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Sicherheitstipps rund um den Verkehr

Immer sicher unterwegs: hier geben wir Ihnen wichtige Tipps zum Thema Verkehrssicherheit. Wie sollten Kinder im Auto transportiert werden? Welche Gefahrenquellen gibt es im Straßenverkehr? Wie verhalten Sie sich richtig im Stau? Das und mehr erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Kommen Sie gut und sicher ans Ziel!

Autojahr: Neuerungen im Straßenverkehr

Was Verkehrsteilnehmer zum Jahreswechsel wissen müssen: Mobilität verändert sich und so ändern sich auch regelmäßig Vorschriften im Straßenverkehr.

Zum Autojahr

Ratgeber Verkehrssicherheit

Alkohol und Fahrerlaubnis

Alkohol und Versicherung

Bei Kfz-Haftpflichtversicherungsverträgen, die seit 1995 abgeschlossen wurden, gilt: Die Haftpflichtversicherung reguliert zwar den Schaden (bei den anderen Geschädigten), fordert aber anschließend Geld vom Schuldigen zurück. Bei sehr teuren Schäden aber nur bis zu 5000 Euro.

Auch eine private Unfallversicherung ist zu Abzügen oder gar zur Nicht-Regulierung berechtigt.

Eine Lebensversicherung zahlt nur die geleisteten Beiträge des "Alkoholfahrers" an die eventuellen Erben zurück. Auch gesetzliche Hinterbliebenenrenten werden nach einem Alkoholunfall gekürzt oder gar nicht bezahlt.

Lediglich eine Kfz-Rechtsschutzversicherung übernimmt die üblichen Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten – aber keinesfalls die Geldstrafe.

Vorsicht: Der Kfz-Rechtsschutz besteht nicht bei Unfallflucht oder bei vorsätzlichen Trunkenheitsfahrten.

Unser Rat, wenn Sie auf Ihr Gläschen partout nicht verzichten wollen: Fahren Sie mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi. Das ist bequemer und vermeidet finanzielles Risiko. Neuerdings gibt es in manchen Städten so genannte "Heimfahr-Dienste". Dabei werden Sie mit dem eigenen PKW nach Hause gefahren.

Promillegrenze

Die bereits 1998 eingeführte 0,5-Promille-Grenze scheint immer noch nicht jedem bekannt zu sein: So schlimm kann es doch nicht sein, denkt sich manch einer und greift zum Glas.
Alkoholtester oder entsprechende Tabellen, wie viele Getränke zu wie viel Promille führen, bieten in der Regel nur trügerische Sicherheit: Exakte Werte darf man nicht erwarten, auch geben sie immer nur den augenblicklichen Wert wider.

Vorsicht auch am "Morgen danach": Etwas Schlaf, eine kalte Dusche und starker Kaffee verbessern vielleicht das subjektive Befinden - den Promillewert im Blut beeinflusst das nicht.

Der Körper baut etwa 0,15 Promille pro Stunde ab. Wer so z.B. um 02.00 Uhr mit einem Wert von 1,0 Promille einschläft, muss also sieben Stunden schlafen, um wirklich alkoholfrei zu sein. Wer sich dagegen um 06.00 Uhr früh wieder ans Steuer setzt, hat immerhin noch 0,4 Promille im Blut. Überschätzt wird auch der Erholungswert des Schlafes unter Alkoholeinfluss: Wer "benebelt" ins Bett sinkt, hat keinen erholsamen Schlaf, sondern verfällt eher in einen narkoseähnlichen Zustand.

Beachten Sie auch, dass bei einem Verkehrsunfall unter 0,5 Promille auch der nichtschuldige Fahrer meistens eine Mitschuld bekommt! Speziell Führerscheinanfänger sollten enorm Aufpassen. Schon das erste Mal betrunken am Steuer erwischt kostet nicht nur ein Bußgeld, sondern es ist auch sofort eine Nachschulung und evtl. auch eine Verlängerung der Probezeit für den Führerschein fällig.

Wichtig: Auch ein Radfahrer riskiert mit deutlich erhöhtem Blutalkoholspiegel seinen Führerschein.

Promilleabbau

Gelegenheiten gibt es viele: Weinfeste, Jahrmärkte oder Biergarten. Bei ausgelassener Atmosphäre "genehmigt" sich so mancher Besucher oft ein paar Gläser zuviel, was fatale Folgen haben kann. Es ist ein Irrglaube, die Alkoholwirkung auf den Organismus ließe sich durch Tricks mindern.

Den Promillewert mit einer Tasse Kaffee oder gar Medikamenten beeinflussen zu wollen klappt garantiert nicht. Auch ein voller Magen ist kein Anti-Rausch Garant. Durch ein reichliches Essen vor dem Genuss von Hochprozentigem wird die Aufnahmegeschwindigkeit von Alkohol ins Blut lediglich geringfügig vermindert.

Viele Autofahrer glauben, sie bräuchten auch mit relativ hohen Promillewerten lediglich eine "Mütze voll Schlaf" zu nehmen, um wieder nüchtern zu werden. Doch selbst ein gesunder Körper kann pro Stunde höchstens 0,15 Promille abbauen. Bei beispielsweise 1,3 Promille müsste man also auch mit einer intakten Leber länger als 8 Stunden schlafen, um am nächsten Morgen ohne Restalkohol zur Arbeit zu fahren.

Kaum ein Fahrer weiß außerdem, dass es schon ab 0,3 Promille zu ersten Leistungseinbrüchen am Lenkrad kommen kann. Ab 0,5 Promille tritt zudem eine Rotlichtschwäche auf, die dazu führt, dass Brems- und Warnleuchten im Straßenverkehr nicht mehr deutlich wahrgenommen werden.

Fazit: Das Auto stehen lassen!

Gefahrenquellen

Abschleppen

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen bei Versuchen, Autos abzuschleppen. Mit schlimmen Folgen: Fahrzeuge fahren auf liegen gebliebene Autos auf, schieben sich im Extremfall mit dem Vorderwagen zusammen.  Ein paar Regeln sollten Sie beachten: 

  • Kommt es zu einer Panne, muss der Fahrer des betroffenen Wagens zunächst unbedingt die Unfallstelle sichern. Dazu sollte das Warndreieck in Abhängigkeit zur gefahrenen Geschwindigkeit zwischen 100 Metern (auf Landstraßen) und 200 Metern (auf Autobahnen) innerorts bis 50 Meter aufgestellt werden.
  • Bei einem neuen Auto sollten sich die Fahrer die Befestigung für das Abschleppseil daher genau ansehen. Häufig kann man das Seil nicht einfach an der Stoßstange befestigen. Mal muss erst ein Haken eingedreht werden, in anderen Autos versteckt sich die Abschleppöse hinter der Stoßstange.
  • Beim Anfahren muss der vordere Fahrer langsam Gas geben. Der Fahrer im hinteren Auto sollte darauf achten, dass neben der Handbremse auch die Lenkradsperre gelöst ist. Beim Abschleppen muss die Warnblinkanlage eingeschaltet werden.
  • Wird mit einem Seil abgeschleppt, muss dieses immer gespannt bleiben. Der hintere Fahrer sollte den vorderen eher etwas abbremsen. Wichtig ist, dass der hintere Fahrer vor einer Kreuzung frühzeitig bremst. Sonst besteht die Gefahr, dass er auf den Vordermann auffährt.
  • Weit besser als ein Abschleppseil ist eine Stange. Sie ist zwar kürzer, dafür gibt es aber eine starre Verbindung. Auffahrunfälle werden dadurch vermieden.
  • Beim Abschleppen darf nur der Fahrer im hinteren Auto sitzen. Beifahrer müssen in das vordere Auto umsteigen. Es sind maximal 50 Stundenkilometer erlaubt. Wird auf einer Autobahn abgeschleppt, muss diese bei der nächsten Gelegenheit verlassen werden.

Geisterfahrer

"Wir melden es, wenn die Gefahr vorüber ist." So endet meist die Warnung der Nachrichtensprecherin vor einem Falschfahrer. Mehrere tausend mal im Jahr unterbrechen deutsche Rundfunksender dafür ihr laufendes Programm.

Die Eilmeldung beinhaltet in aller Regel eine präzise Ortsangabe zu dem von einem sogenannten Geisterfahrer benutzten Streckenabschnitt. Dort breiten sich daraufhin nicht selten Angst und Schrecken aus. Richtig handelt aber, wer im Augenblick der Gefährdung diziplinierte Vorsicht walten lässt und Ruhe bewahrt.

So sollten Sie sich bei einer Geisterfahrermeldung verhalten:

    • Zunächst sich gut orientieren, auf dem rechten Fahrstreifen bleiben oder dorthin zu wechseln.
    • Gleichzeitig sollte das Tempo reduziert und ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Der Blick sollte konzentriert nach vorne gerichtet werden. Von dort kommt einem schließlich der Falschfahrer entgegen.
    • Überholmanöver sind nach einer Warnung sofort einzustellen, denn wenn zwei Fahrzeuge sich nebeneinander auf gleicher Höhe bewegen, ist es nicht mehr möglich, dem Falschfahrer auszuweichen.
    • Sinnvoll und am sichersten ist es, den nächstgelegenen Parkplatz aufzusuchen und dort auf Entwarnung zu warten.
    • Wer einen Falschfahrer bemerkt, sollte von der nächsten Notrufsäule aus die Polizei alarmieren. Deren Aufgabe ist es auch, den Geisterfahrer zu stellen.


    Wie sollten Sie sich verhalten, wenn Sie versehentlich selbst zum Geisterfahrer werden?
    Das Risiko, selbst zu einem Falschfahrer zu werden, ist angesichts einer immer komplexer werdenden Verkehrsführung, offenbar keineswegs gering. Bereits eine kleine Unaufmerksamkeit reicht und schon kann beispielsweise eine Autobahnauffahrt oder eine Baustelle mit Gegenverkehr ohne Leitplankentrennung zur Falle werden. Zum Magnet für Falschfahrer entwickeln sich mitunter auch Autobahnparkplätze, die - alle Verkehrszeichen ignorierend - in entgegengesetzter Richtung verlassen werden.

    Wer seinen Fahrfehler bemerkt, sollte sofort Warnblinkanlage und Abblendlicht einschalten. Außerdem sollte so dicht wie möglich am nächstgelegenen Fahrbahnrand sofort angehalten werden. Jetzt heißt es, nicht aussteigen und warten bis die Polizei eintrifft.

    Wer haftet bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer?
    Handelt es sich bei der Geisterfahrt um eine grobe Fahrlässigkeit springt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Falschfahrers ein. Sollte die Geisterfahrt vorsätzlich erfolgt sein, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht. Der Geschädigte muss dann auf seine eigene Vollkaskoversicherung zurückgreifen. Der Versicherungsbeitrag erhöht sich dadurch aber nicht. Sollte der Geschädigte über keine Vollkaskoversicherung verfügen, kann er sich an die Verkehrsopferhilfe wenden und um Hilfe bitten.

    Marder

    Besonders im Frühling und im Herbst werden Marder aktiv: Ein beschädigtes Zündkabel oder ein undichtes Kühlsystem sind die Folgen ihrer Nagelust. Besonders in kühleren Nächten bietet der noch warme Motorraum dem kleinen Beißer einen angenehmen Rastplatz. Autoteile wie elektrische Leitungen, Zündkabel, Brems- und Kühlwasserschläuche sowie die Manschetten pneumatischer Brems- und Federungssysteme ziehen sie magisch an. Angebissene Elektrokabel oder Luftschläuche führen beispielsweise dann nicht nur zu einem unrunden Motorlauf, unverbrannter Kraftstoff kann auch den Katalysator schädigen.

