Eine Gruppe von Motorradfahrern machen einen Ausflug auf einer Landstraße zwischen Feldern.

MOTORRAD FAHREN

Gut und sicher durch das Jahr mit den Motorrad-Tipps vom ACE.

Mit dem Bike sicher unterwegs

Motorradfahren verlernt man zwar nicht, nach monatelanger Abstinenz gilt es aber langsam anzufangen. Reflexe und Fahrtechnik haben unter der Winterpause gelitten. Auch Streckenführung und Straßen­belag könnten sich geändert haben. Vorsicht ist besonders auf kleinen Landstraßen geboten, wo Frostschäden und Ausbesserungen die Griffigkeit des Asphalts oft beeinträchtigen.

Wir, der ACE, bieten Fahrsicherheitstrainings für Motorradfahrer für Gruppen und Vereine an. Bringen Sie Ihren ganzen Motorrad-Club einfach mit, um gemeinsam mit viel Spaß für den Start in die neue Saison zu trainieren.

Gut durch den Herbst mit dem Motorrad

Straße im Herbst von Bäumen gesäumt mit heruntergefallenem Herbstlaub.
© pics - Fotolia

Auch der Herbst hat seine schönen Seiten und macht genauso viel Lust auf eine Ausfahrt. Worauf man dabei jetzt aber besonders achten sollte, zeigt dieser Ratgeber. Wer zeitlich nicht von Saisonkennzeichen abhängig ist, sollte sich auch die zweite Jahreshälfte auf zwei Rädern nicht entgehen lassen. Wenn die die Sonne tiefer steht und die Tage kürzer werden, werden die Blätter der Bäume bunt. Ein Naturschauspiel, das man wunderbar auf Ausfahrten mit dem Motorrad oder dem Roller genießen kann. Bei aller Freude über die schöne Natur und die mittlerweile wieder angenehmeren Temperaturen unter der Schutzkleidung sollte jedoch einiges nicht außer Acht gelassen werden. Der Herbst bedarf einer größeren Aufmerksamkeit des Motorradfahrenden, er belohnt aber auch mit seinem einzigartigen Charme.

Auf dem Motorrad sicher unterwegs bei Starkregen und Gewitter

Bei Gewitter mit dem Motorrad unterwegs zu sein birgt besondere Gefahren: Aquaplaning, schlechte Sicht und drohender Blitzeinschlag können lebensgefährlich sein. Wir raten Motorradfahrenden eindringlich dazu, bei sehr schlechtem Wetter den Fahrtantritt zu verschieben oder die Fahrt so lange zu unterbrechen, bis sich die Wetterbedingungen gebessert haben.

Bei Starkregen unbedingt Tempo drosseln, nicht plötzlich beschleunigen und nicht abrupt bremsen. Bei Gewitter ist es am sichersten, die Fahrt zu unterbrechen und einen Parkplatz aufzusuchen. Dann in einem Abstand von mehr als 10 m Schutz suchen. Bis zum Erreichen eines sicheren Parkplatzes sollten exponierte Stellen und die Nähe zu Bäumen und Masten vermieden werden.

Autos und ein Motorrad im Herbst bei Regenwetter auf der Autobahn.
©Christian Müller - stock.adobe.com

Technik-Check

Sein Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand zu halten ist das ganze Jahr über wichtig. In der dunklen Jahreshälfte ist das Überprüfen aber besonders notwendig. Folgende Fragen sollten vor jeder Ausfahrt unbedingt mit einem Ja beantwortet werden können:

  • Funktioniert die Lichteinheit, bestehend aus Abblendlicht, Fernlicht und Rücklicht, einwandfrei?
  • Ist das Licht richtig eingestellt?
  • Funktioniert das Bremslicht, betätigt durch Vorderrad- und Hinterradbremse?
  • Funktionieren alle Blinker, vorne und hinten?
  • Haben die Reifen noch genügend Profil?
  • Stimmt der Luftdruck in den Reifen mit den empfohlenen Werten überein?
  • Ist genügend Bremsbelag vorhanden?
  • Stimmt die Kettenspannung?
  • Sind alle Flüssigkeitsstände im grünen Bereich? (Öl, Kühlflüssigkeit, Kupplungsflüssigkeit, Bremsflüssigkeit)
  • Ist die Batterie noch stark genug?

