Wohnmobil ist am Wegesrand geparkt

NEUHEITEN CARAVAN UND WOHNMOBIL

Neuheiten aus der Caravaning-Branche

Der Urlaub mit dem Wohnmobil erfreut sich großer Beliebtheit. Wir informieren hier über Neuheiten aus der Branche. Was bieten die neuen Modelle und Baureihen? Was gibt es an Innovationen? Egal ob es um den Umbau eines Vans oder die Neuanschaffung eines Reisemobils geht. Wir hören uns um, was es rund ums Wohnmobil spannendes zu erzählen gibt.

Neues rund um Wohnmobile und Wohnwagen

Der neue Bulli: VW Multivan T7
© VW

Bulli mal ganz anders

Hier ist die Basis für den nächsten VW California: VW hat den neuen Multivan T7 vorgestellt. Die Grundversion ist auf 4,97 Meter Länge gewachsen, dazu etwas breiter und flacher geworden. Das optionale Panoramafenster im Dach entspricht dem Ausschnitt für den künftigen Aufstieg in ein Aufstell- oder Hochdach. Die Crashvorgaben führen zu einer längeren Nase, daher erreicht der Neue erst in der Langversion (5,17 Meter) das Volumen des aktuellen Modells. Der neue Multivan ist mehr Großraumlimousine als Bus, das zeigen die schnittige Optik und die Einrichtung mit nun leichteren Einzelsitzen auf einem sehr variablen Schienensystem anstelle der traditionellen Klappsitzbank im Heck. Unter der Motorhaube starten Benziner und ein Plug-In-Hybrid mit einer Spanne von 100 kW (136 PS) bis 160 kW (218 PS). Ein Diesel (110 kW (150 PS) folgt, reine E-Varianten sind nicht vorgesehen. Ein DSG-Getriebe ist serienmäßig, das digitalisierte Cockpit und die Bedienung entsprechen ebenso wie die Plattform und die Vielzahl von Assistenzsystemen dem aktuellen VW Golf. Preise sind noch nicht bekannt.

VW Camper mit einem Dach von Polyroof
© Polyroof

Flexibel und schick reisen: Polyroof Transvan

Gäb’s einen Wettbewerb um das schönste Dach für Campingbusse, Polyroof hätte beste Chancen. Das schnittige Dach mit Panoramafenster steht dem VW T6 perfekt. Prompt besteht das Hauptgeschäft des Familienbetriebs daraus, dem serienmäßigen VW California ein neues Hochdach zu verpassen. Veredelt mit Schränken oder einer großen Ablage. Doch der Betrieb aus Dransfeld bei Göttingen kann noch viel mehr und verwandelt den VW Caravelle in den Polyroof Transvan, ein vielseitiges Freizeitfahrzeug. Die geklappte Sitzbank wird dann mit Hilfe einer trickreichen Auflage zum großen Bett. Obendrüber schwebt das Polyroof-Hochdach – oder das ehemalige Aufstelldach aus einem umgebauten VW California.

Caravan von Hobby: luftig-leicht eingerichtet wie ein Strandpavillon
© Hobby

Strandpavillon auf Rädern

Superleicht, Preis ab 12 000 Euro und drinnen luftig-leicht eingerichtet wie ein Strandpavillon: Caravanhersteller Hobby beschreitet mit dem neuen Beachy andere Wege. Sein Dach ist geschwungen wie eine Welle, die Einrichtung einfach: große Sitzgruppe, oben offene Regale mit Haltebändern, unten ein Sideboard, vorne links ein begehbarer Kleiderschrank mit Platz für eine portable Toilette, daneben eine simple Küche mit Wasseranlage und Kühlbox. Heizung, Gasanlage, Herd? Fehlanzeige. Aber hinten eine Stalltür mit Bullauge für den Blick ins Freie und drinnen Stoffe wie aus Seemannsgarn gesponnen. Es gibt einen Grundriss in drei Längen und viel Fantasie, was sich am Meer oder in den Bergen mit der tollen Kiste alles anfangen lässt.

