Wohnmobil ist am Wegesrand geparkt

NEUHEITEN WOHNMOBIL UND CARAVAN 2021

Neuheiten aus der Caravaning-Branche

Der Urlaub mit dem Caravan erfreut sich großer Beliebtheit. Wir informieren hier über Neuheiten aus der Branche. Was gibt es an Innovationen? Was bieten die neuen Modelle und Baureihen? Egal ob es um die Neuanschaffung eines Reisemobils oder den Umbau eines Vans geht. Wir hören uns um, was es rund ums Wohnmobil spannendes zu erzählen gibt.

News Wohnmobile und Wohnwagen 2021

Campingbus Innenansicht mit Sitzecke und Küchenzeile
© Mobilvetta

Der Admiral und die Yacht auf Rädern

Komfort-Campingbusse mit Bad sind alle gleich? Draußen vielleicht, drinnen nicht. Siehe die neue Baureihe Mobilvetta Admiral aus Italien, eine Kreuzung aus Yacht und Espressobar: chromverzierte hochglänzende Fronten für Oberschränke und Auszüge, anthrazitfarbene Polster, helle Einfassungen von Fenstern und Dachluken, Fußboden in Yachtoptik – mal was anderes. Pfiffig: Die verschiebbare Arbeitsplatte über der Spüle dient als Verlängerung, der Auszug in der Küchenfront ist von innen wie außen zugänglich, die schwenkbare Waschtischwand im Bad macht Platz für die Dusche. Gibt es in zwei Längen, mit Querbett, Einzelbetten und elektrisch verstellbarem Doppelbett, ab 60.990 Euro.

Meridian Limited Campingbus vor einer Gebirgskette
© Westfalia

Kühler Ausbau, heiße Ausstattung

Für Ford arbeitet Westfalia seit Jahrzehnten, Gruß an den legendären Nugget. Jetzt hat Westfalia mit dem Meridian Limited ein eigenes Modell auf Transit aufgelegt. Querbett, Bad, Küche, Sitzgruppe – klingt auf Anhieb wie überall. Wäre da nicht eine außergewöhnliche Ausstattung, eher unlimited: stärkster Transit-Motor (185 PS), Automatikgetriebe, Navigationssystem, Leichtmetallräder, Bi-Xenon-Scheinwerfer, verschiedene Assistenzsysteme, Markise, dieselbetriebene Heizung, sogar eine Anhängerkupplung. Typisch Westfalia ist der eher kühl gehaltene Ausbau in hellen Farben. Ähnlich ambitioniert wie die Ausstattung ist der Preis von 69.900 Euro. Im ACE LENKRAD im Bildtext aus Versehen falsch bezeichnet, hier korrekt.

Caravan auf Wunsch mit Strom und ohne Gas.
© Knaus

Camping ohne Gas in Südwind und Sport

Knaus setzt bei seinen Caravans Südwind und Sport auf Technik. Optional gibt es nun ein Strompaket mit kompakter Batterie für die Übernachtung unterwegs. Darüber hinaus heißt es für viele Knaus-Caravans auf Wunsch nun ePower: Gas raus, Strom rein. Das passt für Saisoncamper, die nicht auf bullige Heizungswärme angewiesen sind. Eine Wärmepumpe übernimmt Heizung und Klimatisierung. Mit Kompressor-Kühlschrank und Induktions-Kochfeld dominieren Elektrogeräte die Küche. Alles bei Bedarf mit wählbarer Absicherung so gesteuert, dass kein Stromnetz auf dem Campingplatz überfordert wird und die Sicherung rausfliegt.

Stattliches Wohnmobil mit Alkoven, Sitzgruppe und Queensbett.
© Weinsberg

Weinsberg: Wohnmobil kräftig abgespeckt

Es gibt sie noch, die geräumigen Alkovenmobile, zum Beispiel bei Weinsberg. Familienmobile benötigen viel Zuladung, deshalb hat der neue große Weinsberg Carahome 650 DG Superlight im Vergleich zum Vorgängermodell kräftig abgespeckt. Beispiele: Möbelfronten als Leichtbauplatten, neue Sitzkonstruktion, andere Bodenplatte, Blattfedern aus Kunststoff – es geht um den Führerschein und 3,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse, um die Zulassung für bis zu sechs Personen für ein stattliches Wohnmobil mit Alkoven, Sitzgruppe und Queensbett. Ähnlich auch als integriertes Wohnmobil namens Weinsberg Caracore 700 MEG im Programm.

