Verkehrssicherheit – Fit für den Frühling!


In unserem Frühlingsratgeber sagen wir Ihnen, auf was Sie im Frühling achten sollten.

Kommen Sie gut und sicher ans Ziel!

Auto – Außenreinigung
 

1. Schritt: Grundreinigung in der Waschanlage
Vor der Fahrt in die Waschanlage sollte das Gefährt erst vom groben Dreck befreit werden. Dies gelingt am besten mit einem Hochdruckreiniger, den es in vielen Waschanlagen gibt. Aber Vorsicht: Die Lanze mit ca. 30 cm Abstand bedienen, da sonst die Gummidichtungen und Fugen in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch die Radkästen sollten mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet werden. Besonders an schwer zugänglichen Stellen (wie Gummidichtungen, Fugen von Motorhaube und Kofferraum) kann damit der festsitzende Schmutz entfernt werden. Danach Bremsen trockenbremsen.

Bei Elektroautos oder Plug-in-Hybriden sollte die Motorhaube bei der Vorwäsche ganz geschlossen sein.

Im Übrigen gibt es in manchen Bundesländern das Sonntagswaschverbot. Nähere Informationen können bei der jeweiligen Gemeinde angefragt werden.

Alufelgen
Sollte das Fahrzeug über Alufelgen verfügen, ist auch eine gesonderte Felgenwäsche sinnvoll, da die Klarlackschicht der Felgen bei mangelnder Pflege angegriffen und unterwandert werden kann.

Gummidichtungen
Auch Gummidichtungen sollten im Zuge des Frühjahrsputzes gereinigt werden, damit sie nicht spröde werden. Danach das Gummi mit fetthaltigem Talg, Talkum oder Gummibalsamspray einreiben. Sind die Gummis der Scheibenwischer durch Kälte und Salz spröde geworden, sollten diese ausgetauscht werden.

Kunststoffteile
Kunststoffteile können mit Wasser und Spülmittel gereinigt werden. Stoßstangen und andere Teile aus Kunststoff bekommen durch Kunststoffpflegemittel wieder ihren Glanz und mehr Haltbarkeit.

Lackversiegelung
Wenn man mit dem Finger über den Lack fährt und dieser sich rau anfühlt, sollte nach dem Waschen der Lack mit Hartwachs versiegelt werden. Heutzutage gibt es Waschanlagen, die eine händische Lacksiegelung anbieten, die zwar etwas teurer ist, aber das wertet den Lack wieder auf.

Motorwäsche
Grundsätzlich sind die Motoren moderner Fahrzeuge gut gekapselt (Unterfahrschutz). Eine Unterbodenwäsche sollte da in den meisten Fällen schon ausreichen, da diese dank dem Wasserdruck wahrscheinlich weiter kommt als der Dreck von der Straße.

Sollte man sich dennoch für eine Motorwäsche entscheiden, gilt es zu beachten, dass diese nur auf speziellen Plätzen durchgeführt werden darf, da andernfalls Schadstoffe wie Motoröl oder Kühlflüssigkeit in die Umwelt gelangen können. Die Motorwäsche nicht mit dem Hochdruckreiniger durchführen, besser ist es aber ganz auf die Motorwäsche zu verzichten. Auch hier Vorsicht: Elektronik und Zündanlage lieber außen vor lassen.

Auch wenn eine Motorwäsche nur von Profis vorgenommen werden sollte, ist der Blick unter die Motorhaube erforderlich. Denn hier setzt sich viel Laub ab, wodurch sich auch eine schleimige Schicht bildet. Per Hand einfach die Blätterreste aus den Ecken des Motorraumes entfernen und darunter die schleimige Schicht mit Wasser wegspülen.

