Ratgeber:

Tipps zum IAA-Besuch – Mit Planung viel erleben

04.09.2019

Auch wenn die IAA in diesem Jahr kleiner ausfällt als zuletzt: Viel zu sehen gibt es immer noch. Wer sich gut organisiert und ein wenig plant, hat mehr von der wichtigsten deutschen Automesse des Jahres.

Am Samstag, den 14. September, öffnet die 68. Internationale Automobilausstellung (IAA) ihre Pforten für das Publikum. Bis zum 22. September haben Besucher die Möglichkeit, sich automobile Neuheiten mit unterschiedlichen Antriebskonzepten anzuschauen. Die Messe ist aber schon lange keine reine Auto-Anschau-Veranstaltung mehr. Neben Autoherstellern zeigen auch Zulieferer und Start-ups ihre Produkte und Zukunftsideen. Die IAA bietet zudem die Gelegenheit, sich über analoge und digitale Mobilitätstrends zu informieren oder sich selbst einmal hinters Steuer zu setzen und eine Runde mit seinem Wunschauto zu fahren. Das Angebot ist riesig. Wer es nutzen möchte, sollte im Vorfeld ein wenig planen.

Eintrittskarten

Die Planung geht bei den Tickets los. Wer vorab online auf der IAA-Internetseite bestellt, spart Geld und Zeit beim Anstehen vor den Kassen. Sowohl die Wochenend-, Tages- als auch die günstigen Nachmittagseintrittskarten lassen sich im Internet ordern. Die Tickets sind so zwei Euro günstiger als im stationären Verkauf und kosten so 15, 13 und 9 Euro. Die ermäßigten Tickets (8,50 Euro) unter anderem für Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes und Bezieher von ALG II sowie die Eintrittskarten für Familien (35 Euro; 2 Erwachsene plus 3 Kinder) müssen an einer Kasse erworben werden. Übrigens: Kinder unter sechs Jahren zahlen keinen Eintritt. Auch Menschen mit Behinderung mit dem Zusatz „B“ im Ausweis sowie Rollstuhlfahrer haben mit je einer Begleitperson freien Eintritt. Die IAA-Tickets sind aber nicht für die Nutzung von Bussen und Bahnen im ÖPNV gültig. Allerdings gibt es mit dem Erwerb eines IAA-Ticket zehn Prozent Nachlass auf den Fahrpreis für eine Hin- und Rückfahrt per FlixBus oder FlixTrain zur Messe.

Anreise

Wer lieber mit dem Auto zur Messe fährt, folgt den Hinweisschildern zu den ausgewiesenen IAA-Parkplätzen. Dabei erfolgt die Verkehrsführung dynamisch je nach Auslastung der Zufahrtsstrecken und auch der Parkplätze. Polizei und IAA-Ordnungspersonal leiten die Pkw-Fahrer. Shuttle-Busse bringen die Besucher von den Parkplätzen zum Messegelände. Die Messe ist zudem gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Vom Hauptbahnhof sind es ungefähr 15 Minuten zu Fuß oder man nutzt S- oder U-Bahn.

Öffnungszeiten

Die Messe (Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt) ist an den Publikumstagen zwischen 9 und 19 Uhr geöffnet. Ausnahme ist Freitag, der 20. September. Hier geht es erst um 11 Uhr los, dafür aber bis 21 Uhr. Wer nach Toresschluss noch auf die „Piste“ gehen möchte, kann mit seiner Eintrittskarte bei verschiedenen Bars Vergünstigungen erhalten. Angebote sind auf der IAA-Website zu finden.

Geländeplan

Vor dem abendlichen Vergnügen steht natürlich erst einmal das Erkunden der IAA. Weite Wege sind ein Merkmal dieser Messe, selbst wenn wie in diesem Jahr weniger Hallen belegt sind als in den Jahren zuvor. Um unnötige Laufarbeit zu vermeiden, ist es hilfreich, sich mit einem Geländeplan zu orientieren. Den gibt es etwa -ganz analog zum Falten und Aufklappen – an den Kassen, Infoständen, im offiziellen Messemagazin „IAA Spot“ oder auf der Seite ace.de/iaa. Man kann sich auch die IAA-App für iOS und Android herunterladen. Diese verfügt auch über eine Navigationsfunktion fürs Messegelände.

Masterplan

Die wichtigste Entscheidung für einen gelungenen IAA-Besuch steht mit der Klärung an: Was will ich sehen? Was will ich machen? Und wie viel Zeit habe ich? Wer nur über ein knappes zeitliches Budget verfügt, sollte sich im Vorfeld gut überlegen, welche Prioritäten er hat. Das absolute Traumauto steht dann ganz oben auf der Liste, danach kann man die Liste abarbeiten. Im Idealfall hat man genügend Zeit, auch einmal rechts und links von den großen Namen zu schauen. Neben den Neuheiten der Hersteller und Zulieferer gibt es auf den Präsentationsflächen oftmals die Gelegenheit, etwa in einem Fahrsimulator Platz zu nehmen oder mittels VR-Brillen die Realitätsgrenzen zu verschieben. Die meisten Aussteller investieren viel Geld in ein Entertainmentprogramm für ihre Besucher. Auch der ACE ist mit vier Ständen vor Ort und bietet Beratung und Informationen rund um vielfältige Mobilitätsthemen – und als besonderes Highlight kann man hier mit selbst „erradeltem“ Strom sein Handy aufladen.

Testfahrten auf zwei und vier Rädern

Die IAA bietet natürlich nicht nur die Möglichkeit, Fahrzeuge anzuschauen, sondern auch sie zu testen. Interessierte können sich auf der Freifläche 10 in den Containern der jeweiligen Anbieter anmelden. Führerschein und Personalausweis nicht vergessen! Zur Wahl stehen Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle, Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenautos bis hin zu Modellen mit Diesel- und Erdgas-Antrieben. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über einen Offroad-Parcours chauffieren zu lassen. Oder man kann E-Bikes und E-Scooter testen. Erfahrungsgemäß ist das Interesse an diesen Mitmach- und Selberfahraktionen groß. Daher empfiehlt es sich, sich rechtzeitig um einen Termin zu bemühen.

Mit Kindern auf der IAA

Dem Nachwuchs wird viel geboten, da dürfte keine Langeweile aufkommen. Es gibt unter anderem eine Schnitzeljagd für die Kleinen (Infos an den Kassen), die Möglichkeit, einen Führerschein bei der Legoland-Fahrschule (Freifläche vor Halle 8) zu erwerben oder die Gelegenheit, sich hinter das Steuer eines echten Fahrzeugs zu setzen. Auf dem Außengelände zwischen den Hallen 11 und 9 bietet Jaguar dem Fahrernachwuchs ab 11 Jahren die Möglichkeit, mit einem 294 kW/400 PS starken i-Pace einen Parcours – natürlich unter Aufsicht durch einen Instruktor auf dem Beifahrersitz – zu meistern.

Entschleunigung

Manchmal muss man auch einen Gang herunterschalten und etwas zur Ruhe kommen. Bei schönem Wetter gelingt dies auf den vielen Sitzgelegenheiten, die auf den Freiflächen zu finden sind. Oder man schaut sich die Oldtimerausstellung in Halle 4 an. Für Entschleunigungswillige bietet sich auch der autonom fahrende Shuttlebus an, der im Pendelbetrieb rund um Halle 10 unterwegs ist. Der fährt ganz langsam und vorsichtig.