Super-Wohnmobil mit Lkw-Fahrgestell und luxuriöser Austatttung.
© Vario mobil

Ein Reisetraum auf Rädern

Unten ein dreiachsiges Lkw-Fahrgestell Mercedes Actros mit 390 kW (530 PS) und einem Bündel von Sicherheits- und Assistenzsystemen. Oben eine luxuriöse Ferienwohnung mit drei ausfahrbaren Erkern. Im Heck steckt ein Sportwagen, denn ein zwölf Meter langes Super-Wohnmobil ist für Ausflüge etwas unhandlich. Die Möbel tragen amerikanisches Nussbaumfurnier, in der Küche arbeitet eine Spülmaschine, das Bad ist mit Keramik ausgelegt. 390 Liter Diesel und 500 Liter Frischwasser reichen für die Europa-Durchquerung. Der Name des rollenden Superlativs spricht für sich: Vario mobil Perfect 1200 Platinum. Ebenso der Preis von knapp über 1,5 Millionen Euro.

Innenansicht eines Caravan für moderne Familien
© Hobby

Seine Exzellenz ist ganz bürgerlich

Design muss sein, jedenfalls bei der neuen Caravan-Baureihe Hobby Excellent Edition. Helle Möbelfarben, klare Linien und dazu Polster in warmen Tönen – eine schicke Kombination. Sie richtet sich bevorzugt an moderne Familien, denn allein vier der sechs Modelle verfügen über ein Etagenbett für die kleinen Camper. Zwei Modelle mit Einzelbetten und französischem Bett sprechen Paare an. Mit Aufbaulängen von 5,5 bis 7,2 Metern, einer zulässigen Gesamtmasse von 1350 bis 1900 Kilogramm sowie Preisen ab 21.980 Euro ist der Hobby Excellent Edition trotz seines optischen Wow-Effekts in der Mittelklasse angesiedelt.

Der Wohnwagen Bürstner Premio Life wird von einem Auto gezogen.
© Bürstner

Kompakter Caravan frisch renoviert

Er ist mit nur 2,12 Meter Breite schlank, entsprechend leicht und mit Preisen ab knapp 13 000 Euro recht günstig: Der Premio Life markiert den Einstieg von Bürstner in den Caravan-Urlaub. Jetzt hat Bürstner die Baureihe mit einer Einrichtung in harmonischen Brauntönen komplett renoviert und um zwei neue Modelle erweitert. Beim Premio Life 415 TK handelt es sich um einen sehr kompakten Familien-Caravan von fünf Meter Aufbaulänge mit Bugsitzgruppe und Etagenbett im Heck. Auf Wunsch gibt es sogar ein Dreier-Etagenbett. Der neue 480 TS ist einen Meter länger und rollt mit einem französischen Bett im Bug vor. Hinzu kommt eine umbaubare Sitzgruppe in der Mitte. Ein kompakter Waschraum sowie die schlanke Küchenzeile teilen sich das Heck.

Innenansicht des Campingbusses Family Q
© Volkswagen Nutzfahrzeuge

Familien-Angelegenheit: Ein Fall für Viere

Viele Komfort-Campingbusse mit Bad zielen auf reisende Paare, der neue Family Q von der Manufaktur Schwabenmobil hat dagegen Familien mit großem Gepäck im Blick. Quer im Heck ist ein Stockbett für den Nachwuchs angesiedelt, darunter gibt es einen üppigen Stauraum. Davor bringt Schwabenmobil den Kleiderschrank und ein kompaktes Bad unter. Die Sitzgruppe gibt es mit ausgeformten Einzelsitzen und integrierten Dreipunkt-Sicherheitsgurten anstelle der klassischen Sitzbank. Das Elternbett schwebt in Form eines Hubbetts unter dem Hochdach. Basis ist ein kompakter VW Crafter mit 5,99 Meter Länge. Die Preise beginnen bei 82.900 Euro.

Der Tonke Van XL mit hochgeklapptem Dach und offenen Türen.
© Volkswagen Nutzfahrzeuge

Luftikus auf vier Rädern

Der Tonke Van aus den Niederlanden ist Beweis für die Findigkeit der VW-Ausbauer. Basis ist der T6.1 mit beidseitiger Schiebetür. Bei gutem Wetter wird die Küche hinausgeschwenkt und das Essen draußen angerichtet. Dazu gibt’s im Oberdeck einen Freisitz, wenn die Urlauber den Faltenbalg des Aufstelldachs öffnen. Tonke denkt praktisch, das zeigen die weit verschiebbare Klappsitzbank auf einem Boden mit Airline-Schienen oder Kanister für die Wasseranlage. Und das Basisfahrzeug: Die Seitenfenster ganz hinten sind nur Attrappe, das Karosserieblech ist innen wohnlich mit Stoff verkleidet. An Bord geht’s also nicht nur luftig zu, sondern auch gemütlich.

