Wohnmobil ist am Wegesrand geparkt

CARAVAN UND WOHNMOBIL NEUHEITEN

Neuheiten aus der Caravaning-Branche

Der Urlaub mit dem Wohnmobil erfreut sich großer Beliebtheit. Wir informieren hier über Neuheiten aus der Branche. Was bieten die neuen Modelle und Baureihen? Was gibt es an Innovationen? Egal ob es um den Umbau eines Vans oder die Neuanschaffung eines Reisemobils geht. Wir hören uns um, was es rund ums Wohnmobil spannendes zu erzählen gibt.

Neuheiten auf dem Wohnmobilmarkt

Grafik zur Wohnmobil Statistik
© CIVD

Caravaning auf Rekordkurs

Trotz oder vielleicht wegen Corona: Die Neuzulassungen von Wohnmobilen und Caravans brechen alle Rekorde. Der Herstellerverband nennt für das vergangene Jahr exakt 78 055 neu zugelassene Wohnmobile und 29 148 neue Caravans. Zusammen erreichten sie erstmals mehr als 100 000 Neuzulassungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Wohnmobile: Hier haben sich die Zulassungen in nur vier Jahren verdoppelt und in acht Jahren vervierfacht. Für das laufende Jahr erwartet der CIVD einen weiteren Zuwachs von zusammen zehn Prozent.

Mini-Campingbus Vanderer Innanansicht
© Vanderer, Noah Simma

Mit Vanderer auf Wanderschaft

Klein aber oho: Das trifft für den Mini-Campingbus namens Vanderer zu. Die junge Marke aus Kempten im Allgäu verwandelt den fünfsitzigen Citroen Berlingo in ein schmuckes kompaktes Wohnmobil. Sitzbank im Heck, linkerhand eine ausziehbare Küchenzeile, gegenüber eine Staukiste mit Spüle, alles hübsch aus Holz gearbeitet. Die Einrichtung dienst nachts als Basis für ein Doppelbett. Oben schafft das serienmäßige Aufstelldach Luft und Raum im Erdgeschoss. Gleichzeitig bildet es die Basis für ein weiteres Doppelbett. Die Preise des kompakten und alltagstauglichen Vanderer beginnen bei 28 990 Euro. Mit dem Van auf Wanderschaft – Ergebnis ist der Vanderer.

Bürstner Copa Campingbus
© Magali Hauser

Bürstner Copa: Sitze nach Wahl

Caravan- und Wohnmobilhersteller Bürstner nimmt erstmals einen Kompakt-Campingbus ins Programm. Der neue, knapp fünf Meter lange Bürstner Copa (Preis ab 39 990 Euro) basiert auf dem Ford Transit Custom. Sein Grundriss mit Küchen- und Schrankzeile in Fahrtrichtung links ist klassenüblich. Zur Serienausstattung gehören ein Aufstelldach und eine Klimaanlage. Ungewöhnlich: Rücksitze kosten extra: Wahlweise gibt es ein Holiday-Paket mit Klappsitzbank (6490 Euro) oder die Bus-Version mit zwei Einzelsitzen (4490 Euro). Enthalten ist jeweils eine Kühlbox. Achtung Garagenbesitzer: Die Fahrzeughöhe mit geschlossenem Dach beläuft sich auf 2,09 Meter.

© Wohnmobil Innenraum
© LMC

Caravan mit Aussicht

Im Bett liegen und dabei die Sterne genießen? LMC entwickelt zurzeit einen Caravan mit Faltschiebedach. Es ist beim Prototyp namens Style 450D direkt über dem Doppelbett angeordnet und wird zurzeit getestet. Zu rechnen ist mit einer Premiere auf der Messe Caravan-Salon im Sommer. Bereits im Frühjahr geht der LMC Style 400F an den Start. Dieser Wohnwagen verfügt über ein Klappbett oberhalb der Sitzgruppe. Das Möbel erinnert an die einst üblichen Schrankbetten, die heute in Miniaturhäusern ihre Auferstehung feiern.

Logo Caravaning Gutachter Fachverband e.V.
© Caravaning Gutachter Fachverband e.V.