Wohnmobil Ducato 2021
© FCA

Fiat Ducato: neue Motoren, neues Cockpit, neue Assistenzsysteme

Das Wohnmobil-Basisfahrzeug Nummer eins macht einen deutlichen Entwicklungssprung. Von außen ist die neue Generation am großen Markenschriftzug im Kühlergrill zu erkennen. Unter dem Blech tut sich mehr: Ein neuer Dieselmotor hält Einzug, mit 2,2 Liter Hubraum und einer unveränderten Leistungsspanne von 89 kW (120 PS) bis 130 kW (177 PS). Wichtig: Sie entsprechen nun den neuesten Grenzwerten Euro 6d, bei schweren Wohnmobilen den Grenzwerten Euro VI-E. Ob Armaturentafel, Lenkrad, Schaltknauf oder Tastenleiste, Fiat hat alles aufgefrischt. Herausragend sind die optionalen digitalen Instrumente. Hinzu kommt auf Wunsch eine Fülle von Assistenzsystemen sowie ein schlüsselloser Einstieg und LED-Scheinwerfer.

Campingplatz Odmoree in Slowenien
© Ecocamping

Camping – aber (öko)logisch

Umwelt- und Naturschutz mit einem definierten Maßnahmenplan, Dokumentation von Energie- und Wasserverbrauch sowie Abfallaufkommen, CO2-Bilanz – mehr als Die mehr als 200 Campingplätze zwischen Deutschland, Italien und Kroatien der Organisation Ecocamping achten auf umweltschonenden Campingurlaub. Jetzt sind sechs weitere Plätze hinzugekommen: in Italien Camping Fornella und die Camping Residence Punta Spin, dann Camping & Hostel Odmoree in Zadar/Slowenien, schließlich Pine Beach und das Ferienzentrum Bi Village sowie Big Bear Plitvice Nature Resort in Kroatien. Sie alle haben Besonderheiten, stellen zum Beispiel eigenes Olivenöl her, nutzen eine vollbiologische Wasseraufbereitungsanlage oder bieten ein autofreies Konzept plus Übernachtung in Natur-Schilfhütten.

Hobby Optima Ontour Reisemobil mit Gasflasche
© Hobby

Geben Sie Gas – aber richtig

Vieles ist in Europa einheitlich, nur nicht die Gasversorgung für Reisemobile und Caravans. Dabei werden die meisten Heizungen, Kühlschränke und Kocher mit Flüssiggas betrieben. Neu-Caravaner erleben daher Überraschungen. Sie kennen das Linksgewinde der Gasflasche vom Gasgrill, auch das Tauschkonzept der grauen Stahlflaschen leer gegen voll. In vielen Ländern Europas aber werden Gasflaschen befüllt. Da hilft das vierteilige Euro-Füllset mit passenden Anschlüssen aus dem Fachhandel. Nicht in jedem Land aber werden deutsche Gasflaschen befüllt. Dann helfen Mietflaschen, für sie gibt es Adapter als Anschluss. Vorsicht: Nicht jede Flasche passt in jeden Gaskasten, mit der großen französischen 13-Kilo-Flaschen kann’s eng werden. Gasflaschen haben keine Tankanzeige, ein Füllstandssensor kann helfen. Gasflaschen sind schwer: Die typische deutsche Elf-Kilo-Stahlflasche wiegt befüllt das Doppelte. Rückenschonender sind leichte Aluminium-Gasflaschen.

LMC Innovan
© LMC

Viel Van fürs Geld

Vor mehr als 30 Jahren galt er als Pionierleistung: LMC setzte mit dem Liberty 1000 als Campingbus mit Bad auf Fiat Ducato Maßstäbe. Heute sind diese Vans Bestseller – jetzt will LMC mit dem neuen Innovan wieder mitmischen. Es gibt ihn in drei Längen von 5,4 bis 6,4 Metern, im Heck mit Doppelbett quer oder Einzelbetten und einem Waschraum sowie Küchenzeile und Sitzgruppe davor. Das Innendesign ist dezent in Grau gehalten. Auf Wunsch erweitert ein Aufstelldach mit einem zusätzlichen Doppelbett den Lebensraum der drei Vans. Die Preise beginnen bei 39 900 Euro. Zum Start spendiert LMC ein dickes Ausstattungspaket mit Markise, Rückfahrkamera und einer dieselbetriebenen Heizung.