Innenansicht des Wohnmobils Forster T745EB mit Sitzplatz
© Forster

Viel Wohnmobil fürs Geld

Auf exakt 7,45 Meter Länge streckt sich das neue teilintegrierte Wohnmobil T 745 der Marke Forster. Neu ist neben einem Zuwachs an Länge und dem Dekor vor allem das Mobiliar mit Hell-Dunkel-Kontrast. Der Grundriss mit geräumiger Dinette-Sitzgruppe, zwei Meter langen Einzelbetten im Heck und großem Bad verspricht viel Bewegungsfreiheit. Alternativ gibt es den großen Forster mit zwei gegenüberliegenden Sitzbänken oder einem sogenannten Queensbett im Heck. Der Listenpreis für alle Mitglieder des Trios beträgt 55 350 Euro. Auch wenn noch eine angemessene Motorisierung im Ausstattungspaket hinzu kommen – viel Wohnmobil fürs Geld.

Die Caravan Baureihe Bianco von Fendt ist für Familien geeignet.
© Fendt

Einer für alle

Fendt baut seine Caravan-Baureihe Bianco kräftig aus. Nun ist er mehr denn je einer für alle. Ein Fall für Familien ist der Bianco Selection 550 SKM mit Doppelbett im Bug, Sitzgruppe in der Mitte und Etagenbett quer im Heck. Das ebenfalls neu aufgenommene Modell 560 SKM zeichnet sich durch ein Kinderzimmer aus. Für reisende Paare hat Fendt den Bianco Activ 465 SFH entwickelt. Merkmale: große Sitzgruppe im Bug, französisches Bett im Heck, dazwischen eine Küche als Zentralmöbelmodul. Sanitärkomfort bietet der Bianco Activ 550 SD mit großem Heckwaschraum quer und separater Duschkabine. Das Bianco-Programm setzt sich jetzt aus 15 Modellen zusammen.

Messe CARAVAN SALON im Jahr 1981
© Caravan-Salon/Messe Düsseldorf

Caravan Salon feiert Geburtstag

Es geht wieder los: Vom 28. August bis zum 5. September öffnet der Caravan-Salon in Düsseldorf seine Tore. Auf der weltgrößten Publikumsmesse für Wohnmobile, Caravans, Komponenten und Campingzubehör präsentieren Hersteller aus ganz Europa und darüber hinaus ihre Produkte für das Reisejahr 2022. Es ist die 60. Ausgabe der Messe. Was 1962 bescheiden mit 62 Ausstellern aus acht Ländern in Essen begann, hat sich inzwischen zu einer Show der Superlative entwickelt. Selbst im Pandemiejahr 2020 fanden dank eines Infektionsschutzkonzepts rund 107.000 Besucher den Weg nach Düsseldorf. Dieses Jahr treten rund 500 Aussteller in 13 Hallen und auf dem Freigelände an. Zusätzlicher Anreiz: Das Angebot der bisherigen Parallelmesse Tour-Natur wird mit den Themenwelten Equipment & Outdoor sowie Travel & Nature in den Caravan-Salon integriert.

Ein Schäferkarren in dem man im Urlaub übernachten kann
© Mohrenhof Franken

Familienurlaub in Schäferkarren und Zirkuswagen

Caravan oder Wohnmobil? Campingurlaub geht auch anders: Der Campingplatz Mohrenhof Franken in Geslau bietet Schäferkarren und Zirkuswagen als Feriendomizil an. Sie sind modern und freundlich eingerichtet, an Bord gibt es neben den Betten eine Sitzgruppe und ein WC mit Waschbecken. Wer möchte, zieht den gemieteten Wagen auf seinen Lieblingsplatz auf dem weitläufigen Areal. Mit einem Erlebnis-Bauernhof und vielen Tieren ist der Campingplatz vor allem auf Familien eingestellt. Der Nachwuchs freut sich vermutlich auch über eine Wanderung mit der neu eingezogenen Alpaka-Herde oder auf gemütliche Abende an Feuerschalen.

Campingbus von Bürstner Lyseo Gallery parkt vor einem Haus
© Bürstner

Macht hoch das Dach

Viele setzen ein Aufstelldach auf Campingbusse, Bürstner klappt jetzt erstmals das Dach eines teilintegrierten Reisemobils zum Alkovenmobil Lyseo Gallery auf. Anstelle eines klassischen Faltenbalgs verwendet Bürstner Luftkammertechnik. Während der Fahrt ist das Dach spritsparend eingeklappt, am Zielort wird es per Kompressor in 90 Sekunden angehoben. Eine Treppe mit integriertem Stauraum führt ins Oberstübchen. Es enthält außer einem Bett auch eine Sitzgelegenheit und einen Tisch. Zunächst gilt der Bürstner Lyseo Gallery als Showcar, doch es soll mehr daraus werden.