Reinigung vor der Haustür
Nach § 48 Absatz 1 Satz 1 WHG gibt es keine spezielle bundesgesetzliche Regelung für das Autowaschen „vor der Haustür”. Allerdings besteht bei entsprechenden Voraussetzungen schon ein Tatbestand. Wenn das Auto z.B. auf unbefestigtem Grund gewaschen wird, wird  zumindest schon eine Ordnungswidrigkeit nach § 103 Abs.1 Nr.1 WHG begangen. Da das Ländersache ist und die Länder das den Gemeinden überlassen, können die Regelungen je nach Gemeinde unterschiedlich sein. Wenn das Auto vor der Haustür gewaschen werden möchte, ist es sinnvoll, sich über die Rechtssituation in der Gemeinde bei der zuständigen Behörde (untere Wasserbehörde) vorab zu erkundigen.

Scheiben
Vergessen darf man nicht die Scheiben gründlich von innen und außen mit Glasreiniger zu reinigen und gut trocken zu reiben. Besonders sollte eine Reinigung nach einer Versiegelung in der Waschanlage durchgeführt werden.

Auto – Innenreinigung
 

Autopolster
Leichte Verschmutzungen in den Autopolstern entfernt man am besten mit einer Bürste. Sind die Verschmutzungen stärker, helfen Polsterreiniger weiter – sie sorgen nicht nur für Sauberkeit, sondern auch für einen frischen Geruch. 

Feuchtigkeit im Innenraum
Grundsätzlich sollte schon vor dem Winter daran gedacht werden: Zur Vermeidung von Feuchtigkeit in den Fahrzeugteppichen, empfiehlt es sich, vor dem Winter auf Gummifußmatten umzustellen. Diese lassen das Regenwasser nicht in den Fahrzeugteppich entweichen und können leichter abgewischt werden.Ist der Teppich dennoch sehr feucht, hilft am besten über zwei Tage Zeitungspapier zwischen Fußmatte und Belag zu legen. Die Zeitungen saugen die Feuchtigkeit auf. Auch eine Schale voll Salz über Nacht in den Innenraum gestellt, kann die Feuchtigkeit entziehen.

Gegen Feuchtigkeit im Fahrzeug können Granulat-Luftentfeuchter helfen. Diese senken den Feuchtigkeitsgehalt in der Raumluft und können meist im Backofen reaktiviert werden.  Achtung: Während der Fahrt müssen die Granulatsäcke sicher verstaut werden, damit sie im Falle eines Unfalles nicht zum Geschoss werden.

Während der Fahrt hilft zudem die Klimaanlage bei der Entfeuchtung des Innenraumes, dies ist unabhängig von der eingestellten Temperatur.

Fußmatten
Die Fußmatten herausnehmen und gründlich ausklopfen. An verschiedenen Autowaschanlagen besteht auch die Möglichkeit die Fußmatten maschinell reinigen zu lassen.

Innen- und Kofferraum
Den Kofferraum am besten komplett ausräumen und alles Unnötige aussortieren, das spart Gewicht und damit Sprit. Innen- und Kofferraum gründlich aussaugen. Alle glatten Flächen feucht abwischen, evtl. mit Cockpit-Spray behandeln.

Klimaanlage
Verschmutzter Pollenfilter in der Autoklimaanlage bietet ein Herd an Keime, wenn man ihn nicht regelmäßig austauscht. Deshalb ist es ratsam präventiv ein- bis zweimal im Jahr den Filter zu wechseln. Denn wenn die Luft im Innenraum des Autos unangenehm zu riechen beginnt, ist es bereits zu spät.

Es gibt zwei verschiedene Typen von Innenraum- oder so genannten Pollenfiltern. Während der einfache Filter lediglich Staub, Pollen und Dieselrußpartikel filtriert, absorbiert der Aktivkohlefilter zusätzlich Gase wie Ozon, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und unangenehme Gerüche mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Filtrierte Luft ist gerade bei bevorstehendem Pollenflug von Vorteil, denn es reduziert die Belastungen für Fahrzeuginsassen.