Motorradmessen

Aufgrund der aktuellen Lage wurden viele Messen abgesagt.

Sicherheit im Herbst

Besonders wichtig: Pflege und Reinigung des Visiers. Die tief stehende Sonne zaubert zwar eine wunderbare Lichtstimmung aufs Land, für den Straßenverkehr kann das aber auch gefährlich sein. Fährt man der Sonne entgegen, blendet sie und verhindert eine klare Sicht nach vorn. Entgegenkommender Verkehr oder die vor einem liegende Strecke sind nur schwer zu erkennen. Kommt beim Motorrad- oder Rollerfahrenden noch ein verkratztes Visier hinzu, ist die Sicht gleich null. Die Pflege und Reinigung des Visiers ist also immens wichtig.

Sonnenvisier hilft bei tiefstehender Sonne zusätzlich. Die Autofahrer bedienen sich bei Gegenlicht einfach einer Sonnenbrille. Für Motorradfahrerinnen und -fahrer sind dagegen im Helm integrierte Sonnenvisiere von Vorteil. Sie können bei wechselnden Lichtverhältnissen leichter wieder weggeklappt werden. Trotz der innenliegenden Position braucht das Sonnenvisier Pflege. Nach geraumer Zeit legt sich oft ein Grauschleier auf das getönte Visier. Somit entsteht fast der gleiche negative Sicht-Effekt wie bei blendendem Gegenlicht. Vor der Fahrt ist es ratsam, auch das Sonnenvisier zu überprüfen und wenn nötig noch einmal zu reinigen. Für alle Visiere eignet sich ein feuchtes Zellstofftuch. Nach kurzer Einwirkzeit lassen sich Insektenreste und Schmutz ganz leicht entfernen.

Mit dem Doppelvisier gegen beschlagenes Visier. Im Herbst ist vor allem morgens und abends eine erhöhte Luftfeuchtigkeit möglich, die das Visier beschlagen lässt. Mit einem doppelten Scheibensystem kann dem am besten vorgebeugt werden. Die Luftschicht zwischen den Visierscheiben verhindert dann das Beschlagen weitestgehend. Viele Helme, die nicht ab Werk mit einem Doppelvisier ausgestattet sind, haben das Hauptvisier trotzdem schon für eine Nachrüstung vorbereitet.

Kontrolle der Lichtanlage für gute Sicht und Sichtbarkeit. Wer ausgiebige Fahrten genießt, kommt schnell mal in die Abendstunden und das bedeutet im Herbst eine relativ plötzlich einsetzende Dunkelheit. Hier wird eine Lichtmaschine wichtig.

Für Motorradfahrende gilt ja sowieso eine permanente Lichtpflicht, doch Hand aufs Herz: Wer schaut schon vor jeder Fahrt nach der korrekten Funktionsfähigkeit aller Einheiten, wie Abblendlicht, Fernlicht, Rücklicht, Bremslicht und Blinker? Ratsam ist es allemal, denn alle zusammen beeinflussen nicht nur die eigene Sicht, sondern auch ganz erheblich die Sichtbarkeit.

Aufällige Reflektoren an der Kleidung für eine bessere Sichtbarkeit. Viele Unfälle passieren durch ein Übersehenwerden. Frei nach dem Motto "Sehen und gesehen werden" sollte auch die Motorradkleidung so auffällig wie möglich sein. Sowohl Reflektoren als auch besondere Farben können dabei helfen, schon früh von den anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden. Auch wenn man damit keinen Schönheitswettbewerb gewinnt, das Tragen einer Warnweste ist besonders in der dunklen Jahreszeit von Vorteil. Wer sie nicht gerne trägt, sollte für den Fall der Fälle zumindest eine dabei haben, denn die Vorstellung, womöglich mit einer Panne unbeleuchtet am dunklen Straßenrand zu stehen, ist nicht schön. Neongelbe Helmbeutel mit Aufdruck machen es auch Zweiradfahrern möglich, immer eine Form von Warndreieck dabeizuhaben.

