Jemand tankt an der Tankstelle
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Rund ums Tanken

Hier finden Sie alles zum Thema Tanken – egal ob Gas, Strom, Benzin oder Diesel. Sie möchten Sprit sparen? Wir haben für Sie verschiedene Fahr- und Spar-Tipps zusammengestellt. Suchen Sie eine Alternative zu Benzin und Diesel? Dann informieren Sie sich hier zum Thema Gasantrieb.

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Wir geben Ihnen nützliche Tipps worauf Sie beim Kauf eines Neuwagens oder eines Gebrauchten achten sollten.

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Vignette FAQ

Sie fahren in den Urlaub und brauchen eine Vignette? Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

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Alternative Kraftstoffe

Angesichts von hohen Spritpreisen steigt die Nachfrage nach alternativen, günstigeren Kraftstoffen.

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Autogas, auch LPG genannt, ist ein unter niedrigem Druck verflüssigtes Gasgemisch, das ein Nebenprodukt bei der Erdöl bzw. Erdgas-Gewinnung ist. Der Speicherdruck beträgt ca.10 bar. Der Tankbehälter wird in der Reserveradmulde untergebracht. Die technischen Änderungen im Motorumfeld sehen ähnlich wie beim Erdgas aus. Mit einer Investition ab ca. 1.500- 2.700 Euro je nach Motorvariante sollte gerechnet werden.

Grundsätzlich muss bei LPG mit einem volumetrischen Mehrverbrauch von ca. 15 % bis 20 % gerechnet werden. Dies hängt damit zusammen, dass der Energieinhalt von Autogas bezogen auf das Volumen ca. 25 % unter dem von Benzin liegt. Der Mehrverbrauch ist also kein Energiemehrverbrauch. Ganz im Gegenteil. Messungen zeigen, dass der spezifische Energieverbrauch bei Autogasfahrzeugen sogar etwas unter dem von Benzinfahrzeugen liegt. Dies setzt natürlich den Einsatz einer modernen und gut funktionierenden Autogasanlage voraus.

Bei Erdgasanlagen wird der "Kraftstoff" im Tank bei 200 bar gespeichert. Ein Kilo des bei uns üblichen H-Gases entspricht etwa 1,5 Liter Super und 1,3 Liter Diesel.

Am Benzinmotor wird eine spezielle Gaseinspritzanlage nachgerüstet. Dazu kommen noch Regelventile und elektronische Bauteile. Der Tank muss sehr groß dimensioniert sein, dadurch reduziert sich das Ladevolumen im Kofferraum erheblich. Die Nachrüstkosten beginnen hier bei knapp unter 4.000 Euro, können sich aber reduzieren, sofern die lokalen Energieanbieter (z.B. Stadtwerke) einen Zuschuss gewähren.

Beim Elektroantrieb wird elektrische Energie in mechanische Bewegungsenergie umgewandelt. Das ist leise und umweltfreundlich. Da ein Elektroauto keinen Verbrennungsmotor hat, entfallen diese Emissionen, was ein großer Pluspunkt bei der aktuellen Feinstaubdebatte in Städten ist.

Der Anschaffungspreis liegt deutlich über dem eines Autos mit Verbrennungsmotor. Doch E-Fahrzeuge verursachen weniger Betriebskosten, und sie sind wartungsarm. Wer in einem Elektrofahrzeug unterwegs ist muss die Reichweite und die nächsten Elektrotankstellen im Blick behalten.

Meistens werden große Limousinen und SUV mit diesem Technik-Mix aus Hybrid- und E-Antrieb ausgestattet. Plug-in-Hybride fahren rein elektrisch, aber meist nur rund 50 km. Dann fährt man mit dem normalen Verbrennungsmotor weiter.

Wer den hohen Anschaffungspreis über die Betriebskosten reinfahren will, muss regelmäßig Strom tanken, und das möglichst umsonst. Dann kann man aber gleich ein rein elektisch fahrendes Auto kaufen. Wer hingegen Benzin tankt, fährt den E-Motor und den schweren Akku unnötig durch die Gegend.

Sprit sparen – verschiedene Möglichkeiten

Hohe Benzinpreise machen Autofahren immer teurer. Kraftstoff und damit Geld sparen lässt sich durch eine angepasste Fahrweise. Wenn Sie den Durchschnittsverbrauch Ihres Autos durch umsichtigeres Fahren um nur einen Liter pro 100 Kilometer senken, kommen Sie bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von ca. 15.000 Kilometern im Jahr auf eine jährliche Ersparnis von 150 Litern. Wir haben Ihnen unsere Fahr- & Spar-Tipps zusammengestellt.

