Winterurlaub:

La Plagne – Les Arc (Frankreich) – Mit qualmenden Socken

28.10.2019

Malerische Bergdörfer, urige Hütten und traumhaften Pisten in geradezu himmlischen Höhen – was braucht man mehr?

Eins ist klar: Plagne-Montalbert bis Vilaroger geht in einem Tag sicher nicht! Und noch eins ist klar: Das hier ist das Hochgebirge. Der Mont Blanc ragt jenseits des Isère-Tales in den Himmel. Der Gletscherwind bläst zackig hier unterm Bellecôte (3417 Meter) und kriecht in den Anorak. Und hier startet auch gleich eine schwarze Piste, an deren Ende das Chalet du Friolin gerade recht kommt für einen Café au Lait. Und noch eines wird klar: Das hier ist nicht Beton-Frankreich, La Plagne hat jede Menge feiner Hütten an der Piste.

Bodenständig und doch dem Himmel so nah

Es folgen herrliche blaue Waldkilometer nach Les Coches und ins schmucke Montchavin mit seinen Chaletbauten. Von hier gleitet der Vanoise Express über das Tal, als Doppeldecker-Gondel verbindet er La Plagne mit Les Arc. Drüben landet er in Plan Peisey an, ein savoyisches Bergdorf, wo sich die typischen Steinbauten am Hang ducken. Les Arc wendet sich eher an mittlere Fahrer, die Lifte verlaufen parallel an der Flanke, was viele Pistenkilometer bringt – und mit Arc 2000 klotzt hier das, was ein negatives Frankreich-Bild prägt, aber wer dann zum Aiguille Rouge hinaufschwebt, ist auf 3226 Metern dem Himmel sehr nahe.

Urige Hütten laden zum Genießen ein

Dann Einkehrschwung in Les Chalets de LʼArc. Die Hütte ist die höchste Bäckerei der Alpen. Man genießt neben offenen Kaminen, das Interieur ist wunderbar, eine Hütte, die sicher auf die Top-Ten-Hüttenliste der Alpen gehört. Im Gebiet Paradiski gibt es genug weitere Hütten-Schmuckstücke: Im Au Bon Vieux Temps zum Beispiel, einer uralten romantischen Hütte, biegen sich die Tische unter Les Crozerts. Das ist eine Art Pasta mit Buchweizen und Bergen von Beaufort-Käse überbacken. Arme-Leute-Essen aus einer Zeit, als die Schufterei in den Blei- und Silberminen und auf den schwer zu bestellenden Steillagenhöfen Kraft gekostet hat. Skifahren kostet hier auch Kraft …

Fazit

Das Gebiet Paradiski hat Suchtpotenzial und die grandiose Landschaft macht ehrfürchtig. Keiner braucht über 400 km, aber geil ist es doch … Dazu kommt die Schneesicherheit und Ski-in-Ski-out – vom Bett in die Bindung – gehört dazu!

Reise-Info La Plagne – Les Arc

Ski alpin: 425 km

Nordisch: In La Plagne rund 80 km Loipen, schneesicher in Plagne Montalbert und Montchavin Les Coches, darunter die 30 km lange Loipe Champagny-le-Haut im Nordic-Zentrum; in Les Arcs 1800 weitere 15 km Loipen.

Spezielles: Rasant geht es zu bei Taxibobfahrten mit Pilot oder gesteuert auf der Olympia-Bobanlage. Ein Dorfspaziergang durch die Gassen von Champagny ist ganz reizend, 5 kurze Wege, geht auch mit Skischuhen! Les Chalets d l´Arc bieten Restaurants und Bars. Übernachten und genießen in traumhafter Umgebung kann man im Le Chalet du Friolin.

Familien sind im Skigebiet Könige. Es gibt vier Kinderhorte für Babys und Kleinkinder sowie Kinderskikurse in allen Skischulen.

Weitere Auskünfte findet man auf den Internetseiten von La Plagne und des Skigebiets Paradiski.