Motorradkluft: Warmes Innenfutter gegen Kälte. Da der Sonnenuntergang, neben dem schwindenden Licht, auch fallende Temperaturen bedeutet, ist es jetzt mal wieder an der Zeit, in die Untiefen des Schrankes einzutauchen und das warme Innenfutter der Motorradkluft herauszusuchen. Idealerweise ist die Kombi auch wasserdicht. Ein überraschender Regenschauer kann schnell kommen und feuchte Kleidung bei Fahrtwind kann sehr unangenehm sein. Damit schwindet die hundertprozentige Konzentration, die auf nassen und rutschigen Fahrbahnen dringend notwendig ist.

Längerer Bremsweg, Erntemaschinen und Wildwechsel. Auch auf vermeintlich trockenen Fahrbahnen ist Vorsicht geboten. Heruntergefallene Blätter können Feuchtigkeit länger speichern und bilden einen rutschigen Untergrund. Auch der Dreck von Feldern kann diesen Effekt haben. Herbst ist Erntezeit. Als deutlich schnellerer Verkehrsteilnehmer muss man daher vermehrt mit langsamen Erntemaschinen rechnen, die von Feldwegen auf die Straße abbiegen. In der Konsequenz sollte jeder Zweiradfreund geringere Geschwindigkeiten und eine permanente Bremsbereitschaft an den Tag legen. Wegen der Wildwechsel ist eine vorausschauende Fahrweise ohnehin sehr sinnvoll, denn Bremszeiten und -wege können länger ausfallen als sonst. Ursache sind die niedrigeren Temperaturen, durch die die Reifen langsamer auf ihre Betriebstemperatur kommen und unter Umständen weniger gut auf der Straße haften. Deshalb sollten jetzt auch die geliebten Schräglagen eher moderat ausfallen.

Ausstattungs-Check

Im Herbst spielt auch die Ausstattung des Motorradfahrenden für Sicherheit und Komfort eine wichtige Rolle. Diese Fragen sollten Sie sich deshalb vor herbstlichen Ausfahrten stellen:

  • Ist die Schutzkleidung noch intakt oder fehlen Protektoren, Innenfutter, Nähte...?
  • Verfügt die Kluft über Reflektoren und fallen diese genug auf?
  • Hält die Kleidung auch in den Abendstunden warm?
  • Funktionieren meine Heizgriffe? (falls vorhanden)
  • Bin ich für eventuell auftretenden Regen gewappnet?
  • Ist das Helm-Visier sauber und kratzerfrei?
  • Funktioniert das Sonnenvisier und ist es sauber?
  • Ist für den Fall der Fälle eine Warnweste an Bord?

Am Saisonende das Motorrad fit für den Winterschlaf machen

Im Oktober schicken die meisten Motorradfahrenden ihre Maschine in die Winterpause. Mit ein paar einfachen Vorkehrungen übersteht das Bike die nächsten Monate und ist bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr sofort wieder einsatzbereit.

Mehr Druck im Reifen: Vor dem Einmotten sollte man zunächst eine Tankstelle besuchen und mehr Luft auf die Reifen geben. Ein um rund 0,5 bar höherer Luftdruck hilft gegen Standschäden. Um die Pneus zusätzlich zu schonen, sollte man das Motorrad im Winterquartier auf den Hauptständer stellen. Dadurch werden die Reifen entlastet. Gibt es keine Möglichkeit zum Aufbocken, verhindert ein regelmäßiges Verschieben (einmal im Monat) das Entstehen von Druckstellen auf der Lauffläche.

Tank vor Korrosionsschäden schützen: Hat das Motorrad einen Metalltank, sollte dieser zudem randvoll mit Sprit befüllt werden, um Korrosionsschäden im Kraftstoffbehälter zu vermeiden. Wer eine Vergasermaschine besitzt, sollte außerdem die Vergaserdüsen vor einem Verstopfen durch Kraftstoffablagerungen schützen. Dazu schließt man am Ende der letzten Fahrt vor dem Abstellen des Motors den Benzinhahn. Der Motor läuft dann so lange, bis der Vergaser leer ist. Alternativ lässt sich die Schwimmerkammer auch über die Ablassschraube entleeren.

