Camper parken an einem See
© Stefan Körber / Fotolia

Camping: Urlaub im Grünen

Frühstück im Freien, die Nähe zur Natur genießen, abends vor dem Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil die Sterne zählen, deftiges Essen kochen, die Kinder unbesorgt springen und einfach die Seele baumeln lassen. Vielleicht aber auch vielfältige Sportangebote nutzen, Rad- und Wanderausflüge unternehmen, ein Sprung in den kühlen Swimmingpool, oder eine lustige Show sehen? Das ist Camping!

Schon gewusst

54.500 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2020.
In Deutschland gibt es 600.000 angemeldete Reisemobile und 700.000 Caravans.

Auf das Basisfahrzeug kommt es bei den Wohnmobilen an

Jedes Reisemobil benötigt einen fahrbaren Untersatz. Plattform ist ein Transporter als Kastenwagen oder Fahrgestell. Die Modelle in gängigen Preisbereichen basieren auf Basisfahrzeugen mit Vorderradantrieb. Das senkt den Rahmen und damit den Boden ab, schafft Platz für einen Doppelboden mit Keller. In der Oberklasse werden Fahrgestelle mit Vorderradantrieb gerne mit Tiefrahmen des Chassis-Spezialisten Alko gekoppelt – nicht billig, aber gut. Hinterradantrieb hat Traktionsvorteile. Er findet sich bei Komfort-Campingbussen und aufgebauten Reisemobilen meist in der Oberklasse. Allradantrieb taucht bei Campingbussen auf.

Klare Nummer eins der Basisfahrzeuge ist seit langen Jahren der Fiat Ducato, flankiert von seinen engen Verwandten von Citroen und Peugeot. Der Ducato aber ist jüngst in Verruf geraten, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf illegale Abschalteinrichtungen. Es geht um die Zulassungsjahre 2014 bis 2019 – wichtig für Gebrauchtkäufer. Zunehmend präsent ist in der Branche Mercedes. Auch dort gibt es Flecken auf der weißen Abgasweste, man streitet sich mit dem Kraftfahrt-Bundesamt um Rückrufe zum Sprinter nach Abgasstufe Euro 5. Jetzt hat die Marke den aktuellen Sprinter zum letztmöglichen Zeitpunkt auf die jüngste Abgasstufe Euro 6d-Temp umgestellt. Und führt klamm heimlich Schritt für Schritt feine neue Motoren ein, wenn auch noch nicht für gewichtige Reisemobile. Der Diesel mit der Bezeichnung OM 654 hat sich in Pkw und V-Klasse/Vito schon bewiesen, also auch im Campingbus Marco Polo. VW hat das unrühmliche Thema Abgas beim früheren Transporter offensichtlich erfolgreich hinter sich gelassen. Der Ford Transit war nie davon betroffen. Andere Anbieter spielen nur eine Nebenrolle.

Bei Reisemobilen dreht es sich nach wie vor durchweg um Diesel, ohne ihn geht noch lange nichts in der Branche. Abseits der Verdächtigungen gegen frühere Motoren: Noch nie waren die Diesel so sauber wie heute. Noch nie so kräftig und auch so sparsam. Und noch nie so komfortabel: Ein Automatikgetriebe oder wenigstens eine DSG-Schaltung gehören inzwischen zum guten Ton.

Autor Randolf Unruh
 

ACE-Tipp: Bei der Entscheidung zum Kauf eines Wohnmobils wird in Zukunft das Thema Abgasstufen eine wichtige Rolle spielen. Auch beim Camping im Urlaub. Stichwort Umweltzonen.

Abstellmöglichkeiten für Wohnwagen und Wohnmobile

Der Campingurlaub ist vorbei. Für die Besitzer der Wohnmobile oder Caravane stellt sich die Frage, wo kann das Reisemobil sicher abgestellt werden. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Lesen sie in unserem Ratgeber, wo die Wohnmobile ihr Winterquatier beziehen können.

Abstellmöglichkeiten für Wohnwagen und Wohnmobile – Hier können Reisemobile nach dem Sommer sicher geparkt werden

Camping im Winter

Auch in der kalten Jahreszeit campen immer mehr Menschen mit Ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen. Vor allem schneereiche Regionen sind beliebt. Zum Artikel: Wintercamping – Tipps für kuschelig warme Nächte

Lesen Sie hier den Reisebericht über Winterzauber in Sachsen: das Erzgebirge im Winter.