Der neue Bulli: VW Multivan T7
© VW

Bulli mal ganz anders

Hier ist die Basis für den nächsten VW California: VW hat den neuen Multivan T7 vorgestellt. Die Grundversion ist auf 4,97 Meter Länge gewachsen, dazu etwas breiter und flacher geworden. Das optionale Panoramafenster im Dach entspricht dem Ausschnitt für den künftigen Aufstieg in ein Aufstell- oder Hochdach. Die Crashvorgaben führen zu einer längeren Nase, daher erreicht der Neue erst in der Langversion (5,17 Meter) das Volumen des aktuellen Modells. Der neue Multivan ist mehr Großraumlimousine als Bus, das zeigen die schnittige Optik und die Einrichtung mit nun leichteren Einzelsitzen auf einem sehr variablen Schienensystem anstelle der traditionellen Klappsitzbank im Heck. Unter der Motorhaube starten Benziner und ein Plug-In-Hybrid mit einer Spanne von 100 kW (136 PS) bis 160 kW (218 PS). Ein Diesel (110 kW (150 PS) folgt, reine E-Varianten sind nicht vorgesehen. Ein DSG-Getriebe ist serienmäßig, das digitalisierte Cockpit und die Bedienung entsprechen ebenso wie die Plattform und die Vielzahl von Assistenzsystemen dem aktuellen VW Golf. Preise sind noch nicht bekannt.

Lesen Sie auch unseren Artikel: VW Multivan/T7 – Bulli mal ganz anders

Maßgeschneidertes Heckmodul von Osccar im Kofferraum eines Bulli
© Detailhoch3 UG

Osccar räumt den Camper auf

Bullifans genügt zum Camperglück häufig bereits ein Staumodul für die Siebensachen. Etwa „Osccar“ von Konstruktionsbüro Detailhoch3. Die beiden Ingenieurinnen, selbst campingerfahren, haben ein maßgeschneidertes Heckmodul aus Deckplatte und Auszügen für VW T5/T6 entwickelt. Die Verbundbauweise spart Platz und Gewicht, die Auszüge sind frei kombinierbar. Sie nehmen zum Beispiel eine Kühlbox auf, eine Spüle mit Abwasserbehälter darunter oder das Küchengeschirr. Die Komponenten lassen sich ohne Werkzeug montieren und bei größerem Platzbedarf schnell ausbauen. Jetzt noch gutes Wetter, dann hinaus ins Grüne und Heckklappe auf…

Ein Campingbus parkt am Strand
© Westfalia

Schick und komplett

Westfalia erweitert seine Baureihe Columbus um das Modell 600E, sechs Meter lang und mit Einzelbetten im Heck. Basis des Komfort-Campingbusses mit Bad und Hochdach ist der Fiat Ducato. Die neugestaltete Ausstattung ist nach Art des Hauses modern und eher kühl gehalten. Sehr beachtlich ist die Ausstattung der neuen Variante, die Westfalia als Sondermodell präsentiert: Automatikgetriebe, Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer, großes Dachfenster, Solaranlage, Ledersitze, Markise und vieles mehr. Entsprechend ambitioniert ist der Preis von 76 990 Euro.

VW Campingbus mit einem Dach von Polyroof
© Polyroof

Flexibel und schick reisen: Polyroof Transvan

Gäb’s einen Wettbewerb um das schönste Dach für Campingbusse, Polyroof hätte beste Chancen. Das schnittige Dach mit Panoramafenster steht dem VW T6 perfekt. Prompt besteht das Hauptgeschäft des Familienbetriebs daraus, dem serienmäßigen VW California ein neues Hochdach zu verpassen. Veredelt mit Schränken oder einer großen Ablage. Doch der Betrieb aus Dransfeld bei Göttingen kann noch viel mehr und verwandelt den VW Caravelle in den Polyroof Transvan, ein vielseitiges Freizeitfahrzeug. Die geklappte Sitzbank wird dann mit Hilfe einer trickreichen Auflage zum großen Bett. Obendrüber schwebt das Polyroof-Hochdach – oder das ehemalige Aufstelldach aus einem umgebauten VW California.

