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Die Kosten für den Führerschein bleiben auch in 2026 hoch

- Die Kosten für den Führerschein sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

- Im bundesweiten Durchschnitt liegen die Kosten bei rund 3.400 Euro

- Auch in 2026 werden die Preise noch hoch bleiben – eine mögliche Reform greift frühestens Anfang 2027

Führerschein der Klasse B, PKW kostet zwischen 2.500 und 4.500 Euro

Der Führerscheinerwerb in Deutschland wird immer teurer. Die Kosten für Fahrschule und Gebühren sind 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. In 2024 stiegen die Kosten nochmals um 5,8 Prozent. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten haben im gleichen Zeitraum um 5,9 (2023) bzw. 2,2 (2024) Prozent zugelegt. 

 

Insgesamt fallen für einen Führerschein in Deutschland für einen Führerschein der Klasse B zwischen 2.500 und 4.500 Euro an. Diese starke Varianz liegt an den regionalen Unterschieden. Zudem können die Fahrschulen in Deutschland ihre Preise am Markt selbst bestimmen, es gibt keine einheitliche Gebührenordnung. Nur Behörden und Prüforganisationen müssen sich an festgelegte Gebührensätze halten. Auch diese Gebühren sind in den letzten Jahren stark gestiegen. 

 

Grundlagen für die Kalkulation

Der Gesamtpreis von 2.500 bis zu 4.500 Euro ergibt sich aus der Addition fixer Kosten, z.B. für Lehrmaterial sowie zum Teil flexibler Kosten wie Fahrstunden. Derzeit müssen Fahrschüler für 45 Minuten fahrpraktischen Unterricht durchschnittlich etwa 65 Euro entrichten. Mit allen Anmelde-, Unterrichts- und Prüfungsgebühren sowie den Kosten für Lernmittel und Sehtest, müssen in einen Führerschein der Klasse B (Pkw) heute etwa zwischen 2.500 und 4.500 Euro investiert werden. Die Zahl der erforderlichen Fahrstunden schwankt erfahrungsgemäß zwischen 20 und 30.

Die Führerscheinkosten im Einzelnen

Auch die folgenden Einzelposten beziehen sich auf einen Führerschein der Klasse B für Pkw und variieren je nach Region.

 

  • Grundgebühr für theoretischen Unterricht, z.B. zwölf Doppelstunden (12 x 45 Min.) sowie allgemeine Verwaltungskosten der Fahrschule:  350 - 565 Euro

 

  • Lehrmaterial: 88 - 119 Euro

 

  • Fahrstunden, in der Regel 20 bis 30, à 45 Min.: Je 55 - 77 Euro

 

  • Sonderfahrten, mindestens drei Nachtfahrten, fünf Überlandfahrten und vier Autobahnfahrten. à 45 Min.: Je 60 - 95 Euro

 

  • Anmelde-Gebühren theoretische Prüfung : 60 - 137 Euro

 

  • Anmelde-Gebühren praktische Prüfung: 160 - 289 Euro

 

  • Gebühren für theoretische und praktische Prüfung durch TÜV oder DEKRA: Bis zu 155 Euro

 

  • Gebühren Straßenvehrsbehörde: 38 - 70 Euro

 

  • Weitere Gebühren für Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest und Passfoto: 70 - 80 Euro (Erste-Hilfe-Kurs ca. 50 Euro, Sehtest rund 6 Euro, Biometrisches Passfoto rund 10 Euro)

 

Grundgebühr für theoretischen Unterricht

Grundgebühr für theoretischen Unterricht

Z.B. zwölf Doppelstunden (12 x 45 Min.) sowie allgemeine Verwaltungskosten der Fahrschule: 350 - 565 Euro

Lehrmaterial

Lehrmaterial

88 - 119 Euro

Fahrstunden

Fahrstunden

In der Regel 20 bis 30, à 45 Min.: Je 55 - 77 Euro

Sonderfahrten

Sonderfahrten

Mindestens drei Nachtfahrten, fünf Überlandfahrten und vier Autobahnfahrten. à 45 Min.: Je 60 - 95 Euro

Führerschein-Reform: Weniger Pflichtstunden, mehr Digitalisierung und transparente Kosten

Mit einer geplanten Reform des Führerscheinwesens soll der Erwerb der Fahrerlaubnis künftig günstiger und flexibler werden. Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts könnte der Theorieunterricht ab 2027 vollständig digital stattfinden, wodurch Fahrschulen keine festen Unterrichtsräume mehr benötigen würden. Gleichzeitig soll der Fragenkatalog der theoretischen Prüfung von derzeit rund 1.100 Fragen um etwa ein Drittel reduziert werden. Auch die praktische Ausbildung soll stärker am individuellen Lernfortschritt ausgerichtet werden: Die bislang verpflichtende Anzahl an Sonderfahrten entfällt, vorgeschrieben bleiben lediglich Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten. Zudem ist geplant, die reine Fahrzeit in der praktischen Prüfung von 45 auf 25 Minuten zu verkürzen. Für mehr Transparenz sollen Fahrschulen künftig Preise und Erfolgsquoten online veröffentlichen. Darüber hinaus sieht die Reform eine sogenannte Experimentierklausel vor, nach der Fahrschüler nach bestandener Theorieprüfung zusätzliche Fahrpraxis mit nahestehenden Begleitpersonen – etwa den Eltern – sammeln könnten.

 

ACE-Tipp: Auf die Führerscheinreform zu warten, lohnt sich nicht. Insgesamt ist die Erwartung, der Führerschein könne künftig pauschal um mehrere hundert Euro günstiger werden, gewagt. Diese Rechnung wird in der Praxis nicht für alle Fahrschülerinnen und Fahrschüler aufgehen. Nicht jede Familie verfügt zum Beispiel über ein Auto oder die Möglichkeit, zusätzliche private Fahrpraxis zu organisieren. Stattdessen gibt es aber wie im nächsten Absatz geschildert andere Möglichkeiten, bei den Führerscheinkosten zu sparen.

 

 

 

Nicht gleich das günstigste Angebot annehmen

Manche Fahrschulen kalkulieren bei den Fahrstunden im Sinne des Fahrschülers zu aggressiv. Statt eine realistische Anzahl von Stunden anzubieten, schicken diese Fahrschulen ihre Kunden zu schnell in die erste Prüfung. Die Folge ist eine hohe Durchfallquote, was wiederum die Kosten für den Fahrschüler weiter in die Höhe treibt: Neben den Vorstellungsgebühren fallen vor allem weitere Kosten für Fahrstunden an. 

Die grundsätzliche Formel für die Anzahl der Fahrstunden Lebensalter x 1,3. Dazu variiert die Anzahl der Fahrstunden statistisch zwischen Stadt und Land sowie zwischen den Geschlechtern. Weitere Details  dazu finden Sie unter dem Reiter "Fahrstunden" auf unserer Seite Infos zur Führerscheinprüfung.

 

Vor Ausbildungsbeginn schriftlichen Vertrag abschließen

 

Bevor Sie mit der Ausbildung zum Führerschein starten, sollten die Konditionen schriftlich festelegt sein. Wichtig ist auch, dass in den Preisen die Mehrwertsteuer enthalten ist.