Motorrad gründlich reinigen: Das Motorrad sollte gründlich gereinigt werden. Idealerweise geschieht dies mit einem feuchten Schwamm und nicht mit dem Hochdruckreiniger. Wichtig ist das Entfernen von Schmutzablagerungen. Diese können Feuchtigkeit anziehen, was wiederum Roststellen provoziert. Die gesäuberten Bereiche schützt man zusätzlich, indem man diese mit Öl oder Fett konserviert. Auf lackierte Oberflächen sollte man zudem spezielles Korrosionsschutzöl auftragen. Schließlich empfiehlt sich eine Reinigung des Kettenantriebs. Mit speziellen Kettensprays kann der Schmutz gelöst werden. Anschließend den Dreck mit Putzlappen abwischen. Fast wie neu wird die Kette, wenn man sie in einem Petroleumbad mit einer alten Zahnbürste bearbeitet. Nach der Reinigung die Kette zudem fetten.

Batterie fit halten: Wird die Batterie ausgebaut, können die Einstellungen des Bordcomputers verloren gehen. Deshalb schließt man idealerweise dauerhaft ein Batterieerhaltungsgerät direkt am Motorrad an. Damit lässt sich der Motor im Frühjahr problemlos wieder starten.

Sicher Motorrad fahren

Sichere Kleidung: Tipps für das sichere Outfit

Airbaghelm

Als Weltneuheit bringt Polo den ers­ten Airbaghelm auf den Markt. Über einen Sensor wird das Hals und Nacken schützende Luftkissen im Helm bei einer abrupten Tren­nung von der Maschine aktiviert. Der Helm wird zum Preis von 899 Euro angeboten.


Neck-Brace-System

Auch für Straßenfahrer bieten sich die Neck-Brace-Systeme an, die von KTM und BMW offeriert werden. Die aus GFK bzw. Carbon gefertigten "Distanzhalter" werden zwischen Helm und Jacke getragen und beugen bei einem Sturz einer Überdehnung der Halswirbelsäule vor. Beim Fahren ist keine Beein­trächtigung der Bewegungsfreiheit zu befürchten, im Sport hat das System bereits seinen Siegeszug angetreten.


Protektorenweste

Bessere Werte bei der Schlagab­sorp­tion bietet eine neue Protekto­renweste von BMW, die auch Nie­renregion und Schlüsselbeine schützt. Sie wird unter der Motor­rad­jacke getragen und kann durch den körpernahen Sitz beim Sturz nicht verrutschen.


Airbagjacke

Airbagjacken und -westen werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Trennt man sich unfreiwillig vom Motor­rad, werden ausgeklügelte Kammersys­teme mit Pressluft gefüllt und der Auf­prall gemindert. IXS bietet mit der "Stunt"-Jacke eine Variante zum Preis von 699 Euro. Die Airbagweste von Hit-Air (ab 249 Euro) wird über der Jacke getragen und ist mit einer Reißleine am Motorrad befestigt.

Motorradfahren und Höhenangst

Ist jemand nicht schwindelfrei, wird allgemein von Höhenangst, der Akrophobie, gesprochen. Motorradfahrer kommen eher in ungemütliche Situationen, weil auf zwei Rädern ohnehin schon Instabilität ausgeglichen werden muss. Der Grund für Schwindel­attacken in der Höhe findet sich in der Biologie: Damit er sein Gleichgewicht halten kann, muss der Mensch sich an festen Punkten orientieren. Um diese scharf sehen zu können, schwankt er dabei leicht den Kopf. Fallen die festen Orien­tierungspunkte plötzlich weg, nimmt die Schwankung automatisch zu. Unsicherheit und Angst kommen auf, Schweißausbrüche sind die Folge. Normalerweise wird dieses Gefühl nach einigen Sekunden kompensiert. Man spricht vom Höhenschwindel. Oft ist es eine "Angst vor der Angst" – unbewusst geht man davon aus, dass die Situation zum schrecklichen Erlebnis ausarten wird. Körperliche Symp­tome sind unter anderem Benommenheit, Atemnot, Herz­rasen sowie ein Druck- und Engegefühl in der Brust.

