Fahrbericht:

BMW X5 – Unterm Blech ist alles neu

08.06.2018

Gut viereinhalb Jahre hat der BMW X5 mittlerweile auf dem Buckel. Eigentlich höchste Zeit für ein Lifting. Doch die Münchner legen ihr zweitgrößtes SUV gleich ganz neu auf.

Äußerlich nur leicht modernisiert, unterm Blech aber komplett neu geht der BMW X5 im November in die vierte Generation. Das Oberklasse-SUV basiert dann auf der neuen Baukastenplattform der Münchner, die künftig alle Modelle oberhalb der Kompaktklasse tragen wird.

Mehr Platz für Passagiere und Gepäck

Optisch bleibt der X5 seinem Stil treu. Auffälligste Änderung ist der noch einmal vergrößerte Nieren-Kühlergrill, weitere kleine Modifikationen lassen den Allrader nun etwas robuster wirken. In Sachen Alltagsnutzen bleibt es bei der vertikal geteilten Heckklappe und der optionalen dritten Sitzreihe. Die Außenabmessungen legen leicht zu, so dass der BMW nun von Niere bis Heckleuchten auf 4,92 Meter kommt. Weil das Wachstum vor allem auf das Konto des Radstands geht, soll es innen geräumiger zugehen als zuletzt. Der Kofferraum wächst in Grundkonfiguration um mehr als 100 auf 645 Liter, das Volumen bei umgeklappten Sitzen bleibt hingegen konstant.

Die Modulare Plattform bietet viele Vorteile

Die wichtigsten Änderungen finden unter dem Blech statt. Wie künftig alle Modelle vom 3er bis zum Luxus-SUV X7 steht der X5 auf der neuen Modularen Plattform der Marke. Sie bietet neben Kostenvorteilen bei Produktion und Entwicklung ein geringeres Gewicht und die Möglichkeit zum Einsatz eines zusätzlichen 48-Volt-Bordsystems.

Zusätzliche Ausstattungspakete und Assistenzsysteme sind erhältlich

Erstmals ist das SUV mit Hinterachslenkung zu haben, serienmäßig sind zudem nun aktive Dämpfer an Bord, alternativ ist eine Luftfederung bestellbar. Premiere feiert zudem ein Offroad-Paket, das elektronisch gesteuerte Fahrmodi für schwierigen Untergrund wie Sand, Schnee und Fels anbietet. Aufgestockt wurde auch das Angebot an Assistenzsystemen. Unter anderem gibt es einen Staupiloten und einen neuartigen Helfer für das Rückwärtsfahren. Er fährt die vorwärts gefahrene Wegstrecke exakt in umgekehrter Richtung ab und soll so schwierige Rangieraufgaben erleichtern.

Ein Plug-in-Hybrid und das Sportmodell X5M werden wohl das Motorenangebot ergänzen

Beim Motorenprogramm müssen die Europäer auf das bisher angebotene V8-Modell verzichten. Der X5 50i mit 340 kW/462 PS ist nur noch in den USA zu haben. Hierzulande gibt es zum Start im Herbst drei 3,0-Liter-Sechszylinder, einen Benziner mit 250 kW/340 PS und einen 294 kW/400 PS starken Diesel mit vier Turboladern. Eine zivileren Variante mit geringerer Aufladung und 195 kW/265 PS ist ebenfalls bestellbar. Weitere Antriebsoptionen werden nachgereicht, darunter wohl auch ein Plug-in-Hybrid sowie das Sportmodell X5M. Allradantrieb ist zunächst Standard, eine Basisvariante mit Heckantrieb könnte folgen.

Preise wurden noch nicht genannt

Preise nennt BMW ein knappes halbes Jahr vor Marktstart noch nicht. Sie dürften bei den Sechszylindermodellen aber oberhalb der aktuell aufgerufenen rund 66.000 Euro liegen. Hauptkonkurrenten des neuen X5 sind wie gehabt Mercedes GLE, Porsche Cayenne und Range Rover Velar.