Magazin „Copilot“ des Händlerverbands DCHV
© DCHV

Lebenshilfe für die Urlaubsreise

Unentbehrlich für Caravaning-Neulinge, wertvoller Ratgeber für alte Hasen: Der „Copilot“ des Händlerverbands DCHV enthält eine Fülle von Informationen für den Umgang mit Wohnmobil und Wohnwagen. Ob Umgang mit der Gasanlage, Tipps zum Rangieren, Verkehrsvorschriften in Europa, Gewichte, Achslasten, Reifen und vieles mehr bis zu Hinweisen zum Satellitenempfang für den Fernsehabend – der Copilot hilft. Das 160 Seiten starke Büchlein gibt es für 9,90 Euro bei den 320 Mitgliedsbetrieben des DCHV.

Innenansicht des Eura Mobil Van
© Eura Mobil

Eura Mobil Van: Wenn’s etwas mehr sein darf

Vans auf Basis von Ducato und Kollegen bauen viele, die neuen Vans von Eura Mobil heben sich durch eine schicke Ausstattung und eine gediegene Einrichtung ab. Das Interieur ist freundlich und bietet mit Mineralstoff-Arbeitsplatte in der Küche sowie schicken Ablagen und Armaturen viel fürs Auge. Praktisch sind auch von außen nutzbare Staufächer modulare Staukästen im Heck oder das elektrisch anhebbare Doppelbett des Spitzenmodells V 635 HB. Ob Betten mit Tellerfedern, eine Lithium-Ionen-Bordbatterie oder Details wie USB-Anschlüsse in der Sitzgruppe – die Ausstattung ist umfangreich. Es gibt drei Modellvarianten, die Preisliste beginnt bei 52.900 Euro.

Hobby Optima Ontour Reisemobil mit Gasflasche
© Hobby

Geben Sie Gas – aber richtig

Vieles ist in Europa einheitlich, nur nicht die Gasversorgung für Reisemobile und Caravans. Dabei werden die meisten Heizungen, Kühlschränke und Kocher mit Flüssiggas betrieben. Neu-Caravaner erleben daher Überraschungen. Sie kennen das Linksgewinde der Gasflasche vom Gasgrill, auch das Tauschkonzept der grauen Stahlflaschen leer gegen voll. In vielen Ländern Europas aber werden Gasflaschen befüllt. Da hilft das vierteilige Euro-Füllset mit passenden Anschlüssen aus dem Fachhandel. Nicht in jedem Land aber werden deutsche Gasflaschen befüllt. Dann helfen Mietflaschen, für sie gibt es Adapter als Anschluss. Vorsicht: Nicht jede Flasche passt in jeden Gaskasten, mit der großen französischen 13-Kilo-Flaschen kann’s eng werden. Gasflaschen haben keine Tankanzeige, ein Füllstandssensor kann helfen. Gasflaschen sind schwer: Die typische deutsche Elf-Kilo-Stahlflasche wiegt befüllt das Doppelte. Rückenschonender sind leichte Aluminium-Gasflaschen.

Caravan von Hobby: luftig-leicht eingerichtet wie ein Strandpavillon
© Hobby

Strandpavillon auf Rädern

Superleicht, Preis ab 12 000 Euro und drinnen luftig-leicht eingerichtet wie ein Strandpavillon: Caravanhersteller Hobby beschreitet mit dem neuen Beachy andere Wege. Sein Dach ist geschwungen wie eine Welle, die Einrichtung einfach: große Sitzgruppe, oben offene Regale mit Haltebändern, unten ein Sideboard, vorne links ein begehbarer Kleiderschrank mit Platz für eine portable Toilette, daneben eine simple Küche mit Wasseranlage und Kühlbox. Heizung, Gasanlage, Herd? Fehlanzeige. Aber hinten eine Stalltür mit Bullauge für den Blick ins Freie und drinnen Stoffe wie aus Seemannsgarn gesponnen. Es gibt einen Grundriss in drei Längen und viel Fantasie, was sich am Meer oder in den Bergen mit der tollen Kiste alles anfangen lässt.

Wohnmobil Ducato 2021
© FCA

Fiat Ducato: neue Motoren, neues Cockpit, neue Assistenzsysteme

Das Wohnmobil-Basisfahrzeug Nummer eins macht einen deutlichen Entwicklungssprung. Von außen ist die neue Generation am großen Markenschriftzug im Kühlergrill zu erkennen. Unter dem Blech tut sich mehr: Ein neuer Dieselmotor hält Einzug, mit 2,2 Liter Hubraum und einer unveränderten Leistungsspanne von 89 kW (120 PS) bis 130 kW (177 PS). Wichtig: Sie entsprechen nun den neuesten Grenzwerten Euro 6d, bei schweren Wohnmobilen den Grenzwerten Euro VI-E. Ob Armaturentafel, Lenkrad, Schaltknauf oder Tastenleiste, Fiat hat alles aufgefrischt. Herausragend sind die optionalen digitalen Instrumente. Hinzu kommt auf Wunsch eine Fülle von Assistenzsystemen sowie ein schlüsselloser Einstieg und LED-Scheinwerfer.

