Wohnmobil ist am Wegesrand geparkt

NEUHEITEN WOHNMOBIL UND CARAVAN 2021

Neuheiten aus der Caravaning-Branche

Der Urlaub mit dem Caravan erfreut sich großer Beliebtheit. Wir informieren hier über Neuheiten aus der Branche. Was gibt es an Innovationen? Was bieten die neuen Modelle und Baureihen? Egal ob es um die Neuanschaffung eines Reisemobils oder den Umbau eines Vans geht. Wir hören uns um, was es rund ums Wohnmobil spannendes zu erzählen gibt.

News Wohnmobile und Wohnwagen 2021

Grafik zur Wohnmobil Statistik
© CIVD

Caravaning auf Rekordkurs

Trotz oder vielleicht wegen Corona: Die Neuzulassungen von Wohnmobilen und Caravans brechen alle Rekorde. Der Herstellerverband nennt für das vergangene Jahr exakt 78 055 neu zugelassene Wohnmobile und 29 148 neue Caravans. Zusammen erreichten sie erstmals mehr als 100 000 Neuzulassungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Wohnmobile: Hier haben sich die Zulassungen in nur vier Jahren verdoppelt und in acht Jahren vervierfacht. Für das laufende Jahr erwartet der CIVD einen weiteren Zuwachs von zusammen zehn Prozent.

Bürstner Copa Campingbus
© Magali Hauser

Bürstner Copa: Sitze nach Wahl

Caravan- und Wohnmobilhersteller Bürstner nimmt erstmals einen Kompakt-Campingbus ins Programm. Der neue, knapp fünf Meter lange Bürstner Copa (Preis ab 39 990 Euro) basiert auf dem Ford Transit Custom. Sein Grundriss mit Küchen- und Schrankzeile in Fahrtrichtung links ist klassenüblich. Zur Serienausstattung gehören ein Aufstelldach und eine Klimaanlage. Ungewöhnlich: Rücksitze kosten extra: Wahlweise gibt es ein Holiday-Paket mit Klappsitzbank (6490 Euro) oder die Bus-Version mit zwei Einzelsitzen (4490 Euro). Enthalten ist jeweils eine Kühlbox. Achtung Garagenbesitzer: Die Fahrzeughöhe mit geschlossenem Dach beläuft sich auf 2,09 Meter.

© Messe Düsseldorf / ctillmann

Caravan Salon

Der Caravan Salon findet jedes Jahr in Düsseldorf statt. Wir berichten regelmäßig darüber:

© Wohnmobil Innenraum
© LMC

Caravan mit Aussicht

Im Bett liegen und dabei die Sterne genießen? LMC entwickelt zurzeit einen Caravan mit Faltschiebedach. Es ist beim Prototyp namens Style 450D direkt über dem Doppelbett angeordnet und wird zurzeit getestet. Zu rechnen ist mit einer Premiere auf der Messe Caravan-Salon im Sommer. Bereits im Frühjahr geht der LMC Style 400F an den Start. Dieser Wohnwagen verfügt über ein Klappbett oberhalb der Sitzgruppe. Das Möbel erinnert an die einst üblichen Schrankbetten, die heute in Miniaturhäusern ihre Auferstehung feiern.

Caravan mit Dachzelt auf dem Dachträger
© Thule

Leben auf dem Dach

Ob Kletterer, Kanuten oder Camper: Anstelle eines Wohnmobils oder Caravans genügt fürs Hobby häufig ein Dachzelt. Doch wohin mit sperrigen Sportgeräten? Thule hat die Antwort: Tepui Foothill heißt ein neues Dachzelt das seitlich auf dem Dachträger Platz für allerhand Gerätschaften lässt. Der Trick: Das Dachzelt ist nur 61 Zentimeter breit und lässt sich seitlich über die Fahrzeugkontur aufklappen. Es stützt sich dann auf eine Leiter ab. Die Liegefläche misst 213 x 119 Zentimeter, Fenster lassen Licht und Luft herein. Das Gewicht beläuft sich auf 49 Kilogramm. Geschlossen ist das Dachzelt nur 24 Zentimeter hoch, passt daher je nach Basisfahrzeug sogar aufgesetzt in die Garage. Thule verspricht einfaches Aufstellen und Zusammenfalten des Dachs durch nur eine Person.

Innenansicht der Fahrerkabine eines Wohnmobils
© Bürstner

Wohnmobil mit Zusatzzahl

Zu wenig Schlafplätze für den Nachwuchs an Bord? Bürstner hat die Antwort für Kinder oder Enkel als gelegentliche Mitfahrer im Wohnmobil: Ein Zusatzbett vorne quer im Fahrerhaus von Vans, Teilintegrierten und Alkovenmobilen auf Basis des Fiat Ducato schafft weiteren Platz für die Nacht. Die Liegefläche misst 160 x 90 Zentimeter. Matratze und das passende Spannbetttuch passen in die mitgelieferte Tasche. Das Zusatzbett kostet 299 Euro und ist über die Bürstner-Handelspartner zu bekommen.

