E-Mobilität:

Emco Nova R 3000 – Retro trifft Strom

24.09.2019

Ob über einen Sharing-Anbieter zur Miete oder im eigenen Besitz – E-Roller sind gerade auf Straßen der Innenstädte angesagt. Für noch mehr Dolce Vita sorgt da auch der Retrolook.

Wenn der Postbote klingelt, ist es vielleicht ein E-Motor-Roller? Kein Witz! Die leisen City-Flitzer kommen auf Bestellung in einem gigantischen Paket. Dann heißt es: Auspacken – Spiegel montieren und losdüsen.

Die Schalter neben dem modernen Display sind übersichtlich angeordnet

Unser Testfahrzeug, der Emco Nova R 3000 (4,1 PS), bezirzt mit seinem angesagten Retro‧design – klaren Linien und schönen Rundungen, die insbesondere bei den ausdrucksstarken Lichtern zum Tragen kommen. Das moderne Display zeigt unter anderem den Ladestand, die Geschwindigkeit sowie die gefahrenen Gesamtkilometer an. Neben Gashebel, Blinker und Hupe findet sich an den Schaltern auch eine Lichthupe.

Flott und bequem unterwegs

Die zusammenhängende Trittfläche bietet viel Platz für die Beine und der großflächige Sitz bietet Komfort für zwei Personen. Was dem Retro-Design zugutekommt, ist der stabile Gepäckträger, bei dem noch ein 36 Liter großes Topcase Platz findet. Wir haben den E-Roller allerdings nicht nur begutachtet, wir sind ihn auch gefahren. Den flotten Flitzer eint eines mit all seinen anderen Stromer-Brüdern: Er kommt zügig weg vom Fleck.

Der Nova R 3000 überzeugt durch großzügige Reichweite

Der starke Lithium-Ionen-Doppel-Akku beschleunigt auf bis zu 48 km/h – auch Berg hoch kein Problem. Berg runter kommt er auf über 50 km/h. Wer dann das Gas wegnimmt, sieht per Display seinen Akku laden. Unser knallbuntes E-Bonbon rekuperiert und stellt sich den E-Skeptikern entschieden entgegen – denn der Emco hat einen langen Atem, bevor er an die Buchse muss. Je nach Fahrweise kommen wir mit zwei Akkus auf 130 Kilometer, also ungefähr 60 Cent pro Ladung.

Eine App bietet zusätzliche Informationen

Geladen wird direkt per Adapter über einen Schuko-Stecker oder, dank portabler Akkus, an der heimischen Buchse. Hier liegt der Vorteil ganz klar bei den Wechselakkus. Je nach Akku und Ladegerät beträgt die Ladezeit etwa zwei bis vier Stunden. Wer jetzt denkt, der Retro-Flitzer hätte nicht mehr zu bieten, irrt. Per Smartphone-App werden Fahrzeuginformationen angezeigt und über die Setting-Taste lassen sich vier verschiedene Fahrmodi einstellen und so der Verbrauch regulieren. Die App ist allerdings kein Muss, wir sind mit und ohne deren Unterstützung gefahren.

Vier Varianten stehen zur Auswahl

Wer sich für einen Nova entscheidet, kann zwischen vier Varianten (Reichweiten) wählen, je nachdem, wie viele Akkus an Bord kommen und wie deren Leistung ist. Es beginnt mit der kleinsten Variante: Der Roller mit einem Akku (1,34 kWh; 28 Ah) und einer Reichweite von bis zu 50 km kostet ab 4049 Euro. Unser Testfahrzeug mit zwei Akkus mit 2,07 kWh (je 37 Ah) kostet stolze 5599 Euro und liegt so im oberen Preissegment.

Weitere Modelle auf dem Markt

  • UNU Scooter Classic: Preis: ab 2349 Euro, Gewicht: 57 Kilogramm, Reichweite: 100 km (mit zwei Akkus), Ladezeit: ca. 5 Stunden, Akku entnehmbar: ja
  • Vässla 2: Preis: ab 2500 Euro, Gewicht: 63 Kilogramm, Reichweite: 40–60 km, Ladezeit: ca. 5–6 Stunden, Akku entnehmbar: ja
  • Kumpan 1954 Ri: Preis: ab 4999 Euro, Gewicht: 110 Kilogramm, Reichweite: 62 km, pro Akku (max. 3), Ladezeit: ca. 4 Stunden, Akku entnehmbar: ja