Ausgestellter Caravan im Erwin-Hymer-Museum
© Erwin-Hymer-Museum

Geburtstag mit Plastic Fantastic

Erwin Hymer Museum feiert Geburtstag: Die einmalige Sammlung am Hymer-Stammsitz im oberschwäbischen Bad Waldsee bietet markenübergreifend eine einzigartige Reise durch die Geschichte der Caravans und Reisemobile. Zehn Jahre nach der Eröffnung vermittelt die aktuelle Sonderausstellung namens "Plastic Fantastic" einen Eindruck von der Welt fantasievoller Kunststoff-Karosserien vergangener Jahrzehnte, vom eiförmigen Caravan „Windspiel“ über den schicken Fahti Luxus bis zum „Hobbyplast“-Wohnwagen aus der DDR. Die Dauerausstellung zeigt mehr als 80 Caravans und Reisemobile über zwei Stockwerke auf 10 000 Quadratmeter Fläche. Öffnungen nach den aktuellen Corona-Vorgaben.

Innenansicht der Fahrerkabine eines Wohnmobils
© Bürstner

Wohnmobil mit Zusatzzahl

Zu wenig Schlafplätze für den Nachwuchs an Bord? Bürstner hat die Antwort für Kinder oder Enkel als gelegentliche Mitfahrer im Wohnmobil: Ein Zusatzbett vorne quer im Fahrerhaus von Vans, Teilintegrierten und Alkovenmobilen auf Basis des Fiat Ducato schafft weiteren Platz für die Nacht. Die Liegefläche misst 160 x 90 Zentimeter. Matratze und das passende Spannbetttuch passen in die mitgelieferte Tasche. Das Zusatzbett kostet 299 Euro und ist über die Bürstner-Handelspartner zu bekommen.

Caravan mit Dachzelt auf dem Dachträger
© Thule

Leben auf dem Dach

Ob Kletterer, Kanuten oder Camper: Anstelle eines Wohnmobils oder Caravans genügt fürs Hobby häufig ein Dachzelt. Doch wohin mit sperrigen Sportgeräten? Thule hat die Antwort: Tepui Foothill heißt ein neues Dachzelt das seitlich auf dem Dachträger Platz für allerhand Gerätschaften lässt. Der Trick: Das Dachzelt ist nur 61 Zentimeter breit und lässt sich seitlich über die Fahrzeugkontur aufklappen. Es stützt sich dann auf eine Leiter ab. Die Liegefläche misst 213 x 119 Zentimeter, Fenster lassen Licht und Luft herein. Das Gewicht beläuft sich auf 49 Kilogramm. Geschlossen ist das Dachzelt nur 24 Zentimeter hoch, passt daher je nach Basisfahrzeug sogar aufgesetzt in die Garage. Thule verspricht einfaches Aufstellen und Zusammenfalten des Dachs durch nur eine Person.

Ein Wohnmobil parkt am See auf dem Stellplatz Tönning
© Top-Platz

Jetzt geht’s los – mit 3G-Regel!

(Stand 05.04.2021) Start für die Campingsaison 2021, erste Regionen öffnen vorsichtig ihre Tore. Stand Redaktionsschluss sind ab 19. Mai wieder Reisen zu Campingplätzen in Österreich möglich. Voraussetzung ist eine Vorab-Registrierung – unbedingt für die Einreise mitnehmen. Es gilt die 3G-Regel: Reisende müssen geimpft, getestet oder genesen sein. www.austria.info/de

