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Mehrheit will bezahlbaren Führerschein ohne Qualitätsverlust in der Ausbildung

 

Der Führerscheinerwerb wird zunehmend zur finanziellen Hürde. Vor allem für viele junge Menschen, die mobil werden wollen und die Fahrausbildung selbst bezahlen müssen, sowie für Familien, die ihre Kinder beim Führerscheinwerwerb finanziell unterstützen, sind die hohen Kosten ein Problem.

 

Eine umfassende Reform der Fahrausbildung plant nun Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Sie soll den Weg zum Führerschein digitaler, flexibler und kostengünstiger machen. Schon im Frühjahr dieses Jahres wollen Bund und Länder ein abgestimmtes Reformpaket beschließen. Das klingt erst einmal gut. Doch ist das Angedachte der richtige Weg?  Digitaler bedeutet mehr digitale Theorie und digitale Fahrpraxis am Simulator, weniger echten physischen Unterricht vor Ort in der Fahrschule und reale Fahrpraxis auf Straßen in echten Autos. 

 

Was aber wollen die Menschen? Um herauszufinden, wie die Bevölkerung die Reformvorschläge bewertet, hat der ACE das renommierte Meinungsforschungsinstitut forsa mit einer repräsentativen Befragung von 1.001 Personen beauftragt, die die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren abbildet.

Was zählt beim Führerschein wirklich?

Unsere Grafik zeigt, welche Aspekte der Fahrausbildung den von forsa Befragten besonders wichtig sind.

Die Ausbildungsqualität bleibt im Fokus

Qualität ist Trumpf

Auch wenn die Bezahlbarkeit bei der Fahrausbildung für viele, die einen Führerschein machen wollen, eine zentrale Rolle spielt  – für drei Viertel der 18-29 Jährigen sind geringe Kosten besonders wichtig, zeigt die forsa-Umfrage im Gesamten eines ganz deutlich: Eine gute Ausbildungsqualität in der Fahrschule steht an erster Stelle.

 

 

 

Der ACE fordert, dass Fahrschülerinnen und Fahrschüler auch in einem modernisierten Ausbildungssystem eine verlässliche pädagogische Begleitung erhalten und nicht sich selbst überlassen bleiben.

Welche Reformvorschläge sind sinnvoll?

Folgende Grafik zeigt, welche Aspekte die Befragten der forsa-Umfrage bei einer Reform der Fahrausbildung für sinnvoll halten.

 

Blaugrün hinterlegt sind Punkte aus dem Reformprogramm des Bundesverkehrsministers.

 

Rot hinterlegt sind zusätzliche Vorschläge, die dem ACE besonders wichtig sind und ebenfalls Bestandteil der Umfrage waren.

Grafik 2

Reformvorschläge im Blick

Die Reformvorschläge von Bundesverkehrsminister Schnieder werden von den Befragten ambivalent bewertet.

 

Eine Reduzierung verpflichtender Sonderfahrten hält eine Mehrheit gar nicht oder eher nicht sinnvoll. Bei den 18- bis 29-jährigen lehnen das sogar 80 Prozent ab. Auch eine Verkürzung der praktischen Prüfung von 30 auf 25 Minuten lehnt die deutliche Mehrheit ab. Zudem hält eine Mehrheit die Reduzierung des Fragenkatalogs der theoretischen Prüfung für nicht sinnvoll.

 

Dieses Meinungsbild bestätigt die Haltung des ACE seit Beginn der Debatte: So wichtig die Bezahlbarkeit ist, Sicherheit und Ausbildungsqualität dürfen nicht darunter leiden.

 

 

Die geplante Transparenzoffensive des Verkehrsminister Schnieder stößt auf breite Zustimmung: Insgesamt 79 Prozent der Befragten halten eine Online-Vergleichsmöglichkeit mit transparenten Kosten sowie Bestehens- und Durchfallquoten aller Fahrschulen für sinnvoll.


Der ACE fordert darüber hinaus, dass die Preise verständlich und verbindlich in einer zentralen Online-Plattform dargestellt und die Bestehensquoten regelmäßig aktualisiert werden müssen.  Der ACE fordert auch, auffällige Durchfallquoten von Fahrschulen konsequent anlassbezogen durch die Behörden überprüfen zu lassen. Diesen Vorschlag halten 67 % der Befragten für sehr oder eher sinnvoll.