Paar mit Hund macht Urlaub mit dem LMC Innovan Campingbus
© LMC

Viel Van fürs Geld

Vor mehr als 30 Jahren galt er als Pionierleistung: LMC setzte mit dem Liberty 1000 als Campingbus mit Bad auf Fiat Ducato Maßstäbe. Heute sind diese Vans Bestseller – jetzt will LMC mit dem neuen Innovan wieder mitmischen. Es gibt ihn in drei Längen von 5,4 bis 6,4 Metern, im Heck mit Doppelbett quer oder Einzelbetten und einem Waschraum sowie Küchenzeile und Sitzgruppe davor. Das Innendesign ist dezent in Grau gehalten. Auf Wunsch erweitert ein Aufstelldach mit einem zusätzlichen Doppelbett den Lebensraum der drei Vans. Die Preise beginnen bei 39 900 Euro. Zum Start spendiert LMC ein dickes Ausstattungspaket mit Markise, Rückfahrkamera und einer dieselbetriebenen Heizung.

Ausgestellter Caravan im Erwin-Hymer-Museum
© Erwin-Hymer-Museum

Geburtstag mit Plastic Fantastic

Erwin Hymer Museum feiert Geburtstag: Die einmalige Sammlung am Hymer-Stammsitz im oberschwäbischen Bad Waldsee bietet markenübergreifend eine einzigartige Reise durch die Geschichte der Caravans und Reisemobile. Zehn Jahre nach der Eröffnung vermittelt die aktuelle Sonderausstellung namens "Plastic Fantastic" einen Eindruck von der Welt fantasievoller Kunststoff-Karosserien vergangener Jahrzehnte, vom eiförmigen Caravan „Windspiel“ über den schicken Fahti Luxus bis zum „Hobbyplast“-Wohnwagen aus der DDR. Die Dauerausstellung zeigt mehr als 80 Caravans und Reisemobile über zwei Stockwerke auf 10 000 Quadratmeter Fläche. Öffnungen nach den aktuellen Corona-Vorgaben.

Campingplatz Odmoree in Slowenien
© Ecocamping

Camping – aber (öko)logisch

Umwelt- und Naturschutz mit einem definierten Maßnahmenplan, Dokumentation von Energie- und Wasserverbrauch sowie Abfallaufkommen, CO2-Bilanz – mehr als Die mehr als 200 Campingplätze zwischen Deutschland, Italien und Kroatien der Organisation Ecocamping achten auf umweltschonenden Campingurlaub. Jetzt sind sechs weitere Plätze hinzugekommen: in Italien Camping Fornella und die Camping Residence Punta Spin, dann Camping & Hostel Odmoree in Zadar/Slowenien, schließlich Pine Beach und das Ferienzentrum Bi Village sowie Big Bear Plitvice Nature Resort in Kroatien. Sie alle haben Besonderheiten, stellen zum Beispiel eigenes Olivenöl her, nutzen eine vollbiologische Wasseraufbereitungsanlage oder bieten ein autofreies Konzept plus Übernachtung in Natur-Schilfhütten.

Grafik zur Wohnmobil Statistik
© CIVD

Caravaning auf Rekordkurs

Trotz oder vielleicht wegen Corona: Die Neuzulassungen von Wohnmobilen und Caravans brechen alle Rekorde. Der Herstellerverband nennt für das vergangene Jahr exakt 78 055 neu zugelassene Wohnmobile und 29 148 neue Caravans. Zusammen erreichten sie erstmals mehr als 100 000 Neuzulassungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Wohnmobile: Hier haben sich die Zulassungen in nur vier Jahren verdoppelt und in acht Jahren vervierfacht. Für das laufende Jahr erwartet der CIVD einen weiteren Zuwachs von zusammen zehn Prozent.

Bürstner Copa Campingbus
© Magali Hauser

Bürstner Copa: Sitze nach Wahl

Caravan- und Wohnmobilhersteller Bürstner nimmt erstmals einen Kompakt-Campingbus ins Programm. Der neue, knapp fünf Meter lange Bürstner Copa (Preis ab 39 990 Euro) basiert auf dem Ford Transit Custom. Sein Grundriss mit Küchen- und Schrankzeile in Fahrtrichtung links ist klassenüblich. Zur Serienausstattung gehören ein Aufstelldach und eine Klimaanlage. Ungewöhnlich: Rücksitze kosten extra: Wahlweise gibt es ein Holiday-Paket mit Klappsitzbank (6490 Euro) oder die Bus-Version mit zwei Einzelsitzen (4490 Euro). Enthalten ist jeweils eine Kühlbox. Achtung Garagenbesitzer: Die Fahrzeughöhe mit geschlossenem Dach beläuft sich auf 2,09 Meter.