Sprit sparen: was Sie schon vor der Fahrt tun können

  • Regelmäßig den Kofferraum zu entrümpeln wirkt wahre Wunder: 20 Kilogramm weniger an Bord senken bei einem modernen Fahrzeug den Verbrauch um 0,2 Liter pro 100 Kilometer.
  • Ungenutzte Dachgepäckträger für den Transport von Fahrrädern, Ski oder Surfbrettern gehören in den Keller, nicht aufs Auto.
  • Verschmutzte Luft- und Ölfilter rechtzeitig austauschen. Das erhöht die Lebensdauer des Motors.
  • Ein verstopfter Luftfilter führt mitunter auch zu höherem Verbrauch, kontrollieren lassen.
  • Mit Leichtlauf-Motoröl lässt sich ebenfalls Spritsparen. Das Sparpotenzial liegt je nach Betriebsbedingung zwischen 2% und 6%.
  • Von Ölzusätzen wird abgeraten, da in keinem Fall ein Spareffekt nachgewiesen werden konnte.
  • Zu wenig Luft in den Reifen kann den Spritverbrauch deutlich anwachsen lassen. Nur 0,5 bar im Reifen weniger, als der Hersteller angibt, und der Kraftstoffverbrauch steigt um rund fünf Prozent.
  • Regelmäßig, spätestens bei jedem zweiten Tankstopp, den Reifendruck prüfen.
  • Zu geringer Reifendruck wirkt sich ungünstig auf das Fahrzeughandling und den Bremsweg aus.
  • Beim Einkauf Leichtlauf- oder Energy-Reifen wählen.
  • Einmal jährlich einen Service durchführen oder die Motoreinstellung überprüfen lassen.

Beim Drehen des Zündschlüssels Fuß vom Gaspedal! Nach dem Motorstart sofort losfahren, nur so erreichen Motor und Katalysator schnell ihre Betriebstemperatur.

    Klimaanlage und Sprit sparen

    • Vor dem Losfahren alle Türen öffnen und den Wagen gut durchlüften lassen. 
    • Beim Losfahren die Fenster und eventuell das Schiebedach öffnen und nach gut drei Minuten wieder schließen.
    • Wenn der Motor gestartet ist, die Klimaanlage auf die niedrigste Temperatur stellen und das Gebläse voll aufdrehen.
    • Nachdem Sie losgefahren sind, stellen Sie die Klimaanlage so ein, dass sie keine Luft mehr von außen ansaugt. Dadurch kühlt die Luft im Auto schneller ab.
    • Ein paar Minuten später stellen Sie den Klimaregler auf 20 bis 22 Grad ein.
    • Wenn diese Temperatur erreicht ist, lassen Sie wieder Luft von außen ins Auto: Die Gebläsedüsen sollten völlig geöffnet sein.

    Egal ob Climatronic, Thermatic oder Automatic Climate Control – eine angenehme Atmosphäre ist uns Einiges wert. Bei eingeschalteter Klimaanlage verbraucht ein Auto nämlich mehr Sprit. Und eine falsch eingestellte Klimaanlage kann bis zu zwei Liter Benzin pro 100 Kilometer schlucken.

    Aber auch ständig geöffnete Fenster sind weder billiger noch umweltfreundlicher als die Klimaanlage: Sie erhöhen den Luftwiderstand so stark, dass das Auto noch mehr Sprit braucht.

    Sprit sparen während der Fahrt

    Schalten Sie Ihren Motor an Ampeln oder im Stau aus: Moderne Motoren entwickeln nachweislich schon bei Abschaltzeiten unter zehn Sekunden ein deutliches Einsparpotenzial – sowohl beim Spritverbrauch als beim Schadstoffausstoß. "Motor aus" beim Halten an den speziell gekennzeichneten Umweltampeln, an geschlossenen Bahnübergängen und im Stau.

    Die wichtigste Grundregel lautet hierbei: frühzeitig hochschalten! Der erste Gang sollte nur zum Anrollen, maximal aber eine Fahrzeuglänge lang genutzt werden. Ab 25 km/h sollte bereits der dritte, ab 50 km/h obligatorisch der fünfte Gang eingelegt sein. Wichtig ist, stets im höchstmöglichen Gang bei niedriger Drehzahl zu fahren – allerdings ohne dass der Motor ruckelt.