    Von Maßnahmen, die auf Duftstoffe bauen, rät man neuerdings jedoch ab. Weder Hunde- beziehungsweise Katzenhaare noch WC-Steine oder spezielle Marder-Abwehrsprays können erfahrungsgemäß die gefräßigen Tierchen auf Dauer vom Motor fernhalten.

    Abhilfe gibt es durchaus:

    • Wirkungsvolle Maßnahmen, um Schläuche zu schützen, sind Kunststoff- oder Metall-Schutzmäntel. Sie sind im Zubehörhandel erhältlich.
    • Zumindest Kühler- und Heizungsschläuche sollten mit Mückendrahtgitter  ummantelt und mit Kabelbindern gesichert werden. Soweit zugänglich sollte man auch die Hydraulikschläuche nicht vergessen
    • Elektroschock: Dieses "Prinzip Weidezaun" ist mit rund 130 Euro Materialkosten allerdings nicht ganz billig
    • Hat der Marder zugeschlagen, muss man zunächst alle Schläuche und Kabel prüfen und am Besten gleich eine Werkstatt aufsuchen.
    • Auf alle Fälle sollte man den Kühlmittelstand und die Temperaturanzeige im Auge  behalten. Sie sind oft ein untrügliches Anzeichen für Nager-Aktivitäten.
    • Nach getaner Reparaturarbeit den Motorraum gründlich waschen lassen, um keine "Nachfolger" anzulocken.

    Einige Versicherungsgesellschaften decken Marderschäden im Teilkaskobereich ab. Bezahlt werden aber in der Regel nur die direkten Schäden, die der Marder verursacht hat, wie etwa neue Zündkabel. Kosten für einen weitergehenden Motorschaden etwa, muss das Marderopfer selbst tragen.

    Sonntagsfahrer

    Mitten auf der Hutablage drapiert, hatten sie es zu einem weithin sichtbaren Erkennungszeichen gebracht. Inzwischen sind die umhäkelten Klopapierrollen nur noch selten hinter den Heckscheiben zu sehen. Doch die Gattung der so stigmatisierten "Sonntagsfahrer" gibt es immer noch.

    Ihnen wird ein ziemlich verschrobener Fahrstil unterstellt. In Wirklichkeit aber sind die "Entdecker der Langsamkeit" eher selten in Straßenverkehrsunfälle verwickelt. Doch wer sich allzu viel Zeit lässt und damit den Verkehr behindert, ohne dafür einen guten Grund zu haben, verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung.Statt im Kriechgang Naturschauspiele zu genießen, sollten Autofahrer dafür besser einen regelrechten Stopp auf Parkplätzen einlegen. Dabei macht man auch gleich Platz, so dass die Kolonne vorbeifahren kann, die sich hinter dem langsam fahrenden Auto gebildet hat.Allen, die in so eine Kolonne geraten sind sollten Ruhe bewahren und kein gewagtes Überholmanöver starten. Sicherheitsformel: Die Wegstrecke, die zum Überholen benötigt wird, darf höchstens halb so lang sein wie die Strecke, die eingesehen werden kann.Wer etwa mit Tempo 100 km/h ein anderes Auto überholt, das 80 km/h fährt, braucht dafür 500 Meter und muss also einen Kilometer weit sehen.

    Silvesterraketen

    Anwohnerstraßen gehören in der Nähe von Kneipen sowie Marktplätze und Szenentreffpunkte zu den gefährlichsten Stellplätzen. Besser ist es, in der Nacht zum Jahreswechsel, Fahrzeuge in sicheren Garagen oder Parkhäusern abzustellen. Auch ist eine rechtzeitige Verständigung mit Knaller-Fans in der Nachbarschaft sinnvoll. Besser vorher freundlich mahnen als später anzeigen.  Querschlagende Raketen, die von Terrassen und Balkons gestartet werden, können bei unvorhersehbarer Flugbahn schnell das teure Blech streifen und mindestens ärgerliche Schmauchspuren hinterlassen. Um sie weg zu bekommen, hilft in aller Regel handelsübliches Poliermittel für Autolacke.

    Mitunter riskant sind auch Autofahrten in der Silvesternacht. Mancher Zeitgenosse macht sich einen Spaß daraus, gezündete Böller auf vorbeifahrende Autos zu werfen.

    Wer sich in der Nähe von "Abschusszonen" aufhält, muss sich über die Gefährlichkeit von Krachern im Klaren sein. Deshalb führt auch eine Verletzung nicht unbedingt zu einem uneingeschränkten Schadensersatzanspruch. Eine private Haftpflichtversicherung tritt aber meist dann ein, wenn etwa ein Feuerwerkskörper einen Schaden angerichtet hat oder wenn der Schadensverursacher ungeschickt beispielsweise mit Knallfröschen hantierte. Bei Haftungsfragen entscheidend ist immer die Bewertung des Einzelfalles.

    Reißverschluss

    Immer, wenn sich zwei Fahrstreifen zu einer Spur verengen, gilt das viel beschworene Reißverschluss-System. Es sieht vor, dass sich Kraftfahrer im harmonischen Wechsel – ein Fahrzeug von rechts, eines von links – auf dem weiterführenden Fahrstreifen einfädeln.

    Obwohl es sich dabei um ein denkbar einfaches Prinzip handelt, klemmt häufig der Reißverschluss, weil viele Autofahrer dem System völlig zuwiderhandeln. Der typische Verhaltensfehler besteht darin, dass Autofahrer bereits viel zu früh und zu weit von der Verengung entfernt auf die weiterführende Spur wechseln.
    Nach der Straßenverkehrsordnung darf aber erst "unmittelbar vor Beginn der Verengung" eingefädelt werden. Sonst kommt es zu schnell wachsenden Verkehrsstaus, ungenutztem, weil brachliegendem Verkehrsraum und erhöhtem Unfallrisiko.

    Ausgelöst wird die Crashgefahr durch eine Kette von Missverständnissen und Aggressionen zum Beispiel dann, wenn Autofahrer ausscheren und mit ihrem Wagen beide Spuren blockieren. Solche selbsternannten Verkehrspädagogen können sich sogar wegen Straßenverkehrsgefährdung und Nötigung strafbar machen. Jedenfalls handeln sie falsch bei dem Versuch, den zu Unrecht der Drängelei bezichtigten Autofahrern den Weg nach vorne zu versperren.
    Das Reißverschluss-System funktioniert am besten dann, wenn auf beiden Spuren das Tempo angemessen gedrosselt und ausreichend viel Abstand zum Vordermann gelassen wird.

    Beim Wechsel des Fahrstreifens muss der Blinker gesetzt werden. Wer das vergisst und erwischt wird, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro und von 30 Euro dann, wenn aufgrund unterbliebenen Blinkens ein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird.

    Sicherheitsabstand

    Zu geringer Sicherheitsabstand ist eine der häufigsten Gefahrenquellen im Straßenverkehr. Wenn noch dazu unangemessen schnell gefahren wird, sind Unfälle vorprogrammiert. Im Jahr 2002 kamen 155 Menschen bei Abstandunfällen ums Leben. Autofahrer sollten durch gemäßigtes Tempo und angemessenen Sicherheitsabstand zur Unfallvermeidung beitragen.

    Gründe für ein gefährliches Fahrverhalten liegen häufig in mangelnder Aufmerksamkeit. Hinzu kommt eine Überschätzung eigener Fahrkünste sowie eine Unterschätzung von Bremswegen. Zu hohes Tempo nimmt dann jede Chance auf eine Kurskorrektur. Bereits bei einer Geschwindigkeit von 70 km/h hat ein Auto beispielsweise 20 Meter zurückgelegt, bevor der Fahrer überhaupt mit einem Tritt aufs Bremspedal reagieren kann.

    Als Faustregel gilt, mindestens die Hälfte der gefahrenen Geschwindigkeit in Metern als Abstand einzuhalten. Bei beispielsweise 130 km/h sind dies 65 Meter. Als Orientierungshilfe können die Leitpfosten an Autobahnen und Landstraßen dienen. Die Distanz zwischen ihnen beträgt meist 50 Meter.

    Ebenfalls bewährt hat sich die Zwei-Sekunden-Regel: Wenn das voranfahrende Auto einen Leitpfosten passiert hat, "21-22" zählen. Wird der Orientierungspunkt erreicht, bevor die "22" vollkommen ausgesprochen wurde, ist der Sicherheitsabstand nicht groß genug. Bei schlechter Sicht greift generell die Regel "Abstand gleich der auf dem Tacho angezeigten Geschwindigkeit in Metern".

    Handyverbot

    Das seit dem 1. Februar 2001 geltende Telefonier-Verbot ohne Freisprecheinrichtung gilt auch für Motorrad-, Roller-, Moped- und Fahrradfahrer. So lange die Räder rollen oder der Motor läuft, darf das Handy nicht in die Hand genommen werden - auch nicht im Stau, vor der Ampel oder der Bahnschranke. Wer als Lenker eines Kraftfahrzeuges erwischt wird, riskiert 30 Euro Bußgeld, als Fahrradfahrer immer noch 15 Euro.

    Viele Schlupflöcher

    "Das Handy-Verbot ist Schrott!", sagen viele hinter vorgehaltener Hand - Polizisten bemängeln Beweisprobleme, Techniker unsinnige Beschreibungen, Juristen zu viele Schlupflöcher. Ergebnis: Jeder Autofahrer kann täglich mit dem Handy telefonierende Fahrzeuglenker beobachten, während Polizisten eher wegschauen, als dass sie einschreiten.

    Hauptproblem: Der neue Paragraf beschreibt nicht, was eine Freisprecheinrichtung genau ist. Gesetzlich erlaubt sind sowohl der "Knopf im Ohr" als auch "plug and play"-Anlagen für den Zigarettenanzünder und natürlich fest eingebaute Freisprechanlagen. Ab 1. Oktober 2002 müssen Freisprecheinrichtungen und andere elektrische Geräte fürs Auto ein so genanntes "e"-Kennzeichen haben. Das setzt für den Hersteller eine aufwändige Prüfung in einem amtlich zugelassenen Labor voraus. Kosten: Mehrere tausend Euro.

    Erst wenn die gesetzlichen Minimalanforderungen erfüllt sind, wird das Gerät vom Kraftfahrtbundesamt zugelassen. Und nur mit Zulassung darf es ab Oktober 2002 verkauft und im Auto angeschlossen werden. Für Billiganlagen aus Taiwan und Headsets lohnt sich dieser Prüfaufwand schlicht nicht.
    Ob man trotz fehlendem Prüfsiegel Bußgeld riskiert oder gar den Versicherungsschutz verliert, ist umstritten. Wer vor dem 1. Oktober 2002 eine Freisprecheinrichtung fürs Auto ohne "e"-Kennzeichen gekauft hat, darf sie auf jeden Fall auch nach dem Auslaufen der "Schonfrist" weiter nutzen. Fraglich ist, ob er sie auch in ein neues Auto "übernehmen" darf.

    Worauf wirklich achten?

    Eine autotaugliche Freisprechanlage muss wenigstens fünf Bedingungen erfüllen:

    • Das Handy braucht einen festen Platz im Auto - möglichst im Blickfeld des Fahrers.
    • Es muss an eine Außenantenne angeschlossen sein.
    • Bei Anruf muss das Autoradio automatisch stumm schalten.
    • Mikrophon und Lautsprecher sollen eine Verständigung in normaler Lautstärke ermöglichen.
    • Jetzt Vorschrift: - das amtliche "e"-Kennzeichen auf dem Gerät.