Auto – Darauf sollten Sie auch noch achten
 

Auspuff
Auch die Auspuffanlage sollte einmal genauer auf Korrosion hin untersucht werden.

Bremsen

Zum Zustand der Bremsen lohnt der versierte Blick des Fachmannes, auch wenn die meisten Fahrzeuge heute dank Elektronik zuverlässige Verschleißanzeiger verbaut haben. Zusätzlich sollten die unter dem Fahrzeug verlaufenden Bremsleitungen einer Sichtprüfung unterzogen werden. Die Konservierung kann durch Rollsplitt kleinere Macken bekommen haben, die bei Einwirkung von Salzwasser zu Korrosion neigen.

Elektronik
Beim Frühjahrscheck spielt die Elektronik eine eher untergeordnete Rolle. Sie kann mittels Fahrzeugeigendiagnose teilweise die Zeit bis zur nächsten Inspektion ermitteln. Die Funktion aller Leuchtmittel sollte überprüft werden.

Flüssigkeiten
Generell kann es nicht schaden, die Flüssigkeiten wie Motoröl, Kühlwasser oder Bremsflüssigkeit im Blick zu haben. Der Frühlingsbeginn gibt aber eigentlich keinem besonderen Anlass, diese Flüssigkeiten außer der Reihe zu prüfen. Viele moderne Fahrzeuge zeigen einen Mangel der Betriebsflüssigkeiten mittlerweile frühzeitig von selbst an.

Glas am Pkw
Bei den Scheinwerfern unterscheiden sich die Fehlerquellen. Sind die Streuscheiben aus Glas sollte nach etwaigen Steinschlägen von Rollsplitt geschaut werden. Sind diese aus Kunststoff sind Kratzer und UV-Schäden (erblinden->milchig einfärben) eher problematisch.

Lackschäden
Oberflächliche Lackschäden gehen manchmal mit Politur weg. Bei Schäden durch Splitt hilft ein Lackstift in passender Farbe. Bei größeren Schäden sollte der Profi aufgesucht werden, durch Smart-Repair lassen sich Schäden preiswert reparieren.

Gelenke, Schlösser und Scharniere
Alle Gelenke, Schlösser und Scharniere sollten begutachtet werden. Ein Schuss Schmiermittel sorgt für einwandfreie Funktion.

Unterboden

Bei seriösen Werkstätten sind Frühjahrschecks sinnvoll und empfehlenswert, da der Privatmann meist weder die Zeit noch die Möglichkeiten hat, den Unterboden genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Auto – Reifenwechsel
 

Gemäß der Regel von O(-ktober) bis O(-stern) sollte ein Termin mit der Werkstatt vereinbart werden. Nach dem Wechseln den Reifendruck um 0,2 bar erhöhen und die Reifen markieren. Kompletträder können stehend oder im Liegen lagert werden.

Es bietet sich zudem an, den Frühjahrscheck mit der Umstellung auf Sommerreifen zu verknüpfen. Hier muss in vielen Fällen das RDKS neu angelernt werden, weshalb der Werkstattaufenthalt notwendig wird.

Winterreifen im Sommer noch abfahren?
Verboten ist es nicht, mit Winterreifen auch im Sommer zu fahren. Auf jeden Fall nicht, wenn der Luftdruck regelmäßig kontrolliert und die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit der Reifen nicht überschritten wird. Allerdings wird das Gummi der Winterreifen durch die wärmeren Temperaturen sehr weich. Dadurch ergibt sich ein hoher Abrieb und Verschleiß. Des Weiteren werden auch die tiefen Lamellen der Winterreifen bei hohen Temperaturen unstabil. Die Lenkung ist dadurch nicht mehr so direkt. Das Ausweichen vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis wird unpräzise. Am meisten leidet allerdings der Bremsweg. Denn die weichen Reifen können die Bremskraft nicht so gut auf die Straße bringen. Sollte mit Winterreifen durch den Sommer gefahren werden, ist Vorsicht geboten. Seinen Bremsweg sollte man nicht freiwillig verlängern. Am besten ist allerdings der Wechsel der Reifen.

