Fahrbericht:

Nissan Juke – Raus aus den Flegeljahren

09.03.2020

Die zweite Generation des Nissan Juke macht optisch und technisch einen reiferen Eindruck, vorerst allerdings nur mit einem Dreizylinder.

Mit dem Juke schickte Nissan vor rund zehn Jahren eines der ersten sogenannten Cross-over-SUV auf den Markt. Die betonte Coupé-Gestalt, die muskulös überzeichneten Radhäuser, aber auch der Verzicht auf praktische Qualitäten sollten signalisieren: Ich bin anders! Das Konzept ging auf. Der Juke entpuppte sich zum Bestseller. Die Flegeljahre scheinen nun vorüber. Die zweite Juke-Generation reiht sich optisch in den Modellkanon ein und macht einen gereiften Eindruck.

Große Ähnlichkeit zur Nissan-Familie, aber doch mit eigenem Gesicht

Schon auf den ersten Blick erscheint die auf 4,21 Meter gestreckte Karosserie konformer. Vor allem der V-förmige Kühlergrill mit breiten Chromstreben sieht dem Qashqai zum Verwechseln ähnlich. Modelltypisch bleiben die kreisrunden Scheinwerfer, jetzt serienmäßig als LED und mit einer Y-Signatur in den Gläsern. Die Blinker-Wülste auf der Motorhaube mutierten dagegen zu schmalen Schlitzen.

Im übersichtlichen Cockpit findet man sich schnell zurecht

Auch Cockpit und Innenraum wirken nicht mehr schrullig, sondern mit hübsch sortierten Anzeigen und Funktionen eher gewöhnlich, erst recht in den schwarz-grau gehaltenen Standardversionen. Via 8-Zoll-Touchscreen (ab Linie Acenta) lässt sich das Infotainmentsystem samt Smartphone-Anbindung bedienen. Dafür sitzt es sich, dank des um mehr als zehn Zentimeter gestreckten Radstands, hinten deutlich besser. Auch der 422 Liter große Kofferraum fasst 68 Liter mehr und ist jetzt leichter zu beladen.

Der Dreizylinder-Turbobenziner treibt den Juke flott an

Vorerst gibt es nur einen einzigen Dreizylinder-Turbobenziner, der aus 1,0 Liter Hubraum 117 PS schöpft. Dennoch glaubt Nissan mit dem Direkteinspritzer mehr als die Hälfte aller Käufer im B-Segment ansprechen zu können. Das knurrende Motörchen zeigt mit seinen 180 Nm Drehmoment einen flotten Antritt und ausreichend Elastizität, um beim Ampelhopping und flottem Spurwechsel mitzuhalten. Ab Ausstattungsstufe N-Connecta lässt sich das Fahrverhalten in den drei Modi Eco, Standard und Sport den individuellen Vorlieben anpassen.

Schon in der Basisversion sind nützliche Fahrassistenten Serie

Nissans Marketing geht davon aus, dass die meisten Kunden zu eben dieser von insgesamt fünf Ausstattungslinien greifen werden. Darin enthalten ab 22.990 Euro sind unter anderem eine Klimaautomatik, Smart-Key mit Startknopf, 17-Zoll-Aluräder sowie Nissans Connect Services. Ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung sowie ein Spurhalter mit Lenkeingriff sind auch schon in der Basisversion ab 18.990 Euro an Bord.