    Rechtliche Risiken

    Ob ohne "e"-Kennzeichen auf der Freisprechanlage die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) eines Autos erlischt oder erlöschen kann, ist umstritten. Dies hängt vom konkreten Einzelfall ab. In einem solchen Fall erlischt nicht automatisch auch der Versicherungsschutz. Aber wer mit nicht "e"-zertifizierten Freisprechanlagen im Auto telefoniert, muss wissen, dass er neben verkehrstechnischen auch rechtliche Risiken eingeht.

    Nicht alle Angebote sind seriös

    Gute Freisprecheinrichtungen gibt es heute von vielen Anbietern ab etwa 100 Euro. Sie sollten aber schon beim Handykauf darauf achten, ob es passendes Zubehör gibt.

    Universalgeräte
    Dies sind Freisprechanlagen für den Fall, dass verschiedene Fahrer mit unterschiedlichen Handymodellen das selbe Auto benutzen - etwa einen Geschäftswagen. Für solche Anlagen ab 150 Euro gibt es zu vielen Handys passende Adapter. Universal-Freisprecher sind oft nur ein Kompromiss, zum Beispiel ist die Radiostummschaltung in der Regel nicht möglich.

    Neuheit: An die Universalelektronik der Audio 2000- und 3000 Haltschale vom Funkwerk Dabendorf können bereits neun von zehn Handys angeschlossen werden.

    Plug&Play-Anlagen
    Das sind mobile Freisprecheinrichtungen ab 50 Euro, für alle, die das eigene Handy in unterschiedliche Autos mitnehmen wollen. Sie beziehen den Strom über den Zigarettenanzünder.

    Festeinbaugeräte
    Die Festeinbauklasse ist der Standard unter den Freisprechanlagen. Vorteile: Kein Kabelsalat, gute Übertragungsqualität, individuelle Abstimmung aufs Handy. Nachteil: Häufig sind solche Anlagen immer nur für einen Handy-Typ ausgelegt.

    Anbieter
    Neben den Original-Freisprecheinrichtungen der Handyhersteller gibt es Anlagen von Zubehörlieferanten, die oft mehr bieten und preisgünstiger sind.

    Polizeikontrollen

    Verkehrskontrollen

    Mögliche Terroranschläge haben auch die Polizei in Deutschland sensibilisiert. Wer etwa anlässlich einer Ringfahndung in eine Verkehrskontrolle gerät, sollte daher ein paar wichtige Verhaltensregeln beachten. Wichtig ist zunächst die Kenntnis darüber, dass Polizeibeamte zum Selbstschutz neuerdings grundsätzlich «im Rücken» des angehaltenen Fahrzeugführers in Stellung gehen. Auf unvorbereitete Autofahrer kann diese «amerikanische Methode» irritierend wirken und zu falschen Reaktionen führen.

    In derartigen Situationen kommt es darauf an, nicht in Panik zu verfallen sondern Ruhigblut zu bewahren. Wird der Autofahrer von der Polizei gestoppt, soll er langsam an den rechten Straßenrand heranfahren und anhalten. Das Auto soll per Handbremse gegen wegrollen gesichert und der Motor ausgeschaltet werden. Bei Dunkelheit wird die Innenbeleuchtung angeknipst. Bis auf weiteres sollte der Autofahrer dann ruhig im Fahrzeug sitzen bleiben und die Hände sichtbar, am besten auf dem Lenkrad, ruhen lassen. Dann ist den Anweisungen der Polizeibeamten zu folgen.

    Nicht sinnvoll ist es, ohne Aufforderung ins Handschuhfach, in die Jackentasche oder unter den Sitz zu greifen. Das könnte bei der Polizei falschen Verdacht auslösen. Besser ist es, sich zu entspannen. Gelingt das nicht, sollte dem Polizeibeamten signalisiert werden, dass man sich unsicher oder nervös fühlt. In derartigen Situationen ist es zweckmäßig, den Beamten direkt zu fragen, wie man sich verhalten soll. Falsch sind jedenfalls hastige Bewegungen, Hände sollen niemals verborgen bleiben. So wird demonstriert, dass man unbewaffnet ist.

    Polizisten nähern sich bei Verkehrskontrollen aus besonderem Anlass in der Regel zu zweit von hinten einem angehaltenen Fahrzeug. Während sich ein Beamter seitlich hinter der Fahrertür stehend dem Wagenlenker zuwendet, sichert und beobachtet sein an der hinteren Beifahrerseite positionierter Kollege in leicht gebeugter Haltung den Ablauf der Kontrolle. Dabei hat er eine Hand am Pistolenhalfter. Dieses martialische Auftreten ist mitunter auch in Polizeikreisen umstritten. Andererseits zwinge die angespannte Sicherheitslage zu besonderem Eigenschutz.

    Stau-Ratgeber

    Verhalten

    • Fahren Sie mit vermindertem Tempo und ausreichendem Sicherheitsabstand an das Stau-Ende heran und schalten Sie den Warnblinker ein. So werden Auffahrunfälle vermieden.
    • Halten Sie für Rettungs- und Polizeifahrzeuge auf jeden Fall eine Gasse frei (bei dreispuriger Autobahn zwischen der mittleren und der linken Fahrbahnspur). Den Korridor für Rettungsdienste und Polizei nicht erst dann herstellen, wenn das Martinshorn zu hören ist, sondern bereits vorher, dann ist im Ernstfall mühsames Rangieren unnötig. Bei Unfällen zählt jede Sekunde, und je schneller Retter und Abschleppwagen an Ort und Stelle sind, umso zügiger ist die Strecke auch wieder frei. Rettungsgassen erhöhen die Überlebenschancen Schwerverletzter um bis zu 40 Prozent. Hier finden Sie ein Video der ASFiNAG, in dem die Bildung von Rettungsgassen erklärt wird.
    • Versuchen Sie trotz Staustress ruhig und entspannt zu bleiben. Selbstvorwürfe oder Wutausbrüche strapazieren Ihre Nerven zusätzlich.
    • Hören Sie Musik oder pfeifen Sie selbst ein Lied auf den Stau.
    • Wenn der Verkehr steht, stellen Sie Ihren Motor ab.
    • Verlassen Sie Ihren Wagen nur im Notfall, auch wenn nichts mehr geht - die Autobahn ist kein Wanderweg!
    • Verschaffen Sie sich Luft, öffnen Sie die Fenster und Schiebedach. Autotüren sollten - wenn überhaupt - nur mit größter Vorsicht geöffnet werden. Schließlich mogeln sich Motorradfahrer gerne zwischen den Autoschlangen hindurch.
    • Schalten Sie im Autoradio Ihren Verkehrsfunk ein und suchen Sie auf der Straßenkarte eventuell nach Ausweichrouten.
    • Falls Sie Kinder im Auto haben, dann beschäftigen Sie sich mit ihnen. Zum Beispiel Such- und Rätsel-Spiele bringen Spaß und dämpfen Missmut und Gereiztheit.
    • Achtung! Hat sich der Stau endlich aufgelöst, versuchen Sie die verlorene Zeit nicht durch Raserei einzuholen. Besser ist es, jetzt die eventuell auf Sie Wartenden darüber zu informieren, dass Sie später ankommen.

    Anti-Stau-Therapie

    • Vor dem Start in die Ferien: Verkehrsprognosen studieren, Ausweichrouten suchen, Reisezeitpunkt steuern, neuralgische Punkte umfahren und, falls vorhanden, Navigationssystem aktivieren.
    • Nutzen Sie an Autobahnauffahrten zum Einordnen die Beschleunigungsspur voll aus. Wer am Anfang "hineindrängelt", bringt den fließenden Verkehr zum Stocken und gefährdet sich und andere.
    • Fahren Sie grundsätzlich auf der rechten Spur. Der äußere linke Fahrstreifen ist nur zum Überholen bestimmt. Wer links fährt, obwohl rechts alles frei ist, halbiert die Kapazität der Autobahn und fördert so die Gefahr zur Staubildung.
    • Chronische Linksfahrer provozieren andere dazu, verkehrswidrig rechts zu überholen. Nur bei zähfließendem Kolonnenverkehr auf allen Spuren dürfen die linksfahrenden Fahrzeuge mit geringfügig höherer Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholt werden.
    • Besonders bei dichtem Verkehr kommt es darauf an, "ausgleichend" und vorausschauend zu fahren. Schnelles Vorfahren, abruptes Bremsen - das ist Gift für einen gleichmäßigen Verkehrsfluss.
    • Wo nötig, Reißverschlusssystem anwenden. Das heißt, durch vernünftiges Abstand Halten Lücken ermöglichen. Es gilt das Prinzip Partnerschaft - so wird vermieden, dass der Reißverschluss klemmt. Bei Fahrbahnverengungen - etwa im Baustellenbereich - die Spur vorschriftsmäßig bis zur Verengung befahren und erst dann einfädeln; sonst bahnt sich die Aggression ihren Weg und der endet häufig im Unfall.
    • Wollen Sie die Autobahn verlassen, dann wechseln Sie rechtzeitig auf die rechte Spur zur Abfahrt, keinesfalls riskante Überholmanöver einleiten. Ein plötzlicher Fahrbahnwechsel provoziert nämlich nicht nur Panikbremsungen und Hupkonzerte, sondern lässt auch die Unfallgefahr hochschnellen.
    • Lassen Sie im Stop-and-go-Verkehr keine großen Lücken zwischen den Fahrzeugen zu - wer sich anders verhält, gibt nur dem gefährlichen Fahr- und Stau-Intervall zusätzlich Futter. Damit wächst das Risiko, in einen Auffahrunfall verwickelt zu werden.
    • Fahren Sie nach Stauende zügig. Mit trägen Fahrzeugen (Wohnwagengespann, Nutzfahrzeuge) sollten Sie nach dem Stau nicht sofort auf die Überholspur wechseln. Wenn Sie rechts bleiben, kann sich der Stau schneller auflösen.

    Sturm-Ratgeber

    So kommen Sie sicher durch den Sturm

    • Passen Sie Ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen an. Besondere Vorsicht ist dort angeraten, wo das Gefahrenzeichen 117, Seitenwind, aufgestellt ist. Achten sie beim Befahren von Talbrücken auf die installierten Windsäcke. Je mehr diese Signalisierungen in der Waagerechten sind, umso stärker bläst der Wind. In Böen kann sich die Windgeschwindigkeit kurzfristig mehr als verdoppeln.
    • Die Einflüsse von Seitenwind auf das Fahrzeug steigen mit der gefahrenen Geschwindigkeit. Anfällig für Seitenwind sind vor allem Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Brummis. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.
    • Abgefahrene Reifen und defekte Stoßdämpfer können die negativen Auswirkungen von Seitenwind auf das Fahrzeug verstärken. Dachlasten wie Fahrräder oder Skiboxen erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Wirkung des Windes.
    • Besonders aufpassen sollte man im Bereich von Brücken, Waldschneisen und Tunnelausfahrten. Auch das Ende von Wällen und Lärmschutzwänden ist für verstärkten Windeinfall bekannt. Behalten Sie Bäume und Büsche im Auge. Sich stark bewegende Baumwipfel deuten auf hohe Windgeschwindigkeiten hin. Wo bereits Blätter über die Straße fegen, muss auch mit abgebrochenem Astwerk gerechnet werden. Bei starkem Wind sollte das Fahren in Waldgebieten vermieden werden. Es besteht die Gefahr umstürzender Bäume.
    • Vorsicht beim Überholen von Lastwägen oder Bussen. Im Windschatten des überholten Fahrzeugs fällt die Windlast weg. Beim  Verlassen des Windschattens wird das Motorrad dann abrupt vom Seitenwind erfasst. Werden LKW überholt, sollte damit gerechnet werden, dass diese bei starkem Seitenwind aus der Spur geraten können, gerade bei LKW mit hohem Aufbau ist Vorsicht geboten da ihre Seitenflächen, wie große Segel, dem Wind eine große Angriffsfläche bieten.
    • Bei stürmischem Wetter das Lenkrad gut festhalten und auf Lenkkorrekturen eingestellt sein. Regnet es, sollte der Scheibenwischer beim Überholen eines Lastwagens eine Stufe höher gestellt werden, um trotz wehender Gischt-Fontänen klare Sicht zu behalten. Mit angepasster Geschwindigkeit fahren, nur so behält man das Fahrzeug unter Kontrolle. Wird das Fahrzeug von einer Bö erfasst, hilft behutsames Gegenlenken.

