05.08.2021

Mit Bello und Mieze in den Urlaub

Wer seinen Hund oder die Katze mit in den Urlaub nehmen will, muss einiges bedenken, sich um die Sicherheit kümmern und bei Auslandsfahrten auf die richtige Impfung achten.

Viele Urlaubswillige entscheiden sich in diesem Jahr, ihr Urlaubsziel mit dem Auto anzusteuern. Neben der Vermeidung von engen und kontaktintensiven Situationen wie sie bei Flug- oder Bahnreisen vorkommen, lassen sich auch vergleichsweise einfach Hund oder Katze mitnehmen.

Bevor es losgeht

Eigentlich selbstverständlich: Die Reiseunterkunft vor Ort muss das Mitbringen eines Tieres erlauben. Am besten man fragt vor der Buchung eines Hotelzimmers oder einer Ferienunterkunft nach, ob Mieze oder Bello mitgebracht werden dürfen und wie die Regeln etwa hinsichtlich Leinenzwangs im Urlaubsort aussehen.

Tiere ans Autofahren gewöhnen

Vor dem Start in die Urlaubsfahrt steht zunächst ein Training an, ob und wie das Tier mit dem Autofahren zurechtkommt. Gerade Tiere, die nur selten im Auto unterwegs sind – und dies vielleicht auch nur im Zusammenhang mit dem meist stressigen Besuch beim Tierarzt – müssen lernen, dass die Fahrt nichts Schlimmes ist.

Nicht alle Tiere vertragen das Autofahren gut, aber es gibt Hilfe

Bei Hunden lassen sich die Probefahrten mit Spaziergängen verknüpfen, so dass das Tier das Autofahren mit einem positiven Erlebnis verbindet. Es gibt Hunde, die das Autofahren nicht vertragen, sie sollte man langsam an längere Fahrten gewöhnen. Klappt das nicht, kann der Tierarzt ein geeignetes Mittel empfehlen, wenn unbedingt eine längere Autofahrt absolviert werden muss. Ob Katzen längere Autofahren goutieren, müssen ihre Besitzer ausprobieren. Manche Fellnasen haben keine Probleme damit, andere dagegen schon.

Impf- und Chipvorschriften bei Auslandsreisen beachten

Geht es ins EU-Ausland ist das Mitführen eines Heimtierausweises erforderlich. Mit diesem weist man nach, dass ein wirksamer Impfschutz, zum Beispiel gegen Tollwut, vorliegt. Achtung: Die Erstimpfung gegen Tollwut muss mindestens 21 Tage vor der Abreise erfolgt sein, die fristgerechte Auffrischung muss ebenfalls vermerkt sein. Zudem gilt für Tiere, die ab dem 3. Juli 2011 das erste Mal gekennzeichnet wurden, eine Chippflicht. In Finnland, Irland, Nordirland und Malta ist bei Hunden außerdem eine Behandlung gegen Bandwürmer vorgeschrieben.

Während der Fahrt das Tier gut sichern

Das Tier einfach ungesichert im Auto mitfahren zu lassen, ist keine gute Idee. Zu seiner eigenen Sicherheit und zu der seiner Menschen sollte der Vierbeiner gut gesichert werden. Grundsätzlich sind Transportboxen für Hunde und auch Katzen die sicherste Variante. Sie müssen auf dem Sitz gut fixiert werden, damit sie nicht umfallen, hin- und her verrutschen oder durch die Gegend fliegen können. Größere Boxen für Hunde stellt man am besten in den Kofferraum, wo sie quer zur Fahrtrichtung fest installiert werden. Als Alternative für die Hundesicherung bieten sich spezielle Sicherheitsgurte an, die um den Brustkorb des Tieres angelegt und dann entweder am Sicherheitsgurt oder direkt am Gurtschloss befestigt werden.

Auch die Vierbeiner brauchen Pausen

Auf der Reise sollte man genügend Pausen einplanen, in denen der Vierbeiner etwas trinken und sich bei einem kleinen Spaziergang die Beine vertreten und erleichtern kann. Wichtig ist, das Tier dabei angeleint zu haben, damit es nicht weglaufen kann. In welchem Abstand man hält, hängt dabei von der Konstitution des Tieres ab. Wasser und Fressnapf verstaut man natürlich griffbereit und nicht ganz unten im Reisegepäck.

Tiere niemals alleine im Auto lassen

Vor allem im Sommer muss für eine gute Belüftung im Auto gesorgt sein. Niemals darf das Tier allein im Auto bleiben, wenn die Familie beispielsweise zum Essen in die Autobahnraststätte geht: Selbst bei geringen Außentemperaturen heizt sich das Wageninnere durch Sonneneinstrahlung stark auf und der Vierbeiner kann einen Hitzschlag erleiden. Die Fenster einen Spalt offen zu lassen reicht nicht aus.

Andere Länder, andere Regeln – Leinenzwang und Co. 

Mitnehmen in den Urlaub sollte man neben Decke und Lieblingsspielzeug auch das gewohnte Futter, damit sich die Vierbeiner am Urlaubsort gleich heimisch fühlen. Am Urlaubsziel sollten Hundebesitzer unbedingt darauf achten, welche Regeln es zum Leinenzwang gibt. Sie unterscheiden sich in Deutschland von Region zu Region. Im Ausland gelten zum Teil striktere Vorgaben. So müssen etwa in Italien, Spanien und Dänemark Hunde bei Waldspaziergängen angeleint sein. Zudem ist in Spanien und Italien die Mitnahme des Hundes ins Restaurant nicht gestattet. Auch am Strand gibt es oft ein Hundeverbot.