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Glückwunsch – Sie haben es geschafft! Mit dem Führerschein in der Hand beginnt ein neuer Lebensabschnitt: mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit und die große weite Welt der Mobilität steht Ihnen offen.
Doch mit dieser neugewonnenen Freiheit kommt auch Verantwortung. Plötzlich sind Sie ganz allein zuständig – für sich selbst, Ihr Fahrzeug und vor allem für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr.
Keine Sorge: Dieser Ratgeber begleitet Sie beim Einstieg ins Autofahrerleben. Er zeigt Ihnen, worauf Sie vor jeder Fahrt achten sollten, wie Sie in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren und was während der Probezeit besonders wichtig ist.
Viele Fahranfängerinnen und -anfänger starten ihre ersten Fahrten nicht im eigenen Auto, sondern mit dem der Eltern oder Großeltern. Doch gerade deshalb ist es wichtig, sich mit dem „neuen“ Wagen gründlich vertraut zu machen, denn er unterscheidet sich vom vertrauten Fahrschulauto.
Unsere Checkliste hilft dabei:
Je besser Sie das Fahrzeug kennen, desto sicherer und entspannter starten Sie in Ihre erste Fahrt.
Wenn Sie sich mit dem Fahrzeug vertraut gemacht haben, geht es an die individuelle Feinabstimmung. Genau wie Sie es aus der Fahrschule kennen.
Stellen Sie Sitz, Lenkrad und Spiegel so ein, dass Sie bequem sitzen, alles gut erreichen und freie Sicht in alle Richtungen haben. Nur so ist sicheres und entspanntes Fahren möglich.
Wie Sie die Richtige Sitzposition finden, zeigen wir Ihnen hier
Die Zulassungsbescheinigung Teil I – besser bekannt als Fahrzeugschein – gehört bei jeder Fahrt ins Auto. Dennoch sollte das Originaldokument niemals dauerhaft im Fahrzeug aufbewahrt werden. Denn wird das Auto gestohlen und der Fahrzeugschein liegt im Wagen, kann das im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Praktisch: Über die i-KFZ-App lässt sich der Fahrzeugschein inzwischen digital verwalten, während das Original sicher zuhause bleibt. Wer bei einer Kontrolle keinen Fahrzeugschein vorzeigen kann, muss allerdings mit einem Verwarngeld von 10 Euro rechnen.
Die Zulassungsbescheinigung Teil II, früher Fahrzeugbrief genannt, hat im Auto grundsätzlich nichts verloren und sollte stets sicher zuhause verwahrt werden.
Die Zulassungsbescheinigung Teil I – besser bekannt als Fahrzeugschein – gehört bei jeder Fahrt ins Auto. Dennoch sollte das Originaldokument niemals dauerhaft im Fahrzeug aufbewahrt werden. Denn wird das Auto gestohlen und der Fahrzeugschein liegt im Wagen, kann das im Schadensfall zu Problemen mit der Versicherung führen. Praktisch: Über die i-KFZ-App lässt sich der Fahrzeugschein inzwischen digital verwalten, während das Original sicher zuhause bleibt. Wer bei einer Kontrolle keinen Fahrzeugschein vorzeigen kann, muss allerdings mit einem Verwarngeld von 10 Euro rechnen.
Die Zulassungsbescheinigung Teil II, früher Fahrzeugbrief genannt, hat im Auto grundsätzlich nichts verloren und sollte stets sicher zuhause verwahrt werden.
Pannenhilfe
Richtig abgesichert
Kurz noch eine Nachricht? Lieber nicht!
Eine Nachricht beantworten, schnell die Playlist wechseln, das Navi neu einstellen oder noch kurz per Video-Call etwas klären? Das kann alles warten. Gerade für Fahranfängerinnen und Fahranfänger ist es wichtig, den Fokus auf die Straße zu richten. Denn wer aufs Smartphone schaut, bekommt weniger vom Verkehr mit und reagiert im Ernstfall deutlich später. Schon wenige Sekunden Ablenkung können entscheidend sein.
Damit Smartphone & Co. während der Fahrt gar nicht erst zum Problem werden:
Dann müssen Sie während der Fahrt nicht mehr herumtippen.