    Tiere im Auto

    Rechtsfragen

    Besonders im Sommer gilt: Ausreichend Pausen machen und das Tier nie allein im Auto lassen! Das wäre unter Umständen Tierquälerei: Als Tierquälerei wird  die in § 17 Tierschutzgesetz (TierSchG) beschriebene Straftat bezeichnet. Danach wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier entweder aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

    Wer Tiere ungesichert transportiert riskiert übrigens nicht nur eine Verletzung des Hundes oder der Katze, sondern auch ein Bußgeld von 35 bis 50 Euro.

    Sicherheit für Hund oder Katze

    Folgenschwere Konsequenzen kann es haben, wenn die "tierische Ladung" verrutscht. Wenn ein Wagen mit 50 km/h gegen ein Hindernis prallt und Tiere durch das Auto fliegen, sind sie beim Aufprall 30 mal so schwer wie sonst. Ein Schäferhund kann dabei so schwer werden wie ein ganzer Kleinwagen. Daher bitte niemals Hunde oder Katzen auf der Rückbank oder gar der Hutablage liegen lassen.

    Die Versicherung zahlt bei Unfällen nur, wenn  die Tiere richtig gesichert waren. In Deutschland, wie in anderen Ländern auch, gibt es bspw. eine Sicherungspflicht für Hunde. Danach muss ein Hund so untergebracht sein, dass er auch in Gefahrensituationen, beispielsweise bei einer Vollbremsung, nicht zu einer "lebenden Bombe" wird.

    Für Hund oder Katze gibt es geeignete Transportboxen aus Kunststoff. Zoogeschäfte bieten solche Behältnisse in vielen Größen an. Falls keine Transportboxen zur Verfügung stehen, sollte zumindest ein Trennnetz oder ein fest eingebautes Absperrgitter vorhanden sein.

    Warentransport / Christbaumtransport

    Sicher Transportieren

    Ungesicherte Ladung im Auto kann etwa bei einer Vollbremsung laut ACE zum lebensgefährlichen Geschoss werden, was an den ungeheuren Fliehkräften (Masse x Beschleunigung) liegt. Demnach nimmt ein 300 Gramm wiegendes Handy bei einem Aufprall aus Tempo 50 Kilometer pro Stunde (km/h) ein Gewicht von 15 Kilogramm an, ein ungesicherter 40 Kilogramm schwerer Möbelpackung beispielsweise würde sogar mit einem Gewicht von zwei Tonnen durch den Fahrgastraum geschleudert.

    ACE-Tipps "Sicher Transportieren":

    • Schwere Gegenstände nach unten – formschlüssig an der Rückbank. Das Schwerste "auf der Achse".
    • Freistehende schwere Ladung mit Zurrgurten festigen.
    • Das Gewicht der Ladung immer gleich verteilen.
    • Auch wenn niemand auf der Rückbank sitzt: Gurte schließen!
    • Bei einer Vollbremsung muss die Arretierung der Rückbank das Ladungsgewicht nicht alleine halten.
    • Im Kombi Sicherheitstrenngitter oder Netz einsetzen. Ohne Trennsystem nie höher als Oberkante Rückenlehne laden.
    • Reifendruck und Scheinwerfereinstellung anpassen.
    • Warnweste, -dreieck und Erste-Hilfe-Kasten griffbereit halten
       

    Ladungssicherheit in der Straßenverkehrsordnung (StVO)

    § 22, Abs. 1
    Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.
    Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.

    § 23, Abs. 1
    Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.
    Er muss dafür sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und Besetzung vorschriftsmäßig sind, und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet.

    Bußgelder (§315 b StGB)

    • Bei Verkehrskontrollen darf die Polizei Verwarnungs- oder Bußgelder zwischen 35 und 150 Euro verhängen und den Fahrer an der Weiterfahrt hindern, wenn die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert ist.
    • Es können bis zu drei Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen werden.
    • Ein durch Beladungsfehler ausgelöster oder verschlimmerter Unfall mit Personenschäden kann als Straftat gewertet und mit Freiheits- und Geldstrafen geahndet werden.

    Fahrrad

    Der Zubehör-Markt für Fahrräder boomt. Kaum ein Radler kommt ohne den Kleinkram aus. Kleinkram, der großen Schaden anrichten kann. Deshalb: Das Rad muß nackt aufs Dach! Geklemmtes, gestecktes oder nur leicht verschraubtes Zubehör gehört in den Kofferraum.

    Die untenstehende Checkliste soll helfen, die Gefahrenquellen an dem huckepack geladenen Zweirad zu entfernen.

    • Kindersitz
    • Luftpumpe
    • Steck-Schutzbleche
    • Klingel-Deckel
    • Fahrrad-Computer
    • Lenker-, Sattel- Pack- und Rahmentaschen
    • Handschalen (MTB)
    • Spiral- und Bügelschloss
    • Abstandhalter*
    • Lenkerspiegel*
    • aufgesteckte Front- und Rückleuchten plus Akkustab
    • Laufradverkleidung
    • Einkaufskorb
    • Alarm-Anlage
    • Puppensitz
    • Trinkflasche
    • Fahrrad-Karten-Clip

    Zur sicheren Nutzung des Fahrradträgers:

    • Der Fahrradträger darf nur auf einem Lastenträger montiert werden, der der DIN-Norm 75 302 entspricht und das GS-Zeichen besitzt.
    • Beachten Sie bitte, dass bei Lastenträgern, durch deren Bauart der Abstand der vorderen zur hinteren Traverse nicht festgelegt ist, der Abstand mindestens 700 mm betragen sollte.
    • Je nach Breite des Lastenträgers kann man zwei oder mehr Fahrradträger montieren. Beachten Sie die vom Hersteller angegebene Tragkraft des Trägers sowie die durch den Fahrzeughersteller in der Bedienungsanleitung angegebene maximale Dachlast Ihres Autos.
    • Aus dem Schritttempo eine Vollbremsung durchführen, um zu sehen ob alles hält.
    • Kontrollieren Sie nach einigen Kilometern Fahrt den festen Halt des Fahrrades und die Befestigung des Fahrradträgers.
    • Beachten Sie, dass sich die Stabilität und die Straßenlage Ihres Fahrzeugs, besonders in Kurven und beim Bremsen, verändert.
      Sollten Sie den Fahrradträger nicht mehr benutzen, so montieren Sie ihn aus Sicherheitsgründen und um Energie zu sparen ab.

    Sicherer Schulweg – Information für Eltern und Großeltern

    Liebe Mamas und Papas, liebe Großeltern,

    wir freuen uns, dass Sie sich für die Sicherheit Ihres Kindes/Enkelkindes auf dem Weg zur Schule einsetzen. Mit diesem Ratgeber möchten wir Sie darüber informieren, was Ihr Kind schon kann und wo es eventuell noch Hilfe benötigt. Dabei ist es egal, ob es seinen Weg zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder dem Auto zurücklegt.

    So kommen Kinder sicher zur Schule

    Kinder im Straßenverkehr

    Ist man mit Kindern im Straßenverkehr unterwegs, sollte man wissen, dass Kinder den Straßenverkehr anders wahrnehmen als Erwachsene:

    • Mit 6 Jahren verfügen Kinder über ein akutes Gefahrenbewusstsein, das heißt, sie erkennen eine gefährliche Situation erst, wenn sie eingetreten ist. Zeit zum Handeln bleibt kaum mehr.
    • Erstklässler verbinden Gefahren mit konkreten Orten. Was ein Kind an einer Kreuzung lernt, kann es noch nicht auf eine andere übertragen. Deshalb sollte der Schulweg ganz konkret vor Ort geübt werden.
    • Kinder nehmen alles aus ihrem eigenen Blickwinkel wahr und können die Perspektive von anderen – etwa in Verkehrssituationen – nicht einnehmen. Gehen Sie doch einmal in die Hocke und sehen Sie so, was Ihr Kind überhaupt sehen kann.
    • Kinder verarbeiten Sinneseindrücke langsamer als Erwachsene.
    • Kinder lassen sich von äußeren Reizen und Emotionen leicht ablenken.
    • Das Hörvermögen ist mit 6 Jahren vollständig ausgebildet, allerdings können Kinder die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, mit 6 oder 7 Jahren meist noch nicht erkennen.
    • Mit 6 Jahren können Kinder Entfernungen nicht richtig einschätzen, da ihr Tiefenschärfesehen sich erst mit etwa 9 Jahren entwickelt.
    • Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen ist für Kinder nicht möglich. Die Fähigkeit, zwischen schnell und langsam zu unterscheiden, ist auch mit 14 Jahren noch nicht voll entwickelt. Entsprechend unpräzise schätzen sie Bremswege ein.
    • Das Blickfeld der Kinder ist deutlich enger. Daher sehen sie  Gefahren oft erst sehr spät.

    14 Tipps für den sicheren Schulweg

    • Im Verkehr sicher unterwegs sein, muss geübt werden. Nehmen Sie sich Zeit und bringen Sie Ihr Kind zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad zur Schule. Kinder mit dem Auto zur Grundschule zu bringen, sollte die Ausnahme sein, denn das „Verkehr üben“ geht so verloren und vor der Schule kommt es oft zu gefährlichen Situationen, wenn zu Schulbeginn plötzlich die Straße voller Autos ist.
    • An der Schule oder von der Gemeinde erhalten Sie häufig Schuwegpläne, die den optimalen Schulweg Ihres Kindes darstellen bzw. Ihnen bei der Erstellung eines Schulwegplans helfen.
    • Suchen Sie mit Ihrem Kind einen sicheren Schulweg aus. Ampeln, Zebrastreifen und Verkehrsinseln erleichtern das Überqueren von Straßen. Bedenken Sie: Der kürzeste Schulweg ist nicht immer auch der sicherste.
    • Informieren Sie sich über Baustellen o. Ä. auf dem Schulweg.
    • Üben Sie mit Ihrem Kind den Schulweg im Vorhinein und begleiten Sie es. Lassen Sie sich doch einmal von Ihrem Kind zur Schule bringen und die Gefahrenstellen erklären. Bedenken Sie, dass Kinder einen anderen Blickwinkel haben. Gehen Sie ruhig einmal in die Hocke. Was sehe ich dann noch?
    • Besprechen Sie mit Ihrem Kind auch den sicheren Rückweg.
    • Der ACE empfiehlt dass Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr den Schulweg in Begleitung eines erfahrenen Verkehrsteilnehmers absolvieren. Sprechen Sie mit anderen Eltern, dass man sich als Begleiter abwechselt, und organisieren Sie einen „Walking Bus“ als Gehgemeinschaft auf dem Weg zur Schule.
    • Auch wenn Ihr Kind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommt, muss das eingeübt werden.
    • Achten Sie auf rechtzeitiges Losgehen, so verringert sich die Gefahr eines Unfalls aufgrund von Zeitnot.
    • Ihr Kind sollte etwas Kleines gefrühstückt haben. Auch ein knurrender Magen lässt Ihr Kind unkonzentriert werden.
    • Denken Sie in der dunkler werdenden Jahreszeit an helle / refletierende Kleidung und achten Sie auch bei der Anschaffung des Ranzens auf gute Sichtbarkeit im Dunkeln.
    • Wenn Sie Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule bringen: Überprüfen Sie das Fahrrad regelmäßig. Erfahrungsgemäß ist gerade die Beleuchtung schnell defekt, wenn das Fahrrad beim Spielen einmal hinfällt.
    • Denken Sie daran, dass Kinder anders reagieren: Der Freund auf der anderen Straßenseite ist für Kinder wichtiger als der Straßenverkehr. Kinder lassen sich leicht ablenken, das gehört  zum Kindsein dazu und Ermahnungen helfen nur wenig.
    • In den Stoßzeiten besteht erhöhter Verkehr vor den Schulen. Mitunter halten Autos in der zweiten Reihe, um Kinder abzusetzen. Auch sind mehr Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs.

