E-AUTO FAHREN UND NUTZEN

Reichweiten und Ladedauer

Wie lade ich ein E-Auto?

Zunächst ist das Laden eines E-Autos ganz einfach: Sie brauchen nur einen Stromanschluss. Doch schon im nächsten Schritt wird das Thema etwas komplexer: Ein E-Auto sollte am besten nur nach Rücksprache mit einem Elektriker an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose geladen werden - denn sonst könnte es zu einer Überlastung der Steckdose und einem Elektrobrand kommen. Das meist mitgelieferte Ladekabel für die Haushaltssteckdose ist nur für den Notfall gedacht. Sollte es gar keine andere Möglichkeit geben, besteht aber die Option einer für E-Autos optimierten Steckdose mit verbesserten Kontakten.

Auf jeden Fall schneller ist das Laden zu Hause in der Garage oder auf einem Parkplatz im Hof mit einer Wallbox. Diese nutzt Starkstrom, je nach Verfügbarkeit des lokalen Stromnetzes sind meist 11 kW drin. Die höhere Leistung sorgt natürlich auch für einen schnelleren Ladevorgang.


Was sind Schnelladesäulen?

Apropos schnell: Während der Ladevorgang zu Hause meist nachts abläuft und dann ganz bequem mehrere Stunden dauern kann, sollte es natürlich unterwegs schneller gehen. Dafür gibt es Schnellladesäulen und Ultraschnellladesäulen. Schnellladesäulen bieten in der Regel eine Ladeleistung von 50 bis 150 kW, an Ultraschnellladesäulen sind bis zu 350 kW möglich. Dementsprechend dauert hier das Laden eines Akkus je nach Batterie und Fahrzeug nur wenige Minuten bis ungefähr eine halbe Stunde.

Wohlgemerkt kann die Ladeleistung an einer öffentlichen Ladesäule nicht immer voll verfügbar sein. Wenn an einer Ladestation mit mehreren Ladepunkten mehrere Autos gleichzeitig laden, kann das die Ladeleistung schmälern.

Wussten Sie?

Wenn Nachbarn oder Freunde mit Ihrem Auto fahren, können Sie im Fall einer Panne den ACE rufen. Denn alle auf Sie zugelassenen Fahrzeuge sind bei uns abgesichert, egal wer sie fährt!

Alternative Antriebe

Mittlerweile gibt es mehr als nur das E-Auto. Gas, E-Fuels und Plug-In-Hybride sind hier zu nennen. Vor allem die Plg-In-Hybride stellen sich auf dem Markt als gute Alternative heraus.

Zusammenstellung der alternativen Antriebe

Bei E-Auto-Akkus reicht eine Ladung zu 80 - 90 % vollkommen aus

Zudem sollte man einen Akku nur in Ausnahmefällen, wie z. B. für längere Fahrten, zu 100 % laden: Das Vollladen eines Akkus verringert dessen Lebensdauer. In der Regel sollte das E-Auto also nur zu 80 % geladen werden. Das Laden der letzten 20 % dauert zudem deutlich länger.

Die meisten Ladestationen in Europa haben einen Anschluss für den Typ 2-Stecker. Dieser Steckertyp ist am meisten verbreitet und gilt als europäischer Standard.

Mit der ACE-Ladekarte über 200.000 Ladepunkte in Europa nutzen

Zum Laden an öffentlichen Ladesäulen brauchen Sie eine Ladekarte. Mit der ACE-Ladekarte, angeboten in Zusammenarbeit mit New Motion, haben Sie Zugriff auf über 200.000 Ladepunkte in Europa. Die ACE-Ladekarte ist grundsätzlich kostenfrei und ohne Grundgebühr. Sie zahlen also lediglich die angefallenen Stromkosten und für die ersten 20 Ladevorgänge eine Transaktionsgebühr von max. 35 Cent.

Mehr erfahren zur ACE-Ladekarte.

Wie weit komme ich mit meinem E-Auto?

Die Reichweite des E-Auto hängt grundsätzlich vom jeweiligen Modell und dessen Akku-Kapazität ab. Außerdem spielen Faktoren wie z. B. Außentemperatur, Anhängerbetrieb, Geschwindigkeit und Fahrstil eine große Rolle. Die Hersteller sind verpflichtet, die offiziell ermittelten Verbrauchswerte anzugeben. Wie beim Verbrenner sind diese Angaben mit Vorsicht zu genießen, sie ermöglichen allerdings den Vergleich ähnlicher Modelle. Während die ersten E-Autos im Schnitt zwischen 100 und 250 km mit einem Akku zurücklegen konnten, schaffen die neueren Modelle meistens zwischen 300 und 500 km. Auch dank eines immer besser und verzweigter ausgebauten Schnellladenetzes lassen sich auch längere Fahrten mittlerweile gut und verlässlich planen.


Wie plane ich meine Route mit dem E-Auto?

Aktuelle E-Autos bieten meist ein Navigationssystem mit Routenplanung zur nächsten Ladesäule. Noch besser ist es, wenn die Fahrzeuge eine Routenplanung mit mehreren Stopps zum Aufladen auf der Strecke anbieten. Alternativ dazu gibt es auch zahlreiche Internetseiten und Smartphone-Apps. In der ACE-App werden Ihnen über 45.000 Ladepunkte in Deutschland angezeigt. Ganz unabhängig davon fahren die meisten Autofahrer täglich nicht mehr als 40 km.


Wie berechnet man die Reichweite eines E-Autos?

Die Reichweite des Elektroauto wird im Prüfzyklus WLTP ermittelt. Die Abkürzung WLTP steht für Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure. Diese Ergebnisse müssen von den Herstellern veröffentlicht werden. Die WLTP-Reichweite wird allerdings auf dem Prüfstand ermittelt und ist deshalb, wie im Übrigen auch beim Verbrenner, in der Regel höher als der tatsächliche Wert im täglichen Gebrauch.

Die Reichweite lässt sich auch im Kopf grob überschlagen: Wenn ein Elektroauto etwa 20 kWh pro 100 km benötigt und einen Akku mit 60 kWh Kapazität hat, reicht dies für etwa 300 Kilometer (60 kWh ÷ 20 kWh x 100 km = 300 km). Da der tatsächliche Energieverbrauch aber von zahlreichen Variablen wie z. B. Umgebungstemperatur, Straßenbeschaffenheit und Fahrweise abhängig ist, ist selbst die digitale Kalkulation der Reichweite im Auto nicht auf den Kilometer exakt. Zudem sollte die Batterie nie komplett leer gefahren werden