02.11.2020

Verkehrswende IV – Von klein auf richtig in Bewegung

Mobilitätserziehung hat viele Facetten. Am besten fängt man natürlich so früh wie möglich damit an. Und hier gilt das Motto: Theorie ist gut, Praxis aber besser.

Ein wichtiger Ansatz in der Erziehung von Kindern zu mobilen Menschen ist nach Ansicht des ACE ihre aktive Teilnahme am Verkehr. Wenn Kinder lernen, aktiv mobil zu sein, behalten sie als Erwachsene oft ihr erlerntes Mobilitätsverhalten bei und geben es später an die eigenen Kinder weiter. Zudem kann es Spaß machen, gemeinsam mit den Kindern auf verschiedenen, vielleicht auch kreativen Wegen und mit verschiedenen Transportmitteln das Ziel zu erreichen. Mag es zum Fußballplatz, zur Eisdiele oder zur Schule sein.

Kinder brauchen zum Lernen Ruhe, Zeit und Vorbilder

Frühzeitig gemeinsam mit Erwachsenen die verschiedene Optionen wie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV unterwegs zu sein, zu erproben, ist eine gute Übung für das sichere Verhalten im Straßenverkehr. Dieses zu erlernen braucht Ruhe und Zeit. Und Kinder brauchen vor allem eins: Vorbilder, an denen sie sich orientieren können. Und sie brauchen vor allem eins nicht: Eltern, die sie bei noch so kurzen Wegen mit dem Pkw durch die Stadt chauffieren und Elterntaxi spielen.

Das "Elterntaxi" bringt Kinder um viele wertvolle Erfahrungen

Das mag gut gemeint sein, sendet aber das falsche Signal aus. Zum einen erhalten die Kinder so Bewegungs- und Koordinationsdefizite und der Nachwuchs wird sich später im Straßenverkehr unsicher fühlen. Das Wissen, dass viele Transportmittel zum Ziel führen, und die Selbstverständlichkeit, diese zu nutzen, bleibt diesen Kindern verwehrt.

Es muss nicht immer das Auto sein

Für die Verkehrswende ist es wichtig, Kinder und Jugendliche nicht zu Autofahrenden zu erziehen, sondern zu Verkehrsteilnehmenden, die je nach Situation und Entfernung das beste Verkehrsmittel individuell wählen. Das kann selbstverständlich das Auto sein, muss es aber nicht.

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