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Von der richtigen Flasche bis zur gesicherten Versorgung unterwegs

Kochen, Kühlen und Heizen – bei Wohnmobil und Caravan sichert Camping-Gas, ein Gemisch aus Butan und Propan, die Versorgung der elementaren Grundfunktionen. Und das überzeugend seit Jahrzehnten schon. 

Gasprüfung jetzt alle zwei Jahre

Gleichwohl erfahren die Sicherheitsparameter ständig eine Nachjustierung – immerhin besteht im Schadensfall akute Brandgefahr. Daher wurde die Pflicht zur Prüfung der Flüssiggasanlage in Wohnwagen und Wohnmobil zum Sommer 2025 wieder eingeführt, 2022 hatte man sie ausgesetzt.

 

Seither gilt: Alle zwei Jahre oder nach einer Modifikation der Gasanlage müssen Bestandfahrzeuge zur Prüfung, Neufahrzeuge erhalten ihren ersten Check beim Hersteller. Dabei überprüfen zertifizierte Sachkundige die Anlage auf Dichtigkeit, fest verbaute Geräte, wie Heizung, Herd und Kühlschrank, auf einwandfreie Funktion.

 

Ein Bestehen wird mit einer frischen Plakette am Fahrzeug sowie im gelben Prüfbescheinigungsheft dokumentiert. Das gelbe DinA5-Heft wird als Nachweis etwa bei der nächsten TÜV-Prüfung verlangt.

Campinggasflasche von oben

Bußgelder

Die Überschreitung eines fälligen Termins wird mit einer Geldbuße geahndet – bei zweimonatigem Verzug mit 15 Euro, später sind es schnell gar 60 Euro. Zudem sichert der Check die einwandfreie Funktion der Gasanlage und sorgt damit für zusätzliche Entspannung im Urlaub.

 

Darüber hinaus verlangen auch immer mehr Campingplätze, gerade größere Anlagen, beim Check-in einen gültigen Nachweis. Nicht nur in Deutschland – oft auch in der Schweiz oder in Österreich. Neben den großen Prüforganisationen, wie TÜV und DEKRA, bieten auch viele Freizeitmobil-Partner diese Art der Prüfung an. Sie dauert 20 bis 45 Minuten und kostet etwa 40 bis 80 Euro

Kontrollieren sollten man im Vorfeld das Alter von Gasdruckregler nebst zugehörigem Schlauch – beide müssen im Zehn-Jahres-Turnus gewechselt werden. Dabei gilt nicht der Tag der Installation, sondern das Herstellungsdatum, das auf den Bauteilen vermerkt ist. Zudem sollte die zur Prüfung mitgenommene Gasflasche gefüllt und vorschriftsmäßig montiert sein.

 

Übrigens: Gasgrills oder Kartuschenkocher, die im Freizeitfahrzeug transportiert werden, sind von der Prüfpflicht ausgenommen.

Gasflasche: Leihen oder Kaufen, Stahl oder Aluminium?

Auch die Gasflasche selbst unterliegt einer Prüfpflicht: Sie muss alle zehn Jahre kontrolliert werden, der nächste Termin ist in den Griff eingeprägt. Campinggasflaschen fassen in der Regel 5 oder 11 Kilo, sind grau lackiert mit einem roten Ring am Boden. Sie können käuflich erworben und dann deutschlandweit etwa bei Camping-Zubehörhändlern, Baumärkten aber auch manch Tankstelle getauscht oder befüllt werden. 

Die Alternative: rote lackierte Pfandflaschen. Hier wird nur ein Pfand hinterlegt, den man bei der Rückgabe erstattet bekommt. Die Preise für die Füllung gleichen denen der Eigentumsflaschen. Nachteil: Die Pfandflasche lässt sich nur beim jeweiligen Anbieter tauschen.

Eine Spezialität ist die Eigentumsflasche aus Aluminium, die deutlich mehr kostet als die zuvor erwähnten Pendants aus Stahl. Ihr Vorteil: Sie bringt nur etwa die Hälfte deren Gewichts auf die Waage. Das kann bei knapper Zuladung im Wohnmobil, besonders aber zur Verringerung des Deichselgewichts beim Caravan ein Rettungsanker sein, sollte die Stützlast kritisch ausfallen. Bei den üblichen zwei 11-Kilo-Gasflaschen lassen sich damit leicht 13 Kilo Gewicht einsparen.

