Fahrbericht:

Mazda 2 – Kleine Pflege, große Wirkung

25.02.2020

Mazda hat seinen Kleinsten hübsch gemacht. Der kommt jetzt immer mit Mild-Hybrid und vielen Assistenzsystemen.

Gut fünf Jahre nach dem Start der dritten Generation trägt der Mazda 2 nun auch das sogenannte Kodo-Design der großen Brüder Mazda 3, CX-3 und CX-30. Auch das Interieur folgt dieser Designphilosophie, verzichtet auf unnötigen Schnickschnack, glänzt dafür mit sachlicher Übersicht und intuitiver Bedienbarkeit. Verbessert wurden außerdem Ergonomie und Stabilität der Sitze, auch wenn denen ein paar Zentimeter mehr Rücken- und Beinauflage gutgetan hätten.

Viele Extras sind verfügbar, haben aber ihren Preis

Doch der nur 4,07 Meter kurze Fünftürer sieht nicht nur so aus, auch in puncto Ausstattung und Fahrkomfort nähert er sich seinen großen Brüdern an. LED-Scheinwerfer etwa sind jetzt schon im Basismodell ab 14.190 Euro verbaut, auf Wunsch gibt es sogar Matrix-LED-Licht. Auch 360-Grad-Kamera und Head-up-Display, Sitz- und Lenkradheizung sowie neue Sicherheitsassistenten samt Abstandsradar, Verkehrszeichenerkennung und Notbremsassistent waren bislang eher in höheren Klassen zu finden. Allerdings ist das meiste in kostspieligen „Technik-Paketen“ verpackt, was im Kleinwagen-Segment ordentlich ins Kontor schlägt. Das gilt übrigens auch für die begehrten Metallic-Lackierungen, einzig Weiß kostet keinen Aufpreis.

Ein Mild-Hybrid-System hilft dem Mazda 2 beim Spritsparen

Gestrafft wurde auch das Motorenprogramm. Nachdem 2018 bereits der Diesel aus dem Programm geflogen war, müssen die Kunden nun auch auf den Top-Benziner mit 115 PS verzichten. So bleibt es bei dem 1,5-l-Benziner in zwei Leistungsstufen mit 75 PS und 90 PS, dem jedoch nun immer ein Mild-Hybrid-System in Form eines riemengetriebenen Startergenerators plus Kondensator beim Spritsparen hilft. Zusammen mit neu entwickelten Reifen mit geringem Rollwiderstand sollen sich die Verbräuche auf 5,3 Liter (laut WLTP) einpendeln.

Etwas träge unterwegs, aber mit komfortablem Fahrverhalten

Dabei hält Mazda, anders als inzwischen im Segment üblich, am Vierzylinder-Prinzip fest und verzichtet auch auf Turbounterstützung. Mit dem Effekt, dass selbst die stärkere Variante leicht lendenlahm wirkt. Tatsächlich bringen die 148 Nm Drehmoment die Fuhre erst bei 4000 Touren so richtig in Schwung, was für den Fahrer beständige Schaltarbeit bedeutet. Immerhin macht das serienmäßige Sechsganggetriebe mehr Freude als Arbeit. Auf die 6-Stufen-Automatik jedenfalls lässt sich gut verzichten, zumal sie einen halben Liter mehr schluckt und dazu noch 1800 Euro extra kostet. Nichts zu meckern gibt es am Fahrverhalten. Der Kleine federt gut, die Lenkung ist präzise und spurgenau, und die Geräusche von Motor, Reifen und Fahrtwind sind auffallend leise.

Ein Sondermodell als Geburtstagsgeschenk

Neben der regulären Modellauswahl, die sich über vier Ausstattungen bis zur Automatikversion für 20.090 Euro erstreckt, spendiert Mazda zum 100. Geburtstag das Sondermodell Kizoku für 19.090 Euro, das mit Extras wie Klimaautomatik, 7-Zoll-Farbdisplay, Smartphone-Integration sowie 16-Zoll-Alufelgen 1200 Euro Preisvorteil verspricht.