Fahrbericht:

Toyota Corolla - Das Comeback eines guten Bekannten

27.02.2019

Er ist wieder da. Toyotas kompakter Golf-Gegner heißt nun auch in Europa wieder so wie im Rest der Welt: Corolla. Für Fünftürer, Kombi und Limousine setzen die Japaner ganz auf Hybrid-Antriebe.

Er war das meistverkaufte Auto der Welt, als Toyota 2006 auf die krude Idee kam, den Corolla in Europa in Auris umzutaufen. Doch die zwölfte Generation startet ab April auch bei uns wieder unter dem alten Namen. Drei Varianten wird es geben: Fünftürer, Kombi und Limousine.

Das Motorenportfolio umfasst einen Benziner und zwei Hybridantriebe

Aber nicht nur das Namensexperiment, auch Dieselmotoren gehören der Vergangenheit an. Künftig wird es als konventionellen Verbrenner allein den 1,2-l-Turbobenziner mit 114 PS (85 kW) geben. Umso stärker trommeln die Japaner für ihre „Dual-Hybrid-Strategie“. Soll heißen: Neben dem bereits bekannten 1,8-l-Hybrid mit 122 PS (90 kW) gibt es den Corolla mit einem 2,0-l-Hybridantrieb mit 180 PS (132 kW) Systemleistung.

Nach geräuschvoller Beschleunigung rollt man entspannt dahin

Trotz PS-Plus ist allerdings auch die neue Kombination aus Vierzylinder-Benziner und 80-kW-Elektromotor kein Aufreger. Denn die stufenlose CVT-Automatik jault bei jedem beherzten Tritt aufs Gaspedal kaum weniger auf und erstickt jedes forcierte Beschleunigen im Keim, oder besser, im Geschrei. Erst mal in Fahrt, rollen beide Antriebe allerdings mit großer Gelassenheit dahin. Das spart natürlich Sprit, wenn auch nicht so viel wie angegeben. Statt der offiziellen 3,3 und 3,7 Liter zeigte der Bordcomputer nach unseren moderaten Testläufen stets eine Sechs vor dem Komma. Dynamischer verhält sich das Fahrwerk. Die neue GA-C-Plattform sorgt für einen tieferen Schwerpunkt, eine neue Mehrlenker-Hinterachse für präzise Lenk- und Spurstabilität. Vor allem die erstmals in Schrägheck und Kombi verbauten variablen Dämpfer vermitteln ein gutes Handling und Feedback.

Der Kombi bietet viel Platz für Fondpassagiere und Gepäck

Länger, breiter und tiefer als der Vorgänger kauert der Corolla auf dem Asphalt. Besonders das 4,37 Meter lange Schrägheckmodell mit kürzeren Überhängen und gerundetem Heck wirkt sportlich-schick. Bis zur B-Säule identisch streckt sich der Kombi Sports Touring mit 2,70 Meter Radstand deutlich länger auf 4,65 Meter. Das schafft Platz, für die Hinterbänkler ebenso wie fürs Gepäck. 598 bis maximal 1606 Liter gehen hinein.

Viele Assistenzsysteme sind serienmäßig an Bord

Vorbildlich zeigt sich Toyota bei Assistenzsystemen, viele sind stets ab Werk verbaut. Neben einem Müdigkeits- und Kollisionswarner, Abstandsradar, Verkehrszeichenerkennung und Fernlichtassistenten wurde hier der Spurhalteassistent um eine Gegenlenkfunktion erweitert. Der Corolla startet mit dem 1,2-l-Benziner ab 20.990 Euro. Den Hybridantrieb gibt es erst ab 27.290 Euro, die 180-PS-Variante ist 2000 Euro teurer.