Die Hollandöse am Kugelkopf eines Autos

Die richtige Befestigung für Ihren Wohnwagen

Das Abreißseil wird oft einfach über den Kugelkopf der Anhängerkupplung gelegt. In den Niederlanden und der Schweiz ist das nicht erlaubt. Hier muss das Abreißseil richtig befestigt werden.

Zur HollandÖse

Camper fährt auf einer Straße

Weitere Camping-Tipps

  • Freies oder wildes Campen in Europa (PDF)
  • Tempo-100-Plakette für den Wohnwagen (PDF)
  • Caravaning-Ratgeber (PDF)

(PDF-Download nach Login möglich)

Informationen zu Campinggas

Gas-Tipps in Europa

Gas-Tipps für Camper in Europa

Der „mobile Energieträger Camping Gas“ (Flüssiggas, Mischung aus Propan und Butan) wird vor allem für das Heizen und Kochen in Wohnmobilen und Caravans benutzt. Die korrekte Bezeichnung dieses Gasgemisches ist LPG (liquid-petrol-gas).

Wohnmobile mit fest eingebautem Gastank können an Flüssiggastankstellen wieder aufgefüllt werden. Das Mischungsverhältnis von Propan und Butan ist in jedem Land anders. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass im Sommer das Verhältnis 50 zu 50 ist. Das ist im Sommer vollkommen unproblematisch. Im Winter ist jedoch ein hoher Propananteil nötig, da Butan unter Null Grad Celsius nicht mehr vergast. In der Regel hat die so genannte Winterware auch einen Propananteil von bis zu 95 Prozent.

ACE-Tipp: Mit „Sommergas“ nicht in den Winterurlaub fahren!

Versorgung mit Camping Gas

Versorgung mit Camping Gas – auf den Anschluss kommt es an

In Europa gibt es in Regionen mit Campingplätzen eigentlich keine Versorgungsprobleme. Probleme bereiten aber die unterschiedlichen Anschlüsse der Gasflaschen in Europa. Leider gibt es zurzeit noch keine europaweite Lösung hinsichtlich der Flaschenanschlüsse.

Der ACE Auto Club Europa empfiehlt die Mitnahme eines Europa-Füll-Sets zum Befüllen deutscher Flüssiggasflaschen durch autorisierte Füllstationen (bestehend aus vier Füllstützen, Preis ca. 20 €) und eines Europa-Entnahme-Sets zum Anschließen deutscher Gasregler an ausländische Gasflaschen (bestehend aus vier Zwischenstücken, Preis ca. 18 €). Die beiden Sets sind im Camping-Fachhandel erhältlich und sollten in keiner Campingausrüstung fehlen. Die Gasflaschen gibt es als Stahlflasche oder als Aluminium-Gasflasche. Mit den teureren Aluminium-Gasflaschen kann der Camper Gewicht sparen (bei 6 kg Gasfüllung 3,3 kg und bei 11 kg Gasfüllung schon ca. 7,3 kg).

ACE-Tipps

ACE-Tipps zum Thema Camping Gas

  • Wer in ferne Länder oder zum Skiurlaub aufbricht, sollte die maximale mögliche Zahl von Gasflaschen von zu Hause mitnehmen. Bei einem Sommertrip in den Süden kann allerdings auch eine einzelne Gasflasche reichen. Alternative 1: Eine deutsche Gasflasche mitführen und am Ziel eine zweite Flasche ausleihen. Alternative 2: Kauf einer „Selbsttankflasche“. Sie kosten zwischen etwa 200 und 400 € und können bei jeder Flüssiggastankstelle aufgefüllt werden.
  • Campingaz-Gasflaschen: Die Firma operiert weltweit und verwendet „blaue“ Flaschen. Im Fachhandel oder auch in Warenhäusern erhältlich. Diese haben allerdings nur eine geringe Kapazität und einen etwas höheren Preis.
  • Im Winter „Wintergas“ verwenden.
  • Gasdruck beachten (siehe Gasdruckregler, z. B. 50er, 30er), denn unterschiedliche Gasverbraucher benötigen jeweils einen bestimmten Gas-Druck (Herstellerangaben beachten).
  • Beim Fahren empfehlen wir das Gas abzustellen.
  • An Tankstellen muss das Gas abgestellt sein!
Mehrere Caravane am See
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Panne beim Camping: So hilft der ACE

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