Flaggen wehen vor der Messe Caravan Salon in Düsseldorf
© Messe Düsseldorf / ctillmann

Caravan Salon

Der Caravan Salon findet jedes Jahr in Düsseldorf statt. Wir berichten regelmäßig darüber:

© Wohnmobil Innenraum
© LMC

Caravan mit Aussicht

Im Bett liegen und dabei die Sterne genießen? LMC entwickelt zurzeit einen Caravan mit Faltschiebedach. Es ist beim Prototyp namens Style 450D direkt über dem Doppelbett angeordnet und wird zurzeit getestet. Zu rechnen ist mit einer Premiere auf der Messe Caravan-Salon im Sommer. Bereits im Frühjahr geht der LMC Style 400F an den Start. Dieser Wohnwagen verfügt über ein Klappbett oberhalb der Sitzgruppe. Das Möbel erinnert an die einst üblichen Schrankbetten, die heute in Miniaturhäusern ihre Auferstehung feiern.

Caravan mit Dachzelt auf dem Dachträger
© Thule

Leben auf dem Dach

Ob Kletterer, Kanuten oder Camper: Anstelle eines Wohnmobils oder Caravans genügt fürs Hobby häufig ein Dachzelt. Doch wohin mit sperrigen Sportgeräten? Thule hat die Antwort: Tepui Foothill heißt ein neues Dachzelt das seitlich auf dem Dachträger Platz für allerhand Gerätschaften lässt. Der Trick: Das Dachzelt ist nur 61 Zentimeter breit und lässt sich seitlich über die Fahrzeugkontur aufklappen. Es stützt sich dann auf eine Leiter ab. Die Liegefläche misst 213 x 119 Zentimeter, Fenster lassen Licht und Luft herein. Das Gewicht beläuft sich auf 49 Kilogramm. Geschlossen ist das Dachzelt nur 24 Zentimeter hoch, passt daher je nach Basisfahrzeug sogar aufgesetzt in die Garage. Thule verspricht einfaches Aufstellen und Zusammenfalten des Dachs durch nur eine Person.

Innenansicht der Fahrerkabine eines Wohnmobils
© Bürstner

Wohnmobil mit Zusatzzahl

Zu wenig Schlafplätze für den Nachwuchs an Bord? Bürstner hat die Antwort für Kinder oder Enkel als gelegentliche Mitfahrer im Wohnmobil: Ein Zusatzbett vorne quer im Fahrerhaus von Vans, Teilintegrierten und Alkovenmobilen auf Basis des Fiat Ducato schafft weiteren Platz für die Nacht. Die Liegefläche misst 160 x 90 Zentimeter. Matratze und das passende Spannbetttuch passen in die mitgelieferte Tasche. Das Zusatzbett kostet 299 Euro und ist über die Bürstner-Handelspartner zu bekommen.

Hymer App
© Hymer

Das Wohnmobil wird schlau

Ob Auto, Haus oder Industrie: Begriffe wie Vernetzung oder Smart Home haben Hochkonjunktur. Das Thema sickert auch in Wohnmobile mit ihrer komplexen Bordtechnik und der Verbindung zum Wohnmobil-Basisfahrzeug ein. Die neue Hymer Connect App vernetzt die zahlreichen Komponenten. So lassen sich per Smartphone bereits aus Entfernung Heizung, Licht oder Satellitenanlage regeln. Passende Szenarien lassen sich für Ankunft oder Abfahrt am Stellplatz programmieren oder für das Aufstehen morgens. Checklisten unterstützen bei den notwendigen Handgriffen. Klassische Informationen wie der Status von Batterie und Tranks lassen sich abrufen. Die Zahl der Funktionen soll fortwährend ausgebaut werden. Die neue App steht exklusiv für die Hymer B-Klasse Masterline zur Verfügung.

