 

Reise
Italien-Touristen aufgepasst

Wer in Italien seinen Urlaub verbringt, sollte die Mitnahme von Sand als Andenken unterlassen. In Sardinien wurden per Gesetz vom 26.7.2017 die Mitnahme von Sand, Kiesel etc. oder jegliche Veränderung der Sandstrände unter hohe Strafen gestellt. Selbst kleinste Mengen als Souvenir können nun mit Bußgeld in Höhe von 500 bis 3000 Euro geahndet werden. Was viele nicht wissen: Die Mitnahme von Sand ist in ganz Italien untersagt.

Auch Rom hat sehr strenge Gesetze zum Schutz der Brunnen erlassen. Es ist beispielsweise verboten, in der Nähe von Brunnen zu picknicken, darin zu baden oder darauf herumzuklettern. Strafen von 40 bis 240 Euro können ausgesprochen werden.