Fahrbericht:

Citroën Berlingo – Pionier in M und XL

25.06.2018

Die dritte Generation des Hochdachkombi-Erfinders Citroën Berlingo rollt jetzt mit zwei Radständen an den Start.

Es gibt Vans. Und es gibt Hochdachkombis. Erstmals erschien diese Mixtur aus Pkw und Lieferwagen 1996 in Gestalt des Citroën Berlingo, dem schnell Wettbewerber wie Renault Kangoo, VW Caddy oder Opel Combo folgen sollten. Im Gegensatz zur klassischen Großraumlimousine jedoch hielten die Fans entgegen allen Trends zum SUV dem Franzosen die Treue. 3,3 Millionen Exemplare wurden in den vergangenen 22 Jahren verkauft und noch 2017 liefen mit über 165.000 Modellen so viele Berlingo wie niemals zuvor vom Band. Im September rollt die dritte Generation an den Start: im aktuellen Citroën-Design mit zweigeteilten Tagfahrlicht- und abgerundeten Hauptscheinwerfern, „Airbumps“ auf den Flanken sowie den Kerntugenden eines jeden Freizeit- und Familienautos.

Citroën Berlingo ist Raum- und Variabilitätswunder

Dazu gehören in erster Linie die üppige Geräumigkeit und erstaunliche Variabilität. Erstmals in zwei Längen mit 4,40 Meter als Modell M oder 4,75 Meter als XL, bietet der neue Berlingo als 5– oder 7-Sitzer mehr Platz und als je zuvor. Schon in der kurzen Version wuchs das Kofferraumvolumen um 100 auf 775 Liter, in der Langversion sind es gar 1050 Liter. Die Sitze sind äußerst bequeme Sessel, die Beinfreiheit in der zweiten Reihe erreicht Luxuslimousinen-Niveau und die drei Einzelsitze im Fond können mit einem einfachen Handgriff, auch vom Kofferraum aus, nach von umgeklappt werden. Zwei weit öffnende Schiebetüren sowie eine separat öffnende Heckscheibe erleichtern das Be- und Entladen. Dazu gesellen sich 28 über das ganze Fahrzeug verteilte Stauräume, die noch einmal bis zu 186 Liter schlucken.

Gutes Sicherheitsgefühl dank großer Auswahl an Assistenzsystemen

Kaum weniger wichtig in einem zeitgemäßen Familien- und Freizeitmobil sind umfassende Sicherheits- und Infotainment-Systeme. Hat man genügend Optionen angekreuzt, sorgen im Berlingo im besten Fall nicht weniger als 19 Assistenzsysteme für sicheres Vorankommen. Darunter ein aktiver Tempomat mit Notbremsfunktion, eine Rückfahrkamera mit 180-Grad-Rundumsicht, Bergabfahrhilfe und ein farbiges Head-up-Display. Auch ein 8-Zoll-Touchscreen-Tablet samt Smartphone-Integration und kabellosem Aufladen desselben finden sich in den serienmäßigen oder optionalen Ausstattungen.

Ab etwa 20.000 Euro geht es los

Unterwegs gibt der Berlingo den spurtreuen Gefährten. Wie von einem Franzosen nicht anders zu erwarten, ist das Fahrwerk betont komfortabel abgestimmt. Dabei hält schon der bekannte 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 110 PS (ab 19.090 Euro) die Fuhre locker in Schwung, beschleunigt via präzise gestuftem Sechsganggetriebe in 13,0 Sekunden auf Tempo 100. Noch etwas flotter geht’s mit dem neuen 1,5-Liter-Diesel mit 130 PS (ab 26.390 Euro), der dafür knapp eine Sekunde weniger benötigt. Nur in dieser Version ist außerdem das empfehlenswerte achtstufige Automatikgetriebe EAT8 (plus 2000 Euro) zu haben, das wie schon im noblen Konzernbruder DS7 Crossback für ebenso geschmeidige wie schnelle und aufmerksame Schaltwechsel sorgt. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP.