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Wer ein Elektroauto lädt, zahlt je nach Anbieter, Tarif und Art des Ladevorgangs sehr unterschiedliche Preise. Ob mit einem Ladetarif, spontan per Ad-hoc-Laden oder im Ausland – die Kosten können sich deutlich unterscheiden. In Deutschland liegen die Angebote für öffentliches Laden zwischen etwa 29 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und bis zu über einem Euro. Ein Preisvergleich per App hilft, unnötig hohe Ausgaben zu vermeiden. Die wichtigsten Infos zu Ladepreisen finden Sie in diesem Ratgeber. Außerdem erklären wir die wichtigsten Begriffe.
Ladetarife mit monatlicher Grundgebühr richten sich vor allem an Fahrerinnen und Fahrer, die regelmäßig öffentlich laden. Im Gegenzug erhalten sie häufig günstigere Kilowattstundenpreise als ohne Vertrag. Viele Anbieter bieten verschiedene Tarifstufen an, die sich hinsichtlich Grundpreis und Ladepreis unterscheiden.
Neben dem Preis pro Kilowattstunde können auch Blockiergebühren oder Startgebühren anfallen. Unterschiedliche Preise für AC- und DC-Laden sind eher die Regel als die Ausnahme. Ob sich ein Abo lohnt, hängt deshalb vor allem vom individuellen Ladeverhalten ab. Wer häufig unterwegs lädt, kann mit einem passenden Tarif über das Jahr hinweg deutlich sparen.
Ladetarife ohne monatliche Grundgebühr: Bei vielen Anbietern gibt es auch Ladetarife ohne monatliche Grundgebühr, damit kostet die Kilowattstunde in der Regel mehr als mit einem Tarif mit monatlicher Grundgebühr, die Kilowattstunde ist damit aber oftmals günstiger als beim spontanen Laden, zumindest, wenn auf Roaming verzichtet wird (siehe Glossar).
Beim Ad-hoc-Laden ist keine vorherige Registrierung oder Vertragsbindung erforderlich. Der Ladevorgang kann direkt an der Ladesäule gestartet werden - und meist per Kreditkarte, Debitkarte oder Smartphone bezahlt werden.
Diese Flexibilität hat jedoch oft ihren Preis: Ad-hoc-Laden galt lange Zeit als die teuerste Möglichkeit, ein Elektroauto öffentlich zu laden. Mittlerweile ist es jedoch oft günstiger als Roaming, also das Laden mit der "falschen" Ladekarte. Die Preise unterscheiden sich je nach Betreiber und Standort teilweise erheblich. Sie sind in den vergangenen Jahren aber deutlich gesunken. Stand Juli 2026 liegen die Ad-hoc-Preise in Deutschland bei 52,30 ct/kWh (AC), 70,49 ct/kWh (DC) und 74,80 ct/kWh (HPC). Wer regelmäßig öffentlich lädt, fährt mit einem passenden Ladetarif daher meist günstiger. Vorausgesetzt, es wird die passende Ladesäule zum Ladetarif angesteuert.
Seit 2025 gibt es EU-weit die Pflicht, Ad-hoc-Ladepreise an zentraler Stelle und kostenlos zu veröffentlichen. In der Anfangszeit waren die Daten noch sehr lückenhaft, doch Mitte 2026 werden bereits für über 180.000 Ladepunkte in Deutschland die Ad-hoc-Preise übermittelt, was einer Quote von etwa 90 Prozent entspricht. Verbesserungsbedarf gibt es noch in der Datenqualität. Manchmal stimmen Preise, die Anzahl der Ladepunkte oder die Adressen nicht. Insgesamt ergibt sich nun jedoch erstmals ein Bild zu den Ad-hoc-Ladepreisen in Deutschland. In Zusammenarbeit mit Hocsy.eu wertet der ACE in regelmäßigen Abständen die Preise für die 16 Landeshauptstädte sowie weitere Großstädte aus. Unterschiede ergeben sich nicht nur zwischen AC-, DC- und HPC-Laden, sondern auch in der Anzahl der Ladeorte beziehungsweise Ladesäulen-Dichte. Ausgewertet werden nur Ad-hoc-Ladepreise, die sich nach der Energiemenge, also Kilowattstunden, richten. Ladepreise, die nach Zeiteinheiten (Minutenpreise) abgerechnet werden oder solche, die eine Startgebühr verlangen, werden bei der gemeinsamen Auswertung von ACE und Hocsy nicht berücksichtigt.