Ganzjahresreifen – auch im Sommer gut?
Selbstverständlich haben echte Ganzjahresreifen eine Gummimischung, die bei Minusgraden flexibel bleibt und außerdem bei hohen Plusgraden wie ein Sommerreifen eingesetzt werden kann.

Wie sämtliche einschlägigen Tests immer wieder dokumentieren, bringen Ganzjahresreifen weder die Spitzenleistungen der Winter- noch der Sommerreifen. Sie stellen nun mal eine Kompromisslösung dar. Bei Fahrkomfort und Laufruhe hingegen brauchen sich die Allwetterkandidaten nicht mehr zu verstecken. Hier sind keine grundsätzlichen Unterschiede zum Sommerreifen auszumachen. Bei der Rollwiderstandsmessung auf dem Prüfstand hat mancher Sommerreifen sogar das Nachsehen.

Biker – Fit in den Saisonstart
 

Motorrad
Jeder Motorfahrradfahrer sollte im Eigeninteresse vor der Saison Reifen, Bremsen und Technik kontrollieren. Leuchten nach dem Drehen des Zündschlüssels z. B. verdächtige Warnlampen in den Armaturen auf? Blinken alle Blinker, Leuchten alle Lampen, stimmt der Reifendruck und ist noch genügend Profil auf den Reifen (mindestens noch 2 mm) und sind keine Risse oder porösen Stellen über den Winter entstanden?

Auch sollte man auf den ersten Metern Fahrt testen, ob die Bremsen mit dem gewohnten Biss reagieren. Beim Überprüfen der Bremsleitungen und Schläuche sollte ein besonderes Augenmerk auf etwaige Risse und undichte Stellen gerichtet sein. Außerdem sollte die Bremsflüssigkeit wenigstens alle zwei Jahre gewechselt werden. Die Antriebskette muss richtig gespannt sein und sich leicht hin und her bewegen lassen. Es muss auch geprüft werden ob, entsprechende Wartungsarbeiten, wie Ölwechsel, Inspektion oder Reifenwechsel, anstehen. Viele Motorradhändler haben diesbezüglich zum Saisonstart besondere Angebote.

Ausrüstung
Eine Prüfung der Ausrüstung gehört auch dazu (Helm, Handschuhe, warme Kombi und Nierengurt bzw. Rückenprotektor). Reflektionsstreifen erhöhen die Sicherheit. Das Helmvisier muss auf Kratzer geprüft und im Zweifelsfall sollte man es durch ein neues Visier ersetzen.

Souverän starten durch Fahrsicherheitstrainings
 

Für Motorradfahrer und Campingfreunde beginnt im Frühjahr wieder die Saison. Das Unfallrisiko nach der Winterpause ist für Motorradfahrer besonders hoch und kann durch das professionelle ACE-Fahrtraining minimiert werden.

Auch Campingfans – ob mit Wohnmobil oder Wohnwagen – sollten mit einem speziellen Caravan-Fahrsicherheitstraining des ACE gefahrlos in die Saison starten.

Egal mit welchem Gefährt Fahrer unterwegs sind, passend zu allen Anforderungen und Bedürfnissen bietet der ACE Sicherheitskurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrer

Fahrsicherheitstrainings für Caravanfahrer

Fahrsicherheitstrainings für Pkwfahrer

 

 

Frühjahrschecks beim Werkstattpartner Vergölst
 

ACE-Mitglieder genießen den Vorteil eines kostenlosen Fahrzeugchecks in den ACE-Partnerwerkstätten: Bei der Sichtkontrolle werden u.a. die Reifen, die Beleuchtung, der Verbandskasten, der Motorölstand und der Zustand der Batterie kontrolliert.

Vergölst-Stationen in Ihrer Nähe

 

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