In Schleswig-Holstein gibt es erste Lockerungsübungen mit Modellregionen. Seit dem 1. Mai können zum Beispiel Plätze in Nordfriesland öffnen, dazu zählen die Reisemobil-Stellplätze in Friedrichstadt, Tönning und Utersum/Föhr. Die weiteren Modellregionen: innere Lübecker Bucht, Schlei und Büsum. Durchweg gelten Corona-Regeln: Kontaktbeschränkungen, Schließung von Duschen oder Wellnessbereichen, fortlaufende Tests, Nutzung der Luca-App zur Kontaktverfolgung. Infos bei www.sh-tourismus.de
Tipp aus Bad Königshofen in der Rhön: Hier sind medizinisch verordnete Badekuren mit Übernachtung im Reisemobil möglich.

Generell gilt jetzt: Urlaub nur mit Anmeldung, schon wegen drohender Überfüllung von Stell- und Campingplätzen. Außerdem nach den aktuellen Regeln Ausschau halten, sie können sich tagesaktuell ändern.

Neue Sitzbezüge im Wohnmobil Innenraum
© G+S

Aus alt mach neu

Trotz großer Nachfrage nach neuen Fahrzeugen: In Deutschland zugelassene Wohnmobile sind laut Herstellerverband CIVD durchschnittlich rund 13 Jahre alt. Da wird’s wie zuhause zwischendurch Zeit für eine gründliche Renovierung. Neue Polster bringen mehr Komfort, neue Sitzbezüge mehr Wohnlichkeit und frische Gardinen und Vorhänge mehr Farbe ins Spiel. Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet zählt G+S in Enkenbach-Alsenborn bei Kaiserslautern. Der Betrieb stattet auch Neufahrzeuge von Herstellern aus firmiert gerne als „die Polstermacher“, ein klarer Hinweis auf das Tätigkeitsfeld. Frische Sitzbezüge, Hussen für die Sitze im Fahrerhaus, individuell gefertigte Matratzen, flotte Stores und Schals, enorme Auswahl bei Stoffen und Ledern, Umbau nach Vereinbarung vor Ort – schon wirken Caravan und Wohnmobil um eine ganze Generation verjüngt, sitzen und schlafen die Reisenden besser.

Logo TopPlatz
© TopPlatz

Wohnmobil-Stellplätze 2021

Reiseziel gesucht, mal andere Gegenden ansteuern? Der Stellplatzführer der Organisation Top-Platz nennt 145 hochwertige Wohnmobil-Stellplätze in zehn Ländern. In Corona-Zeiten für viele Reisende Besonders wichtig bei der Urlaubsplanung: Die weitaus größte Zahl der Stellplätze ist in Deutschland oder den unmittelbaren Nachbarländern angesiedelt. Eine herausnehmbare Karte hilft bei der Übersicht, diverse touristische Tipps bringen den angepeilten Ort näher. Das knapp 200 Seiten starke Brevier ist kostenlos und allein gegen vier Euro Versandgebühr bei www.top-platz.de zu bekommen. Außerdem liegt es bei ausgewählten Wohnmobilhändlern aus.

Campingreisen können Sie auch beim ACE buchen.

Campingbus Bausatz Schrank im Van eingebaut
© Hornbach

Campingbus vom Baumarkt

Falls der schicke neue Bus von der Stange zu teuer ist – Heimwerker können auch selbst anpacken. Möbelbausätze gab es bisher von Branchenspezialisten, jetzt kommen sie ebenfalls vom Baumarkt: Buildify nennt Hornbach sein Programm mit einfachen Campingbus-Bausätzen von Schränken und Betten. Sie heißen Bob, Carolin, Christoph, Erwin oder Marco, Nellie und Robert und passen für VW Transporter und Multivan, Ford Transit sowie Fiat Ducato, Mercedes Sprinter und VW Crafter. Die passenden Matratzen gibt’s gleich dazu, ebenso Selbstbau-Campingtische oder eine herausnehmbare Campingküche. Die Möbel bestehen aus zertifiziertem Birkenholz. Tipps zur Auswahl und zum Aufbau gibt’s bei Hornbach auch im Netz. Dort muss man die Möbel auch bestellen.

© Messe Düsseldorf / ctillmann

Caravan Salon

Der Caravan Salon findet jedes Jahr in Düsseldorf statt. Wir berichten regelmäßig darüber:

Weitere Nachrichten rund um Caravan und Wohnmobil

Logo Caravaning Gutachter Fachverband e.V.
© Caravaning Gutachter Fachverband e.V.

Spezialisiert: Caravaning-Gutachter

Ob Gebrauchtkauf oder Neuwagen: Manchmal gibt es Ärger zwischen Käufer, Händler und Hersteller. Sachverständige helfen, doch Spezialisten für die Besonderheiten von Caravans und Reisemobilen sind rar. Hier hilft der Caravaning-Gutachter-Fachverband (CGF) mit seinen mehr als 60 Mitgliedern. Sie sind ausgebildet für die Erstellung von Wertgutachten, sowie Mängeldokumentation.

Grafik zur Wohnmobil Statistik
© CIVD

Caravaning auf Rekordkurs

Trotz oder vielleicht wegen Corona: Die Neuzulassungen von Wohnmobilen und Caravans brechen alle Rekorde. Der Herstellerverband nennt für das vergangene Jahr exakt 78 055 neu zugelassene Wohnmobile und 29 148 neue Caravans. Zusammen erreichten sie erstmals mehr als 100 000 Neuzulassungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Wohnmobile: Hier haben sich die Zulassungen in nur vier Jahren verdoppelt und in acht Jahren vervierfacht. Für das laufende Jahr erwartet der CIVD einen weiteren Zuwachs von zusammen zehn Prozent.

© Wohnmobil Innenraum
© LMC

Caravan mit Aussicht

Im Bett liegen und dabei die Sterne genießen? LMC entwickelt zurzeit einen Caravan mit Faltschiebedach. Es ist beim Prototyp namens Style 450D direkt über dem Doppelbett angeordnet und wird zurzeit getestet. Zu rechnen ist mit einer Premiere auf der Messe Caravan-Salon im Sommer. Bereits im Frühjahr geht der LMC Style 400F an den Start. Dieser Wohnwagen verfügt über ein Klappbett oberhalb der Sitzgruppe. Das Möbel erinnert an die einst üblichen Schrankbetten, die heute in Miniaturhäusern ihre Auferstehung feiern.

Mini-Campingbus Vanderer Innanansicht
© Vanderer, Noah Simma

Mit Vanderer auf Wanderschaft

Klein aber oho: Das trifft für den Mini-Campingbus namens Vanderer zu. Die junge Marke aus Kempten im Allgäu verwandelt den fünfsitzigen Citroen Berlingo in ein schmuckes kompaktes Wohnmobil. Sitzbank im Heck, linkerhand eine ausziehbare Küchenzeile, gegenüber eine Staukiste mit Spüle, alles hübsch aus Holz gearbeitet. Die Einrichtung dienst nachts als Basis für ein Doppelbett. Oben schafft das serienmäßige Aufstelldach Luft und Raum im Erdgeschoss. Gleichzeitig bildet es die Basis für ein weiteres Doppelbett. Die Preise des kompakten und alltagstauglichen Vanderer beginnen bei 28 990 Euro. Mit dem Van auf Wanderschaft – Ergebnis ist der Vanderer.

Bürstner Copa Campingbus
© Magali Hauser

Bürstner Copa: Sitze nach Wahl

Caravan- und Wohnmobilhersteller Bürstner nimmt erstmals einen Kompakt-Campingbus ins Programm. Der neue, knapp fünf Meter lange Bürstner Copa (Preis ab 39 990 Euro) basiert auf dem Ford Transit Custom. Sein Grundriss mit Küchen- und Schrankzeile in Fahrtrichtung links ist klassenüblich. Zur Serienausstattung gehören ein Aufstelldach und eine Klimaanlage. Ungewöhnlich: Rücksitze kosten extra: Wahlweise gibt es ein Holiday-Paket mit Klappsitzbank (6490 Euro) oder die Bus-Version mit zwei Einzelsitzen (4490 Euro). Enthalten ist jeweils eine Kühlbox. Achtung Garagenbesitzer: Die Fahrzeughöhe mit geschlossenem Dach beläuft sich auf 2,09 Meter.