Campinggas

Auch die Gasflasche selbst unterliegt einer Prüfpflicht: Sie muss alle zehn Jahre kontrolliert werden, der nächste Termin ist in den Griff eingeprägt. Campinggasflaschen fassen in der Regel 5 oder 11 Kilo, sind grau lackiert mit einem roten Ring am Boden. Sie können käuflich erworben und dann deutschlandweit etwa bei Camping-Zubehörhändlern, Baumärkten aber auch manch Tankstelle getauscht oder befüllt werden. 

Die Alternative: rote lackierte Pfandflaschen. Hier wird nur ein Pfand hinterlegt, den man bei der Rückgabe erstattet bekommt. Die Preise für die Füllung gleichen denen der Eigentumsflaschen. Nachteil: Die Pfandflasche lässt sich nur beim jeweiligen Anbieter tauschen.

Eine Spezialität ist die Eigentumsflasche aus Aluminium, die deutlich mehr kostet als die zuvor erwähnten Pendants aus Stahl. Ihr Vorteil: Sie bringt nur etwa die Hälfte deren Gewichts auf die Waage. Das kann bei knapper Zuladung im Wohnmobil, besonders aber zur Verringerung des Deichselgewichts beim Caravan ein Rettungsanker sein, sollte die Stützlast kritisch ausfallen. Bei den üblichen zwei 11-Kilo-Gasflaschen lassen sich damit leicht 13 Kilo Gewicht einsparen.

Campinggas

Campinggas Campingküche

Alternativen

Noch teurer sind Gasflaschen, die mit Autogas („LPG“) befüllt werden können – so genannte Tankflaschen. Diese müssen ortsfest im Gaskasten fixiert werden und können direkt oder via Außenanschluss befüllt werden. In der Zukunft soll dieser Außenanschluss verpflichtend werden. Das Befüllen mit LPG spart bei jedem Tankvorgang, ist der doch preiswerter als das Befüllen mit Campinggas (Tauschflasche tauschen: etwa 35 Euro, Tankflasche selbst befüllen: etwa 25 Euro). Der Vorteil liegt jedoch auch darin, dass die Tankflasche in der Regel rund um die Uhr und auch an Feiertagen befüllt werden kann. Vorsicht: Manche Prüfstellen verweigern ihre Abnahme genauso wie LPG-Tankstellen ihr Befüllen. Grundsätzlich dürfen nur Gasflaschen selbst befüllt werden, wenn sie fest mit dem Fahrzeug verbunden sind. Auch die Tankflasche gibt es wahlweise aus leichtem Aluminium oder – etwas günstiger – aus Stahl gefertigt.

 

Der Königsweg für Wohnmobilisten: die Installation eines Gastanks unterflur. Er sichert gerade auf langen Reisen die Autarkie, kann zudem europaweit problemlos an LPG-Tankstellen aufgefüllt werden. Allerdings ist sein Einbau klar ein Fall für die Fachwerkstatt, die Kosten dafür fallen vierstellig aus. Der Fachhandel hält ein breites Sortiment unterschiedlicher Volumina bereit – von etwa 20 Liter bis zu deren 120 ist so ziemlich alles möglich. In der Regel aber werden Tanks mit 40 bis 60 Litern Inhalt installiert. Achtung: Gastanks lassen sich nur zu 80 Prozent füllen, der verbleibende Raum dient als Ausdehnungspuffer – ein Sicherheitsfeature. Ein 50-Liter-Tank fasst daher rund 40 Liter LPG, das entspricht etwa 20 Kilo Gas. Damit kann der 50-Liter-Tank pi mal Daumen zwei 11-Kilo-Gasflaschen ersetzen. Und: Im Gegensatz zum fest verbauten Gastank muss die lediglich im Fahrzeug fixierte Tankflasche nicht vom TÜV abgenommen werden – solange ihre Installation nach Herstellervorgaben erfolgte.

Doch auch ohne Gastank sind längere Auslandsaufenthalte problemlos möglich – nur eben nicht ganz so komfortabel. Für den dreiwöchigen Spanienurlaub im August, bei dem die Gasheizung sicher nicht zum Einsatz kommt, reicht in der Regel das Mitführen einer zweiten 11-Kilo-Flasche, um Kühlschrank und Herd zu versorgen. Die kann zudem in vielen EU-Ländern wieder befüllt werden. Andere Länder setzen spezielle Füll-Adapter voraus, die für wenige Euro im Zubehör erhältlich sind. Dabei sollte man gleich einen ähnlich günstigen Entnahme-Adaptersatz erwerben, der die Installation von Fremdgewinde-Flaschen am eigenen Gasdruckregler erlaubt. Damit umgeht man den Frust, sollte die deutsche Flasche doch nicht im Urlaubsland befüllt werden können. Und: Auch bei den ausländischen Flaschen gibt es meist die Option zum Kaufen oder Leihen. Prüfen sollte man so oder so aber vorab ihre Abmessungen, da diese oft von hiesigen Flaschen abweichen.