Spezialisiert: Caravaning-Gutachter

Ob Gebrauchtkauf oder Neuwagen: Manchmal gibt es Ärger zwischen Käufer, Händler und Hersteller. Sachverständige helfen, doch Spezialisten für die Besonderheiten von Caravans und Reisemobilen sind rar. Hier hilft der Caravaning-Gutachter-Fachverband (CGF) mit seinen mehr als 60 Mitgliedern. Sie sind ausgebildet für die Erstellung von Wertgutachten, sowie Mängeldokumentation.

© Messe Düsseldorf / ctillmann

Caravan Salon

Der Caravan Salon findet jedes Jahr in Düsseldorf statt. Wir berichten regelmäßig darüber:

Elektro-Campingbus e-Fixxter
© e-Fixxter

Elektro-Camper e-Fixxter

Die niederländische Marke Camperfixx kündigt einen vollelektrisch angetriebenen Campingbus an – den ersten mit einer ansprechenden Reichweite für Urlaubsfahrten. Basis sind die mittelgroßen Ausführungen der E-Varianten von Citroen Jumpy, Peugeot Expert und Opel Vivaro. Sie sind ab Werk mit einem Batteriepaket von bis zu 75 kW Kapazität ausgestattet. Die Reichweite beläuft sich nach WLTP-Standard auf bis zu 330 Kilometer. Per Schnellladung bunkern die Vans in einer halben Stunde bis zu 80 Prozent der Batteriekapazität. Den Ausbau übernimmt der ebenfalls niederländische Bushersteller VDL. Typisch Camperfixx ist eine wahlweise zwei- oder dreisitzige Klappsitzbank. Sie verwandelt sich nachts in ein 135 Zentimeter breite Bett im Erdgeschoss.

VANTourer steht auf einer Wiese
© VANTourer

Einer für alles

Der neue Van Tourer Urban ist weniger ein Campingbus für die Stadt, als ein Bus für alle Tage. Seine Plattform bildet der Mercedes Vito in mittlerer Länge von 5,14 Metern. Es gibt den Urban in drei Ausstattungsvarianten, sie unterscheiden sich durch Vorderrad- und Hinterradantrieb sowie den Ausstattungsumfang. Immer an Bord sind der Tisch und eine Schrankzeile, eine herausnehmbare Küche sowie eine Klappsitzbank mit zwei Plätzen im Erdgeschoss sowie ein Aufstelldach mit einem weiteren Bett. Praktisch: Trotz Klappdach bleibt der Urban unter zwei Meter Höhe – damit ist er tatsächlich stadttauglich. Ab 49 900 Euro geht es los.

Hymer App
© Hymer

Das Wohnmobil wird schlau

Ob Auto, Haus oder Industrie: Begriffe wie Vernetzung oder Smart Home haben Hochkonjunktur. Das Thema sickert auch in Wohnmobile mit ihrer komplexen Bordtechnik und der Verbindung zum Wohnmobil-Basisfahrzeug ein. Die neue Hymer Connect App vernetzt die zahlreichen Komponenten. So lassen sich per Smartphone bereits aus Entfernung Heizung, Licht oder Satellitenanlage regeln. Passende Szenarien lassen sich für Ankunft oder Abfahrt am Stellplatz programmieren oder für das Aufstehen morgens. Checklisten unterstützen bei den notwendigen Handgriffen. Klassische Informationen wie der Status von Batterie und Tranks lassen sich abrufen. Die Zahl der Funktionen soll fortwährend ausgebaut werden. Die neue App steht exklusiv für die Hymer B-Klasse Masterline zur Verfügung.

Reisemobil Challenger X150
© Sassoulas Sebastien

Zwischen den Welten

Kompakt, leicht und pfiffig eingerichtet: Der neue Challenger X150 siedelt sich zwischen den klassischen Reisemobilwelten an. Mit sechs Meter Länge und 2,1 Meter Breite ist er so schlank wie ein Campingbus, dank seines vollwertigen Aufbaus aber geräumig und gut isoliert wie ein teilintegriertes Mobil. Die Karosserie ist modern gestaltet, die Einrichtung pfiffig. Das betrifft hübsche Accessoires und Deko-Elemente ebenso wie den Grundriss mit einer üppigen Längssitzgruppe plus elektrisch betätigtem Hubbett darüber. Dank Dieselheizung ist der Challenger X150 weitgehend unabhängig von der herkömmlichen Gas-Infrastruktur. Die Preise beginnen bei 59 990 Euro.