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  • Das Nutzen von Radarwarnern, Blitzerwarnern und Blitzer Apps während der Fahrt ist in Deutschland illegal
  • Die Blitzer App auf dem Smartphone oder die entsprechende Funktion im Navi muss unterwegs ausgeschaltet sein
  • Radarwarngeräte, auch Blitzerwarner genannt, sind immer aktiv und werden bei einer Polizeikontrolle beschlagnahmt

Alles Wichtige rund um Radarwarner, Blitzerwarner und Blitzer Apps

Am besten ist man auf dem Weg von A nach B entspannt und sicher unterwegs. Manchmal entsteht aber trotzdem ein unfreiwilliges Foto: Wer zu schnell fährt und geblitzt wird, muss mindestens ein Bußgeld bezahlen und erhält bei schwereren Verstößen auch noch Punkte in Flensburg.

 

Um genau das zu vermeiden, nutzen viele Autofahrende Radarwarner oder Blitzer Apps. Aber ist deren Nutzung wirklich erlaubt? Wir klären auf.

 

In Deutschland sind Blitzerwarner während der Fahrt verboten

Auf Deutschlands Straßen gibt es stationäre und mobile Blitzer. Während die stationären Blitzer den ortskundigen Autofahrenden meist bekannt sind, sind die mobilen Blitzer unberechenbarer: Sie werden meist nur an einem Tag an einer vorab unbekannten Stelle aufgestellt und sind am nächsten Tag schon wieder woanders.

Um sich insbesondere vor mobilen, aber auch vor stationären Blitzern warnen zu lassen, gibt es in Deutschland drei Möglichkeiten:
 

  • Radarwarner als eigenständiges Gerät
  • Radarwarner als Zusatzfunktion in Navigationsgeräten (Navis)
  • Blitzer Apps auf dem Smartphon
     

Grundsätzlich gilt: Der Besitz von Blitzer Apps und Radarwarnen – sowohl als eigenständiges Gerät wie auch in Navis eingebaut – ist in Deutschland erlaubt. Auch der Einsatz der Blitzerwarner im stehendem Fahrzeug ist legal. Dagegen ist die Nutzung jeglicher Blitzerwarner während der Fahrt strikt verboten. 

Radawarner Verbot Bundesrat

Radarwarner & Co.: Bald komplettes Verbot?

Die Bundesländer wollen ein komplettes Verbot von Radarwarnen oder Blitzer Apps und haben dazu Anfang 2026 eine Gesetzesinitiative im Bundesrat angekündigt. So soll nicht nur die Nutzung während der Fahrt, sondern auch der Besitz verboten werden. Dies ist z. B. bereits in Frankreich der Fall. Die Bundesregierung schließt sich der Forderung aber nicht an – und deshalb wird sich in absehbarer Zeit wohl auch nichts an der derzeitigen Regelung ändern.
Geöffnete Blitzer-App

Das sagt das Gesetz

Die rechtliche Grundlage zum Besitz und zur Nutzung  von Radarwarnern oder Blitzer-Apps in Deutschland  ist §23 Absatz 1 c der StVO: „Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte). Bei anderen technischen Geräten, die neben anderen Nutzungszwecken auch zur Anzeige oder Störung von Verkehrsüberwachungsmaßnahmen verwendet werden können, dürfen die entsprechenden Gerätefunktionen nicht verwendet werden."

Blitzer Apps und Radarwarner: So sind Autofahrende auf der sicheren Seite

  • Blitzer Apps auf dem Smartphone sind erlaubt – aber sie dürfen nicht während der Fahrt aktiv oder geöffnet sein
  • Auch die Radarwarn-Funktion in Navis muss während der Fahrt deaktiviert sein
  • Eigenständige Radarwarn-Geräte sind im Dauerbetrieb und lassen sich nicht deaktivieren – das heißt auch, dass die bei einer Polizeikontrolle immer beschlagnahmt werden.

 

Der beste Schutz vor Blitzern ist natürlich immer, sich einfach an die angegeben Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. 

Verkehrskontrolle

Polizei und Blitzerwarner: So läuft's

Wer von einer Polizeistreife gestoppt wird, muss bei aktivierten Blitzer Apps auf dem Smartphone oder im Navi mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Zudem wird das Radwarngerät immer eingezogen – es lässt sich nicht deaktiviere. Deshalb ist schon das Mitführen eines eigenständigen Radwarngeräts im Auto illegal. Smartphone oder Navi dürfen natürlich nicht konfisziert werden. Eine installierte, aber nicht während der Fahrt genutzte Blitzer App ist also nicht strafbar. 

All das gilt auch für Beifahrende: Auch auf deren Smartphones darf die App nicht aktiviert sein, sonst drohen das Bußgeld und ein Punkt. 

Radarwarner und Blitzer Apps: Das sind die Unterschiede

  • Eigenständige Radarwarngeräte lassen sich wie ein Smartphone im Auto mitnehmen. Alternativ dazu gibt es auch in Navis integrierte Radarwarner. 
 
  • Während diese Radarwarner vor stationären und mobilen Blitzern lediglich warnen, gibt es darüber hinaus noch sogenannte Radar Jammer bzw. Störsender, die die Radarmesssgeräte aktiv stören. Sowohl die Mitnahme und auch die Nutzung von Radwarnern oder Radar Jammern im Auto ist immer illegal. Der Besitz und der Handel damit ist allerdings erlaubt. 
 
  • Blitzer Apps lassen sich über die üblichen App-Stores auf das Smartphone herunterladen. Basierend auf einer täglich von Nutzern aktualisierten Datenbank werden alle Blitzer sowie die jeweilige Höchstgeschwindigkeit angezeigt.

Radarwarner messen Radarwellen, Blitzer Apps nutzen GPS

Während Radarwarner Radarwellen messen, brauchen Blitzer Apps eine permanente und verlässliche GPS-Verbindung. Dadurch verbrauchen sie auf dem Smartphone auch viel Akku. Da hilft es, dass während der Fahrt der Betrieb von Blitzer Apps ohnehin verboten ist. 

Frau schaltet Autoradio ein

Warum ist das Melden von Blitzern im Radio erlaubt?

Der Gesetzgeber begründet das mit dem „Bewahren der Verkehrssicherheit“. Geblitzt wird nämlich oft an Stellen, an denen das Unfallrisiko höher ist als woanders. Daher ist es erlaubt, auf diese Gefahrenstellen hinzuweisen. Und: Im Radio sind die Informationen an die Allgemeinheit gerichtet, mit einem Radarwarner sucht man als einzelner Autofahrender gezielt danach. 

Wie kann ich andere Verkehrsteilnehmende warnen?

Tatsächlich dürfen sich Autofahrende auch gegenseitig vor Blitzern warnen. Allerdings nur mit Handzeichen oder Schildern – das Warnen per Lichthupe ist verboten. Letztere soll ausschließlich zum Warnen vor Gefahrenstellen verwendet werden.

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