Ratgeber:

Autoreisen mit kleinen Kindern – Aber sicher!

19.06.2019

Türen zu. Motor an. Die erste Hürde ist geschafft. Unterwegs merken Eltern schnell, wie sehr die Fahrt schlaucht. Die Kleinen quengeln, die Hitze quält,der Verkehr nervt. Gutes Vorbreiten hilft hier, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Wenn das heimische Ortsschild im Rückspiegel erscheint, beginnt im Kopf schon für die meisten Familien der Urlaub. Bilder vom Strand tauchen auf. Und sind ebenso schnell wieder weg, wenn die Fahrt nicht so verläuft, wie sich das die Eltern vorgestellt haben. Was bleibt, ist dann der Gedanke an den beschwerlichen Rückweg. Den ganzen Urlaub lang. Spätestens dann wird klar, dass Autoreisen mit Kindern vor allem eins bedeuten: eine Menge Verantwortung. Also am besten Ruhe bewahren und sich rechtzeitig um alles kümmern. Und zwar von Anfang an.

Vor der Abfahrt empfiehlt sich ein Check des Fahrzeuges

Los geht´s eigentlich schon beim Check des Fahrzeugs: Sind die Sommerreifen drauf? Bieten die Pneus noch ausreichend Profil? Sind die Bremsen in Ordnung? Müssen Flüssigkeiten und Filter in Klimaanlage und Lüftung noch getauscht werden? Funktionieren alle Lichter? Ist genug Saft auf der Batterie und muss ich noch Scheibenwischer ersetzen und Reinigungsflüssigkeit nachfüllen oder passt alles? Um nicht von Aufgaben rund um das Fahrzeug erschlagen zu werden, empfiehlt sich ein Check beim Autoservice. Der ACE-Partner Vergölst bietet ACE-Mitgliedern einmal im Jahr einen kostenlosen Check an. Aber auch viele freie Werkstätten und andere Serviceketten bieten günstige Fahrzeug-Checks zur Urlaubssaison. Wegen hoher Nachfrage und möglichen Wartezeiten lohnt eine rechtzeitige Terminvereinbarung. Ein Fahrzeugcheck ein bis zwei Wochen vor der Reise ist ideal, da im Falle einer Reparatur noch die meisten Ersatzteile besorgt und verbaut werden können.

Packen ohne Stress

Packen ist die zweite große Hürde vor der Reise für Familien. Was sich so trivial anhört, kann schnell eine Welle von Stressattacken bei allen Beteiligten auslösen. Besonders wenn es am Tag der Abfahrt schon am Wohnort heiß ist, die Kinder ungeduldig werden und der Familienfahrer ganz nervös auf die Uhr blickt, weil er eigentlich schon los will und den Weg mit all seinen Hindernissen vor dem geistigen Auge durchspielt. Wenn dann auch noch das ganze Gepäck vor dem Auto liegt und der Familienverband feststellt, dass der Kofferraum zu klein ist, kann schon hier die Urlaubsfreude kippen.

Eine Checkliste hilft, den Überblick über das Gepäck zu behalten

Überdenken Sie, was wirklich mit muss. Vor allem große Spielsachen wie Bobbycar oder Bauequipment für den Strand nehmen viel Platz im Kofferraum weg. Als Eltern neigen wir zwar dazu, vieles für die Förderung der Fantasie unserer Kinder zu tun, aber fehlender Stauplatz schafft schnell Ernüchterung. Eine Checkliste hilft hierbei, das Wichtigste zu erfassen. Am besten diese ein paar Tage im Voraus erstellen, um sie im Nachgang noch einmal reflektieren und kürzen zu können.

Gepäck muss immer gut gesichert werden und Wichtiges schnell zugänglich sein

Beim Packen empfiehlt es sich, die schweren und sperrigen Stücke zuerst einzubauen, wenn nötig mit Spanngurten zu sichern und die für Kinder und Familie wichtigen Dinge, wie Buggy oder Rucksäcke mit Lebensmitteln, Kühlboxen oder Wickelzeug so zu platzieren, dass auf sie schnell zugegriffen werden kann, wenn man sie benötigt. Zum Beispiel auf einer Raststätte, bei einem Zwischenstopp oder auch im Falle einer Panne. Ist das Hauptgepäck gut verstaut, ist der nächste Step, den Innenraum im Fond für den Kindertransport zu optimieren.

Kleine Passagiere sollen sicher und bequem sitzen

Die Kindersitze sollten vorzugsweise über Isofix, wenn dafür geeignet, installiert werden, das bietet die größtmögliche Sicherheit. Über ein Rütteln und Ziehen kann man feststellen, ob die Halterung korrekt arretiert ist. Der beste und sicherste Platz ist hinten rechts. Eltern mit einem Kind sollten diesen Platz wählen. Über einen Zusatzspiegel für den Rückspiegel, der im Fachhandel und in den meisten Baumärkten erhältlich ist, hat der Autofahrer so das Kind bestmöglich im Blick.

Nach der Installation sollte eine bequeme wie sichere Sitzposition Position eingestellt werden, denn eine Fahrt über viele Stunden oder mehrere Tage verlangt den kleinen Passagieren einiges ab. Besonders wichtig ist hierbei die Gurteinstellung: Hosenträgergurte sind auf Schulterhöhe einzustellen und dürfen nicht zu locker sitzen. Wer den Sitz mit dem Fahrzeuggurt befestigen will, muss dafür die Klemmvorrichtungen am Sitz nutzen.

Mit Spielzeug und Proviant fühlen sich Kinder wohl

Kinder sollten sich an Bord wohlfühlen. Deshalb sind Spielzeug, Snacks und Trinkfläschchen oder Becher in Reichweite ein Muss. Schweres Spielzeug möglichst weglassen - wer will als Fahrer schon einen 300 Gramm schweren Spielzeugelefanten an den Kopf geworfen bekommen? Für Eltern empfiehlt sich der Schnellzugriff auf Kleinkindkosmetika, Wickelzeug, Ersatzkleidung und auch Sonnencreme. Damit das Kind am besten schon vor der Fahrt eincremen. Ein zusätzlicher Sonnenschutz an der Sitzseite wirkt selbst bei getönten Scheiben, indem er nachts störende oder aggressive Lichter abmildert und so beim Schlafen hilft.

Prima Klima an Bord und ausreichend Pausen sorgen für eine entspannte Urlaubsfahrt

Vor der Fahrt noch den Tank kontrollieren, Vignetten aufkleben, das Navi und die Klimaanlage einstellen. Die ideale Bordtemperatur für die Fahrt mit kleineren Kindern liegt zwischen 22 und 24 Grad Celsius, wer es kühler mag riskiert, dass sie sich erkälten. Unterwegs wollen Kinder beschäftigt werden. Meistens fährt man gut, wenn ein Elternteil zeitweise bei den Kindern sitzt, mit ihnen spricht oder spielt. Auf jeden Fall genug Pausen einlegen. Auch nach längeren Stauphasen. Und wenn mit dem Auto etwas schiefläuft, hilft der ACE.