Hymer App
© Hymer

Das Wohnmobil wird schlau

Ob Auto, Haus oder Industrie: Begriffe wie Vernetzung oder Smart Home haben Hochkonjunktur. Das Thema sickert auch in Wohnmobile mit ihrer komplexen Bordtechnik und der Verbindung zum Wohnmobil-Basisfahrzeug ein. Die neue Hymer Connect App vernetzt die zahlreichen Komponenten. So lassen sich per Smartphone bereits aus Entfernung Heizung, Licht oder Satellitenanlage regeln. Passende Szenarien lassen sich für Ankunft oder Abfahrt am Stellplatz programmieren oder für das Aufstehen morgens. Checklisten unterstützen bei den notwendigen Handgriffen. Klassische Informationen wie der Status von Batterie und Tranks lassen sich abrufen. Die Zahl der Funktionen soll fortwährend ausgebaut werden. Die neue App steht exklusiv für die Hymer B-Klasse Masterline zur Verfügung.

Neue Sitzbezüge im Wohnmobil Innenraum
© G+S

Aus alt mach neu

Trotz großer Nachfrage nach neuen Fahrzeugen: In Deutschland zugelassene Wohnmobile sind laut Herstellerverband CIVD durchschnittlich rund 13 Jahre alt. Da wird’s wie zuhause zwischendurch Zeit für eine gründliche Renovierung. Neue Polster bringen mehr Komfort, neue Sitzbezüge mehr Wohnlichkeit und frische Gardinen und Vorhänge mehr Farbe ins Spiel. Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet zählt G+S in Enkenbach-Alsenborn bei Kaiserslautern. Der Betrieb stattet auch Neufahrzeuge von Herstellern aus firmiert gerne als „die Polstermacher“, ein klarer Hinweis auf das Tätigkeitsfeld. Frische Sitzbezüge, Hussen für die Sitze im Fahrerhaus, individuell gefertigte Matratzen, flotte Stores und Schals, enorme Auswahl bei Stoffen und Ledern, Umbau nach Vereinbarung vor Ort – schon wirken Caravan und Wohnmobil um eine ganze Generation verjüngt, sitzen und schlafen die Reisenden besser.

Campingbus Bausatz Schrank im Van eingebaut
© Hornbach

Campingbus vom Baumarkt

Falls der schicke neue Bus von der Stange zu teuer ist – Heimwerker können auch selbst anpacken. Möbelbausätze gab es bisher von Branchenspezialisten, jetzt kommen sie ebenfalls vom Baumarkt: Buildify nennt Hornbach sein Programm mit einfachen Campingbus-Bausätzen von Schränken und Betten. Sie heißen Bob, Carolin, Christoph, Erwin oder Marco, Nellie und Robert und passen für VW Transporter und Multivan, Ford Transit sowie Fiat Ducato, Mercedes Sprinter und VW Crafter. Die passenden Matratzen gibt’s gleich dazu, ebenso Selbstbau-Campingtische oder eine herausnehmbare Campingküche. Die Möbel bestehen aus zertifiziertem Birkenholz. Tipps zur Auswahl und zum Aufbau gibt’s bei Hornbach auch im Netz. Dort muss man die Möbel auch bestellen.

Mini-Campingbus Vanderer Innanansicht
© Vanderer, Noah Simma

Mit Vanderer auf Wanderschaft

Klein aber oho: Das trifft für den Mini-Campingbus namens Vanderer zu. Die junge Marke aus Kempten im Allgäu verwandelt den fünfsitzigen Citroen Berlingo in ein schmuckes kompaktes Wohnmobil. Sitzbank im Heck, linkerhand eine ausziehbare Küchenzeile, gegenüber eine Staukiste mit Spüle, alles hübsch aus Holz gearbeitet. Die Einrichtung dienst nachts als Basis für ein Doppelbett. Oben schafft das serienmäßige Aufstelldach Luft und Raum im Erdgeschoss. Gleichzeitig bildet es die Basis für ein weiteres Doppelbett. Die Preise des kompakten und alltagstauglichen Vanderer beginnen bei 28 990 Euro. Mit dem Van auf Wanderschaft – Ergebnis ist der Vanderer.

Reisemobil Challenger X150
© Sassoulas Sebastien

Zwischen den Welten

Kompakt, leicht und pfiffig eingerichtet: Der neue Challenger X150 siedelt sich zwischen den klassischen Reisemobilwelten an. Mit sechs Meter Länge und 2,1 Meter Breite ist er so schlank wie ein Campingbus, dank seines vollwertigen Aufbaus aber geräumig und gut isoliert wie ein teilintegriertes Mobil. Die Karosserie ist modern gestaltet, die Einrichtung pfiffig. Das betrifft hübsche Accessoires und Deko-Elemente ebenso wie den Grundriss mit einer üppigen Längssitzgruppe plus elektrisch betätigtem Hubbett darüber. Dank Dieselheizung ist der Challenger X150 weitgehend unabhängig von der herkömmlichen Gas-Infrastruktur. Die Preise beginnen bei 59 990 Euro.

VANTourer steht auf einer Wiese
© VANTourer

Einer für alles

Der neue Van Tourer Urban ist weniger ein Campingbus für die Stadt, als ein Bus für alle Tage. Seine Plattform bildet der Mercedes Vito in mittlerer Länge von 5,14 Metern. Es gibt den Urban in drei Ausstattungsvarianten, sie unterscheiden sich durch Vorderrad- und Hinterradantrieb sowie den Ausstattungsumfang. Immer an Bord sind der Tisch und eine Schrankzeile, eine herausnehmbare Küche sowie eine Klappsitzbank mit zwei Plätzen im Erdgeschoss sowie ein Aufstelldach mit einem weiteren Bett. Praktisch: Trotz Klappdach bleibt der Urban unter zwei Meter Höhe – damit ist er tatsächlich stadttauglich. Ab 49 900 Euro geht es los.