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Wie lange gilt die Batterie-Garantie?

Die Hochvoltbatterie gehört zu den teuersten Komponenten eines Elektroautos. Deshalb geben die Hersteller in der Regel eine eigene Batteriegarantie, sie ist jedoch eine freiwillige Leistung und kann daher an eigene Bedingungen geknüpft sein.

 

Bei vielen Modellen liegt die Garantie beispielsweise bei acht Jahren oder 160.000 Kilometern. Häufig wird dabei eine Mindestkapazität von 70 Prozent zugesichert.

 

Das ist zum Beispiel bei Volkswagen oder Toyota der Fall. Bei neueren Toyota-Modellen reicht die Garantie jedoch sogar bis 1 Millionen Kilometer.

 

Es gibt also deutliche Unterschiede zwischen Herstellern und Modellen. Es ist daher wichtig, zu prüfen, welche Garantie für das jeweilige Modelle gilt.

Wichtig beim Blick ins Kleingedruckte

Eine Batteriegarantie bedeutet nicht automatisch, dass eine Batterie bei jeder Verringerung der Reichweite kostenlos ersetzt wird.

Entscheidend sind unter anderem:

  • garantierte Mindestkapazität

  • Laufzeit

  • Kilometerbegrenzung

  • Bedingungen für einen Garantiefall

  • Messverfahren für die Batteriekapazität

 

Bei einem gebrauchten E-Auto sollte deshalb geprüft werden, ob die Garantiebedingungen erfüllt wurden, dazu zählt in der Regel auch Service und Wartung beim Hersteller.

Batteriegesundheit beim Gebrauchtwagenkauf

Bei einem gebrauchten Elektroauto sollte der Blick nicht allein auf Kilometerstand und Alter fallen.

 

Mindestens ebenso interessant ist:

Wie viel Kapazität hat die Batterie tatsächlich noch?

Ein Batteriecheck kann hier mehr Aussagekraft haben als die Reichweitenanzeige im Fahrzeug. Der ACE empfiehlt deshalb, die Batteriegesundheit vor dem Kauf überprüfen und möglichst zertifizieren zu lassen.

Checkliste für den Kauf

☐ "State of Health" ermitteln (manche Fahrzeuge zeigen diesen an, ansonsten…) 
☐ Batteriecheck möglichst mit Zertifikat 
☐ tatsächliche Reichweite (Zertifikat) mit der ursprünglichen Reichweite vergleichen 
☐ Batteriegarantie prüfen (Garantiebedingungen, siehe oben) 
☐ bisherige Nutzung und Ladeverhalten in Erfahrung bringen (z.B. Zugfahrzeug für Anhänger/Wohnwagen?)

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Batterie nicht leer stehen lassen

Batterie nicht leer stehen lassen

Für längere Standzeiten ist ein mittlerer Ladezustand sinnvoll. Da sich Batterien auch selbst entladen, kann sonst ein kritischer Bereich erreicht werden.

100 % nicht unnötig lange halten

100 % nicht unnötig lange halten

Für lange Fahrten ist eine Vollladung okay. Im Alltag sollte der Akku jedoch nicht ständig auf 100 % geladen bleiben, da dies die Batterie belastet und schneller altern lässt.

Schnellladen gezielt einsetzen

Schnellladen gezielt einsetzen

Auf Reisen ist DC-Schnellladen sinnvoll. Für den Alltag ist AC-Laden meist die schonendere Wahl.

 Hitze vermeiden

Hitze vermeiden

Hohe Temperaturen beschleunigen die Batteriealterung.

Batterie vor dem Schnellladen bei Kälte temperieren

Batterie vor dem Schnellladen bei Kälte temperieren

Das schont die Batterie und optimiert die Ladeleistung. Bei Routenplanung über das Bord-Navi erfolgt die Vorkonditionierung meist automatisch, sonst teils per Schalter.

Herstellerangaben beachten

Herstellerangaben beachten

Besonders bei LFP-Batterien können andere Ladeempfehlungen gelten.

Beim Gebrauchtkauf SoH prüfen

Beim Gebrauchtkauf SoH prüfen

Nicht nur Kilometerstand und Reichweite anschauen – ein Batteriecheck kann sich lohnen.

Batteriegarantie prüfen

Batteriegarantie prüfen

Laufzeit, Kilometergrenze und garantierte Mindestkapazität unterscheiden sich je nach Modell.

Batteriepass im Blick behalten

Batteriepass im Blick behalten

Ab 2027 soll der digitale EU-Batteriepass für neue Elektrofahrzeugbatterien für mehr Transparenz sorgen.

Batteriereparatur prüfen

Batteriereparatur prüfen

Greift die Garantie nicht, kann sich eine Reparatur lohnen.

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