    Unser Tipp: Versuchen Sie in der Schule zu erreichen, dass zum Beispiel durch Verkehrshelfer gefährliche Situationen entschärft werden. Sie sollten auch Plätze finden an denen Ihr Kind ungefährdet aussteigen kann, ohne dass Ihr Auto direkt vor der Schule andere Kinder gefährdet.

    Zu Fuß zur Schule

    Wenn Ihr Kind den Schulweg zu Fuß bewältigt, dann ...

    • Organisieren Sie im Optimalfall eine Abholkette im ersten Schuljahr / bei neuen Wegen mit anderen Eltern.  
    • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind so selten wie möglich allein  im Straßenverkehr unterwegs ist.

    Mit dem Fahrrad zur Schule

    Wenn Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule fährt, dann beachten Sie bitte Folgendes ...

    • Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen (StVO §2). Beim Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder absteigen.
    • Zwar gibt es in Deutschland keine gesetzliche Helmpflicht doch empfiehlt der ACE bei Kindern das Tragen eines Helms. Hierbei sollte auf den korrekten Sitz des Helms geachtet werden.
    • Beachten Sie vor allem in den dunklen Jahreszeiten, dass das Verhalten und die Sicherheit im Straßenverkehr durch Dunkelheit, Blätter auf den Wegen und Nässe bzw. Glätte immens beeinträchtigt werden.
    • Achten Sie darauf, dass das Fahrrad Ihres Kindes verkehrssicher ist.
    • Bitte beachten Sie, dass eine bestandene Radfahrprüfung (in der Regel in Klassenstufe 4) keine Garantie für verkehrssicheres und vorausschauendes Verhalten im Straßenverkehr ist.

    Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule

    Wenn Ihr Kind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fährt ...

    • Begleiten Sie Ihr Kind auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
    • Üben Sie mit Ihrem Kind auch einen alternativen Weg, falls es eine Haltestelle verpassen oder der Bus ausfallen sollte.
    • Achten Sie darauf, dass die Haltestellen gut und sicher zu erreichen sind.
    • Kalkulieren Sie die eventuellen Warte- und Umsteigezeiten mit ein. 
    • Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Abfahrtzeiten der öffentlichen  
      Verkehrsmittel. So verringern Sie die Gefahr, dass das Kind aus Angst, den Bus zu verpassen, unüberlegt über die Straße läuft.
    • Kalkulieren Sie vor allem im Winter mehr Zeit ein, da Busse dann langsamer vorankommen.

    Mit dem Auto zur Schule

    Bringen Sie Ihr Kind mit dem Auto zur Schule, dann beachten Sie bitte Folgendes ...

    • Kinder müssen bis einschließlich zwölf Jahre, solange sie nicht größer als 1,50 m sind, im Auto in einem Rückhaltesystem (Kindersitz) sitzen. 
    • Kindersitze Gruppe II/III (Sitzerhöhung mit integrierter Rückenlehne und Seitenaufprall-Schutz) sind für diese Altersgruppe am sichersten. Gesetzlich sind auch alleinige Sitzerhöhungen erlaubt und zulässig.
    • Am sichersten fahren Kinder auf dem Rücksitz. Bei einer Mitfahrt auf dem Beifahrersitz sollte der Sitz auf der hintersten Position eingestellt sein. Informieren Sie sich bitte zuvor bei Ihrem Autohersteller über die Richtlinien für den Transport von Kindern auf dem Beifahrersitz. 
    • Bitte denken Sie bei Fahrgemeinschaften daran, dass alle Kinder im Auto ausreichend (wenn nötig in Kindersitzen) gesichert sind.

    Verkehrssicherheitsprojekt des ACE

    Der ACE Auto Club Europa bietet neben dem Kita-Projekt „Mobileo“ drei Grundschulprojekte an, in deren Rahmen sich die Kinder oder auch die Eltern intensiv mit Themen  der Verkehrssicherheit, Mobilität und Nachhaltigkeit  beschäftigen.

    Mobileo

    Mit Vorschulkindern wird verkehrssicheres Verhalten sowohl mit Spielen zur Körperbeherrschung und Wahrnehmung als auch im realen Straßenverkehr erprobt.

    Mobililli unterwegs

    Mit interaktiven und neuartigen Spielideen macht der ACE Themen der Mobilität und Verkehrssicherheit für Kinder erlebbar.

    abgefahren

    Mit 5. und 6. Klassen werden Themen der Mobilität, Verkehrserziehung und Nachhaltigkeit lebensnah besprochen und praktisch erfahrbar gemacht. An drei Tagen betreut ein ACE-Moderator eine Klasse.

    Der Schulwegdoktor

    Mithilfe einer Checkliste werden Schulwege vor Ort in den ACE-Kreisen geprüft.
    Im Mittelpunkt stehen dabei:

    • die Geschwindigkeitsregelungen im Umfeld der Schule
    • die Nutzung von Beschilderungen, Aufpflasterung und Verschwenkungen
    • die Sichtbarkeit und Übersichtlichkeit der Fußwege
    • die Formen der Querungshilfen das Parkraummanagement vor der Schule
    • die Bushaltestellen-Situationen und die Entwicklung der Radwege
    • die Überprüfung der bereits vorhandenen Regelungen

    Schulweg-Ratgeber

    Unsere Tipps rund um den sicheren Schulweg auf zwei Seiten zusammengefasst.

    Zum Schulweg-Ratgeber (PDF)
    © Tschovikov / ACE
    © Emmerling / ACE

    Sicherheitstraining und Seminare

    Bei einem Verkehrssicherheits-Training die eigenen Einschätzungen und Verhaltensweisen auf den Prüfstand stellen und neue Erfahrungen sammeln.

    Zum ACE-Sicherheitstraining

    Sicher geschnallt – Sicherheit Ihres Kindes im Auto

    Die Anschnallpflicht von Kindern als Mitfahrer im Auto ist wie folgt gesetzlich geregelt: Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhaltesysteme für Kinder benutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind (StVO § 21 Personenbeförderung).

    Ratgeber Kindersicherheit im Auto

    Informationen und Tipps zu Kinderrückhaltesystemen

    Rückhalteeinrichtungen ECE-R 44 und ECE-R 129 für Kinder

    Derzeit gibt es zwei gültige Normen für Rückhalteeinrichtungen. Allerdings soll die Norm ECE-R 44 voraussichtlich 2018 von der Norm ECE-R 129 abgelöst werden.

    1.) ECE-Regelung Nr. 44 wird in 4 „Gewichtsgruppen“ eingeteilt:

    Gruppe 0+: bis 13 kg; bis ca. 18 Monate Babyschale.

    Bitte wechseln Sie erst so spät wie möglich zur nächsten Gruppe I. Der Transport entgegen der Fahrtrichtung ist mit Abstand die sicherste Methode, ein Kind vor einem Frontalaufprall zu schützen. Die Babyschale stützt den Kopf-, Hals- und Rückenbereich großflächig ab und bietet so einen sehr guten Schutz. Der Kopf des Kindes sollte durch die Babyschale noch abgestützt werden und auf keinen Fall herausragen.

    Gruppe I: 9 bis 18 kg; ca. 8 Monate bis ca. 4 Jahre Kindersitz mit Fangkörper. Kindersitz mit 5-Punkt-Gurt- und Reboard-System.

    Gruppe II: 15 bis 25 kg; ca. 3½ bis 7 Jahre

    Gruppe III: 22 bis 36 kg; ca. 6 bis 12 Jahre

    2.) ECE-Regelung Nr. 129 ("i-Size") gilt nur für Isofix-Systeme und wird nach Größe des Kindes eingeteilt:

    Für die Einteilung nach ECE-R 129 gibt es sechs verschiedene Kategorien, entsprechend der Größe des Kindes: Bis 60 cm, 60-75 cm, 75-87 cm, 87-105 cm, 105-125 cm, ab 125 cm.

    Kindersitze nach dieser Zertifizierung dürfen Kinder in den ersten 15 Lebensmonaten nur rückwärts transportieren. Kinderrückhaltesysteme nach der Norm ECE-R 129 gelten in allen EU-Staaten.

    Hinweis: Fahrzeug müssen ECE-R 129 kompatibel sein.

    Tipps zum Kauf und Gebrauch eines Kindersitzes

    Die Wahl des richtigen Kinderrückhaltesystems ist nicht einfach. Testergebnisse unabhängiger Prüfer sind eine Hilfe. Daneben kann eine gute Beratung im Handel entscheidend sein. Im Vorfeld sollten Sie sich über folgende Punkte im Klaren sein:

    • Größe und Körpergewicht Ihres Kindes feststellen.
    • Fahren weitere Kinder in Ihrem Fahrzeug mit?
      Andere Personen/Kinder sollten noch genug Platz daneben haben.
    • Welchen Pkw haben Sie (Modell, Baujahr, Besonderheiten)?
    • Der Kindersitz muss nach der gültigen Prüfnorm (ECE-R 44 oder R 129)
      zugelassen sein.
    • Wo soll der Sitz in Ihrem Auto montiert werden?
    • Beachten Sie unbedingt die Bedienungsanleitung Ihres Pkws. Machen Sie in Ihrem Fahrzeug auf jeden Fall einen Probeeinbau!
    • Lassen Sie sich den Einbau genau erklären. Der beste Sitz nützt nichts, wenn bei der Handhabung Fehler gemacht werden.
    • Passt der Sitz auch in andere Fahrzeuge (z.B. Zweitwagen oder Fahrzeug der Großeltern)?
    • Lassen Sie Ihr Kind Probe sitzen. Durch Mitbestimmung Ihres Kindes, z.B. über die Farbe des Kindersitzes, können Sie eine positive Einstellung fördern.
    • Der Bezug sollte nach Möglichkeit atmungsaktiv und pflegeleicht sein.
    • Änderungen am Sitz sollten mühelos erledigt werden können.
    • Die Bedienungsanleitung sollte verständlich und gut im oder am
      Sitz angebracht sein.
    • Verlauf der Gurte und Höhe der Kopfstützen von Zeit zu Zeit überprüfen und dem wachsenden Kind anpassen.

    Achtung!