VANTourer steht auf einer Wiese
© VANTourer

Einer für alles

Der neue Van Tourer Urban ist weniger ein Campingbus für die Stadt, als ein Bus für alle Tage. Seine Plattform bildet der Mercedes Vito in mittlerer Länge von 5,14 Metern. Es gibt den Urban in drei Ausstattungsvarianten, sie unterscheiden sich durch Vorderrad- und Hinterradantrieb sowie den Ausstattungsumfang. Immer an Bord sind der Tisch und eine Schrankzeile, eine herausnehmbare Küche sowie eine Klappsitzbank mit zwei Plätzen im Erdgeschoss sowie ein Aufstelldach mit einem weiteren Bett. Praktisch: Trotz Klappdach bleibt der Urban unter zwei Meter Höhe – damit ist er tatsächlich stadttauglich. Ab 49 900 Euro geht es los.

Elektro-Campingbus e-Fixxter
© e-Fixxter

Elektro-Camper e-Fixxter

Die niederländische Marke Camperfixx kündigt einen vollelektrisch angetriebenen Campingbus an – den ersten mit einer ansprechenden Reichweite für Urlaubsfahrten. Basis sind die mittelgroßen Ausführungen der E-Varianten von Citroen Jumpy, Peugeot Expert und Opel Vivaro. Sie sind ab Werk mit einem Batteriepaket von bis zu 75 kW Kapazität ausgestattet. Die Reichweite beläuft sich nach WLTP-Standard auf bis zu 330 Kilometer. Per Schnellladung bunkern die Vans in einer halben Stunde bis zu 80 Prozent der Batteriekapazität. Den Ausbau übernimmt der ebenfalls niederländische Bushersteller VDL. Typisch Camperfixx ist eine wahlweise zwei- oder dreisitzige Klappsitzbank. Sie verwandelt sich nachts in ein 135 Zentimeter breite Bett im Erdgeschoss.

Hymer App
© Hymer

Das Wohnmobil wird schlau

Ob Auto, Haus oder Industrie: Begriffe wie Vernetzung oder Smart Home haben Hochkonjunktur. Das Thema sickert auch in Wohnmobile mit ihrer komplexen Bordtechnik und der Verbindung zum Wohnmobil-Basisfahrzeug ein. Die neue Hymer Connect App vernetzt die zahlreichen Komponenten. So lassen sich per Smartphone bereits aus Entfernung Heizung, Licht oder Satellitenanlage regeln. Passende Szenarien lassen sich für Ankunft oder Abfahrt am Stellplatz programmieren oder für das Aufstehen morgens. Checklisten unterstützen bei den notwendigen Handgriffen. Klassische Informationen wie der Status von Batterie und Tranks lassen sich abrufen. Die Zahl der Funktionen soll fortwährend ausgebaut werden. Die neue App steht exklusiv für die Hymer B-Klasse Masterline zur Verfügung.

Reisemobil Challenger X150
© Sassoulas Sebastien

Zwischen den Welten

Kompakt, leicht und pfiffig eingerichtet: Der neue Challenger X150 siedelt sich zwischen den klassischen Reisemobilwelten an. Mit sechs Meter Länge und 2,1 Meter Breite ist er so schlank wie ein Campingbus, dank seines vollwertigen Aufbaus aber geräumig und gut isoliert wie ein teilintegriertes Mobil. Die Karosserie ist modern gestaltet, die Einrichtung pfiffig. Das betrifft hübsche Accessoires und Deko-Elemente ebenso wie den Grundriss mit einer üppigen Längssitzgruppe plus elektrisch betätigtem Hubbett darüber. Dank Dieselheizung ist der Challenger X150 weitgehend unabhängig von der herkömmlichen Gas-Infrastruktur. Die Preise beginnen bei 59 990 Euro.