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2010 kam der Dacia Duster in Deutschland auf den Markt. Mit knapp 12.000 Euro war er damals eines der günstigsten SUV-Modelle. Nachdem 2017 die zweite Generation präsentiert wurde, ist seit 2024 die dritte Generation auf den Straßen unterwegs. Das Modell ist vom Design und der Technik inzwischen deutlich gereift. Wir hatten die Hybrid-Version im Test.
Autohersteller haben oft die Angewohnheit, neue Autos immer größer zu bauen. Dacia ist hier eine Ausnahme, denn der Duster bleibt bei seinen Maßen fast unverändert. Er wird zwei Millimeter länger, knapp einen Zentimeter breiter und in der Höhe schrumpft er sogar um wenige Zentimeter. So landet er bei 4,34 Meter Länge, 2,07 Meter Breite und 1,65 Meter Höhe.
Optisch gab es dafür einige Veränderungen. Das Design ist deutlich markanter geworden. Die SUV-Merkmale stechen noch deutlicher heraus. So sind die Radhäuser, Seitenfänger und Schmutzfänger mit schwarzem Hartplastik abgesetzt, was ihm einen Offroad-Look verschafft. Der hintere Türgriff wurde nach oben an die Scheibe versetzt.
Auch die Scheinwerfer werden geschärft und erscheinen im neuen Dacia-Design in Form eines liegenden Ypsilons. Dieses Design-Element zieht sich durch das gesamte Auto.
Der Dacia Duster hat ein neues Offroad-Design erhalten.
Der neue Duster sieht breiter aus, unterscheidet sich tatsächlich aber nur um wenige Millimeter im Vergleich zum Vorgänger..
Das liegende Y ist ein wiederkehrendes Design-Element.
Es findet sich auch an den Frontscheinwerfern.
Auch im Innenraum hat sich einiges getan. Das Cockpit ist deutlich aufgeräumter und moderner. Hinter dem Lenkrad sitzt ein 7-Zoll-Display, das Infotainment-Display wächst auf 10 Zoll. Haptische Schalter bleiben aber bestehen. Die Belüftung etwa kann weiterhin ohne Display bedient werden. Das Infotainment ist im schlichten und zweckmäßigen Design gehalten, die Bedienung ist unkompliziert.
Das Y-Design der Scheinwerfer findet sich sowohl bei den Belüftungsdüsen als auch an den Türgriffen wieder. Das bildet ein stimmiges Gesamtbild. Verbaut ist viel Hartplastik. Das wirkt aber nicht billig, sondern robust und passt zum alltagstauglichen Charakter.
Das Raumgefühl auf den Vordersitzen ist gut. Auch hat man eine gute Übersicht. Auf der Rückbank wird es für große Personen auf der Langstrecke eventuell etwas anstrengend.
Der Innenraum ist deutlich moderner.
Auf langen Fahrten wird es auf der Rückbank für große Menschen anstrengend.
Das liegende Y findet sich nicht nur an den Belüftungsdüsen.
Sondern auch an den Türgriffen.
Im Vergleich zur Vorgänger-Generation hat Dacia im Duster technisch kräftig nachgelegt und einige Assistenzsysteme verbaut. Bereits in der Basisversion sind ein Notbremsassistent, Abstandswarner, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung Serienausstattung. In höheren Versionen kommen unter anderem Fernlichtassistent und Rückfahrkamera hinzu.
Je nach Antrieb wächst auch das Kofferraumvolumen auf 430 bis 517 Liter. Der Laderaum lässt sich flexibel anpassen: mit einem doppelten Boden. Wer nie weiß, wie er sein Gepäck optimal verstaut, kann sich nun die Dacia AR App herunterladen. Damit lässt sich das Gepäck scannen und die App schlägt die bestmögliche Anordnung vor.
Der Kunststoff, der an der Karosserie des Duster verbaut wurde, besteht laut Dacia aus bis zu 20 Prozent wiederverwendetem Polypropylen. Das Material ist durch einen gesprenkelten Effekt gezeichnet und muss nicht lackiert werden. Das reduziert laut Dacia die CO2-Bilanz und schont die Umwelt. Außerdem hat der Duster keine Zierelemente aus Chrom oder Leder.
Wir sind über 800 Kilometer mit dem Dacia Duster Hybrid gefahren in der Fullhybrid-Ausstattung mit 104 kW/141 PS Leistung. In der Stadt macht das Fahren mit dem Duster Spaß. Trotz seines SUV-Charakters ist er wendig, flott und leise, wenn er elektrisch fährt. Je nach Strecke kann das ein großer Teil des Weges sein. Mehrmals im Test konnten wir laut Bordcomputer etwa 85 Prozent elektrisch zurücklegen.
Das Fahrwerk fühlt sich auf unebener Straße am wohlsten. Seine Vorzüge kann man oft auch innerorts genießen. Schlaglöcher etwa schlucken die Dämpfer des Duster gut weg. Auf kurvenreichen Strecken bleibt er sehr stabil und kommt kaum ins Schwanken. Der Duster vermittelt so stets ein sicheres Fahrgefühl.
Auf der Autobahn ist er etwas träger. Die Höchstgeschwindigkeit des Hybrids liegt bei 160 km/h, was sich beim Überholen schon bemerkbar macht. Auch ist er nicht gerade leise. Die Geräusche von Motor und Wind machen Gespräche bei höheren Geschwindigkeiten etwas anstrengend.
Der Verbrauch liegt laut WLTP bei 5,0 Litern, auf der Autobahn bei 6,2 Litern. Wir hatten im Test einen großen Autobahnanteil und haben einen Verbrauch von 6,5 Litern gemessen. Das ist nicht beeindruckend, aber trotzdem in Ordnung.
Wie von Dacia gewohnt wird der Duster auch noch als Autogas-Variante angeboten sowie als Benziner mit Mildhybrid, wahlweise mit Allrad.
Dacia hat ordentlich am Duster gearbeitet und ihn in vielerlei Hinsicht verbessert. Besseres Design, modernerer Innenraum, mehr Assistenzsysteme. Dabei bleibt er ein robustes und alltagstaugliches Auto. Den Einstiegspreis von 12.000 Euro kann Dacia nach 16 Jahren natürlich nicht mehr halten. Mit knapp 19.000 Euro ist der Duster in seinem Segment eine klare Ansage an die Konkurrenz. Die Basisversion ist allerdings nur mit deutlich reduzierter Ausstattung versehen. Unser Testwagen mit der Journey-Ausstattung kostet mit 27.350 Euro deutlich mehr.
| Kategorie | Daten |
|---|---|
| Länge | 4,343 m |
| Breite | 2,069 m |
| Höhe | 1,656 m |
| Radstand | 2,657 m |
| Wendekreis | 10,86 m |
| Motor | Multipoint-Einspritzung |
| Leistung | 104 kW/141 PS |
| Drehmoment | 205 Nm |
| Hubraum | 1.598 cm³ |
| Beschleunigung 0 - 100 km/h | 10,1 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 160 km/h |
| Verbrauch | 6,5 l/100 km/h |
| Getriebe | Multi-Mode-Automatikgetriebe |
| Leergewicht | 1.455 kg |
| Kofferraum | 430 - 1.545 Liter |
Fahrbericht
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