    • Rückwärts gerichtete Kindersitze dürfen nur dann auf dem Beifahrersitz verwendet werden, wenn der Beifahrer-Airbag abgeschaltet ist, da im Falle einer Airbag-Auslösung akute Lebensgefahr für das Kind besteht. 
    • Wussten Sie, dass ein Fangkörper im Vergleich zu einem herkömmlichen 5-Punkt-Gurtsystem schwere Halswirbelverletzungen vermeiden kann? Im Falle eines Aufpralls rollt sich der Oberkörper des Kindes auf dem Fangtisch ab und die Kraft wird gleichmäßig absorbiert. Die besonders empfindliche Halswirbelregion wird durch den Fangkörper nicht so stark belastet. 
    • Bitte achten Sie auf eine ordnungsgemäße Ladungssicherung und vermeiden Sie die Mitführung ungeeigneten Spielzeuges (spitz und hart). Sichern Sie den Kindersitz, auch wenn Sie kein Kind transportieren.

    Kindersitze: Fragen und Antworten

    Wie lange muss überhaupt ein Kindersitz benutzt werden?

    Kinder müssen entweder 12 Jahre alt sein oder 150 cm groß. Ist eines dieser beiden Kriterien erreicht, muss kein Kindersitz mehr benutzt werden. Bitte achten Sie beim Anschnallen Ihres Kindes jedoch stets auf einen ordnungsgemäßen Gurtverlauf.

    Was ist beim Einbau zu beachten?

    Der Kindersitz muss sich fest in das Auto installieren lassen und darf dann nicht mehr wackeln oder verrutschen: Je fester, desto besser! (Betriebsanleitung Ihres Pkws beachten).

    Darf ich mein Kind auf dem Beifahrersitz mitnehmen?

    Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 150 cm sind, müssen in einem Kindersitz gesichert werden. Bei aktivem Beifahrerairbag darf niemals ein Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung montiert werden. In Fahrtrichtung kann der Beifahrersitz benutzt werden, er muss jedoch in die hinterste Position gebracht werden. Der Kindersitz muss aufrecht sein (keine Liegeposition). Beachten Sie auf jeden Fall auch die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs.

    Bei meinem Fahrzeug kann ich die Gurte in der Höhe verstellen, brauche ich trotzdem einen Kindersitz?

    Ja, Sie dürfen nicht darauf verzichten, denn es ist genauso wichtig, den Beckengurt richtig zu platzieren. Dieser würde ohne Sitzerhöhung zu hoch im Bauchbereich liegen und könnte schwerste Unterleibsverletzungen verursachen.

    Mein Kind ist noch nicht 150 cm und noch keine 12 Jahre alt. Es wiegt aber mehr als 36 kg. Was soll ich tun?

    Wenn Ihr Kind noch Platz in und auf dem Sitz hat, muss er weiter verwendet werden. Nach unserer Ansicht und nach Meinung vieler Hersteller kann das angegebene Prüfgewicht überschritten werden. Der Kindersitz hat keine eigentliche Haltefunktion. Er dient dazu, den Fahrzeuggurt kindgerecht zu führen. Nur für den Fall, dass der Körperumfang des Kindes so groß ist, dass es in keinen im Handel erhältlichen Kindersitz passt, kann durch die zuständige Straßenverkehrsbehörde (Stadt oder Landratsamt) eine Einzelausnahmegenehmigung erteilt werden.

    Was ist Isofix?

    Isofix ist eine genormte Schnittstelle zur Befestigung von Kindersitzen im Pkw.

    Immer ist von Prüfnormen wie ECE 44-03 und 44-04 die Rede. An was erkenne ich die Prüfnorm?

    Jeder Kindersitz muss das abgebildete orangefarbene Etikett aufweisen, auf dem Sie die Prüfnormen erkennen.

    Warum wurde die neu Norm ECE-R 129 ("i-Size") eingeführt?

    Das Körperwachstum der Kinder hat sich in den letzten Jahren verändert. Darauf wurde reagiert, um einen schnellen Wechsel in die nächst höhere Sitzgruppe zu vermeiden und die Sicherheit zu erhöhen. Die ECE-R 129 schreibt vor, dass Kinder bis 15 Monate immer rückwärts transportiert werden müssen. Somit wird die Verletzungsgefahr verringert. Mit der neuen Prüfnorm ECE-R 129 werden Kindersitze nicht mehr nach Gewichtsklassen eingeteilt, sondern die Größe des Kindes ist ausschlaggebend. Außerdem muss ein Kindersitz mit der Norm ECE-R 129 einen Seitencrashtest bestehen, sonst darf er nicht das Prüfsiegel tragen.

    Was ist von gebrauchten Kindersitzen zu halten?

    Wir empfehlen dringend, keine Kindersitze zu benutzen, von denen Sie die Vorgeschichte nicht kennen. (Vorsicht: versteckte Mängel!)

    Ich habe gehört, dass dicke Kleidung gefährlich sein kann, stimmt das?

    Dicke Kleidung trägt auf und verhindert, dass die Gurte eng am Körper anliegen. Oft, besonders in Babyschalen oder Sitzen der Gruppe I, ist gar kein korrekter Gurtverlauf möglich, da die Gurte von der Schulter rutschen. Dies bedeutet, dass es bei einem Unfall zu einer großen Vorverlagerung mit entsprechend höherer Belastung kommt. Daher: Wenn möglich bitte auf dicke Kleidung verzichten und lieber eine Wolldecke über das Kind legen!

    Wo ist der sicherste Platz für Kinder im Fahrzeug?

    Hinten in der Mitte. Dort ist Ihr Kind so weit wie möglich von allen Kollisionspunkten entfernt (beachten Sie unbedingt die Einbauanleitung des Sitzherstellers). Die zweitbeste Sitzposition ist auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz. Beim Aussteigen befinden sich Eltern/Kind auf der Gehwegseite und nicht auf der Fahrbahn. Die Kindersicherungen an den Türen sollten in jedem Fall aktiviert sein.

    Autounfall – und was ist mit dem Kindersitz?

    Bereits ab einer Aufprallgeschwindigkeit von 10 km/h kann der Kindersitz Beschädigungen aufweisen. Diese sind oftmals mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Zur Sicherheit des Kindes empfehlen wir deshalb, den Sitz nach einem Unfall gegen einen neuen auszutauschen.

    Kinder im Flugzeug

    Auch im Flugzeug ist die Verwendung eines Kinderrückhaltesystems zu empfehlen. Fragen Sie bei Ihrer Fluggesellschaft nach, welche Kindersitze auf Ihren Maschinen erlaubt sind. Es gibt Kindersitzmodelle, die eine sog. Flugzeugqualifikation aufweisen.

    Was Sie nicht machen sollten

    Lebensgefährlich für Ihr Kind im Auto

    • Kind ist ungesichert.
    • Rückwärts gerichtete Babyschalen auf dem Beifahrersitz,
      wenn der Airbag nicht deaktiviert ist.
    • Babyschale in Fahrtrichtung montiert.
    • Auf dem Schoß von Erwachsenen sitzend.
    • Auf dem Schoß des Erwachsenen mitgesichert.
    • Zwischen den Vordersitzen stehend.
    • Liegend auf dem Rücksitz.
    • Im Rückhaltesystem gesichert, der Kindersitz ist jedoch lose im
      Fahrzeug abgestellt.
    • Kind im Laderaum, z.B. Kombi.

    Starthilfe korrekt durchführen

    Ein dringender Termin steht an. Sie steigen in Ihr Auto und drehen den Zündschlüssel, aber nichts passiert. Die Autobatterie ist leer. Zum Glück kommt gerade der Nachbar um die Ecke und sieht das Dilemma. Hilfsbereit, wie er ist, bietet er seine Unterstützung an und holt ein Starterkabel aus dem Kofferraum seines Autos. Aber wie war das noch mal mit der Überbrückung?

    So gelingt die Starthilfe

    Autos richtig aufstellen

    Rangieren Sie das Spenderauto möglichst nah an das Empfängerauto, achten Sie aber darauf, dass sich die Autos nicht berühren. Schalten Sie beide Zündungen aus!

    Überbrückungskabel anschließen

    Schließen Sie ein Ende des roten Kabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie an. Einige Autos haben auch einen mit (+) gekennzeichneten Anschluss.

    Danach schließen Sie das andere Ende des roten Starthilfekabels an dem Pluspol (+) des Spenderautos an.

    Im nächsten Schritt klemmen Sie das schwarze Kabel an den Minuspol (-) der Batterie beziehungsweise einen extra dafür vorgesehenen Massepunkt des Spenderautos.

    Dann verbinden Sie das freie Ende des schwarzen Kabels mit dem hilfsbedürftigen Auto. Idealerweise an den dafür vorgesehenen Massepunkt. Bei direkter Verbindung mit der leeren Batterie besteht Explosionsgefahr durch Funkenflug!

    Strom übertragen

    Wenn die Überbrückungskabel angeschlossen sind starten Sie den Motor des Spenderfahrzeugs. Lassen Sie diesen zunächst einige Minuten laufen.

    Nach einigen Minuten können Sie versuchen, das Auto mit der entladenen Batterie zu starten. Wenn der Motor nicht sofort anspringt, warten Sie bis zum nächsten Startversuch erneut einige Minuten.

    War der Startversuch erfolgreich, wird das Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge demontiert – beginnen Sie mit dem schwarzen Kabel am hilfsbedürftigen Auto.

    Batterie laden

    Lassen Sie den Motor des hilfsbedürftigen Autos mindestens 30 Minuten laufen, damit die Batterie einen ausreichenden Ladestand erreichen kann.

    Starthilfe als Video

    Sicher durch die Baustelle

    Baustellen inner-, außerorts und auf Autobahnen sind gefährlich, kosten viel Geld, verursachen Verkehrsbehinderungen, nerven Autofahrer und bringen Straßenarbeiter in Gefahr. Oft dauern sie länger als notwendig und treffen dadurch auf Unverständnis der Autofahrer. Unser Baustellenratgeber enthält wichtige Verhaltensregeln zum sicheren Transit von Baustellen, um auf den durch Bautätigkeit verengten Fahrstreifen folgenschwere Unfälle zu vermeiden.

    Baustellenratgeber

    Baustellen auf Autobahnen

    Wer einen intakten Straßenzustand will, muss Autobahnbaustellen und zeitweise Behinderungen des Verkehrs in Kauf nehmen. Die regelmäßige Instandhaltung und Sanierung von Straßen sorgt dafür, dass der Verkehr auch künftig fließen kann. Baustellen sind keine Schikane. Gebaut wird, damit Mobilität funktioniert und Straßen sicher befahrbar bleiben.

    Im Bereich von Autobahnbaustellen gelten aus guten Gründen besondere Verkehrsregeln. Das bedeutet beispielsweise:

    • Tempo drosseln
    • zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten
    • Fahrstreifen entsprechend der Fahrzeugbreite wählen
    • Überholverbote beachten
    • mehr Abstand halten als sonst

    Verhalten Sie sich vor Autobahnbaustellen besonders vorsichtig, um Unfällen vorzubeugen.

    Baustellen sind Arbeitsplätze: Wer sich hier verkehrswidrig verhält, gefährdet Straßenmeister und Straßenbauarbeiter.

    Partnerschaft im Straßenverkehr hat im Bereich von Autobahnbaustellen besondere Bedeutung.

    • aufmerksam sein
    • vorausschauend fahren
    • Verständnis haben
    • Gelassenheit üben

    Motoren in den Ohren

    Stellen Sie sich einmal vor, an Ihrem Schreibtisch fahren ununterbrochen Autos vorbei. Der dabei entstehende Lärm ist nervtötend. Straßenbauarbeiter müssen das aushalten. Die Beachtung von Tempolimits hilft, die Beeinträchtigungen geringer zu halten.

