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VW hat auf dem Caravan Salon sein neuestes Modell vorgestellt: den vollelektrischen Camper-Van ID. California Cruise. Der Name kombiniert die elektrische ID-Reihe mit dem Verbrennermodell California. Nachdem VW zuerst nur eine grobe Skizze veröffentlichte, sind nun alle wichtigen Fakten bekannt.
Basis für den ID. California Cruise ist der ID. Buzz Pro, das war bereits bekannt. Jetzt nennt VW auch einen Preis. Der Camper startet bei 60.761 Euro. Das ist eine Überraschung, denn sein Verbrenner-Pendant startet aktuell bei 66.087 Euro und ist damit deutlich teurer.
Lange war es nicht sicher, ob der California elektrisch wird. Nachdem VW erst kürzlich nur eine dubiose Skizze veröffentlichte, kommt nun die nächste Überraschung. Der California Cruise soll bereits Anfang 2027 ausgeliefert werden. Sollten Camping-Freunde direkt zuschlagen? Vielleicht lohnt es sich zu warten. Denn der Cruise ist nur das Auftaktmodell. Bis 2028 sollen weitere Modelle folgen.
Der California Cruise hat laut VW eine "speziell entwickelte Campingausstattung". Besonders üppig ist sie allerdings nicht. So wird beispielsweise aktuell kein Aufstelldach angeboten. Für Familien ist der Cruise damit erstmal keine Alternative. Ebenso fehlen eine Küche und eine Markise. Die wird dann vermutlich in späteren Modellen verfügbar sein.
Neben wenigen physischen Camping-Elementen hat VW einen California-Modus neu entwickelt. Damit können Licht- und Komfortfunktionen gezielt angepasst werden. Außerdem werden USB-Anschlüsse dauerhaft mit Energie versorgt. Auch die California-App wurde um neue Funktionen ergänzt. Nun ist beispielsweise eine Laderoutenplanung integriert.
Bei der bisherigen Ausstattung ist eine neu entwickelte Komfort-Matratze mit den Maßen 2,03 auf 1,2 Meter schon das größte Highlight. Mit einer Dicke von neun Zentimetern soll sie für ein besonders angenehmes Liegegefühl sorgen. Zusätzlich gibt es an den vorderen Seitenfenstern Lüftungsgitter und Verdunklungselemente für alle Scheiben.
Zur Campingausstattung gehören außerdem zwei Campingstühle sowie ein Campingtisch. Während allerdings beim Verbrenner die Stühle platzsparend in der Heckklappe untergebracht sind, werden diese beim Cruise im Gepäckraum verstaut, wodurch wertvoller Stauraum verloren geht.
Wer auf die Küche nicht verzichten möchte, kann sie sich zum Teil selbst basteln. Der ID. California Cruise verfügt über die Funktion Vehicle-to-Load. Damit wird der Camper zur Steckdose und man kann an die Ladebuchse Geräte wie Kaffeemaschinen, Wasserkocher, elektrische Kochfelder oder Kühlboxen anschließen. Allerdings sollte hierfür das Wetter gut sein, denn der Anschluss ist nur außeny. Der Adapter ist zwar auch bei schlechtem Wetter benutzbar, aber das angeschlossene Gerät vielleicht nicht. Und eine Markise gibt es ja noch nicht.
Bei diesem überschaubaren Umfang stellt sich die Frage, wozu es den California Cruise überhaupt braucht? Schließlich hat VW erst dieses Jahr das "Gute-Nacht-Paket" für den ID. Buzz präsentiert. Darin enthalten ist ein passgenaues Bettgestell, eine bequeme Klappmatratze, ein Verdunklungsset sowie ein Tisch mit Stühlen. Der "Übernachten"-Modus hält die Temperatur im Innenraum bis zu 48 Stunden konstant. Auch hier liefert die Vehicle-to-Load-Funktion 230 Volt mit bis zu 2.000 Watt. Der Unterschied zum California Cruise ist hier noch minimal.
Rein auf die Camping-Aspekte reduziert ist der ID. Buzz in der Basisversion mit dem Paket etwa 4.000 Euro günstiger als der ID. California. Dabei muss aber beachtet werden, dass der ID. California auf dem ID. Buzz Pro basiert und nicht der Basisversion.
Das Gute-Nacht-Paket für den ID. Buzz.
Um die Wartezeit bis zum Marktstart des ID. California zu verkürzen, arbeitet VW an Ideen für den Verbrenner-California. Für die Basisversion Beach hat der Hersteller zwei neue Features vorgestellt, die aus dem Alltagsfahrzeug in kurzer Zeit einen vollwertigen Campervan machen sollen. Zu kaufen gibt es diese noch nicht. Auf dem Caravan Salon will VW erstes Feedback einsammeln. Interessant klingen die Konzepte auf jeden Fall.
Dazu zählt eine aufblasbare Küche. Zumindest Teile sind aufblasbar. Es handelt sich um zwei Würfel, die sich entweder im Heck, an der Seite oder natürlich auch im Freien aufbauen lassen. Das schafft laut Pressemitteilung eine Person in wenigen Minuten. Die Würfel haben zusammen eine Abmessung von 120 x 44 x 47,5 Zentimeter und wiegen unter zehn Kilogramm. Der eine Würfel kann als Spülbecken benutzt werden mit Frisch- und Abwassertank. Der andere dient als Lagerfläche und Arbeitsplatte. Ergänzt wird das Ensemble durch einen Campingkocher.
Neu ist zudem eine große Liegefläche, die ebenfalls unkompliziert auf- und abgebaut werden kann. Es handelt sich um eine "mehrlagige, atmungsaktive Konstruktion", die laut VW "ausdrücklich" mehr als eine klassische Luftmatratze ist. Das System kann als Einzel- oder Doppelbett genutzt werden. Küche und Bett bleiben abseits des Urlaubs aber in der Garage und schaffen damit wertvollen Stauraum und Platz für die Nutzung im Alltag.
Seit mehr als 35 Jahren gehört der California zu den erfolgreichsten Campingfahrzeugen Europas. Mit der Zeit entwickelte Volkswagen das Konzept immer weiter – vom T3 bis zum aktuellen California auf Basis des Multivan. Mit der nun gezeigten elektrischen Variante schlägt die Marke ein neues Kapitel auf und verbindet ihre Camper-Tradition mit der Elektromobilität.
Der Ur-Bulli von VW, der T1.
Den Camper-Ausbau hat VW damals noch an Westfalia ausgelagert.
Ende der 80er-Jahre kam der erste California auf den Markt.
Inzwischen sieht der aktuelle California deutlich moderner aus.
Basisfahrzeug für den California ist der Multivan.
Mit dieser Skizze stellte VW den ID. California Cruise erstmals vor.
Fahrbericht
Fahrbericht
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