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Das Laden eines E-Autos ist eigentlich ganz einfach: Sie brauchen nur einen Stromanschluss. Doch schon im nächsten Schritt wird das Thema etwas komplexer: Ein E-Auto sollte am besten nur nach Rücksprache mit einem Elektriker an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose geladen werden - denn sonst könnte es zu einer Überlastung der Steckdose und einem Elektro- oder Kabelbrand kommen.
Denn das meist mitgelieferte Ladekabel für die Haushaltssteckdose ist nur für den Notfall gedacht, ähnlich einem Reservekanister beim Verbrenner.
Sollte es keine Möglichkeit geben, eine Wallbox zu installieren, gibt es jedoch spezielle, für das Laden von E-Autos optimierte Steckdosen mit verbesserten Kontakten.
Auf jeden Fall schneller ist das Laden mit einer Wallbox - egal ob zu Hause in der Garage, unter dem Carport oder auf einem Parkplatz im Hof. Diese Wallbox nutzt Starkstrom, je nach Verfügbarkeit des lokalen Stromnetzes meist 11 kW. Die höhere Leistung sorgt natürlich auch für einen schnelleren Ladevorgang.
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Apropos schnell: Während der Ladevorgang zu Hause meist nachts abläuft und dann ganz bequem mehrere Stunden dauern kann, sollte es natürlich unterwegs schneller gehen. Dafür gibt es Schnellladesäulen und Ultraschnellladesäulen (HPC, High Power Charging).
Schnellladesäulen bieten in der Regel eine Ladeleistung von 50 bis 150 kW, an Ultraschnellladesäulen sind bis zu 500 kW möglich. Dementsprechend dauert hier das Laden eines Akkus je nach Batterie und Fahrzeug nur wenige Minuten bis ungefähr eine halbe Stunde.
Wohlgemerkt kann die Ladeleistung an einer öffentlichen Ladesäule nicht immer voll verfügbar sein. Wenn an einer Ladestation mit mehreren Ladepunkten mehrere Autos gleichzeitig laden, kann das die Ladeleistung schmälern.
Die Zahl der Ladepunkte ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Mitte 2026 wurde in Deutschland erstmals die Marke von 200.000 öffentlichen Ladepunkten überschritten. Bis 2030 soll ihre Zahl auf eine Million steigen – ein ambitioniertes Ziel. Schon heute gibt es entlang der Autobahnen eine gute Versorgung mit Schnellladesäulen, auch in Städten ist das Netz öffentlicher Ladepunkte meist dicht. Lücken bestehen vor allem noch in einigen ländlichen Regionen, doch auch dort wächst das Angebot kontinuierlich. Seit Mitte 2026 ist zudem das Laden ohne Vertragsbindung, das sogenannte Ad-hoc-Laden, an nahezu allen öffentlichen Ladepunkten möglich.
Beim öffentlichen Laden gibt es je nach Ladesäule unterschiedliche Abläufe. In der Regel gilt: Erst das Ladekabel ins Fahrzeug stecken und anschließend den Ladevorgang mit Karte, Kreditkarte oder App freischalten. Bei manchen Schnellladern kann es jedoch auch umgekehrt sein, also erst authentifizieren und dann das Kabel verbinden. An vielen Ladesäulen ist es jedoch egal, welcher Schritt als erstes kommt.
Zudem sollte ein Akku nur in Ausnahmefällen, wie z. B. für längere Fahrten, zu 100 Prozent geladen werden: Das häufige Vollladen eines Akkus verringert dessen Lebensdauer. In der Regel sollte das Elektroauto also nur zu 80 Prozent geladen werden. Das Laden der letzten 20 Prozent dauert zudem deutlich länger.
ACE-Tipp: Es gibt jedoch Ausnahmen: Bei Modellen mit LFP-Akkus (zum Beispiel einige günstige Tesla-Modelle) empfiehlt der Hersteller sogar, regelmäßig auf 100 Prozent zu laden. Handbuch beachten!
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