Abhilfe schaffen können Ent­spannungstechniken: Bewährt hat sich auch die Palmtherapie, bei der, ähnlich der Akupressur, Reflexpunkte der Hand stimuliert werden. Ein Hilfsmittel, das man in der akuten Situation auch selber anwenden kann. Tabu sind Beruhigungsmittel, da diese zur Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens füh­ren. Vermeiden lassen sich kritische Situationen bereits bei der Streckenplanung. Küstenstrecken sollten mit dem Berg auf der rechten Seite befahren werden. So läuft man nicht Gefahr, an Engstellen zwischen Abgrund und entgegenkommenden Ver­kehr zu geraten. Inseln wie Korsika sollten im Uhrzeiger­sinn umrundet werden. Veranstalter von Motorrad­reisen kennen das Problem, auch wenn sie nur selten damit konfrontiert werden.

In vielen Tourenbeschreibungen wird darauf hingewiesen, ob die anvisierten Strecken zu Überforderung führen können. Damit sind Berge und Pässe jedoch nicht von vornherein tabu. Zudem wird bei diesen Ausfahrten in der Gruppe gefahren – was ei­nen gewissen Schutz gibt. So kann sich der, dem es mulmig wird, am vertrauten Bild des Vorausfahrenden orientieren. Es versteht sich von selbst, dass dieser auch von dem Problem unterrichtet wird. Jedoch sollte man sich nicht dazu verleiten lassen, die Augen auf das Rücklicht des Vorder­mannes zu fixieren.

Den Blick sollte immer auf den am weitesten einsehbaren Punkt der Straße richten, da man automatisch dorthin fährt, wohin man sieht. Wichtig ist also, den Blick nicht in die Tiefe ziehen zu lassen. Abrupte Kopfbewegungen sollten vermieden werden. Bei aufkommender Unsicherheit sollte schon vor dem Gefahrenpunkt eine Pause mit Entspannungsübungen eingelegt werden.

Wer den mentalen Stolperstein hinter sich lassen will, dem sei empfohlen, sich langsam, aber kontinuierlich heranzutasten. Mit stetiger Übung verliert sich die Angst. Belohnt wird man mit grandiosen Pa­noramen – und vielleicht winken sogar die Murmeltiere.

Start in die neue Saison: Fit fürs Frühjahr

Wenn sich der Winter so langsam verabschiedet und die Temperaturen wieder steigen, freuen sich viele Motorradfahrer auf eine erlebnisreiche Saison mit ihrer Maschine. Sind Mensch und Maschine gründlich vorbereitet, steht dem Fahrvergnügen nichts mehr im Weg.

Zum Saisonstart ist eine vorausschauend, umsichtige Fahrweise besonders wichtig, da sich die Autofahrer erst wieder an die Motorradfahrer gewöhnen müssen. Nach der langen Winterpause sollten es die Zweiradfahrer jedoch erst einmal langsam angehen lassen. Mensch und Maschine müssen vor der ersten Ausfahrt erst einmal fit gemacht werden.

Das Unfallrisiko nach der Winterpause ist für Motorradfahrer besonders hoch. Selbst sehr erfahrene Fahrer sollten nach einer längeren Pause zunächst einige Fahr- und Bremsübungen durchführen. Der beste Saisonstart ist mit einem Motorrad-Training, welches auch der ACE anbietet. Das Training ist keinesfalls nur für Anfänger gedacht, auch erfahrene Biker können hier ihr Reaktionsvermögen und andere Fertigkeiten verbessern.

Bevor es allerdings mit den Fahrübungen los gehen kann, ist eine Überprüfung des Motorrad und der Ausrüstung angesagt. Überprüfen Sie genau, ob die Technik noch einwandfrei funktioniert – ganz besonders alles, was der Sicherheit dient. Leuchten nach dem Drehen des Zündschlüssels verdächtige Warnlampen in den Armaturen auf? Blinken alle Blinker, Leuchten alle Lampen, stimmt der Reifendruck und ist noch genügend Profil auf den Reifen (mindestens noch 2 mm)? Auch sollte man auf den ersten Metern Fahrt testen, ob die Bremsen mit dem gewohnten Biss reagieren. Es muss auch geprüft werden ob, entsprechende Wartungsarbeiten, wie Ölwechsel, Inspektion oder Reifenwechsel, anstehen. Viele Motorradhändler haben diesbezüglich zum Saisonstart besondere Angebote.