Nutzen Sie für Telefonate die Freisprecheinrichtung und legen Sie das Handy anschließend außer Reichweite.
Wenn Sie etwas am Smartphone oder Navi erledigen müssen, fahren Sie dafür an einen sicheren und geeigneten Ort (z. B. ein Parkplatz oder eine Haltebucht).
Nachrichten, Chats und Social Media laufen nicht weg. Ihre Aufmerksamkeit gehört während der Fahrt ganz dem Verkehr.
Ein Fahrsicherheitstraining für Fahranfängerinnen und Fahranfänger bietet die Möglichkeit, schwierige Situationen in geschützter Umgebung kennenzulernen und richtiges Reagieren zu trainieren.
Fahrsicherheitstraining
Ob Einparken, dichter Stadtverkehr, Einsatzfahrzeuge oder die erste Autobahnfahrt: Viele Situationen fühlen sich anfangs herausfordernd an. Mit den richtigen Tipps, etwas Übung und einer guten Portion Ruhe wächst auch die Sicherheit am Steuer. So meistern Fahranfängerinnen und Fahranfänger typische Stresssituationen souverän und kommen sicher ans Ziel:
Gerade am Anfang kann der Straßenverkehr ganz schön stressig werden: unübersichtliche Kreuzung, dichter Stadtverkehr und plötzlich kommt ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn. Da steigt der Puls schnell. Entscheidend ist jetzt: ruhig bleiben und nicht hektisch reagieren.
Sie sehen oder hören ein Einsatzfahrzeug? Dann umsichtig Platz machen, ohne andere zu gefährden. Vermeiden Sie abruptes Bremsen oder hektisches Ausweichen. Bleiben Sie möglichst nicht mitten auf einer Kreuzung stehen und zeigen Sie mit dem Blinker an, wohin Sie ausweichen möchten. Auf der Autobahn oder mehrspurigen Straßen gilt: Rettungsgasse bilden.
Und wenn es doch mal stressig wird: kurz durchatmen, den Überblick behalten und die Verkehrslage beobachten. Je mehr Erfahrung Sie sammeln, desto leichter fällt es, auch in kniffligen Situationen ruhig und sicher zu reagieren.
Für viele Fahranfängerinnen und Fahranfänger ist Einparken eine der größten Herausforderungen: enge Parklücken, wenig Platz und dann steht auch noch jemand hinter Ihnen und wartet. Schnell entsteht das Gefühl, es müsse jetzt möglichst schnell gehen. Aber keine Sorge: Parken ist Übungssache und niemand muss es von Anfang an perfekt können.
Üben Sie das Einparken deshalb ganz bewusst im Alltag. Am besten zunächst in einer ruhigen Umgebung. Ob längs, quer, vorwärts oder rückwärts: Je öfter Sie verschiedene Situationen ausprobieren, desto sicherer werden Sie. Parkassistenzsysteme können dabei unterstützen, den Überblick sollten Sie trotzdem selbst behalten. Wichtig sind vor allem eine gute Rundumsicht, der richtige Lenkeinschlag und ein Gefühl für die Größe des eigenen Autos.
Und wenn hinter Ihnen jemand wartet? Lassen Sie sich nicht stressen. Sie müssen beim Einparken keine Bestzeit aufstellen. Lieber kurz durchatmen, konzentriert bleiben und in Ruhe korrigieren.
Die erste Fahrt auf der Autobahn ohne Fahrlehrer oder Fahrlehrerin kann ganz schön aufregend sein. Hohe Geschwindigkeiten, mehrere Spuren, dichtes Auffahren und das Einfädeln in den fließenden Verkehr fühlen sich am Anfang schnell nach zu viel auf einmal an. Aber auch Autobahnfahren wird mit der Zeit zur Routine. Diese Tipps helfen beim Einstieg:
Und ganz wichtig: Sie müssen niemandem etwas beweisen. Sicher ankommen ist wichtiger, als möglichst schnell oder souverän zu wirken.
Welche No-Gos Sie auf der Autobahn vermeiden sollten, lesen Sie hier
Gerade in der Probezeit können Fehler schnell Folgen haben: von einem Bußgeld über Punkte und eine Verlängerung der Probezeit bis hin zu weiteren Konsequenzen für den Führerschein. Alkohol und Drogen am Steuer, Handy während der Fahrt, zu schnelles Fahren oder falsches Verhalten an der Ampel: Manche No-Gos sollten Sie kennen.