Anders als beim Spritpreis sind die Ladepreise sehr stabil, manchmal über Monate hinweg. Während sich in den vergangenen Monaten die Preise für Schnellladen (DC und HPC) leicht nach unten bewegten, verbilligte sich das Normalladen (AC) deutlich. Im Vergleich zum November 2025 kostet eine Kilowattstunde AC-Strom im Juni 2026 durchschnittlich rund 12,6 Prozent weniger. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass sich die Zahl der Ladepunkte mit veröffentlichten Ad-hoc-Ladepreisen seit 2025 mehr als verzehnfacht hat. Durch die höhere Anzahl an Ladepunkten ist das Ad-hoc-Ladeangebot insgesamt aber günstiger geworden. Nur in seltenen Fällen gibt es an öffentlichen Ladesäulen dynamische Ladepreise, verbreitet sind sie vor allem an Tesla-Superchargern.
Auch im Ausland unterscheiden sich die Ladepreise teils deutlich. Neben den jeweiligen Stromkosten spielen nationale Steuern, Netzgebühren und die Preisgestaltung der Ladeanbieter eine Rolle. In manchen Ländern ist öffentliches Laden (deutlich) günstiger als in Deutschland, zum Beispiel in den Niederlanden, Österreich, Slowenien oder Finnland. In anderen können insbesondere Schnellladevorgänge auch mehr kosten. Wenn ein deutscher Ladetarif bzw. eine deutsche Ladekarte an ausländischen Ladesäulen genutzt wird, fallen in der Regel hohe Aufschläge ("Roaminggebühren") an. Vor einer Reise lohnt es sich deshalb, die Konditionen des eigenen Anbieters zu prüfen und gegebenenfalls einen Tarif zu wählen, der im Reiseland besonders günstige Preise bietet. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, vor Ort mit Kreditkarte oder dem Smartphone zu zahlen. So lassen sich unerwartet hohe Ladekosten vermeiden.
Zwar gilt die Pflicht, Ladepreise zu veröffentlichen, in der gesamten EU, doch bisher setzen dies nur wenige Länder um. Dadurch ist bisher noch kein Gesamtüberblick über die Ladepreise im Ausland möglich. Aber die Zahl der Länder, die Ladepreise veröffentlichen, nimmt zu - und es zeigt sich, dass Deutschland, ähnlich wie beim Spritpreis, zu den Hochpreisländern zählt.
Die günstigen Ad-hoc-Durchschnittspreise im Ausland machen sichtbar, dass es sich lohnen kann, statt der lokalen oder deutschen Ladekarte einfach direkt per Kreditkarte oder Smartphone zu zahlen. Auch für das Ausland ist die Datenqualität unterschiedlich - und in einigen Ländern werden neben den Preisen für die Kilowattstunden noch Startgebühren oder Minutenpreise verlangt, was den Überblick erschwert. In unserer Übersicht sind nur Ladepreise berücksichtigt, die nicht zusätzlich eine Gebühr pro Sitzung oder pro Zeiteinheit beinhalten.
Laden mit Wechselstrom, meist an öffentlichen Normalladesäulen oder Wallboxen. Die Ladeleistung liegt je nach Fahrzeug und Ladepunkt häufig zwischen 11 und 22 kW.
Laden ohne vorherige Registrierung oder festen Ladetarif. Die Bezahlung erfolgt direkt an der Ladesäule, etwa per Girocard, Kreditkarte oder QR-Code und Smartphone. An neuen Schnellladesäulen (>50 kW) ist dies seit 2024 EU-weit vorgeschrieben, alte Schnellladesäulen müssen bis 2027 nachgerüstet werden. Auch immer mehr AC-Ladesäulen bieten dies.
Zusätzliche Gebühr, die erhoben werden kann, wenn ein Fahrzeug nach dem Ende des Ladevorgangs oder über eine vorher festgelegte Zeit hinaus noch an der Ladesäule stehen bleibt. Sie soll verhindern, dass Ladepunkte unnötig belegt werden. Die festgelegte Zeit unterscheidet sich je Anbieter und/oder Ladesäule: Sie beträgt oft 45/60 Minuten an Schnellladesäulen und drei oder vier Stunden an Normalladepunkten.
Laden mit Gleichstrom an Schnellladesäulen. Dadurch lassen sich Elektroautos deutlich schneller laden als beim AC-Laden. Viele moderne Autos können in unter 30 Minuten auf 80 Prozent geladen werden, die schnellsten sogar in unter zehn Minuten.
Monatlicher Festbetrag für einen Ladetarif. Im Gegenzug erhalten Kundinnen und Kunden häufig günstigere Kilowattstunden-Preise.
Einheit für Leistung. Sie beschreibt bei Ladesäulen, wie viel Energie pro Zeit abgegeben werden kann. Je höher die kW-Zahl einer Ladesäule, desto schneller kann ein Elektroauto geladen werden. AC-Ladesäulen liegen meist bei 11 bis 22 kW, Schnellladesäulen (DC) beginnen bei etwa 50 kW und können je nach Standort bis über 500 kW reichen. Die tatsächlich erreichte Ladegeschwindigkeit hängt zusätzlich vom Fahrzeug und dessen maximaler Ladeleistung ab.
Maßeinheit für elektrische Energie. Die meisten Ladeanbieter rechnen den Stromverbrauch pro geladener Kilowattstunde ab. Es gibt auch Abrechnungen nach Zeit oder nach einer Kombination aus Zeit und Energie, dies ist vor allem im Ausland häufig. Beim Verbrenner entspricht das den Litern beim Verbrauch bzw. an der Tankstelle. Auch der Verbrauch von E-Autos wird in kWh pro 100 Kilometer angegeben.
Möglichkeit, mit einer Ladekarte oder App eines Anbieters auch das Ladenetz anderer Betreiber zu nutzen. In der Regel ist dies deutlich teurer. Der ACE setzt sich dafür ein, dass Roaminggebühren, ähnlich wie beim Mobilfunk, in der EU abgeschafft werden.
Ein einmaliger Betrag, der bei einigen Ladeanbietern zusätzlich zum Preis pro Kilowattstunde anfällt. Die Gebühr wird pro Ladevorgang berechnet und unabhängig von der geladenen Energiemenge erhoben. Sie kommt heute in Deutschland seltener vor, kann bei älteren Tarifen oder bestimmten Roaming-Konditionen noch vorkommen.
Ein Elektroauto zu laden kostet je nach Ladeort und Tarif unterschiedlich viel. Am günstigsten ist in der Regel das Laden zu Hause: Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde und einem Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer liegen die Stromkosten bei rund 7 Euro pro 100 Kilometer. An öffentlichen AC-Ladesäulen fallen meist 40 bis 60 Cent/kWh an, an Schnellladesäulen (DC) häufig 50 bis 80 Cent/kWh – ohne passenden Ladetarif können die Preise im Einzelfall auch darüber liegen. Wer regelmäßig öffentlich lädt, fährt mit einem passenden Ladetarif oft deutlich günstiger als mit dem Ad-hoc-Preis. Am günstigsten ist das Laden in der Regel mit eigenem PV-Strom.
An öffentlichen Ladesäulen hängt der Preis pro Kilowattstunde (kWh) vom Betreiber, der Ladeleistung und dem gewählten Ladetarif ab. An Normalladesäulen (AC) liegen die Kosten häufig zwischen 40 und 60 Cent pro kWh, an Schnellladesäulen (DC) meist zwischen 50 und 80 Cent pro kWh. Wer ohne Vertrag per Ad-hoc-Laden lädt, zahlt oft höhere Preise. Mit einem passenden Ladetarif lassen sich die Kosten insbesondere für Viellader häufig deutlich reduzieren.
Die Kosten für öffentliches Laden hängen nicht nur vom Anbieter, sondern auch von der Ladeleistung ab. Am günstigsten ist in der Regel das Wechselstrom-Laden (AC-Laden) an Normalladesäulen, das häufig etwa 40 bis 60 Cent pro kWh kostet. DC-Schnellladen ist meist teurer und liegt oft zwischen 50 und 70 Cent pro kWh. An besonders leistungsstarken HPC-Ladesäulen (High Power Charging) mit Ladeleistungen ab etwa 150 kW können die Preise häufig 60 bis 80 Cent pro kWh oder mehr betragen. Allerdings gibt es auch Tarife, bei denen der Preis unabhängig von der Ladeleistung gleich bleibt. Entscheidend ist daher neben der Ladesäule vor allem der gewählte Ladetarif.
Schnellladen ist in der Regel teurer als Normalladen, weil der Aufbau und Betrieb leistungsstarker Ladesäulen deutlich höhere Kosten verursacht. HPC-Ladesäulen kosten mehr, benötigen eine stärkere Netzanbindung, aufwendigere Technik und höhere Investitionen in die Infrastruktur. Deshalb werden Schnelllader vor allem an Standorten eingesetzt, an denen kurze Ladezeiten wichtig sind – etwa an Autobahnen oder stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten. Die höheren Kosten für die Infrastruktur und den Betrieb werden häufig über einen höheren Preis pro Kilowattstunde an die Nutzer weitergegeben.