Eine Prüfung der Ausrüstung gehört auch dazu (Helm, Handschuhe, warme Kombi und Nierengurt bzw. Rückenprotektor). Reflektionsstreifen erhöhen die Sicherheit. Das Helmvisier muss auf Kratzer geprüft und im Zweifelsfall sollte man es durch ein neues Visier ersetzen.

Lesen Sie auch unseren Frühling-Ratgeber. Mit dem Motorrad fit in die Saison starten. Tipps für das Bike und die Ausrüstung.

Motorradfahren im Winter

Motorradfahrern wird im Winter besondere Umsicht abverlangt. In der kalten Jahreszeit ist die Reifenhaftung auf der Fahrbahn begrenzt, weil die Pneus auf dem kalten Asphalt kaum richtig warm werden.

Kurvenfahrten in Schräglage sind besonders riskant. Bei glatter Fahrbahn – Reif, Eis und Schnee – sollte das Motorrad in der Garage bleiben. Andernfalls ist ein Sturz programmiert. Auch Endurofahrer sollten sich nicht auf grobstollige Reifen verlassen, zumal Winterfahrten generell wenig Vergnügen bereiten.

In der dunklen Jahreszeit ist für Motorradfahrer eine funktionsfähige Beleuchtung besonders wichtig. Scheinwerfer, Rückleuchten und Blinker sollten immer schmutzfrei gehalten werden. Wichtig sind auch Reflektoren am Helm, an den Stiefeln und an Hose und Motorradjacke. Sinnvoll ist es, sich eine wintertaugliche Motorradbekleidung anzulegen, andernfalls droht Auskühlung, was nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Bewährt haben sich Antibeschlagfolien für Helmvisiere. Sie verhindern, dass sich durch die warme Atemluft Wasserkristalle bilden und die Sicht trüben.

Lesen Sie dazu auch unseren Winter-Ratgeber. Motorrad – Einmotten oder weiter fahren? So bereiten Sie Ihr Motorrad für den Winterschlaf vor. Und Tipps zum Motorradfahren im Winter

Die schönsten Routen mit dem Motorrad


Routenvorschläge von ACE-Mitgliedern:

  • Von Baden-Baden nach Freudenstadt entlang der Schwarzwaldhochstraße (ca. 90 km):  Baden-Baden – Lichtental – Malschbach – Sand – Unterstmatt – Mummelsee – Kniebis – Freudenstadt (am Wochenende nicht zu empfehlen)
  • Rundfahrt im Harz (ca. 170 km): Wernigerode –­­­­­­ Hüttenrode – Thale – Friedrichsbrunn – Stiege – Stolberg – Nordhausen – Walkenried – Benneckenstein – Wernigerode
  • Burgenstraße – von Heidelberg nach Schwäbisch Hall (ca. 150 km): Heidelberg – Eberbach – Mosbach – Bad Wimpfen – Bad Friedrichshall – Öhringen – Schwäbisch Hall. Tipp: Fahren Sie abseits der Bundesstraße, um die Region Hohenlohe zu erleben.
  • Rund um Chemnitz (ca. 160 km): Chemnitz – Burg Rabenstein – Limbach – Hartmannsdorf – Schlosschemnitz – Ebersdorf – Frankenberg – Oederan – Gahlenz – Brand-Erbisdorf – Eppendorf – Bosrtendorf – Börnichen – Langefeld – Hilmersdorf – Burg Scharfenstein – Zschopau – Augustusburg – Chemnitz
  • Durch die malerischen Ortschaften im Nordelsass:  Dreieck: Strassburg - Bitsch - Lauterburg
Eine Gruppe Motorradfahrer fährt mit Ihren Bikes über eine Landstraße.
© jo.weber / Fotolia

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