    Damit sollten Sie immer rechnen

    • Tempolimits, Geschwindigkeitsüberwachung und Überholverbote
    • Schwellen in der Fahrbahn zum „Wachrütteln“, besonders in tempolimitierten Zufahrtsbereichen
    • Zäh fließender, dichter Verkehr und Staus
    • Verschmutzte Fahrbahnen, Staubschwaden, Baustellenverkehr und Bautrupps
    • Verengte Fahrstreifen ohne Standspur und folglich keine Ausweichmöglichkeiten
    • Auf- und Abfahrten ohne Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen
    • Fahrbahnverschwenkungen (Fahrbahnübergänge mit unterschiedlichem Höhenniveau) und Unebenheiten im Belag, besonders in Ein- und Ausfahrten
    • Zahlreiche Verbots-, Hinweis- und Warnschilder sowie Begrenzungsbaken, Fahrbahnbegrenzungen aus Beton und Signalfahnen sowie mobile Verkehrsleitsysteme auf Fahrbahnen und Standstreifen
    • Leuchtende und blinkende Bakenmarkierungen, ungewohnte Verkehrsführung, gesperrte Parkplätze
    • Bautrupps bei der Einrichtung, Absicherung und Demontage von Baustellen. Diese Kolonnen können sich am Fahrbahnrand, aber auch auf der Fahrbahn und am Mittelstreifen aufhalten
    • Teils beschädigte Markierungen in Form von Noppen und Klebestreifen auf der Fahrbahn
    • Zeitweise in die Fahrbahn hineinragende Baumaschinenteile sowie an- und abfahrende Baustellenfahrzeuge

    Wie Sie sicher durch die Baustellen kommen

    • Beachten Sie Gefahrenzeichen vor und in Baustellen. Geschwindigkeitsbegrenzungen vor Baustellen werden meist in den Stufen 100 – 80 – 60 Kilometer pro Stunde (km/h) angeordnet.
    • Das Durchfahrtsverbot auf verengten Spuren bezieht sich auf die tatsächliche Fahrzeugbreite samt beider Außenspiegel und nicht auf die in die Kfz-Papiere eingetragene Fahrzeugbreite. Im Zweifelsfall benutzen Sie den rechten Fahrstreifen, der in der Regel breiter ist.
    • Schalten Sie bei Staugefahr unverzüglich die Warnblinkanlage ein.
    • Schaffen Sie bei Bedarf Raum für die Rettungskräfte. Auf zweistreifigen Autobahnen wird die Rettungsgasse in der Mitte gebildet, bei drei und mehr Fahrstreifen wird die Rettungsgasse zwischen der linken und der mittleren Spur gebildet.
    • Auf Autobahnen kommt bei Stau die Gefahr immer von hinten. Halten Sie ausreichenden Abstand zum Vordermann, damit schaffen Sie einen Sicherheitspuffer.
    • Im Bereich von Baustellen wird mitunter auch der Standstreifen für den Verkehr streckenweise freigegeben. Folgen Sie dieser Aufforderung.
    • Werden Fahrstreifen zusammengeführt, gilt das Reißverschlussprinzip. Erst unmittelbar vor der Fahrbahnverengung reihen sich die Fahrzeuge im Wechsel auf dem durchgehenden Fahrstreifen ein. Je reibungsloser das Einordnen funktioniert, desto schneller ist die Engstelle überwunden.
    • Straßenmarkierungen in Baustellenbereichen sind gelb gekennzeichnet. Fahrbahnmarkierungen in Gelb haben grundsätzlich Vorrang vor solchen in Weiß.
    • Baustellen sind Staustellen: Im Stop-and-go-Verkehr passieren die meisten Auffahrunfälle. Deshalb: Wenn Sie anhalten müssen, kuppeln Sie aus und ziehen Sie die Handbremse. So lässt sich ein unbeabsichtigtes Weiterrollen des Fahrzeugs unterbinden. Bei Automatikgetrieben im Stand immer auf Leerlauf schalten, damit sich der Wagen beim versehentlichen Lockern der Fußbremse nicht in Bewegung setzt.
    • Halten Sie Abstand zum Vorausfahrenden. Richten Sie den Blick nach vorne, beobachten Sie aber auch das Verkehrsgeschehen hinter Ihnen im Rück- und Seitenspiegel. Orientieren Sie Ihre Fahrweise am Verkehrsfluss und an der Verkehrsführung.
    • Lassen Sie sich nicht vom nachfolgenden Verkehr bedrängen. Die breitere rechte Spur bietet mehr Platz und der Lkw vor Ihnen ist auf Streckenabschnitten mit Tempobegrenzung kaum langsamer als Sie. Überholen kostet Nerven und ist gefährlich.
    • Vermeiden Sie beim Passieren einer Baustelle jegliche Ablenkung. Das Fahren im Baustellenbereich erfordert höchste Konzentration. Telefonieren Sie nicht – auch nicht per Freisprecheinrichtung. Unaufmerksamkeit kann folgenschwere Unfälle verursachen.
    • Auf einigen extra ausgeschilderten Strecken darf nur noch versetzt gefahren werden, ein Überholen ist hier nicht gestattet. Halten Sie sich daran, es dient Ihrer Sicherheit.

    Was tun im Not- und Pannenfall?

    • Warnblinkanlage sofort einschalten.
    • Gasse für Rettungsfahrzeuge bilden.
    • Unfallstelle sichern, Rettungsdienste verständigen, Erste Hilfe leisten.
    • Bei einer Panne am eigenen Fahrzeug sofort die Warnblinkanlage einschalten. Versuchen Sie, wenn möglich, bis zur nächsten Ausbuchtung, Baustellenlücke oder zum Ende der Baustelle weiterzufahren.
    • Ist dies nicht möglich, sollte das Fahrzeug an der Seite des Fahrstreifens abgestellt werden. Nutzen Sie die Lücken zwischen den Absperrbaken. Dann verlassen alle Insassen umgehend das stehende Fahrzeug. Ausgestiegen wird auf der Seite, die dem vorbeifahrenden Verkehr abgewandt ist.
    • Beim Verlassen des Fahrzeugs sollte aus Gründen der besseren Erkennbarkeit eine Warnweste angelegt werden. In mehreren EU-Staaten ist das bereits Pflicht.
    • Erst vom gesicherten Standort aus werden an Notrufsäulen oder per Handy Polizei und Hilfsdienste verständigt.
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    Frühjahrscheck für Mitglieder

    ACE-Mitglieder genießen den Vorteil eines kostenlosen Fahrzeugchecks in den ACE-Partnerwerkstätten: Bei der Sichtkontrolle werden u.a. die Reifen, die Beleuchtung, der Verbandskasten, der Motorölstand und der Zustand der Batterie kontrolliert.

    Vergölst-Stationen in Ihrer Nähe

    Sicheres Auto – Fahrzeugtechnik im Blick

    "Aus den Augen, aus dem Sinn" gilt für viele Autofahrer, wenn es um Fahrzeugtechnik geht. Solange sich ihre vier Reifen drehen, interessiert sie auch das Drumherum nicht. Doch das sollte nicht so bleiben. Nicht nur die "Beine Ihres Autos" verdienen Aufmerksamkeit.

    Lüften Sie die Motorhaube ...

    Klimaanlage

    Einstellung

    Nicht nur in der prallen Sonne, auch in unseren Autos fällt es manchmal schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren. Da rund 60 Prozent aller Neuwagen hierzulande bereits mit einer Klimaanlage ausgeliefert werden, lässt es sich dann doch einigermaßen aushalten.

    Egal ob Climatronic, Thermatic oder Automatic Climate Control – eine angenehme Atmosphäre ist uns Einiges wert. Bei eingeschalteter Klimaanlage verbraucht ein Auto nämlich mehr Sprit. Und eine falsch eingestellte Klimaanlage kann bis zu zwei Liter Benzin pro 100 Kilometer schlucken.

    Während der Fahrt

    • Nachdem Sie losgefahren sind, wird die Klimaanlage so eingestellt, dass sie keine Luft mehr von außen ansaugt. Dadurch kühlt die Luft im Auto schneller ab.
    • Ein paar Minuten später wird der Klimaregler auf 20 bis 22 Grad eingestellt.
    • Wenn diese Temperatur erreicht ist, lässt man wieder Luft von außen ins Auto - die Gebläsedüsen sollten völlig geöffnet sein.

    Die Kaltluft darf aber nie direkt auf den Körper zielen, sonst droht leicht eine Erkältung. So lange genügend Kaltluft strömt ist auch kein „Klimaanlagencheck“ notwendig: Innenraumfilter werden meist ohnehin bei den Inspektionen gewechselt. Das gilt auch für das Kühlmittel: Bei normalem Betrieb dauert es bei vier bis sechs Jahre, bis die Leistung der Anlage spürbar nachlässt. Falls die Luft nach einiger Zeit „muffig“ riechen sollte und Ihnen das „stinkt“, lassen Sie das Gerät schnell und kostengünstig desinfizieren.

    Vor der Fahrt

    Alles funktioniert prima, solange der Mensch nicht eingreift. Werden jedoch einzelne Düsen manuell geöffnet oder geschlossen, gerät das System durcheinander – beispielsweise wenn das Gebläse zur schnellstmöglichen Kühlung auf Hochtouren arbeitet, am Armaturenbrett aber nur eine Lufteinlass-Düse auch wirklich offen ist. Oder, falls gleichzeitig die Fenster geöffnet wurden, und das Gebläse wie Sturmgebraus dröhnt. Ständig geöffnete Fenster sind aber weder billiger noch umweltfreundlicher als die Klimaanlage: Sie erhöhen den Luftwiderstand so stark, dass das Auto noch mehr Sprit braucht.

    So behalten Sie am besten einen kühlen Kopf:

    • Vor dem Losfahren alle Türen öffnen und den Wagen gut durchlüften lassen. 
    • Beim Losfahren sind die Fenster und eventuell das Schiebedach zu öffnen - sie werden nach gut drei Minuten wieder geschlossen.
    • Wenn der Motor gestartet ist, wird die Klimaanlage auf die niedrigste Temperatur gestellt und das Gebläse voll aufgedreht.

    Reifen

    Abnutzung

    Oftmals müssen Autofahrer nur einen oder zwei Reifen ersetzen – beispielsweise nach einem Plattfuss oder nachdem die Reifen die vorgeschriebene Profiltiefe unterschreiten. Dann stellen sich viele Fahrer die Frage, an welcher Achse die neuen Reifen montiert werden sollen. Zahlreiche Tests belegen, dass sich ein mit der Vorderachse ausbrechendes Fahrzeug viel leichter wieder unter Kontrolle bringen lässt als beim Ausbrechen über die Hinterachse.
    Deshalb gilt, um Ihre Sicherheit zu erhöhen, neue oder kaum gebrauchte Reifen grundsätzlich auf der Hinterachse zu montieren.

    Geschwindigkeitsindex

    Die Reifenkennzeichnung auf der Flanke hat unter anderem auch Buchstaben, der eine bezeichnet die Bauart des Reifen "R" Radialreifen. Der Zweite Buchstabe gibt Aufschluss über die zulässige Höchstgeschwindigkeit für die der Reifen ausgelegt ist.
    z.B. 195/65 R 15 H — das H steht für "zugelassen bis 210 km/h"

    Die am häufigsten im PKW Bereich auftretenden Bezeichnungen:
    Q = 160 km/h R = 170 km/h
    S = 180 km/h T = 190 km/h
    H = 210 km/h V = 240 km/h
    W = 270 km/h Y = 300 km/h
    ZR = über 240 km/h

    Lagerung

    Reifen vor dem Abnehmen markieren, z.B. die Laufrichtung und die Position.
    VR = vorne rechts VL = vorne links
    HR = hinten rechts HL = hinten links
    Reinigen Sie die Reifen und entfernen Sie die Steinchen aus den Profilrillen.
    Wählen Sie einen trockenen und kühlen Lagerraum, er sollte frei von Benzin, Öl, Fett oder Chemikalien sein.
    Reifen auf Felgen sollten Sie liegend lagern, am besten ist ein "Felgenbaum". Reifen ohne Felgen sollten senkrecht gestellt und von Zeit zu Zeit gedreht werden.