Campinggas Adapter

Ein probate Alternative kommt aus Frankreich: die blaue Flasche von Campingaz. Diese ist fast weltweit verfügbar, zudem bei vielen Campervans standardmäßig an Bord – etwa beim California von Volkswagen. Es gibt die Kaufflaschen in unterschiedlichen Größen, am sinnvollsten für den Einsatz hier sind sicher die Varianten mit 1,8 beziehungsweise 2,75 Kilo Gas.

 

Übrigens: Campingaz verwendet reines Butan. Und ist um ein Vielfaches teurer als Campinggas, erst recht im Vergleich zu Autogas. Längerfristig damit zu Heizen wäre unrentabel, doch zum Kochen und Kühlen oder als Notnagel taugt die blaue Flasche allemal. Unbedingt erforderlich aber ist ein dazugehöriges Entnahmeventil zum Anschluss der Campingaz-Flasche am Druckregler, alternativ sind auch spezielle Regler mit integriertem Absperrhahn erhältlich.

Campinggas Campingaz

Sicherheit während der Fahrt

Wie sieht es während der Fahrt aus – darf die Gasanlage dabei weiterhin in Betrieb sein? Schließlich kühlt ein Absorber-Kühlschrank mit Gas ungleich besser als im 12-Volt-Betrieb. Zudem erreicht die Heizanlage des Verbrennungsmotors manches Reisemobils nur die beiden vorderen Passagiere.

 

Keine Sorge: Kühlschrank als auch Heizanlage dürfen während der Fahrt mit Gas betrieben werden. Allerdings müssen dazu bei Fahrzeugen ab Baujahr 2007 eine Schlauchbruchsicherung als auch ein Crashsensor installiert sein. Der unterbricht im Falle eines Unfalls die Gaszufuhr zuverlässig – um die schwerwiegende Folgen einer abgerissenen Gasleitung zu verhindern. Aktuelle Systeme arbeiten via federbelastetem Ventilsystem rein mechanisch. Das innovative Safedrive-System von GOK etwa lässt sich besonders einfach installieren: Es ersetzt den regulären Druckregler direkt an der Gasflasche. 

Gasfreie Camper

Aktuell gibt es einen Trend zu gasfreien Freizeitmobilen. Warum? Viele Nutzer haben trotz der äußerst geringen Zahl an Unfällen bei einer Gasanlage ein ungutes Gefühl, andere nervt ihr Handling – wie der Flaschentausch oder die Prüfpflicht. Auch wird oft der Platzbedarf einer Gasanlage ins Feld geführt, gerade von Fans kleiner Campervans. Nicht zuletzt aber ist Campinggas auch ein fossiler Energieträger, belastet bei seiner Verbrennung die Umwelt entsprechend. 

Campervans nutzen häufig eine Diesel-Standheizung zum Heizen – damit fällt der größte Gasverbraucher, die Gas-Heizung, raus. Für Kochen und Kühlen reicht dann eine entsprechend kleine Gasflasche. 

Wird konsequent auf Campingplätzen übernachtet, so kann der Gasherd auch durch eine Induktionsplatte ersetzt werden, die Standheizung durch einen elektrischen Heizlüfter. Jeder Absorber-Kühlschrank läuft sowieso auch mit 230 Volt.

 

Mit entsprechend groß dimensionierten Akkus, bestenfalls einer PV-Anlage und einem Inverter klappt das alles auch abseits vom Landstromanschluss, doch ist das Thema – schon aufgrund seiner Kosten – in der Regel Expeditionsfahrzeugen vorbehalten. 

 

Gleiches gilt für Brennstoffzellen, die mit Ethanol betrieben werden. Diese liegen preislich weit im vierstelligen Bereich, zudem ist das nötige Ethanol ein Vielfaches teurer als Autogas. 

 

Gerade im Segment der Campervans gibt es immer mehr Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die mit ihren großen Fahrstrom-Batterien die besten Voraussetzungen mitbringen, Campinggas zu ersetzen. 

Nicht unerwähnt bleiben sollen Nischenprodukte wie Spiritus-, Petroleum- oder Kraftstoff-Kocher, sowie Holz- oder Pellet-Heizungen. Jedoch sind all diese Lösungen weniger für die breite Masse tauglich. 

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