Neue Sitzbezüge im Wohnmobil Innenraum
© G+S

Aus alt mach neu

Trotz großer Nachfrage nach neuen Fahrzeugen: In Deutschland zugelassene Wohnmobile sind laut Herstellerverband CIVD durchschnittlich rund 13 Jahre alt. Da wird’s wie zuhause zwischendurch Zeit für eine gründliche Renovierung. Neue Polster bringen mehr Komfort, neue Sitzbezüge mehr Wohnlichkeit und frische Gardinen und Vorhänge mehr Farbe ins Spiel. Zu den Spezialisten auf diesem Gebiet zählt G+S in Enkenbach-Alsenborn bei Kaiserslautern. Der Betrieb stattet auch Neufahrzeuge von Herstellern aus firmiert gerne als „die Polstermacher“, ein klarer Hinweis auf das Tätigkeitsfeld. Frische Sitzbezüge, Hussen für die Sitze im Fahrerhaus, individuell gefertigte Matratzen, flotte Stores und Schals, enorme Auswahl bei Stoffen und Ledern, Umbau nach Vereinbarung vor Ort – schon wirken Caravan und Wohnmobil um eine ganze Generation verjüngt, sitzen und schlafen die Reisenden besser.

Campingbus Bausatz Schrank im Van eingebaut
© Hornbach

Campingbus vom Baumarkt

Falls der schicke neue Bus von der Stange zu teuer ist – Heimwerker können auch selbst anpacken. Möbelbausätze gab es bisher von Branchenspezialisten, jetzt kommen sie ebenfalls vom Baumarkt: Buildify nennt Hornbach sein Programm mit einfachen Campingbus-Bausätzen von Schränken und Betten. Sie heißen Bob, Carolin, Christoph, Erwin oder Marco, Nellie und Robert und passen für VW Transporter und Multivan, Ford Transit sowie Fiat Ducato, Mercedes Sprinter und VW Crafter. Die passenden Matratzen gibt’s gleich dazu, ebenso Selbstbau-Campingtische oder eine herausnehmbare Campingküche. Die Möbel bestehen aus zertifiziertem Birkenholz. Tipps zur Auswahl und zum Aufbau gibt’s bei Hornbach auch im Netz. Dort muss man die Möbel auch bestellen.

Mini-Campingbus Vanderer Innanansicht
© Vanderer, Noah Simma

Mit Vanderer auf Wanderschaft

Klein aber oho: Das trifft für den Mini-Campingbus namens Vanderer zu. Die junge Marke aus Kempten im Allgäu verwandelt den fünfsitzigen Citroen Berlingo in ein schmuckes kompaktes Wohnmobil. Sitzbank im Heck, linkerhand eine ausziehbare Küchenzeile, gegenüber eine Staukiste mit Spüle, alles hübsch aus Holz gearbeitet. Die Einrichtung dienst nachts als Basis für ein Doppelbett. Oben schafft das serienmäßige Aufstelldach Luft und Raum im Erdgeschoss. Gleichzeitig bildet es die Basis für ein weiteres Doppelbett. Die Preise des kompakten und alltagstauglichen Vanderer beginnen bei 28 990 Euro. Mit dem Van auf Wanderschaft – Ergebnis ist der Vanderer.

Reisemobil Challenger X150
© Sassoulas Sebastien

Zwischen den Welten

Kompakt, leicht und pfiffig eingerichtet: Der neue Challenger X150 siedelt sich zwischen den klassischen Reisemobilwelten an. Mit sechs Meter Länge und 2,1 Meter Breite ist er so schlank wie ein Campingbus, dank seines vollwertigen Aufbaus aber geräumig und gut isoliert wie ein teilintegriertes Mobil. Die Karosserie ist modern gestaltet, die Einrichtung pfiffig. Das betrifft hübsche Accessoires und Deko-Elemente ebenso wie den Grundriss mit einer üppigen Längssitzgruppe plus elektrisch betätigtem Hubbett darüber. Dank Dieselheizung ist der Challenger X150 weitgehend unabhängig von der herkömmlichen Gas-Infrastruktur. Die Preise beginnen bei 59 990 Euro.

VANTourer steht auf einer Wiese
© VANTourer

Einer für alles

Der neue Van Tourer Urban ist weniger ein Campingbus für die Stadt, als ein Bus für alle Tage. Seine Plattform bildet der Mercedes Vito in mittlerer Länge von 5,14 Metern. Es gibt den Urban in drei Ausstattungsvarianten, sie unterscheiden sich durch Vorderrad- und Hinterradantrieb sowie den Ausstattungsumfang. Immer an Bord sind der Tisch und eine Schrankzeile, eine herausnehmbare Küche sowie eine Klappsitzbank mit zwei Plätzen im Erdgeschoss sowie ein Aufstelldach mit einem weiteren Bett. Praktisch: Trotz Klappdach bleibt der Urban unter zwei Meter Höhe – damit ist er tatsächlich stadttauglich. Ab 49 900 Euro geht es los.