    Leichtlaufreifen

    Leichtlaufreifen sind Reifen bei denen dank neuer Mischungstechnologien der Rollwiderstand deutlich optimiert ist. Durch die Verwendung von Leichtlauf- Reifen kann der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden. Die Automobilindustrie rüstet ihre Neuwagen grundsätzlich mit Leichtlaufreifen aus. Deshalb sollte beim Reifenwechsel darauf geachtet werden, dass die alten durch neue Leichtlaufreifen ersetzt werden. Diese kosten zwar etwas mehr, doch diese Investition zahlt sich auf Dauer aus.
    Die Senkung des Rollwiderstands um 30% kann eine Kraftstoffersparnis zwischen 3% auf der Autobahn und 6% im Stadtverkehr bringen.

    Luftdruck

    Viele Reifenschäden und Unfälle werden durch einen falschen Reifenfülldruck ausgelöst. Doch der Luftdruck hat auch entscheidenden Einfluss auf den Reifenverschleiß und den Kraftstoffverbrauch.

    • Ein um 0,2 bar geringerer Druck hat ein Prozent mehr Spritverbrauch und eine um 10 Prozent geringere Reifenlebensdauer zur Folge.
    • Bei 0,4 bar weniger erhöht sich der Spritverbrauch um zwei Prozent und die Lebensdauer verringert sich um 25 Prozent.
    • 0,6 bar Minderdruck erhöht den Benzinverbrauch um vier Prozent und reduziert gleichzeitig die Lebensdauer des Reifens um 45 Prozent.
    • Zu geringer Luftdruck verstärkt die Walkarbeit des Reifens. Dadurch erhitzt er sich übermäßig und kann im Bereich der Karkasse (des Reifenunterbaus) bis zu 130 °C heiß werden, im schlimmsten Fall kann es zum Platzen des Reifens führen.

    Es wird empfohlen, die Reifen mit 0,2 bar mehr als vom Autohersteller angegeben zu befüllen.

    Markenbindung

    Die so genannte Fabrikatsbindung wurde vom Bundesverkehrsministerium aufgehoben. Durch diese Aufhebung haben die im Fahrzeugschein ggf. enthaltenen Eintragungen keine direkte Rechtswirksamkeit mehr, sie können jedoch als Empfehlung betrachtet werden.
    Bei den für Straßenverkehr zugelassenen Sportwagen, wie z.B. Porsche, Ferrari usw., wird empfohlen, sich an die in den Fahrzeugpapieren eingetragenen bzw. von den Herstellern empfohlenen Reifen und Marken zu halten.

    Nutzungsdauer

    Die Reifenindustrie empfiehlt, Reifen nach maximal zehn Jahren auszumustern.

    Ältere Pkw-Reifen sollten jedoch grundsätzlich nur noch benutzt werden, wenn sie vorher unter normalen Bedingungen gefahren wurden. Sie sollten auch nicht mehr ummontiert, sondern nur noch im laufenden Betrieb abgefahren werden.

    Reifen an Wohnwagen, Anhängern oder anderen so genannten Standfahrzeugen, die nicht regelmäßig bewegt werden, altern schneller.

    Bei Gespannen aus PKW mit Anhänger, die nach § 18 StVO eine 100 km/h-Zulassung besitzen, schreibt der Gesetzgeber als Höchstalter von sechs Jahren für die Reifen vor.

    Produktionsdatum

    Das Produktionsdatum eines Reifen ist in die Seitenwand des Reifens eingeprägte. Die vierstellige DOT-Nummer gibt die Produktionswoche und das –Jahr an. Steht z.B. hinter "DOT" und den darauf folgenden vierstelligen Buchstabenkombinationen zum Beispiel eine 1204, so bedeutet das, dass der Reifen in der 12. Kalenderwoche des Jahres 04 hergestellt wurde.

    Reifengas

    Normale Luft entweicht nach und nach durch die Innenschicht des Reifens nach außen. Der Luftdruck sollte regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert werden. Grund für diese Empfehlung, durch regelmäßige Kontrollen kann man eventuelle Schädigungen, wie eingefahrene Nägel, am Reifen eher feststellen.

    Eine Alternative zur Luftbefüllungen ist die Befüllung mit Stickstoff. Stickstoff  hat größere Moleküle als Luft, daraus lässt sich ableiten, dass in einem mit Stickstoff befüllten Reifen der Innendruck etwas langsamer abgebaut wird als bei einem gleichen Reifen mit Luftfüllung.

    Die Füllung der Reifen mit Stickstoff ist mit Mehrkosten verbunden die im Vergleich zum Nutzen nicht unbedingt gerechtfertigt sind. Einen entscheidenden Vorteil hat die Stickstofffüllung allerdings: Es gelangen keine Feuchtigkeit und Ölrückstände ins Innere, die zur Schädigung des Reifens führen können (Luftfeuchtigkeit und Öldämpfe entstehen bei der Komprimierung der Luft im Kompressor). Der diffusionsbedingte Druckverlustunterschied an einem intakten Reifen spielt in der Praxis eigentlich keine Rolle.

    Reifenschäden

    Bei Reifenschäden ist oft eine Reparatur möglich und spart Geld und Ressourcen. Doch man kann nicht pauschal sagen, welche Verletzungen reparabel sind, ohne Abstriche bei der Sicherheit des Fahrzeugs zu machen. Häufig ist allerdings ein Austausch des defekten Reifens unumgänglich.
    Grundsätzlich sagt die Richtlinie B3620 und der §36 StVZO nichts zum Thema Geschwindigkeitsindex der reparierten Reifen aus. Das bedeutet es gibt keine gesetzliche Beschränkung in dieser Hinsicht.
    Es wird empfohlen keine ultra leistungsstarken Reifen (W, Y und ZR) zu reparieren.
    Beurteilen kann dies letztendlich nur der Fachmann.

    Scheibenwischer

    Geschwindigkeit

    Auch hohe Geschwindigkeit führt zu erhöhtem Unfallrisiko. Zu wenige Autofahrer sind sich überhaupt darüber im Klaren, dass sie bei 100 km/h in nur vier Sekunden bereits über 110 m zurücklegen. Bei normaler Einstellung bewegt sich der Scheibenwischer in dieser Zeitspanne lediglich zwei bis drei Mal. Um so mehr kommt es auf voll funktionstüchtige Wischer an.
    Defekte Scheibenwischer sollten aus Gründen der Verkehrssicherheit unverzüglich ausgetauscht werden.

    Sauberkeit

    Im Herbst und Winter werden Scheibenwischer besonders strapaziert. Ältere Gummilippen am Wischerblatt verhärten und funktionieren nicht mehr einwandfrei. Und nach Frostnächten und bei verschmutzten Scheiben entstehen schnell kleine Risse im Gummi, die beim Wischen große Schlieren hinterlassen.

    Solche Streifen auf der Frontscheibe können die Sicht massiv beeinträchtigen. Bei Dunkelheit und regnerischer Witterung gerät die Fahrt so schnell zum Blindflug. Richtig kritisch wird es, wenn das Scheinwerferlicht entgegenkommender Autos zusätzlich noch blendet.

    Scheinwerfer

    Verschmutzte Scheinwerfer

    Nicht alle Fahrzeugfabrikate verfügen über automatische Waschanlagen für Scheinwerfer. Deshalb müssen Autofahrer immer wieder zum feuchten Wischtuch oder Schwamm greifen und das Glas von Hand säubern.
    Eine verschmutzte Scheinwerferscheibe kann zu einem Leuchtkraftverlust von bis zu 75 Prozent führen. Das schränkt bei Dunkelheit die Weitsicht massiv ein und beeinträchtigt auch die Wahrnehmung durch andere Verkehrsteilnehmer.

    Wasser im Scheinwerfer

    Wasser im Scheinwerfer beeinträchtigt nicht nur die Leuchtkraft, sondern beschädigt auch die Reflektoren, die sich hinter den Birnen befinden. Mitunter hilft bereits der Fahrtwind, um Feuchtigkeit im Inneren der Scheinwerfer wieder zu vertreiben.

    Moderne Scheinwerfanlagen haben schließlich Lüftungsschlitze. Auch eingeschaltete Scheinwerfer sorgen durch ausstrahlende Wärme normalerweise für eine trockene Umgebung. Niemals aber sollte mit Pressluft in den Scheinwerfer geblasen werden: Das Risiko einer Beschädigung der Reflektorenoberfläche ist recht groß.

    Dringt wiederholt Wasser hinter dass Scheinwerferglas, sind vermutlich die Klebenähte zwischen Gehäuse und Scheinwerferglasscheibe beschädigt. Dann hilft möglicherweise Silikon als Dichtungsmittel. Häufig ist jedoch eine porös gewordene Gummidichtung zwischen Glas und Gehäuse schuld an der Feuchtigkeit. Dann muss die Dichtung ausgebaut und gewechselt werden. Zahlreiche Autos verfügen über Scheinwerferanlagen, die eine bauliche Einheit bilden und nicht abgenommen werden könne. Hier hilft dann nur ein Komplettaustausch, der von einer Fachwerkstatt erledigt werden sollte.

    Verbandskasten

    Verbandskasten regelmäßig überprüfen

    • Hilfsmittel wie Schere oder Handschuhe sind regelmäßig auf Vollständigkeit und Funktion zu überprüfen, weil sie gerne entnommen und zweckentfremdet werden.
    • Nach Ablauf des Verfallsdatums muss das Verbandsmaterial unbedingt ausgetauscht werden, auch wenn es noch eingeschweißt ist. § 35h StVZO schreibt zwar nichts von einer Überprüfung der Verfallsdaten, aber § 4 des Medizinproduktgesetzes muss beachtet werden: Danach dürfen Medizinprodukte, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nicht mehr angewendet werden. Also: Veraltetes Erste-Hilfe-Material im Verbandskasten umgehend erneuern, sonst droht Bußgeld!
    • Falls der Box-Inhalt ergänzt oder ausgetauscht werden muss, kann ein Preisvergleich nicht schaden. Die Preisunterschiede sind groß.
    • Oftmals kann es günstiger sein, sich gleich einen neuen Verbandskasten anzuschaffen, als relativ teure Austausch-Sets zu erwerben.
    • In Apotheken werden die Sets gewöhnlich überteuert angeboten. In Drogeriemarktketten und bei Discountern gibt es normgerechte Markensets günstiger.
    • Generell gilt, schon beim Kauf das Verfallsdatum kritisch zu prüfen.

    Rechtsgrundlage

    Es genügt schon lange nicht mehr, ein Erste-Hilfe-Set im Fahrzeug mitzuführen; der seit 1970 vorgeschriebene Verbandkasten muss gemäß der DIN-Norm 13164 auch vollständig bepackt sein.

    Diese Verpflichtung ergibt sich  aus der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO § 35 h). Nur eine rundum einsatztaugliche Erste Hilfe-Box erfüllt im Ernstfall ihren Dienst.

    Sicher durch jede Jahreszeit

    Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, jede dieser Jahreszeiten stellt eine eigene Herausforderungen an die Verkehrsteilnehmer.

    Ratgeber Fasnacht

    Die fünfte Jahreszeit: fröhlich Feiern und ein gut nach Hause kommen. Lesen Sie auch unser Mundart-Appell an närrische Autofahrer.

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