Ad-hoc-Laden bezeichnet das spontane Laden eines Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule ohne vorher abgeschlossenen Ladetarif oder Vertrag. Der Fahrer startet den Ladevorgang beispielsweise über einen QR-Code an der Ladesäule und bezahlt direkt per App, Kreditkarte oder einem anderen angebotenen Zahlungsverfahren. Der Vorteil: Es ist keine vorherige Registrierung notwendig. Allerdings sind die Preise beim Ad-hoc-Laden häufig höher als bei einem Ladetarif, da Betreiber damit die Kosten für die flexible Nutzung und die Zahlungsabwicklung abdecken. Außerdem möchten Anbieter Kunden dauerhaft an sich binden.
Ad-hoc-Laden ist häufig teurer als das Laden mit einem festen Ladetarif. Der Grund: Viele Anbieter möchten Kunden mit einem Ladetarif langfristig binden und bieten diesen daher zu günstigeren Konditionen an. Allerdings gibt es inzwischen auch Ausnahmen, bei denen Ad-hoc-Preise und Vertragspreise gleich hoch sind. Immer wieder gibt es auch Sonderangebote und -Aktionen, bei denen das Ad-hoc-Laden die günstigste Variante ist. Dies gilt auch für das Laden im Ausland. Ein Vergleich vor dem Laden lohnt sich deshalb.
Ein Ladetarif mit monatlicher Grundgebühr kann sich vor allem für Fahrende lohnen, die regelmäßig öffentlich laden und häufig die Ladesäulen des jeweiligen Anbieters nutzen können. Im Gegenzug zur festen Gebühr bieten viele Anbieter günstigere Preise pro Kilowattstunde als beim spontanen Ad-hoc-Laden. Je nach Tarif und Ladeverhalten kann sich die Grundgebühr bereits nach ein bis zwei Ladevorgängen rechnen. Wer jedoch nur selten öffentlich lädt, fährt mit einem Tarif ohne monatliche Kosten häufig günstiger. Besonders für Viellader, Pendler oder Menschen ohne eigene Lademöglichkeit zu Hause kann ein Ladetarif mit Grundgebühr daher eine sinnvolle Option sein.
Eine Blockiergebühr ist eine zusätzliche Gebühr, die beim öffentlichen Laden eines Elektroautos anfallen kann, wenn das Fahrzeug nach dem Ende des Ladevorgangs weiterhin an der Ladesäule steht. Damit möchten Betreiber verhindern, dass Ladeplätze unnötig lange belegt werden und anderen Elektroautofahrenden nicht zur Verfügung stehen. Die Gebühr wird oft nach Ablauf eines festgelegten Zeitraums oder nach Abschluss des Ladevorgangs berechnet. Besonders an stark frequentierten Standorten, etwa an Schnellladern, soll die Blockiergebühr dafür sorgen, dass die Ladeinfrastruktur möglichst vielen Nutzern zugänglich bleibt. Die Blockiergebühr kann bis zu 1 Euro pro Minute betragen.
Roaming beim Laden bedeutet, dass Elektroautofahrende mit einem Ladetarif oder einer App nicht nur die Ladesäulen des eigenen Anbieters nutzen können, sondern auch die Ladepunkte anderer Betreiber. Ähnlich wie beim Mobilfunk schließen Ladeanbieter dafür gegenseitige Vereinbarungen ab. Der eigene Anbieter rechnet den Ladevorgang anschließend mit dem Kunden ab, während die beteiligten Ladeunternehmen die Kosten untereinander verrechnen. Der Vorteil: Mit einer Ladekarte oder App lässt sich eine große Zahl öffentlicher Ladepunkte nutzen, ohne bei jedem Betreiber ein eigenes Konto anlegen zu müssen. Allerdings können sich die Preise je nach Partnernetz unterscheiden. Die Ladekarte ACE e-Power bietet zum Beispiel Zugang zu mehr als 900.000 Ladepunkten in 17 Ländern Europas.
Wer regelmäßig öffentlich lädt, sollte die Preise verschiedener Ladetarife vergleichen, denn die Unterschiede können erheblich sein. Einen Überblick bieten Vergleichsportale und Lade-Apps wie Chargeprice, Moovility oder Ladefuchs, die Ladekosten an verschiedenen Standorten vergleichen und passende Tarife anzeigen. Dabei lohnt es sich, nicht nur auf den Preis pro Kilowattstunde zu achten, sondern auch mögliche Grundgebühren, Blockiergebühren, Vertragslaufzeiten und die Abdeckung des gewünschten Ladenetzes zu berücksichtigen. Besonders wer häufig unterwegs lädt, kann mit einem passenden Tarif deutlich günstiger fahren als beim spontanen Ad-hoc-Laden.
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