    Das Motto sollte lauten: „Gleichmäßig und vorausschauend fahren": Sich dem allgemeinen Tempo anpassen, die so genannten "Grünen Wellen" nutzen, rechtzeitig vom Gas gehen und möglichst nicht unnötig bremsen. Ob vor Ampeln und Kreuzungen – lassen Sie den Gang drin, kuppeln aber auf den letzten 20 bis 30 Metern vor dem Halten aus. Diese Praxis eignet sich bei allen Fahrzeugen, unabhängig davon, ob sie über eine so genannte Schubabschaltung verfügen oder nicht. Bei modernen Pkws wird dann die Kraftstoffeinspritzung völlig eingestellt; der Spritverbrauch liegt in diesem Moment bei null.

    Sprit sparen bei voller Fahrt? Der Trick: eine möglichst konstante Geschwindigkeit. Wenn Sie eine halbe Stunde Tempo 100 und eine weitere halbe Stunde Tempo 160 fahren, legen Sie im Schnitt 130 Kilometer zurück. Sie verbrauchen aber unterm Strich weit mehr Sprit, als wenn Sie eine Stunde lang Tempo 130 einhalten. Wir empfehlen Ihnen allerdings, lieber mit "sparsamen" 110 km/h statt 130 oder 150 km/h auf den Autobahnen unterwegs zu sein. Der angeblich große Zeitgewinn bewegt sich auf einer Strecke von 100 Kilometern tatsächlich nur in einem kleinen Korridor von wenigen Minuten.
    Natürlich muss es aller Sparsamkeit zum Trotz hin und wieder auch einmal schneller vorangehen. In diesem Fall empfiehlt der ACE, mindestens 20 Prozent unter der Höchstgeschwindigkeit des Autos zu bleiben. Denn wenn Sie dem Motor das letzte Quäntchen Leistung abverlangen, treiben Sie auch den Spritverbrauch in schwindelerregende Höhen.

    Bei schneller Fahrt heißt die Devise: Luken dicht. Geöffnete Fenster verbrauchen indirekt mehr Sprit.

    Nach dem Anfahren schnell beschleunigen und mit niedrigen Drehzahlen die gewählte Geschwindigkeit beibehalten. Eine Motordrehzahl von 2.000 Umdrehungen im Stadtverkehr reicht aus.

    Bei einem Pkw mit Automatikgetriebe gilt eine andere Strategie als bei Pkw mit Schaltgetriebe. Schnelles Gasgeben treibt den Verbrauch unnötig in die Höhe. Bei einer Automatik darf der Fahrer nur moderat Gas geben, um hohe Drehzahlen zu vermeiden. Nach Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit kann der Gasfuß kurz gelupft werden, da die Automatik in den höchstmöglichen Gang schaltet. Für eine sparsame Fahrweise beim Automatik ist "D" angesagt. Auch das Rollen in der Stellung "N" ist nicht sinnvoll, da damit die Schubabschaltung bei niedriger Derehzahl verhindert wird.

    Wenn das Fahrzeug einen Tempomat hat, sollte dieser zum gleichmäßigen Fahren genutzt werden. Mit einem Tempomat kann die Geschwindigkeit konstant gehalten werden. Dieser sollte jedoch nur auf Autobahnen oder ebenen Straßen verwendet werden.

    Ein Auto parkt im Winter an einem See
    © Emmerling / ACE

    Tipps zum Spritsparen im Winter

    • Auto nicht im Stand warmlaufen lassen, sondern gleich losfahren. Dadurch wird das Auto schneller warm. Im warmen Zustand ist der Verbrauch geringer.
    • Zu Beginn der Fahrt, wenn das Auto noch nicht warm ist, sollten Sie möglichst im kleineren Drehzahlenbereich fahren und nicht zu stark beschleunigen.
    • Sitz- und Heckscheibenheizung sollten nur so lange wie nötig benutzt werden, da sie den Spritverbrauch erheblich erhöhen.
    • Vermeiden Sie unnötigen Balast wie bspw. ungenutzte Dachgepäckträger, da diese das Gewicht der Fahrzeugs erhöhen und somit mehr Sprit verbraucht wird.
    • Lassen Sie Ihren Motor regelmäßig warten und überprüfen Sie den Reifendruck. Die Verwendeung von Leichtlaufölen kann sich ebenfalls positiv auf den Spritverbrauch auswirken.