 

Befürworten Sie den vermehrten Einsatz von Simulatoren?

Digitale Angebote stoßen bei den Befragten grundsätzlich auf Offenheit. Doch bei der Verlagerung zentraler Ausbildungsbestandteile ins Digitale, wie etwa dem Fahrunterricht, sind trotzdem viele skeptisch.

 

Die folgende Grafik zeigt, welche Altersgruppen den vermehrten Einsatz von Fahrsimulatoren befürworten – etwa für das Fahren mit einem Schaltwagen.

Grafik 3

Einsatz von Simulatoren

Insgesamt halten 70 Prozent Simulatoren für sinnvoll, etwa um das Fahren mit einem Schaltwagen zu üben. Vorgeschriebene Sonderfahrten teilweise im Simulator zu absolvieren, hält hingegen mehr als die Hälfte für nicht sinnvoll. 

Soll der Präsenzunterricht wegfallen?

Alles digital? Auch beim Theorieunterricht zeigt sich insgesamt deutliche Zurückhaltung gegenüber einem vollständig digitalen Modell.

 

Die nächste Grafik macht sichtbar, wie unterschiedlich die Altersgruppen den Wegfall des verpflichtenden Präsenzunterrichts zugunsten eines vollständigen digitalen Theorieunterrichts bewerten.

Wegfall des Präsenzunterrichts?

Auch Jüngere sind skeptisch

Selbst bei den 18- bis 29-Jährigen erreicht die Befürwortung der Abschaffung des verpflichtenden Präsenzunterrichts mit 47 Prozent keine Mehrheit. Insgesamt zeigt sich, dass viele – besonders Jüngere – digitale Angebote grundsätzlich annehmen, sie jedoch nicht als vollständigen Ersatz für Präsenzunterricht und reale Fahrpraxis im Auto sehen.

Würde ein Mobilitätszuschuss helfen?

Angesichts der gestiegenen Führerscheinkosten setzt sich der ACE für mehr Chancengerechtigkeit ein und fordert die Einführung eines einmaligen, bundesweiten Mobilitätszuschusses für junge Menschen.

 

Die nächste Grafik zeigt, welche Altersgruppen einen einmaligen Mobilitätszuschuss befürworten.

Der geplante Mobilitätszuschuss

Einmalig und effektiv

Dieser Zuschuss könnte flexibel eingesetzt werden – etwa für den Führerscheinerwerb, ein ÖPNV-Ticket oder die Anschaffung eines Fahrrads. In der forsa-Umfrage stößt dieser Vorschlag auf breite Zustimmung: Insgesamt 58 Prozent der Befragten befürworten den Mobilitätszuschuss, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 72 Prozent.

 

Der ACE schlägt einen Zuschuss von 500 Euro vor, um die selbstständige Mobilität und Teilhabe unabhängig vom Geldbeutel zu stärken.

 

Laien für die Fahrausbildung?

Auf ein geteiltes Echo stößt in der Bevölkerung auch der Vorschlag, dass Fahrschülerinnen und Fahrschüler künftig bereits vor der Prüfung in Begleitung nahestehender Personen Fahrpraxis sammeln dürfen. 

 

Insgesamt befürworten nur 42 Prozent aller Befragten eine solche Laienausbildung grundsätzlich. Auffällig ist, dass in der Altersgruppenbetrachtung Ältere dem Konzept offener gegenüberstehen als Jüngere: In der Altersgruppe ab 60 Jahren stimmen 46 Prozent zu, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 36 Prozent.  

 

Die folgende Grafik zeigt, welche der Befragten nach Höhe des monatlichem Haushaltsnettoeinkommen, einen Zuschuss befürworten.

Laien als Ausbilder

forsa-Umfrage im Auftrag des ACE

Rahmendaten zur forsa-Umfrage

Repräsentative forsa-Umfrage zur Führerscheinreform

im Auftrag des ACE

 

 

Durchführendes Institut: forsa

Anzahl der Befragten: 1001

Zeitraum: 12/25

 

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