THG-QUOTE

Geld verdienen mit dem E-Auto 

Jetzt mit reinem E-Auto mehrere Hundert Euro sichern

Seit Anfang 2022 können Privatpersonen die von ihnen eingesparten CO2-Emissionen über ihren THG-Quotenschein in bares Geld ummünzen. Besitzerinnen und Besitzer von reinen E-Autos können den THG-Quotenschein über Zwischenhändler an Mineralölunternehmen verkaufen. Denn diese müssen die von ihnen verursachten Emissionen mit einer Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote) ausgleichen. Pro Fahrzeug sind bis voraussichtlich 2030 einmal jährlich bis zu 400 Euro drin. Die Zwischenhändler kaufen die Quoten von Privatpersonen auf und veräußern diese gebündelt an die Mineralölunternehmen weiter. Der Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt und kann schwanken, langfristig soll er aber steigen.

THG-Quote

Die Treibhausminderungsquote (THG-Quote) gibt es bereits seit 2015. Als marktbasiertes Klimaschutzinstrument soll sie im Rahmen des Klimaschutzgesetzes die Mineralölwirtschaft dazu bewegen, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen.

Wie kann ich meine THG-Quote verkaufen?

Als Besitzerin oder Besitzer eines reinen E-Autos müssen Sie sich lediglich einen Zwischenhändler aussuchen und diesem Ihre Zulassungsbescheinigung als digitale Kopie zukommen lassen. Der Zwischenhändler unternimmt dann alle weiteren Schritte. Die THG-Quote kann pro Fahrzeug nur einmal jährlich beansprucht werden. Das gilt auch beim Kauf eines Gebrauchtwagens, hier kann bereits der Vorbesitzer kassiert haben. Auch gut zu wissen: Die Summe kann nur der Fahrzeughalter selbst erhalten.

Bis wann muss ich die THG-Quote beantragen?

Sie haben als E-Auto Besitzerin oder Besitzer noch bis Ende 2022 Zeit, sich den für Sie passenden Zwischenhändler herauszusuchen. Sie können sich bei der Auswahl des passenden Angebots also ruhig Zeit lassen.

Die Konditionen der einzelnen Zwischenhändler sind sehr unterschiedlich. Zum einen gibt es Zwischenhändler mit Fixpreisen, andere nutzen Flexpreis-Modelle. Letztere setzen auf die beim THG-Quotenhandel üblichen Marktschwankungen und versprechen einen höheren Preis als zum Angebotszeitpunkt. Allerdings kann der Preis zum tatsächlichen Zeitpunkt des Verkaufs dann auch deutlicher niedriger sein als zum Zeitpunkt des Angebots. Zudem ist dieser Preis für Sie als Verbraucher nicht transparent – das Ganze ist also Vertrauenssache. Bei einem Zwischenhändler mit Fixpreisen können Sie sich dagegen auf einen festen Preis verlassen.

ACE-Tipp: Ideal sind Angebote, die eine Mindestauszahlung garantieren und über die Marktschwankungen noch einen möglichen Bonus bieten. Unter diesem Link finden Sie ein laufend aktualisiertes Verzeichnis von Zwischenhändlern für die THG-Quote.

Was muss ich bei der Auswahl des THG-Quoten-Zwischenhändlers noch beachten?

Experten gehen davon aus, dass der Preis für die THG-Quoten in den nächsten Jahren noch weiter steigen wird. Der ACE warnt daher vor Verträgen mit Festbeträgen und mehrjährigen Laufzeiten – es lohnt sich, jährlich aufs Neue das beste Angebot für sich rauszusuchen. Zudem sollte der Zwischenhändler die Höhe seiner Provision transparent darstellen oder diese zumindest auf Nachfrage mitteilen.

Ist die Prämie aus der THG-Quote steuerfrei?

Prämien aus dem THG-Quotenhandel sind nach derzeitigem Rechtsstand gemäß Paragraph 22 Abs. 3 Einkommensteuergesetz bis zu einer Freigrenze von 256 Euro steuerfrei. Wird dieser Betrag überschritten, unterliegt die Prämie voll der persönlichen Steuerpflicht. Der ACE empfiehlt Ihnen als Antragsstellenden, sich rund um alle steuerlichen Fragestellungen von einer fachlich geeigneten Person, beispielsweise einem Steuerberater oder eine Steuerberaterin, beraten zu lassen, um eine individuelle steuerliche Beurteilung vorzunehmen.

Interessante Links zur THG-Quote

Die THG-Quote basiert auf einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2018. Mehr zum umweltpolitischen und gesetzlichen Hintergrund finden Sie auf der Website des Umweltbundesamtes (UBA). Das UBA hat zudem einen umfassenden FAQ-Katalog zum Thema THG-Quote veröffentlicht.
 

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