Führerschein auf Probe
Vor der ersten Fahrt sollten Sie sich mit dem Fahrzeug vertraut machen. Prüfen Sie unter anderem, wo sich Licht, Warnblinkanlage, Hupe und Scheibenwischer befinden und wie Navigation, Klimaanlage und Assistenzsysteme funktionieren. Auch das Tanken oder Laden sowie die Aufbewahrung von Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten sollten Sie kennen.
Die Probezeit dauert zwei Jahre. Sie ist für Fahranfänger ein besonders wichtiger Zeitraum, in dem bestimmte Verkehrsverstöße zusätzliche Konsequenzen haben können. Der Ratgeber verweist für die konkreten Regeln und Besonderheiten der Probezeit auf den separaten ACE-Ratgeber zur Probezeit.
Während der Probezeit gilt für Fahranfänger eine Null-Promille-Grenze. Alkohol oder Drogen können bereits in geringen Mengen Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Urteilsvermögen beeinträchtigen. Verstöße können unter anderem ein Bußgeld, einen Punkt, ein Aufbauseminar und eine Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre zur Folge haben.
Wer in der Probezeit mit dem Smartphone am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld, einem Punkt in Flensburg und weiteren Konsequenzen rechnen. Dazu können ein Aufbauseminar sowie eine Verlängerung der Probezeit gehören.Das Smartphone sollte während der Fahrt grundsätzlich nicht enutzt werden. Stellen Sie Navigation, Musik und andere Funktionen möglichst vor Fahrtbeginn ein. Für Telefonate sollte eine geeignete Freisprecheinrichtung genutzt werden. Wer etwas am Smartphone oder Navi ändern muss, sollte dafür anhalten.
Für die ersten Fahrten können verkehrsarme Zeiten und Strecken sinnvoll sein. Wenn Sie sich überfordert fühlen, fahren Sie den nächsten Rastplatz an und legen Sie eine Pause ein. Entscheidend ist, dass Sie sich sicher fühlen und die Verkehrssituation jederzeit kontrollieren können. Für den Einstieg können beispielsweise 100 km/h ausreichend sein. Wichtig sind ein angemessener Sicherheitsabstand und eine ruhige, vorausschauende Fahrweise.
Bereiten Sie sich möglichst vor einer Panne auf den Ernstfall vor. Speichern Sie wichtige Notfallnummern im Smartphone und halten Sie gegebenenfalls Ihre Mitglieds- oder Versicherungsdaten griffbereit. Wer Mitglied in einem Automobilclub ist, sollte außerdem wissen, wie sich Pannenhilfe anfordern lässt. Weitere Infos zum Verhalten im Pannenfall finden Sie hier.
Wer das Auto der Eltern oder Großeltern fährt, sollte vorher klären, ob er als Fahrerin oder Fahrer in der Kfz-Versicherung berücksichtigt wird. Junge Fahrer müssen häufig ausdrücklich bei der Versicherung angegeben werden. Die Fahrzeughalter sollten deshalb rechtzeitig mit ihrer Versicherung klären, ob und unter welchen Bedingungen der Fahranfänger mitversichert ist.
Die wichtigste Grundlage ist regelmäßige Fahrpraxis. Fahren Sie zunächst in Situationen, in denen Sie sich sicher fühlen, und steigern Sie die Schwierigkeit Schritt für Schritt. Bleiben Sie aufmerksam, vermeiden Sie Ablenkung und lassen Sie sich in stressigen Situationen nicht unter Druck setzen. Ein Fahrsicherheitstraining kann zusätzlich helfen, kritische Situationen zu trainieren.
Fahranfänger können ein Magnetschild oder einen Aufkleber mit der Aufschrift „Fahranfänger“ am Fahrzeug anbringen. Das kann anderen Verkehrsteilnehmenden signalisieren, dass Sie noch wenig Fahrerfahrung haben, und möglicherweise für mehr Verständnis sorgen.
Tipps für Fahranfänger
Mobilität ist Unabhängigkeit
Führerscheinprüfung